Liebe LeserInnen meines Web-Blogs,
in den letzten Tagen musste ich mich mit einem Leser meines Blogs sehr intensiv auseinandersetzen, sodass ich keine weiteren Texte verfassen konnte. Gestern erhielt ich wieder einen Kommentar von diesem Leser, Herrn Markus Woehler, den ich an dieser Stelle beantworten möchte, um endlich dieses Thema und derartige Diskussionen ins Leere zu beenden.
Sie können seinen Text, mit dem ich mich nun leider auseinanderzusetzen habe auch auf meinem Blog unter “Wobei werden die Fälscher denn noch so ertappt?” lesen!
Sehr geehrter Herr Woehler,
vielen Dank für die Zusendung ihres Textes, auf den ich nun eingehen möchte und muss!
Natürlich habe ich entgegen Ihrer Behauptung NICHT alle Kommentare gelöscht. Da fängt das Problem, welches Sie offensichtlich haben, schon an. Ich habe mich sogar anfänglich sehr intensiv auf ihre Texte eingelassen. Als dann ihr ellenlanger Text zum Munitionsskandal kam, konnte ich mich immer weniger des Eindrucks erwehren, dass sie FBS-Mitarbeiter sind oder in deren Auftrag schreiben. Muss nicht stimmen, aber jedenfalls hatte ich den Eindruck.
Aber steigen wir gleich beim Munitionsskandalthema ein: Wenn der Flughafen Schönefeld von Munition beräumt wäre hätte er eine Munitionsfreiheitsbescheinigung. Hat er aber nicht. Und das ist ein Spiel mit dem Feuer. Ich habe in meiner damaligen Flugzeugmechaniker- bzw. Flugzeugtechnikerzeit genug Katastrophen mit erleben müssen. Da war dann mit Ihrem Text bei mir die Schmerzgrenze erreicht. Ich hoffe sie haben die Antworten zu den Kleinen Anfragen zu dem Thema in meinem Buch gelesen. Da wissen Sie dann wie mit dem Thema seitens der Politik umgegangen wird. Dabei habe ich noch nicht einmal die Munitionsaltlasten in Tegel angesprochen. Da wird ja auch ganz viel vertuscht.
So ein brisantes Thema lasse ich mir nicht auf meinem Blog auch nicht runterspielen oder zerreden. Aber sie tun das auf ihren langen textlichen Exzessen mit einer unglaublichen Insiderkenntnis, um von der eigentlichen Thematik abzulenken. Hier als Zitat eine Kurzfassung Ihrer Auffassung:
„Wo ist nun also der Skandal? Die zuständigen Behörden haben eine Entscheidung getroffen, weil es einfach widersinnig war, das Vorhaben wegen fehlender Munitionsfreiheit sterben zu lassen.“
“Sterben zu lassen”! Düsteres Bild, wenn dann mal wirklich was passiert, Herr Woehlert.
Genau das ist der Punkt, den ich kritisiere. Auch in meinem Buch. Im Übrigen sind das keine Kommentare was Sie verfassen, sondern uferlose Darstellungen Ihrer Auffassung bzw. die der FBS. Obendrein sind die Texte mit einer Fülle von willkürlichen Fragen drapiert, die ja schon zu einem großen Teil in meinem Buch beantwortet sind.
Machen wir deshalb mit der strittigen Betriebsgenehmigung zum Flughafen Schönefeld weiter. Da kann der Leser auf dem nicht gelöschten fast ausnahmsweise mal kurz gehaltenen Kommentar vom 14.12. folgendes nachlesen:
„Was war eigentlich der Inhalt dieser ominösen “Weisung Nr. 21/90 “? Sie schrieben in Ihrem Buch, dass es Ihnen gelungen wäre, das Dokument auf anderen Wegen doch noch zu beschaffen. Gab es dort Inhalte, die plausibel machen, warum die FBS das Dokument “nicht erhalten” konnte? Oder war dieser unglaubliche Vorgang letztendlich belanglos?“
Ist eine ausgesprochen blöde Frage, denn er hat ja mein im Prinzip generell kritisiertes Buch gelesen: und da steht es drin. Was er mit diesen vielen tausend Fragen bezweckt ist allzu offensichtlich. Zu der obigen Frage ein kurzes Zitat vom 12.12.2010:
“Eines der schlechtesten Bücher, die ich bisher gelesen habe“.
Mag ja Ihr Eindruck sein. Umso erstaunlicher ist mit welcher Hingabe Sie sich dem Lesen und kommentieren meines Buches/Blogs widmen. Das würde bei einem guten Buch natürlich nicht passieren.
Kommen wir zur angesprochenen Non-Aviation-Kritik: Hier hat Herr Woehler angeblich meine „falschen Auszüge aus dem Geschäftsbericht der FBS zum Non-Aviation-Umsatz richtiggestellt“.
Na da schauen wir doch mal mit welchen Tricks hier der Herr Woehler arbeitet. Deshalb ein kleines Zitat:
“Ach und eins noch: Ihre immer wieder beschworene Non-Aviation-Umsatz-Story, die eine wesentliche Basis Ihrer BBI-Flop-Prognosen ist, ist natürlich falsch. Üblicherweise teilen die Flughäfen ihre Geschäftsfelder in Aviation und Non-Aviation. Die FBS hat das in ihrem Geschäftsbericht nur weiter aufgeschlüsselt, in dem sie Umsätze im Bereich Real Estate, Services usw. noch gesondert ausgewiesen hat. Wenn Sie nun korrekterweise vom Gesamtumsatz den Aviationumsatz abziehen, erhalten Sie den zusammengefassten Non-Aviation-Anteil, nämlich ziemlich genau die von Schwarz angegebenen 33% am Gesamtumsatz. Der von Ihnen gewählte Vergleichsflughafen Düsseldorf macht das ganz genauso“.
Falsch! Hier habe ICH die falschen Angaben von Herrn Schwarz anhand seines Geschäftsberichtes richtig gestellt.
Herr Woehler kritisiert etwas nicht kritisierbares, da ich in meinem Blog-Text bezüglich ausdrücklich den Real Estate-Umsatz als 3. Quelle des Umsatzes darstelle und berücksichtige (liegt bei der FBS bei ca. 15%). Und genauso vergleiche ich auch den Flughafen Düsseldorf mit den mickrigen Non-Aviation-Umsätzen der FBS. Herr Woehler verfolgt offenbar nur ein Ziel, nämlich die Tricks des Herrn Schwarz zu decken und meinen Blog zu verunglimpfen. Den Woehrlerschen Unsinn habe ich natürlich gelöscht.
Aber so sind die BBI-Hamster im Rad. Sie treten und treten und kommen einfach nicht weiter: inzwischen natürlich viel zu spät. In der Zwischenzeit arbeitet Herr Woehler mit seinen Unter- und Entstellungen meinen Blog ab, wohl wissend, dass kaum einer die Zeit hat, seine uferlosen Kommentare mit meinen Texten zu vergleichen.
Aber nehmen wir noch ein Beispiel, um die Art und Weise des Herrn Woehler zu illustrieren: Hier geht es um die Beantwortung einer Schülerumfrage (Teil 3), die auch auf meinem Blog nachlesbar ist. Ich erhielt eine Mail vobn den Schülern, in der sich die Schüler für die Beantwortung bedanken und die ich auch in meinen Blog gesetzt habe:
Antwort auf meine Antworten vom 22.06.2010
„Sehr geehrter Herr Dr. Frank Welskop,
vielen herzlichen Dank für Ihre ausführlichen Antworten! Das hat uns beim Auswerten der Umfrage sehr geholfen. Über einige Aspekte aus ihren Antworten haben wir heute in der Schule direkt diskutiert.
Welche wirtschaftlichen Veränderungen der BBI bezogen auf Berlin mit sich ziehen lässt, werden wir sicherlich innerhalb der nächsten Jahre erkennen. Bis dahin hofft und spekuliert man.
Es freut uns, dass Sie sich die Zeit genommen haben und es Ihnen Spaß bereitet hat.
Mit freundlichen Grüßen,
Evgeniya und Glenn“
Und was macht der Herr Woehler daraus?
“Beeindruckend finde ich, dass die Schüler trotz der eindeutigen Positionierung von Herrn Welskop erkannt haben, dass die Zukunft für BBI zumindest offen ist und nicht pauschal schwarz gemalt werden kann.“
Nein, falsch! Der Text hat bei der Beantwortung der Umfrage „sehr geholfen“ und es wurde darüber „direkt“ in der Schule diskutiert, nachdem sie sich mit „vielen herzlichen Dank“ an mich wendeten. Das ist der Sinn einer solchen Umfrage. Und logisch: In der Schülerdiskussion gab es bei einem derartigen Projekt bestimmt auch Pro und Contra: Davon stand aber nichts drin! Sondern, dass man bis dahin „hofft und spekuliert“. Natürlich HOFFT auch die FBS, dass der BBI bald mal kommt und zum Erfolg wird. Aber in der Konstellation wie er kommt, ist er mit seiner Billigairlinesdominanz ein reines SPEKULATIONSprojekt und ist eben ein neuer Berliner Bankenskandal! Denn der basierte auch auf Spekulationen. Entweder können sie nicht lesen oder stellen bewusst falsche Behauptungen auf. Meine Meinung will ich dazu nic
ht weiter äußern. Und was ist daran beeindruckend, wenn die Zukunft des BBI für die Schüler offen ist! Beeindruckend wäre es gewesen, wenn der BBI bereits in 2000 in Betrieb gegangen wäre. Aber das hat man sich ja durch den falschen Standort und die systematische Unfähigkeit der Akteure richtig vermasselt.
Schön, dass Sie im Lichte meiner Löschungen auch noch „stolz auf die Schulzendorfer (sind), die Herrn Welskop bei ihrer Bürgermeisterwahl eine klare Abfuhr erteilt haben“. Klingt wirklich etwas naiv, jetzt bin ich aber richtig von Ihren Hieben unterhalb der Gürtellinie beeindruckt. Im Übrigen war ich einer von 4 parteilosen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl und bin als einziger Nichtschulzendorfer sogar in die Stichwahl gekommen. Ich bin also parteilos und meine Hauptmotivation der Kandidatur war es, mich auf einer neuen Ebene mit dem BBI kritisch auseinanderzusetzen. Inzwischen bin ich aber froh, dass es nicht geklappt hat. Aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht erläutern möchte. Als Unternehmer bin ich davon auch nicht finanziell abhängig. Auch nicht vom Verkauf meines Buches, wovon man sowieso nicht leben könnte. Auch betreibe ich meinen Blog aus reinem Interesse an der Thematik und bis jetzt zahle ich dafür sogar auch noch drauf. Es ist schon eigenartig wie Sie hier bestimmte Themen vermengen.
Im Buch und auf dem Blog habe ich auch nichts konstruiert. Was konstruiert ist, ist der BBI: nämlich wie sich immer mehr zeigt, am komplett falschen Standort. Und viel zu spät. Der Luftverkehrsmarkt ist nicht nur weit gehend aufgeteilt, er beginnt sogar auch im Billigflugsektor zu schrumpfen. Außerdem kommen noch ganz andere Dinge auf uns zu, die dem potentiellen BBI-Kunden das Fliegen so richtig vergällen werden. Wenn Sie das noch nicht wussten werden Sie dann an mich denken (Stichwort Eurokrise bis hin zum Währungscrash). Zum Thema Tempelhof werde ich auf ihren Text demnächst kurz antworten. Dieser kurze Kommentar war der einzige konstruktive Text von Ihnen. Ansonsten werden sie sehen, was für eine Bruchlandung der BBI hinlegen wird. Nach dem Fehlstart kommt halt die Bruchlandung. Die Flugroutenproteste infolge der Manipulationen sind nur ein Reflex des BBI-Skandals, der sich immer mehr ausweitet. Und noch ein letztes Zitat von Ihnen.
„Wo bleibt die Meinungsfreiheit, wo die kritische Auseinandersetzung mit einem für die Region so wichtigen Großprojekt?“
Gute Frage, tja wo bleibt die Meinungsfreiheit zum BBI? Erst durch die Flugroutendiskussion ist etwas Meinungsfreiheit in die Medien rein gekommen, weil es nicht mehr anders ging. Vorher wurde alles totgeschwiegen und vertuscht sowie die Manipulation vertuscht, wie man immer deutlicher sieht. Hofberichterstattung mit Nebelkerzen und Schweigespirale! Wer eine andere Meinung hat kriegt einen Maulkorb oder wird gefeuert. Haben Sie ja bestimmt nicht überlesen in meinem Buch. Deshalb gibt es eben mein Buch und den Blog, was einigen vielleicht nicht so gefällt.
Und noch ein Zitat von Herrn Woehler zu meinem Buch, bevor diese Debatte für mich beendet ist: denn sonst hätte Herr Woehlert sein Ziel erreicht:
„Schade, dass Herr Welskop offensichtlich an der Wahrheit gar nicht interessiert ist. Es zählt nur seine Wahrheit und, das wird immer deutlicher, der Verkauf seines sensationsgierigen Buches, für das er keine Gelegenheit auslässt, mit markigen Attributen zu werben.“
Der „Verkauf seines sensationsgierigen…“ es reicht nun wirklich!
Nun Herr Woehler, ich lösche Sie nicht nur, sondern habe Sie auch noch am laufenden Band zitiert: Das mache ich eigentlich nur mit der “Politikelite”, zu der Sie als FBS-Mitarbeiter oder FBS-Freund nicht gehören. Da sind Sie eine ganz große Ausnahme und vielleicht können sie sich doch noch mal erwärmen Ihre „Idee“, welche Sie unten in Aussicht stellten, umzusetzen, obwohl ich das “mieseste Buch” geschrieben habe und ich nicht an der Wahrheit interessiert bin.
Ach so, Ihre Idee als Zitat aus Ihre Brief: „Vor ein paar Tagen hatte ich die Idee, hier auch einmal zur Abwechslung ein Lob auszusprechen für die Standhaftigkeit des Herrn Welskop, der hier auch Meinungen zulässt, die zwar dem Verkauf seines Buches entgegenwirken könnten, aber im Zeitalter der Meinungsfreiheit einfach legitim sind.“
Schade!
Hier der Kommentar des Herrn Woehler vom 17.12.2010 unter/zu meinem Blogtext “Wobei werden die Fälscher denn noch so ertappt?
Sehr interessant und aufschlussreich: Dr. Welskop hat praktisch alle meine Kommentare gelöscht, die seine Thesen kritisch beleuchten bzw. seinen teilweise vorgenommenen Unterstellungen und Fehlinterpretationen einige Beschreibungen von Rechtsgrundlagen und Verfahrensabläufen entgegensetzen.
So habe ich beispielsweise den tatsächlichen, völlig rechtskonformen Ablauf der Munitionsbergung auf der BBI-Baustelle beschrieben, habe seine falschen Auszüge dem Geschäftsbericht der FBS zum Non-Aviation-Umsatz richtiggestellt und noch einige andere Sachen, die er wesentlich sensationeller und skandalöser präsentiert als sie tatsächlich sind, wie die angeblich gefälschte Betriebserlaubnis und die Schwarzmalerei für die Zukunft der Luftfahrt im Allgemeinen und die des BBI im Speziellen.
Sicher ist das Löschen von Kommentaren zu seinem Blog das gute Recht des Herrn Welskop. Aber etwas befremdlich finde ich es schon, denn ich vermisse die fundamentalen Grundsätze eines guten Autoren, der vorgibt, ein hervorragend recherchiertes, kritisches “Fachbuch” geschrieben zu haben und der sogar Bürgermeister einer Gemeinde im Berliner Umland werden wollte. Wo bleibt die Meinungsfreiheit, wo die kritische Auseinandersetzung mit einem für die Region so wichtigen Großprojekt? Hier scheint mir die Nähe zur SED-Nachfolgepartei mit Ihrem Demokratiunverständnis zu Tage zu treten.
In diesem Lichte bin ich stolz auf die Schulzendorfer, die Herrn Welskop bei ihrer Bürgermeisterwahl eine klare Abfuhr erteilt haben und sich nicht von der vordergründigen, wenig objektiven BBI-Ablehnung haben blenden lassen. Wem nützen schon Leute, die nurgegen alles sind, selbst aber nicht aufzeigen können, wofür sie sind, die selbst keine Konzepte haben und nur Ablehnung, Trotz und Verbitterung transportieren?
Vor ein paar Tagen hatte ich die Idee, hier auch einmal zur Abwechslung ein Lob auszusprechen für die Standhaftigkeit des Herrn Welskop, der hier auch Meinungen zulässt, die zwar dem Verkauf seines Buches entgegenwirken könnten, aber im Zeitalter der Meinungsfreiheit einfach legitim sind.
Leider ist Herr Welskop mir nun zuvorgekommen. Er hat meine (und vielleicht auch anderer kritischer Leser) Beiträge einfach gelöscht, anstatt mit seinem Insider-Wissen fundiert darauf zu reagieren. Wer aufrichtig und gut gearbeitet hat, muss sich aber nicht verstecken. Er kann richtigstellen, wenn jemand etwas falsches beahauptet.
Ich habe das getan. Neben den vielen echten Skandalen, die Herr Welskop beschreibt, gibt es eben auch viele “konstruierte”, die es Wert sind, richtiggestellt zu werden.
Schade, dass Herr Welskop offensichtlich an der Wahrheit gar nicht interessiert ist. Es zählt nur seine Wahrheit und, das wird immer deutlicher, der Verkauf seines sensationsgierigen Buches, für das er keine Gelegenheit auslässt, mit markigen Attributen zu werben.
Die Löschung ziemlich unfangreicher, sachlicher Artikel anderer, die aber der eigenen Meinung entgegenstehen ist ganz klar Zensur…sicher legitim, weil es Herrn Welskop’s private Website ist, aber ganz klar mit einem “Geschmäckle”.
Mit dieser Aktion sind Sie, Herr Welskop ganz, ganz weit abgerückt von den großen investigativen Journalisten, Autoren, Webseitenbetreibern und Bloggern, die heute in aller Munde sind.