Category: Vermischtes


Weihnachtswünsche

Dezember 24th, 2010 — 9:10am



Ich wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familie, Verwandten und Freunde. 

Auch zwischen Weihnachten und Silvester werden Texte in meinen Blog gestellt: mindestens zwei.

Ihnen alles Gute und eine schöne festliche Zeit!

Herzlichst 

Frank Welskop 

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Die eigentümlichen Kommentare des Herrn Markus Woehler auf meinem Blog! Prädikat: unbedingt lesenswert!

Dezember 18th, 2010 — 11:19am


Liebe LeserInnen meines Web-Blogs,

in den letzten Tagen musste ich mich mit einem Leser meines Blogs sehr intensiv auseinandersetzen, sodass ich keine weiteren Texte verfassen konnte. Gestern erhielt ich wieder einen Kommentar von diesem Leser, Herrn Markus Woehler, den ich an dieser Stelle beantworten möchte, um endlich dieses Thema und derartige Diskussionen ins Leere zu beenden.

Sie können seinen Text, mit dem ich mich nun leider auseinanderzusetzen habe auch auf meinem Blog unter “Wobei werden die Fälscher denn noch so ertappt?” lesen!

 

Sehr geehrter Herr Woehler,

vielen Dank für die Zusendung ihres Textes, auf den ich nun eingehen möchte und muss!

Natürlich habe ich  entgegen Ihrer Behauptung NICHT alle Kommentare gelöscht. Da fängt das Problem, welches Sie offensichtlich haben, schon an. Ich habe mich sogar anfänglich sehr intensiv auf ihre Texte eingelassen. Als dann ihr ellenlanger Text zum Munitionsskandal kam, konnte ich mich immer weniger des Eindrucks erwehren, dass sie FBS-Mitarbeiter sind oder in deren Auftrag schreiben. Muss nicht stimmen, aber jedenfalls hatte ich den Eindruck. 

Aber steigen wir gleich beim Munitionsskandalthema ein: Wenn der Flughafen Schönefeld von Munition beräumt wäre hätte er eine Munitionsfreiheitsbescheinigung. Hat er aber nicht. Und das ist ein Spiel mit dem Feuer. Ich habe in meiner damaligen Flugzeugmechaniker- bzw. Flugzeugtechnikerzeit genug Katastrophen mit erleben müssen. Da war dann mit Ihrem Text bei mir die Schmerzgrenze erreicht. Ich hoffe sie haben die Antworten zu den Kleinen Anfragen zu dem Thema in meinem Buch gelesen. Da wissen Sie dann wie mit dem Thema seitens der Politik umgegangen wird. Dabei habe ich noch nicht einmal die Munitionsaltlasten in Tegel angesprochen. Da wird ja auch ganz viel vertuscht.

So ein brisantes Thema lasse ich mir nicht auf meinem Blog auch nicht runterspielen oder zerreden. Aber sie tun das auf ihren langen textlichen Exzessen mit einer unglaublichen Insiderkenntnis, um von der eigentlichen Thematik abzulenken. Hier als Zitat eine Kurzfassung Ihrer Auffassung:

 

„Wo ist nun also der Skandal? Die zuständigen Behörden haben eine Entscheidung getroffen, weil es einfach widersinnig war, das Vorhaben wegen fehlender Munitionsfreiheit sterben zu lassen.“

 

“Sterben zu lassen”! Düsteres Bild, wenn dann mal wirklich was passiert, Herr Woehlert.

Genau das ist der Punkt, den ich kritisiere. Auch in meinem Buch. Im Übrigen sind das keine Kommentare was Sie verfassen, sondern uferlose Darstellungen Ihrer Auffassung bzw. die der FBS. Obendrein sind die Texte mit einer Fülle von willkürlichen Fragen drapiert, die ja schon zu einem großen Teil in meinem Buch beantwortet sind.

 

Machen wir deshalb mit der strittigen Betriebsgenehmigung zum Flughafen Schönefeld  weiter. Da kann der Leser auf dem nicht gelöschten fast ausnahmsweise mal kurz gehaltenen Kommentar vom 14.12. folgendes nachlesen:

„Was war eigentlich der Inhalt dieser ominösen “Weisung Nr. 21/90 “? Sie schrieben in Ihrem Buch, dass es Ihnen gelungen wäre, das Dokument auf anderen Wegen doch noch zu beschaffen. Gab es dort Inhalte, die plausibel machen, warum die FBS das Dokument “nicht erhalten” konnte? Oder war dieser unglaubliche Vorgang letztendlich belanglos?“

Ist eine ausgesprochen blöde Frage, denn er hat ja mein im Prinzip generell kritisiertes Buch gelesen: und da steht es drin. Was er mit diesen vielen tausend Fragen bezweckt ist allzu offensichtlich. Zu der obigen Frage ein kurzes Zitat vom 12.12.2010:

“Eines der schlechtesten Bücher, die ich bisher gelesen habe“.

 

Mag ja Ihr Eindruck sein. Umso erstaunlicher ist mit welcher Hingabe Sie sich dem Lesen und kommentieren meines Buches/Blogs widmen. Das würde bei einem guten Buch natürlich nicht passieren.

Kommen wir zur angesprochenen Non-Aviation-Kritik: Hier hat Herr Woehler angeblich meine „falschen Auszüge aus dem Geschäftsbericht der FBS zum Non-Aviation-Umsatz richtiggestellt“.

Na da schauen wir doch mal mit welchen Tricks hier der Herr Woehler arbeitet. Deshalb ein kleines Zitat:

 

“Ach und eins noch: Ihre immer wieder beschworene Non-Aviation-Umsatz-Story, die eine wesentliche Basis Ihrer BBI-Flop-Prognosen ist, ist natürlich falsch. Üblicherweise teilen die Flughäfen ihre Geschäftsfelder in Aviation und Non-Aviation. Die FBS hat das in ihrem Geschäftsbericht nur weiter aufgeschlüsselt, in dem sie Umsätze im Bereich Real Estate, Services usw. noch gesondert ausgewiesen hat. Wenn Sie nun korrekterweise vom Gesamtumsatz den Aviationumsatz abziehen, erhalten Sie den zusammengefassten Non-Aviation-Anteil, nämlich ziemlich genau die von Schwarz angegebenen 33% am Gesamtumsatz. Der von Ihnen gewählte Vergleichsflughafen Düsseldorf macht das ganz genauso“.

 

Falsch! Hier habe ICH die falschen Angaben von Herrn Schwarz anhand seines Geschäftsberichtes richtig gestellt.

Herr Woehler kritisiert etwas nicht kritisierbares, da ich in meinem Blog-Text bezüglich ausdrücklich den Real Estate-Umsatz als 3. Quelle des Umsatzes darstelle und berücksichtige (liegt bei der FBS bei ca. 15%). Und genauso vergleiche ich auch den Flughafen Düsseldorf mit den mickrigen Non-Aviation-Umsätzen der FBS. Herr Woehler verfolgt offenbar nur ein Ziel, nämlich die Tricks des Herrn Schwarz zu decken und meinen Blog zu verunglimpfen.  Den Woehrlerschen Unsinn habe ich natürlich gelöscht.

Aber so sind die BBI-Hamster im Rad. Sie treten und treten und kommen einfach nicht weiter: inzwischen natürlich viel zu spät. In der Zwischenzeit arbeitet Herr Woehler mit seinen Unter- und Entstellungen meinen Blog ab, wohl wissend, dass kaum einer die Zeit hat, seine uferlosen Kommentare mit meinen Texten zu vergleichen.

 

Aber nehmen wir noch ein Beispiel, um die Art und Weise des Herrn Woehler zu illustrieren: Hier geht es um die Beantwortung einer Schülerumfrage (Teil 3), die auch auf meinem Blog nachlesbar ist. Ich erhielt eine Mail vobn den Schülern, in der sich die Schüler für die Beantwortung bedanken und die ich auch in meinen Blog gesetzt habe:

 

Antwort auf meine Antworten vom 22.06.2010

„Sehr geehrter Herr Dr. Frank Welskop,

vielen herzlichen Dank für Ihre ausführlichen Antworten! Das hat uns beim Auswerten der Umfrage sehr geholfen. Über einige Aspekte aus ihren Antworten haben wir heute in der Schule direkt diskutiert.

Welche wirtschaftlichen Veränderungen der BBI bezogen auf Berlin mit sich ziehen lässt, werden wir sicherlich innerhalb der nächsten Jahre erkennen. Bis dahin hofft und spekuliert man.

Es freut uns, dass Sie sich die Zeit genommen haben und es Ihnen Spaß bereitet hat.

Mit freundlichen Grüßen,

Evgeniya und Glenn“   

 

Und was macht der Herr Woehler daraus?

“Beeindruckend finde ich, dass die Schüler trotz der eindeutigen Positionierung von Herrn Welskop erkannt haben, dass die Zukunft für BBI zumindest offen ist und nicht pauschal schwarz gemalt werden kann.“

Nein, falsch! Der Text hat bei der Beantwortung der Umfrage „sehr geholfen“ und es wurde darüber „direkt“ in der Schule diskutiert, nachdem sie sich mit „vielen herzlichen Dank“ an mich wendeten. Das ist der Sinn einer solchen Umfrage. Und logisch: In der Schülerdiskussion gab es bei einem derartigen Projekt bestimmt auch Pro und Contra: Davon stand aber nichts drin! Sondern, dass man  bis dahin „hofft und spekuliert“. Natürlich HOFFT auch die FBS, dass der BBI bald mal kommt und zum Erfolg wird. Aber in der Konstellation wie er kommt, ist er mit seiner Billigairlinesdominanz  ein reines SPEKULATIONSprojekt und ist eben ein neuer Berliner Bankenskandal! Denn der basierte auch auf Spekulationen. Entweder können sie nicht lesen oder stellen bewusst falsche Behauptungen auf. Meine Meinung will ich dazu nic
ht weiter äußern. Und was ist daran beeindruckend, wenn die Zukunft des BBI für die Schüler offen ist! Beeindruckend wäre es gewesen, wenn der BBI bereits in 2000 in Betrieb gegangen wäre. Aber das hat man sich ja durch den falschen Standort und die systematische Unfähigkeit der Akteure richtig vermasselt.

 

Schön, dass Sie im Lichte meiner Löschungen auch noch „stolz auf die Schulzendorfer (sind), die Herrn Welskop bei ihrer Bürgermeisterwahl eine klare Abfuhr erteilt haben“. Klingt wirklich etwas naiv, jetzt bin ich aber richtig von Ihren Hieben unterhalb der Gürtellinie beeindruckt. Im Übrigen war ich einer von 4 parteilosen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl und bin als einziger Nichtschulzendorfer sogar in die Stichwahl gekommen. Ich bin also parteilos und meine Hauptmotivation der Kandidatur war es, mich auf einer neuen Ebene mit dem BBI kritisch auseinanderzusetzen. Inzwischen bin ich aber froh, dass es nicht geklappt hat. Aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht erläutern möchte. Als Unternehmer bin ich davon auch nicht  finanziell abhängig. Auch nicht vom Verkauf meines Buches, wovon man sowieso nicht leben könnte. Auch betreibe ich meinen Blog aus reinem Interesse an der Thematik und bis jetzt zahle ich dafür sogar auch noch drauf. Es ist schon eigenartig wie Sie hier bestimmte Themen vermengen.

Im Buch und auf dem Blog habe ich auch nichts konstruiert. Was konstruiert ist, ist der BBI: nämlich wie sich immer mehr zeigt, am komplett falschen Standort. Und viel zu spät. Der Luftverkehrsmarkt ist nicht nur weit gehend aufgeteilt, er beginnt sogar auch im Billigflugsektor zu schrumpfen. Außerdem kommen noch ganz andere Dinge auf uns zu, die dem potentiellen BBI-Kunden das Fliegen so richtig vergällen werden. Wenn Sie das  noch nicht wussten werden Sie dann an mich denken (Stichwort Eurokrise bis hin zum Währungscrash). Zum Thema Tempelhof werde ich auf ihren Text demnächst kurz  antworten. Dieser kurze Kommentar war der einzige konstruktive Text von Ihnen. Ansonsten werden sie sehen, was für eine Bruchlandung der BBI hinlegen wird. Nach dem Fehlstart kommt halt die Bruchlandung. Die Flugroutenproteste infolge der Manipulationen sind nur ein Reflex des BBI-Skandals, der sich immer mehr ausweitet. Und noch ein letztes Zitat von Ihnen.

 

„Wo bleibt die Meinungsfreiheit, wo die kritische Auseinandersetzung mit einem für die Region so wichtigen Großprojekt?“

 

Gute Frage, tja wo bleibt die Meinungsfreiheit zum BBI? Erst durch die Flugroutendiskussion ist etwas Meinungsfreiheit in die Medien rein gekommen, weil es nicht mehr anders ging. Vorher wurde alles totgeschwiegen und vertuscht sowie die Manipulation vertuscht, wie man immer deutlicher sieht. Hofberichterstattung mit Nebelkerzen und Schweigespirale! Wer eine andere Meinung hat kriegt einen Maulkorb oder wird gefeuert. Haben Sie ja bestimmt nicht überlesen in meinem Buch. Deshalb gibt es eben mein Buch und den Blog, was einigen vielleicht nicht so gefällt.

 

Und noch ein Zitat von Herrn Woehler zu meinem Buch, bevor diese Debatte für mich beendet ist: denn sonst hätte Herr Woehlert sein Ziel erreicht:

„Schade, dass Herr Welskop offensichtlich an der Wahrheit gar nicht interessiert ist. Es zählt nur seine Wahrheit und, das wird immer deutlicher, der Verkauf seines sensationsgierigen Buches, für das er keine Gelegenheit auslässt, mit markigen Attributen zu werben.“

Der „Verkauf seines sensationsgierigen…“ es reicht nun wirklich!

Nun Herr Woehler, ich lösche Sie nicht nur, sondern habe Sie auch noch am laufenden Band zitiert: Das mache ich eigentlich nur mit der “Politikelite”, zu der Sie als FBS-Mitarbeiter oder FBS-Freund nicht gehören. Da sind Sie eine ganz große Ausnahme und vielleicht können sie sich doch noch mal erwärmen Ihre „Idee“, welche Sie unten in Aussicht stellten, umzusetzen, obwohl ich das “mieseste Buch” geschrieben habe und ich nicht an der Wahrheit interessiert bin.

Ach so, Ihre Idee als Zitat aus Ihre Brief: „Vor ein paar Tagen hatte ich die Idee, hier auch einmal zur Abwechslung ein Lob auszusprechen für die Standhaftigkeit des Herrn Welskop, der hier auch Meinungen zulässt, die zwar dem Verkauf seines Buches entgegenwirken könnten, aber im Zeitalter der Meinungsfreiheit einfach legitim sind.“

 

Schade!


Hier der Kommentar des Herrn Woehler vom 17.12.2010 unter/zu meinem Blogtext “Wobei werden die Fälscher denn noch so ertappt?

Sehr interessant und aufschlussreich: Dr. Welskop hat praktisch alle meine Kommentare gelöscht, die seine Thesen kritisch beleuchten bzw. seinen teilweise vorgenommenen Unterstellungen und Fehlinterpretationen einige Beschreibungen von Rechtsgrundlagen und Verfahrensabläufen entgegensetzen.

So habe ich beispielsweise den tatsächlichen, völlig rechtskonformen Ablauf der Munitionsbergung auf der BBI-Baustelle beschrieben, habe seine falschen Auszüge dem Geschäftsbericht der FBS zum Non-Aviation-Umsatz richtiggestellt und noch einige andere Sachen, die er wesentlich sensationeller und skandalöser präsentiert als sie tatsächlich sind, wie die angeblich gefälschte Betriebserlaubnis und die Schwarzmalerei für die Zukunft der Luftfahrt im Allgemeinen und die des BBI im Speziellen.

Sicher ist das Löschen von Kommentaren zu seinem Blog das gute Recht des Herrn Welskop. Aber etwas befremdlich finde ich es schon, denn ich vermisse die fundamentalen Grundsätze eines guten Autoren, der vorgibt, ein hervorragend recherchiertes, kritisches “Fachbuch” geschrieben zu haben und der sogar Bürgermeister einer Gemeinde im Berliner Umland werden wollte. Wo bleibt die Meinungsfreiheit, wo die kritische Auseinandersetzung mit einem für die Region so wichtigen Großprojekt? Hier scheint mir die Nähe zur SED-Nachfolgepartei mit Ihrem Demokratiunverständnis zu Tage zu treten.

In diesem Lichte bin ich stolz auf die Schulzendorfer, die Herrn Welskop bei ihrer Bürgermeisterwahl eine klare Abfuhr erteilt haben und sich nicht von der vordergründigen, wenig objektiven BBI-Ablehnung haben blenden lassen. Wem nützen schon Leute, die nurgegen alles sind, selbst aber nicht aufzeigen können, wofür sie sind, die selbst keine Konzepte haben und nur Ablehnung, Trotz und Verbitterung transportieren?

Vor ein paar Tagen hatte ich die Idee, hier auch einmal zur Abwechslung ein Lob auszusprechen für die Standhaftigkeit des Herrn Welskop, der hier auch Meinungen zulässt, die zwar dem Verkauf seines Buches entgegenwirken könnten, aber im Zeitalter der Meinungsfreiheit einfach legitim sind.

Leider ist Herr Welskop mir nun zuvorgekommen. Er hat meine (und vielleicht auch anderer kritischer Leser) Beiträge einfach gelöscht, anstatt mit seinem Insider-Wissen fundiert darauf zu reagieren. Wer aufrichtig und gut gearbeitet hat, muss sich aber nicht verstecken. Er kann richtigstellen, wenn jemand etwas falsches beahauptet.

Ich habe das getan. Neben den vielen echten Skandalen, die Herr Welskop beschreibt, gibt es eben auch viele “konstruierte”, die es Wert sind, richtiggestellt zu werden.

Schade, dass Herr Welskop offensichtlich an der Wahrheit gar nicht interessiert ist. Es zählt nur seine Wahrheit und, das wird immer deutlicher, der Verkauf seines sensationsgierigen Buches, für das er keine Gelegenheit auslässt, mit markigen Attributen zu werben.

Die Löschung ziemlich unfangreicher, sachlicher Artikel anderer, die aber der eigenen Meinung entgegenstehen ist ganz klar Zensur…sicher legitim, weil es Herrn Welskop’s private Website ist, aber ganz klar mit einem “Geschmäckle”.

Mit dieser Aktion sind Sie, Herr Welskop ganz, ganz weit abgerückt von den großen investigativen Journalisten, Autoren, Webseitenbetreibern und Bloggern, die heute in aller Munde sind.


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Antifluglärmsong von Thomas Merfort

Dezember 4th, 2010 — 7:19am




Heute zum Wochenende mal etwas ganz anderes! Hier der Antifluglärmsong zum BBI von Thomas Merfort unter diesem Link http://www.myspace.com/556977649 


Vielen Dank Thomas und viel Spaß beim Hören!

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Der Überwachungsstaat möchte uns nun im Internet auch noch einen Maulkorb anlegen!

Dezember 2nd, 2010 — 8:07am


Es klingt schon sehr bedrohlich, wenn die geplante totale Internetzensur im deutschen Überwachungsstaat umgesetzt wird. Das wäre unter dem Deckmantel des Jugendschutzes das Aus vieler Website und Blogs: vermutlich auch für meinen Blog!

Ich vermag noch nicht einzuschätzen, wie sich das z.B. für meinen Blog auswirkt, umgehen oder berücksichtigen lässt, aber für Tips wäre ich sehr dankbar! Die Frage ist auch wie dagegen vorgegangen werden kann (z.B. Petitieren).

Und leiten Sie diese Infos bitte weiter!


Hier ein Textzitat der Website, die ich unten verlinkt habe:

 

“Ab 2011 tritt voraussichtlich das neue Jugendschutzgesetz in Kraft. Seitenbetreiber müssen Inhalte kontrollieren, klassifizieren und Maßnahmen zum Schutz der Jugend treffen. Folge: Blogs und kleine Seiten müssen dicht machen. Erste Schließungen noch in diesem Jahr!

 


Der neue Jugendmediendienstestaatsvertrag ist bisher kaum in der Öffentlichkeit diskutiert worden, obwohl die Folgen eine brachiale Zäsur für die Freiheit des Internets bedeuten. Unter dem Deckmantel des Jugendschutzes können in Zukunft Blogs und andere Internetseiten aus dem Verkehr gezogen werden, wenn sie den neuen Anforderungen nicht entsprechen. 

Die Novellierung des Jugendmediendienstestaatsvertrags (JMStV) sieht vor, dass ab 2011 jeder Anbieter seine Webseiten auf jugendgefährdende Inhalte hin überprüfen, klassifizieren und Maßnahmen zum Schutz der Jugend vor diesen Inhalten treffen muss. Die Klassifizierungsstufen beruhen dann auf den aus dem Filmbereich bekannten Altersfreigaben (ab 0, 6, 12, 16 und 18 Jahren).

Die Pflicht zur Einordnung des Inhalts soll für jede Webseite gelten. Für die meisten Betreiber von Websites wird aus rein praktischen Gründen weder die mögliche Verwendung einer technischen Altersprüfung noch eine “Sendezeitbeschränkung” in Frage kommen. Ihnen bleibt dann nur die im JMStV vorgesehene Kennzeichnung der Website mit einer durch die geplanten Jugendschutzprogramme auslesbaren Altersfreigabe. Doch auch das ist schwierig und kommt für einen normalen Blog sicher nicht infrage.

In der Zwischenzeit haben schon einige Blogs dicht gemacht. Der besonders bei Jugendlichen bekannte VZlog.de kündigt die Schließung per 31.12.2010 an. Denn die Umsetzung der im JMStV  geforderten Maßnahmen ist praktisch nicht durchführbar. Als Begründung werden viele Punkte angeführt, die auch für jeden anderen Blog oder Internetseite gelten.” 


http://www.mmnews.de/index.php/etc/6885-totale-internet-zensur-ab-2011

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In eigener Sache zu meinem Web-Blog!

Oktober 28th, 2010 — 12:06pm



Das Gesicht meines inzwischen sehr stark frequentierten Web-Blogs wird sich allmählich etwas ändern. Natürlich wird alles noch besser! Nun gibt es noch eine neue Rubrik „Schlagzeilen zur politischen Schlagseite“ mit satirisch-humoresken Tendenzen, die besonders die heutige dekadente Politikelite aufs Korn nimmt.

Der Hintergrund ist auch, dass ich inzwischen so viele Themen habe, um den Web-Blog zu füllen, dass ich nicht mehr hinterherkomme, während alle meine Vorhersagen in meinem Buch zum BBI-Skandal eintreten. In der Bandbreite von mindestens einen Text in der Woche bis maximal einen pro Tag werden deshalb neben den bisherigen (längereren) fachlichen Texten kurze satirische Statements angeboten.

Wie bei jeder Satire ist immer ein Körnchen Wahrheit – oder sogar ganz viele und bittere Erkenntnisse – über das systematische Politikversagen darin enthalten. Man sollte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, aber in der Kürze liegt die Würze und das spricht Bände über die hiesige Politik.

Viel Spaß beim Lesen!

Herzlichst Frank Welskop

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Ganz wichtig für die Berliner: Wasser-Volksbegehren kann noch bis spätestens Mittwoch unterschrieben werden!

Oktober 25th, 2010 — 11:25am



GRÜNE LIGA Berlin e.V.

 

PRESSEMITTEILUNG 45-10:

 

Berlin, 24. Oktober 2010

 

Wasser-Volksbegehren zur Offenlegung der Geheimverträge bei den teilprivatisierten Berliner Wasserbetrieben:

Die Spannung wächst!

 

Bis zum Samstag konnten bereits über 172.000 Unterschriften für das Volksbegehren gewonnen werden. Doch da nach Erfahrungen anderer Volksbegehren mit einem hohen Anteil ungültiger Unterschriften zu rechnen ist, werden weiterhin Unterschriften gesammelt. „Wenn bis Mittwoch deutlich über 200.000 Unterschriften zusammenkommen, ist das Wasser-Volksbegehren im sicheren Hafen“, so Michel Tschuschke, der den Sammel-Marathon organisiert. Für ein Volksbegehren sind 172.000 GÜLTIGE Unterschriften erforderlich!

 

Unterschriftsbögen sind in den Bürgerämtern, bei der GRÜNEN LIGA Berlin, den Sammelstellen oder im Internet unter www.berliner-wassertisch.net erhältlich. Thomas Rudek, Sprecher des Volksbegehrens, verweist darauf, dass „das Büro der GRÜNEN LIGA Berlin in der Prenzlauer Allee 8 (Nähe Alexanderplatz) am Montag und Dienstag von 9 bis 23 Uhr geöffnet ist. Wir freuen uns über alle Menschen, die vorbei kommen, um ihre Unterschrift noch abzugeben!“

 

Die Unterschriften werden am Mittwoch, d. 27. Okt., um 13 Uhr, der Landeswahlleiterin Frau Dr. Michaelis-Merzbach vor der Senatsverwaltung für Inneres (Klosterstr. 47 / 10179 Berlin) öffentlich übergeben. Die Anwesenheit von Presse und Pressefotografen ist ausdrücklich erwünscht.

 

Wem es bis Dienstag nicht möglich ist, seine Unterschrift für das Volksbegehren abzugeben, der kann allerspätestens am Mittwoch, bis 24 Uhr, den Bogen oder die Unterschriftslisten in die Briefkästen bei den Bürgerämtern bzw. Rathäusern werfen.

 

Thomas Rudek

Sprecher des Volksbegehren

Tel.: 030 / 261 33 89 o. 44 33 91 44 / mobil: 0176 / 25 21 37 26

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Für die "Kostenwahrheit" im Transport: Köhler fordert Kerosin-Steuer

Mai 28th, 2010 — 7:50am


Erstmals stelle ich eine Pressemitteilung einer Regierungsinstitution in meinen Blog! Bundespräsident Köhler fordert Kostenwahrheit für den Luftverkehr auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig! Dem ist nichts hinzuzufügen, ausser dass es die Wahrheit ist, die aber Realität werden muss!
AP – 27.05.2010 Für die “Kostenwahrheit” im Transport: Köhler fordert Kerosin-Steuer Leipzig – Bundespräsident Horst Köhler hat sich für Steuern auf Flugbenzin und insgesamt mehr «Kostenwahrheit» im Transportsektor ausgesprochen. Kostenwahrheit führe zu umweltfreundlicheren Lösungen führen, sagte Köhler am Donnerstag auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig. Sie würde zudem die Binnenschifffahrt und den Schienenverkehr attraktiver machen. Köhler appellierte zugleich an die Europäische Union, sich für einen fairen Wettbewerb zwischen den unterschiedlichen Verkehrsträgern einzusetzen. Der Bundespräsident betonte, im Gegensatz zur Stromsteuer, die die Bahn bezahlen müsse, sei Kerosin bislang ebenso wie Schiffstreibstoff von der Steuer befreit. «Wäre es im Sinne der Gleichbehandlung der Verkehrsträger nicht gerecht, die Aussetzung der Energiesteuer für Kerosin und Schiffstreibstoff zu beenden?», fragte er. Er wisse, dass dies schwierige Verhandlungen bedeute. Dennoch sollte das Thema möglichst international angepackt werden. Köhler verwies darauf, dass der Flugverkehr insbesondere in Asien und Südamerika Experten-Schätzungen zufolge rasant zunehmen wird. Wenn dieser Anstieg mit einer entsprechenden Zunahme der Umweltbelastung einhergehe, «dann muss uns allen nicht nur schwindlig werden, sondern angst und bange». Schon heute würden gut 13 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen durch Verkehr verursacht. «Das kann und darf nicht einfach so weitergehen», erklärte er. Nötig sei daher nicht ein bloßes Mehr an Mobilität, sondern bessere und klügere Mobilität. Köhler erklärte, ein durch Kostenwahrheit befeuerter Wettbewerb sei nicht bequem, er biete aber auch und gerade für Deutschland und Europa große Chancen. So könnten damit Innovationen wie besonders leichte Container für die Luftfahrt, hybride Antriebssysteme auch für Lastwagen und stauvermeidende Leitsysteme gefördert werden. Auch mit Blick auf vergleichsweise billige Flüge erklärte er, wer Menschen oder Waren befördere, zahle heute Treibstoff, Personal und Verkehrsträger. «Er zahlt aber wenig bis gar nichts für Luftverschmutzung, Lärmbelästigung, Gesundheitskosten, Umwelt- und Klimaschäden.» Nur deswegen sei es derzeit billiger, Krabben aus der Nordsee nicht an der Nordsee, sondern in Marokko pulen zu lassen und anschließend doch in Deutschland zu verkaufen. Köhler sagte, er sei sich sicher, dass die Verbraucher bereit seien, für weniger «weitgereiste Krabben» etwas mehr zu bezahlen, wenn das klar die Umwelt entlaste. «Denn auch die ist den meisten Menschen sehr viel wert – sie hat nur leider zu oft noch keinen Preis.» Köhler bezeichnete es auch als fragwürdig, wenn etwa Ferkel von Deutschland in andere Länder transportiert würden, um sie Monate später als Schinken nach Deutschland zurückzubringen. Kostenwahrheit würde dazu beitragen, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und unnötige Transporte zu vermeiden. Weniger Transportaufkommen bedeute nicht zwingend, dass wirtschaftliche Abstriche gemacht werden müssten, fügte der Bundespräsident hinzu. http://www.net-tribune.de/nt/node/22971/news/Fuer-die-Kostenwahrheit-im-Transport-Koehler-fordert-Kerosin-Steuer

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Wichtiger Veranstaltungshinweis für den 3.Mai!

April 26th, 2010 — 8:20am


Höchste Zeit für Plan B?

Lester Brown stellt seine Ideen zur Diskussion

 

Dialogrunde am Montag, 3. Mai 2010, 19.00 Uhr

GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20, 10785 Berlin

 

Die demografischen und ökologischen Entwicklungen werden die Weltbevölkerung auch in Zukunft vor große Herausforderungen stellen. Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Armut und Nahrungsmittelknappheit führen laut Lester Brown schon sehr bald zu einem Ende unserer Zivilisation. Der amerikanische Vordenker und Umwelt-Analyst hat daher mit seinem Buch Plan B 4.0 einen radikalen „Rettungsplan für den Erhalt unserer Welt“ entworfen.

 

Lester Brown ist einer der bedeutendsten Köpfe in der Debatte um nachhaltige Entwicklung.

         Sein neues Buch Plan B 4.0 – So retten wir die Welt!

         http://www.kai-homilius-verlag.de/vp/9.7/4/index.php

ist laut Financial Times „The best book on the environment“. Als Start seiner Lese- und Diskussionsreise durch fünf verschiedene Länder stellt Brown nun sein neues Buch im GTZ-Haus in Berlin vor.

Mit Plan B 4.0 ruft Brown dazu auf, „die Weltwirtschaft schnellstmöglich umzustrukturieren und so die Bevölkerungszahlen und das Klima zu stabilisieren, die Armut zu bekämpfen und die ökologischen Stützsysteme der Wirtschaft zu sanieren“. Dafür liefert Brown konkrete Handlungsvorschläge, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einbinden. Er fordert uns auf, aktiv zu werden – nicht nur mit persönlichem Engagement im Alltag, sondern auch durch den Gebrauch unserer politischen Möglichkeiten.

Die GTZ freut sich, zu einer Diskussion mit Lester Brown an diesem Abend einladen zu dürfen.


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In eigener Sache: der BBI, das Buch und der Blog

März 29th, 2010 — 9:49am


Für einige Zeit pausiert nun mein Blog urlaubsbedingt bis zum 08. April. Aber es erscheint bereits nach Ostern ein Artikel von mir auf meiner Seite mit  dem Titel „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!  Ein Ausblick zu den Folgen der skandalösen BBI-Planung seit 1990“ unter folgendem Link: http://www.grueneliga-berlin.de/?page_id=29: Also dann einfach anklicken!

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass es an diesem Blog zu meinem Buch ein derartig großes Interesse gibt. Teilweise verdoppeln sich sogar die Zugriffe von Monat zu Monat. An dieser Stelle möchte ich Ihnen für Ihr Interesse danken, bleiben Sie mir treu und sagen Sie es weiter.

Noch einige Worte zum BBI! Als ich das Buch am 02.01.2008 in Binz auf  Rügen zu schreiben begann, war alles noch sehr diffus: darin lag der Reiz! Denn damals war immer noch die Rede von einem Run auf die Jobmaschine, wo sich die Airlines kurz vor dessen Eröffnung die Klinke in die Hand geben würden. Anders herum gesagt, hätte bereits damals das Bundesministerium für Verkehr verlautbaren lassen (wie jetzt geschehen, mein Blog berichtete darüber), dass Langstreckenflüge vom BBI für den Luftverkehrsstandort Deutschland und damit für die deutsche Wirtschaft schädlich sind, weil sie die Luftdrehkreuze Frankfurt und München schwächen würden, hätte ich das Buch vielleicht nicht geschrieben. Es war damals mein Anliegen, den BBI-Propagandafeldzug zu widerlegen und die Unwirtschaftlichkeit des BBI nachzuweisen.

Nun ist ein Jahr vor der Eröffnung des BBI alles anders, wenn die Lufthansa offenbart, keine Langstreckenflüge vom BBI aufnehmen zu wollen. Auch Air Berlin, die in 2009 Verluste einflog, will und kann das nicht leisten, hat sogar Langstreckenflugzeuge  abbestellt und konzentriert sich mehr auf die Kurz- und Mittelstrecke. Was bleibt also für den BBI außer die Feststellung, dass er eine Spekulation ist und für die in Berlin dominierenden Billigflieger überflüssig ist wie ein Kropf. Die LEG scheiterte auch wegen ihrer bilanziellen Manipulationen, die ich als ehemaliger Mitarbeiter und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der LEG vorhergesagt hatte. Die Analogie zum BBI besteht darin, dass bei der LEG auch alles solange gut ging, solange  man die überbewerteten Immobilien nicht veräußerte. Spätestens wenn der BBI in Betrieb geht kommt das böse Erwachen. Hierzu ein Text aus meinem Buch zur Insolvenz der LEG.

„Die Insolvenz der LEG-Brandenburg und deren Auswirkungen

 Ein weiterer Meilenstein der „erfolgreichen“ oder besser folgenreichen Politik Brandenburgs war die Liquidation der LEG, die kurz nach ihrer Gründung im Jahr 1992 die Baufeld-Ost-Flächen für den künftigen BBI angekauft hatte.

Die Landesentwicklungsgesellschaft für Städtebau, Wohnen und Verkehr mbH war eine 100%ige Tochter des Landes Brandenburg und schickte sich immer mehr dazu an, projektadäquate Töchter zu gründen, so dass ein kleines Imperium mit einem undurchsichtigen, dschungelähnlichen Geflecht mysteriöser Transaktionen entstand. Die durch Fehlkalkulationen entstandenen Projektrisiken wurden einfach in die Töchter geschoben. In dieser Entwicklungsphase wurde die LEG immer weniger von der Landesregierung kontrolliert – und gleichzeitig immer weniger kontrollierbar. Zudem wurde sie gleichzeitig als Feuerwehr für die Landesregierung genutzt bzw. benutzt, wie z. B. bei der ebenfalls gescheiterten Industriestandortsicherung Premnitz, als eines der beiden „eigenwirtschaftlichen“ Projekte der LEG. Das andere

eigenwirtschaftliche Projekt war das Güterverkehrszentrum Freienbrink (GVZ), das permanent an Vermarktungsschwierigkeiten litt und nicht genug Geld in die LEG-Kasse spülte.

Ich selbst war seit 1993 für sieben Jahre Projektmitarbeiter oder -koordinator in der LEG. Zugleich war ich aber im Betriebsrat als langjähriger Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der LEG tätig. Meine Kritik an dem Geschäftsgebaren der LEG, die nach Auffassung unseres Wirtschaftsausschusses zwangsläufig zu roten Zahlen führen würde, sollte ich dann 1999 von der Geschäftsführung bitter zu spüren bekommen, als man mich zu diesem Zeitpunkt „los werden“ wollte. Eines meiner letzten Projekte bei der LEG war es zu analysieren, wie die stagnierende Vermarktungssituation beim GVZ Freienbrink zu ändern sei. Bei der Recherche wurden dabei zwei Dinge auffällig: Da die LEG immer mehr in eine bilanzielle

Schieflage kam, wurden die Grundstücke in den Bilanzen sowohl im Umlauf- und als auch im Anlagevermögen sukzessive höher bewertet. Das ging eine ganze Weile gut, jedoch deckte ich bei meinen Recherchen auf, dass verbreitet wurde, die Flächen des GVZ Freienbrink seien bis auf wenige Restflächen bereits vermarktet. Das entsprach nicht den Tatsachen, denn nur ca. 50 % der Flächen waren verkauft. Kein Wunder also, wenn die Nachfrage für „nicht vorhandene“ Flächen ausblieb. Das sollte auch nicht sein, denn dann wäre der systematische Bilanzschwindel mit den überbewerteten Grundstücken aufgeflogen, die zu diesem erhöhten Preis auf dem

Immobilenmarkt nicht mehr veräußerbar waren.

Aus politischer Sicht ging es nach der Äußerung eines LEG-Geschäftsführers vor der Landtagswahl im Jahr 1999 vor allem darum, auf keinen Fall eine rote Zahl im Geschäftsbericht zu produzieren, sondern die Regierung forderte von der LEG eine schwarze Null. Im Jahr 2000 brach die LEG unter der Last der Bilanzfälschung und der wirtschaftlichen Instabilität zusammen, ein Untersuchungsausschuss zur Ermittlung der Ursachen für dieses Fiasko wurde einberufen.

Auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass es nach dem Willen von SPD und CDU keinen Abschlussbericht nach Beendigung des LEG-Untersuchungsausschusses geben sollte, weil sich beide Parteien nicht auf die Schuldfrage an der Pleite einigen konnten und keiner die politische Verantwortung übernehmen wollte. Die CDU behauptete, Ministerpräsident Stolpe sei verantwortlich und die SPD samt Stolpe gab zum Besten, die LEG-Geschäftsführung habe das Desaster verursacht. Dass beide Aussagen im Prinzip richtig sind, liegt auf der Hand! Denn die LEG-Geschäftsführung hat bei dieser Frage viel Dreck am Stecken und die Regierung hätte durch eine solide Kontrolle die LEG-Pleite verhindern können. Insofern ist die Schuldfrage eindeutig und dieser Koalitionsstreit wirkt wie inszeniert, um einen enthüllenden und peinlichen Abschlussbericht über das Scheitern der LEG zu vermeiden.

In der Zeit meiner LEG-Tätigkeit war mein erstes Projekt ein sehr umfangreiches und kostspieliges Gutachten im Auftrag des damaligen Landkreises Königs Wusterhausen zu koordinieren, um die Auswirkungen eines Zwischenausbaus von Schönefeld (Schönefeld Alt, ohne neue SLB) für 8 und 13 Mio. Passagiere zu ermitteln. Der Zwischenausbau hatte die Funktion, den wachsenden Berliner Flugverkehr bis zur Eröffnung von BBI (an einem bis dahin „offiziell“ noch unbekannten Standort) aufzunehmen.

Das Ergebnis dieser Studie namens „Regionales Strukturkonzept Umland Flughafen Schönefeld“ von 1994 war, dass ein Hochfahren von Schönefeld bis zu 13 Mio. Passagieren die gerade noch zumutbare Grenze für diese Region war. Erst recht wäre der BBI am Standort Schönefeld für die Region nicht erträglich (Seite 13). Da ich die Zusammenfassung für diese interdisziplinäre Studie erarbeitete, nahm man mir dieses Fazit sehr übel.

Offensichtlich war die LEG schon in ihrer Anfangsphase ein probates Instrument der Schönefeldfanatiker! Auch der BBI wurde spekulativ und permanent überbewertet, war ebenfalls nicht über die gescheiterte Privatisierung der BBF bzw. dann FBS zu verkaufen. Offensichtlich nicht einmal neue Langstreckenflüge sind auf dem BBI, der eigens dafür gebaut wird zu verkaufen. Denn wie das Bundesverkehrsministerium für Verkehr äußerte, sei das ein Schaden für den Luftverkehrsstandort Deutschland und damit für di
e deutsche Wirtschaft, wenn dadurch die Drehkreuze Frankfurt und München geschwächt werden würden“ (Seite 168 bis 171).

 

 

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Gift in den Passagierkabinen!

März 17th, 2010 — 7:29am



Gestern lief ein hochinteressanter und alarmierender Beitrag bei Plusminus in der ARD zu obigen Thema. Hier ein Link dazu!


http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,tmbfby9211lk9973~cm.asp

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