Bei den Miniumsätzen bleibt bei der FBS/FBB nichts hängen! Erst recht nicht durch den teuren BER-Betrieb!

Offensichtlich wird nun doch noch der Geschäftsbericht der FBS des Jahres 2011 veröffentlicht, der sonst immer bereits im März erschien (siehe Tagesspiegelartikel unten). Zwar gibt es wieder ein Wachstum der Passagiere gegenüber 2010, allerdings wurde mit denen ein Verlust in Höhe von 74, 5 Mio. eingeflogen, was FBS-Chef Schwarz mit den Zinsen für den fremdfinanzierten Flughafen begründet. Aber diese Zahl war tatsächlich angekündigt und wird sich für 2012 noch in den 3-stelligen Millionenbereich verschlechtern. Aber besorgniserregend dürfte die Umsatzentwicklung in Relation zum Passagierwachstums sein. Denn der erzielte Umsatz in Höhe von 263 Mio. EURO bei 24 Mio. Passagieren bringt nichts anderes zum Ausdruck, dass der Umsatz pro Passagier auf einem schon extrem geringen Niveau immer noch weiter sinkt: Er liegt jetzt bei 10,9 EURO pro Passagier. Das ist ein fataler Trend, bei dem für die FBS/FBB nichts hängen bleibt, nichts für den Schuldendienst erwirtschaftet werden kann und dadurch dauerhaft mit wachsenden Verlusten zu rechnen ist. Angeblich soll die Flughafengesellschaft sogar 531 Mio. EURO selbst erwirtschaftet haben: Das dürften aber großzügige Zuwendungen von den Gesellschaftern der FBS gewesen sein.

Hier der Umsatzabstieg je Passagier der Berliner Flughafenlandschaft aus den mir vorliegenden Geschäftsberichten seit 2001:

2001    13,47 EURO/Passagier

2002   14,29

2003   13,38

2004   12,32

2005   12,23

2006   12,06

2007    11,65

2008   11,79

2009   11,63

2010    11,06

2011    10,09

Dieser Absturz  bringt dreierlei zum Ausdruck:

Erstens sieht man sehr deutlich, wie man Anfang des Jahrtausends die Billigairlines angelockt hat, um den Bau des BBI über diese künstliche Nachfrage zu begründen. Wäre Fliegen für die Berliner kostenlos, wäre das Passagierwachstum noch beeindruckender!

Zweitens sind im Jahr der angekündigten Eröffnung des BER die Billigairlines offensichtlich immer noch auf dem Vormarsch.

Drittens muss die  Zahl 10, 9 EURO gleichzeitig mit der Zahl 25 EURO verglichen werden. Denn die deutschen internationalen Verkehrsflughäfen haben diesen Umsatz/Passagier in Höhe von 25 EURO/Passagier erzielt: Der Gesamtumsatz betrug ca. 5 Mrd. EURO und wurde mit ca. 200 Mio. Passagieren erzielt. D.h. die FBS hat gerade mal 43,6 % des durchschnittlichen Umsatzes der deutschen Flughäfen erzielt! Das kann nicht gut gehen, aber seitens der Berliner und Brandenburger Regierungen wird deshalb auch eine intensive Grabpflege für das Milliardengrab BBI betrieben: Mit Geld was in den notleidenden Haushalten nicht da ist und was der BER niemals einfliegen wird. Solange er betrieben wird bleibt er offensichtlich am Tropf.

Da passt auch die Aussage von Staatssekretär Bretschneider im Inforadio am 25.04.2012, dass ihn die Wirtschaftlichkeit des BER nicht interessiere, sondern wichtig sei, dass der BER die Wirtschaft in der Region voranbringe! Mit Verlaub, diese hoch bezahlten Staatsbürokraten haben keine Ahnung von Wirtschaft: Denn das Geld für den defizitären Flugbetrieb wird aus dem Wirtschaftskreislauf abgesaugt: Es muss davon ausgegangen werden, dass dieser Trend anhalten wird, weil die Umsätze je Passagier auf dem BER weiter sinken werden: infolge der extrem hohen Infrastrukturkosten: Tegel als Motor des Berliner  Flughafensystems gibt es dann nicht mehr und den billigen/preiswerten Flughafen Schönefeld dann auch nicht mehr……

Natürlich will dann der Flughafenchef Schwarz dieses Kartenhaus  durch höhere Gebühren retten: und das in einer Zeit, wo selbst die Lufthansa drastisch sparen muss und am BER mit einer Billigfliegerplattform an den Start gehen will. Oder er zelebriert das Märchen vom künftigen Nonaviationwunder, indem am BER sagenhafte Umsätze entstehen. Offensichtlich hat der auch keine Ahnung und weiß nicht, dass jeder EURO in dieser armen Region nur einmal ausgegeben werden kann: erst recht nicht bei einer nun immer schneller wachsenden Inflation. Aber diese Entwicklung wird auch nicht in den Prognosen der hoch bezahlten staatsbürokratischen Unfähigkeit berücksichtigt werden…..

 

Tagesspiegel vom 25.04.2012
Noch keine Freigabe für den neuen Flughafen
Von Klaus Kurpjuweit
Betriebspflicht in Tegel wird erst aufgehoben, wenn in Schönefeld alles funktioniert. Vorschau / Senden 
Noch ist die Luftfahrtbehörde nicht überzeugt, dass der Betrieb am künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“ in Schönefeld wie geplant am 3. Juni aufgenommen werden kann. Bevor die Behörde die Flughafengesellschaft von der Betriebspflicht in Tegel befreit, muss der Flughafen deshalb noch eine Auswertung des Probebetriebs am künftigen Flughafen liefern. Die Betriebspflicht wolle man erst aufheben, wenn absolut klar sei, dass der Betrieb in Schönefeld planmäßig aufgenommen werden könne, heißt es in der Senatsverkehrsverwaltung. Bliebe die Betriebspflicht bestehen, könne die Flughafengesellschaft nicht wie vorgesehen in der Nacht zum 3. Juni Tegel komplett verlassen.
Schon einmal musste die Flughafengesellschaft nachbessern, weil sich im Probebetrieb Risiken gezeigt hatten. Um beim Ausfall eines Schalterbereichs Reserven zu haben, baut man jetzt auf die Schnelle für 2,5 Millionen Euro einen provisorischen weiteren Abfertigungsbereich auf.
Knapp 800 Auflagen müsse die Flughafengesellschaft vor der Abnahme des Neubaus erfüllen, sagte der dafür zuständige Geschäftsführer Manfred Köttgen am Dienstag bei der Vorstellung der Geschäftsbilanz für das vergangene Jahr. Der Zeitplan für die Genehmigungen sei eng, werde aber eingehalten – auch beim Brandschutz. Hieran hatte es in der vergangenen Woche, wie berichtet, Zweifel gegeben.
Auch aus Sicht des Landkreises Dahme-Spreewald, dessen Behörden den Flughafenbau genehmigen müssen, könne der Flughafen zum gegenwärtigen Zeitpunkt wie geplant am 3. Juni eröffnet werden, teilte Landrat Stephan Loge mit.
Ein Verschieben des Eröffnungstermins auch nur um wenige Wochen hätte fatale Folgen: Der Umzugstermin von Tegel und vom alten Bereich des Flughafens in Schönefeld ist für die Nacht der Nächte vom 2. auf den 3. Juni minutiös geplant, Fluggesellschaften haben sich zum Teil mit einem stark erweiterten Angebot, wie etwa bei der Lufthansa, darauf eingestellt. Auch juristisch bereitet sich der Flughafen auf den 3. Juni als Eröffnungstermin vor. Weil unmittelbar davor eine Flut von Klagen zu erwarten sei, habe man für Mai eine Anwaltskanzlei „geblockt“, sagte Flughafenchef Rainer Schwarz.
Als der ursprüngliche Termin, der 30. Oktober 2011, verschoben werden musste, hatte die Flughafengesellschaft allerdings einen Tagesspiegel-Bericht dazu 2010 zunächst wochenlang dementiert.
Felsenfest stehen dagegen die wirtschaftlichen Zahlen des Flughafens für das vergangene Jahr. Obwohl es mit mehr als 24 Millionen Passagieren einen weiteren Rekord gegeben hat, brachte 2011 der Flughafengesellschaft einen Verlust in Höhe von 74,5 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor gab es noch einen Gewinn in Höhe von über vier Millionen Euro. Den jetzigen Verlust, den es auch in den kommenden Jahren geben werde, begründete Schwarz vor allem mit dem Zinsaufwand für die aufgenommenen Kredite in Höhe von bisher 1,5 Milliarden Euro für den Flughafenausbau. In diesem Jahr soll die Summe auf zwei Milliarden Euro steigen. Insgesamt soll der Ausbau rund 2,5 Milliarden Euro kosten. Das Ziel, 440 Millionen Euro aus eigenen Mitteln beizutragen, sei mit inzwischen erreichten 531 Millionen Euro bereits übertroffen worden, sagte Schwarz.
Nun verliert der Flughafen aber seinen Goldesel. Mit dem weitgehend abgeschriebenen Tegel hatte die Flughafengesellschaft in den vergangenen Jahren stets kräftig Geld verdient, während Schönefeld trotz gestiegener Passagierzahlen weiter Verluste machte. Der Umsatz lag 2011 insgesamt bei rund 263 Millionen Euro und soll am neuen Flughafen weiter steigen – durch höhere Gebühren für die Fluggesellschaften und durch einen Ausbau des sogenannten Non-Aviation-Bereichs mit den Läden und Lokalen.
Schwarz rechnet in diesem Jahr mit etwa 25 Millionen Passagieren. Deshalb müsse man früh über einen weiteren Ausbau nachdenken. Konzipiert ist der Flughafen bisher für rund 27 Millionen Fluggäste. Erweitert werden sollen zunächst die jetzt fertiggestellten Anlagen; an eine dritte Startbahn sei dagegen nicht gedacht, sagte Schwarz.

Category: BER-Baustopp sofort, BER-Fälschungen und -Betrug, Fälschung des unrentablen BER, Trotz FBB-Märchen kommt auch der BBI-Crash! | Tags: , , , , , Comment »


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