“Airlines dürfte es gar nicht geben”: Den hochsubventionierten Schulden-BER erst recht nicht, der nur Verluste einfliegen wird!
Airlines dürfte es nach einem guten Artikel der Berlin Zeitung gar nicht geben!
“Lufthansa rechnet dieses Jahr nur mit mageren Gewinnen, Air Berlin schreibt tiefrote Zahlen. Sind das Ausnahmen? Nein, sondern die Regel. Die Luftfahrt ist der kurioseste Wirtschaftszweig der Erde, denn nach kapitalistischen Spielregeln dürfte es ihn nicht geben.”
Dem kann man nur zustimmen. Nur leider befasst sich dieser Artikel nicht mit dem desolaten BER, der als ehemaliger BBI nur die Billigairlines als Hauptkunden mit seiner Eröffnung vorweisen könnte. Und dieser Verlustbringer wird natürlich mit Steuergeldern finanziert, wonach die Bürger für die teuren Kredite zur Finanzierung des BBI über Jahre aufkommen müssen: Denn der Verlustbringer BER wird auch nur Verluste einfliegen. Absurd , denn das selbst- und hochverschuldete Land Berlin dürfte es nach dieser Logik auch nicht geben, wenn es nicht so üppig subventioniert werden würde. Das hochdekadente Berlin, international bekannt für seine üppigen Brot und Spiele, hängt nur noch solange am Subventionstropf, solange die reichen Geberländer wie z.b. besonders Bayern noch zahlen. Inzwischen wollen auch die vielen verschuldeten Städte Westdeutschlands nicht mehr ihr Geld im Rahmen des Solidarpaktes in den Osten transferieren (nicht zu letzt wegen der chronischen Verschwendungssucht Berlins), weil deren Infrastruktur zerfällt oder Angebote reduziert werden müssen, Schwimmbäder geschlossen werden……
Und in dieser Situation maßt sich die hiesige Elite an, den hoch subventionierten BBI als Killer der anderen großen Drehkreuze zu verkaufen (ich berichtete darüber, dass der BER bedeutende Drehkreuze in Europa ablösen soll….).
In der sich anbahnenden wirtschaftlichen Megakrise wird der Luftverkehr in der heutigen Form zu einem Nischenprodukt für die wenigen Wohlhabenden, die durch den EURO-Crash gewonnen haben. Und das sind nur wenige der Bevölkerung. Die Mehrheit dürfte alles verlieren oder wird gerade mal seine Lebenshaltungskosten bestreiten können. Denn nach dem Crash sind dann die Sparvermögen weg!
Hier der Artikel der Berliner Zeitung vom 19. März 2012
Airlines dürfte es gar nicht geben!
Lufthansa rechnet dieses Jahr nur mit mageren Gewinnen, Air Berlin schreibt tiefrote Zahlen. Sind das Ausnahmen? Nein, sondern die Regel. Die Luftfahrt ist der kurioseste Wirtschaftszweig der Erde, denn nach kapitalistischen Spielregeln dürfte es ihn nicht geben.
Es gibt die Behauptung, seit der Erfindung des Flugzeugs haben die Luftverkehrsgesellschaften unterm Strich keinen Cent Gewinn gemacht. Gesichert ist, dass seit der Liberalisierung des US-Luftverkehrs 1978 insgesamt dort nur minimale Gewinne erzielt wurden. Ebenfalls belegt ist durch die IATA, den internationalen Dachverband, wie niedrig die Gewinne aller großen Fluggesellschaften der Welt zusammengenommen derzeit sind. Sie betrugen 2011 lediglich 1,2 Prozent des Umsatzes. Dieses Jahr soll dieser Wert sogar auf die Hälfte schrumpfen.
Warum lässt sich mit der Luftfahrt über viele Jahrzehnte kaum Geld verdienen? Es gibt die blumige These, das Geschäft sei zu „sexy“: Trotz niedriger Margen drängten immer wieder Unternehmer und damit Geld in die Branche, weil es für viele sozial enorm attraktiv sei, in Flugzeuge zu investieren. Richard Branson, der britische Milliardär mit seiner Airline Virgin, könnte als Beleg dafür herhalten.
Es gibt nüchternere Erklärungsversuche: etwa die hohe Volatilität. Durch den Konkurrenzdruck sei die einzige Möglichkeit, in guten Zeiten die Profite zu erhöhen, der Aufbau neuer Kapazität in Form von Flugzeugen. Stiegen dann die Kosten plötzlich an (wie beim Ölpreishoch 2008) oder breche die Nachfrage überraschend ein (wie nach den Anschlägen vom 11. September 2001), dann rutsche die gesamte Industrie unweigerlich in die roten Zahlen. Ebenfalls beliebt ist die Erklärung, die Luftfahrtbranche sei besonders erpressbar durch gut organisierte Kleingewerkschaften.
Massive Subventionen
Den negativsten Effekt hat jedoch wahrscheinlich ein Umstand, der paradox erscheinen mag: die hohen Gewinne, die jeder Fluggast dem Rest der Wirtschaft beschert (nimmt man die Umweltschäden aus). Durch regelmäßige Flüge gewinnen die umliegenden Gebiete: Touristen geben Geld aus, Firmen siedeln sich an, weil sie von Geschäftsverbindungen für ihre Manager und Transportflügen für ihre Waren profitieren.
Das wiederum lässt viele Regierungen zum Schluss gelangen, dass massive Subventionen sich doppelt und dreifach lohnen. Die Geschichte der Luftfahrt ist deshalb durchsetzt von gewaltigen Staatshilfen, offen und teils auch versteckt. All jenen Gesellschaften, die ohne Hilfe wirtschaften, werden so regelmäßig die Gewinne kaputtgemacht. Im Augenblick zum Beispiel machen die beiden expandierenden, staatlich gepäppelten arabischen Airlines Etihad (Abu Dhabi) und Qatar Airways der Lufthansa auf Asienstrecken Konkurrenz.
Nun hat der Lufthansa-Chef Christoph Franz Schranken gegen die arabischen Wettbewerber gefordert. Die Forderung trifft tatsächlich den Kern von Lufthansas Problem. Doch umsetzbar sein wird sie nicht, niemand kann sich einen Handelskrieg um Flugquoten leisten. Der Himmel bleibt offen. Und die Gewinne mau und mager.
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