Category: Trotz FBS-Märchen kommt auch der BBI-Crash!


Bricht nun bald das System der BBI-Spekulationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Auch wenn Air Berlin nun vorerst gerettet wurde? (Teil 5)

Februar 10th, 2012 — 12:49pm

In Teil 4 berichtete ich wieder (wie oft eigentlich schon?) zu den dramatischen Turbulenzen bei Air Berlin, indem ich einen sehr gut recherchierten Artikel des manager magazins auf diesem Blog verlinkte und kommentierte. Der angekündigte gigantische Auftritt von Air Berlin auf dem BER ist ein gewichtiger Teil der umfassenden BBI-Spekulationen. In der Prognose bzw. Rechnung der Flughafengesellschaft und deren Gesellschafter ist jedoch weder die zu erwartende Bruchlandung von Air Berlin, noch das von der IATA prognostizierte Schreckensjahr 2012 eingepreist.  Beide Aspekte hängen logischer Weise eng miteinander zusammen. Bei der FBB wird hingegen Friede, Freude, Eierkuchen geheuchelt, wonach Air Berlin expandiert und es in 2012 keinen Einbruch im Luftverkehr geben wird.

Wie in Teil 3 bereits herausgearbeitet, sind diese von Schwarz erhofften Umsatzsprünge völlig unrealistisch, weil an diesem Billigfliegerstandort jede Erhöhung der Flughafengebühren kontraproduktiv wäre. Und in Abwesenheit eines Drehkreuzes  wird das erwünschte Non-Aviation-Umsatzplus extrem ernüchternd ausfallen. Zur Erinnerung: Der gegenwärtige Mann mit den Koffern und Herr der Komparsen, FBS-Chef Schwarz, hatte vor Kurzem tatsächlich einen in Kürze zu erreichenden Non-Aviation-Anteil von 50 % angekündigt, was wieder einmal nicht durch die Presse zum Anlass der Kritik oder des Hinterfragens genommen wurde. Und weil derartige Entwicklungen in Abwesenheit eines Drehkreuzes am Standort Schönefeld ausgeschlossen sind und es in der heutigen Zeit kein 3. deutsches Drehkreuz geben wird, müssten dann wieder die Flughafengebühren angehoben werden,  was dazu führt, dass in diesem armen Einzugsgebiet des BBI noch weniger geflogen oder auf andere Flughäfen ausgewichen wird. Die preisbewussten Passagiere sind natürlich ausgesprochen preissensibel…..Ebenso die Low Cost Carrier.

Also, alles nur heiße Luft kann man sagen, oder besser ist heute zu sagen: Die Umsätze gehen in den Keller und denen steht das Wasser tatsächlich bis zum Hals……(es wurde hier auch über die Überflutung der SLB und der BER-Keller berichtet……).

Nach den Aussagen der FBB (ehemals FBS, die wiederum aus der ehemaligen BBF hervorging und man muss jetzt nur die Buchstaben der ersten Version rückwärts lesen, dann ist wieder alles, aber sehr teuer beim Alten) wird aus einem Vorjahresüberschuss in Höhe von 4 Mio. € (also in 2010) ein Verlust in Höhe von 70 Mio. € im Jahr 2011: Und dieser Verlust klettert laut Geschäftsbericht (Seite 81)  dann weiter auf 127,6  Mio. € in 2012. So versteckt man die tatsächlichen Verluste oder manipuliert diese, da die unterstellten Umsatzsprünge nie und nimmer realisierbar sind (FBB-Chef Schwarz erträumt sich also für 2012 einen Umsatzsprung in Höhe von  42 % gegenüber 2010). Bei diesem Umsatzplus von 100 Mio. € entsteht also plötzlich auf der Minusseite im Jahr 2012 innerhalb eines halben Jahres des  BER-Betriebes ein Verlust in Höhe von 127,6 Mio. € . Nicht auszudenken was passiert, wenn dann der BER in 2013 ganzjährig im Einsatz ist und die Umsätze um 200 Mio. € steigen würden. Entstehen dann plötzlich Jahresverluste in Höhe von 200 Mio. €?! Einen Outlook für das Jahr 2013 wollte der FBS-Chef auf Nachfrage jedenfalls lieber nicht geben…..Wäre der BER aber aus diesem Verlustzone heraus, hätte er es jedoch getan. Anhand dieser FBB-Zahlen können wir nur ahnen, warum der Businessplan des staatlichen und nicht privatisierbaren Großflughafens so absolut streng geheim ist. Wer den liest, darf nicht petzen….Am besten nach dem Lesen gleich vergessen, was man gelesen hat.

Fakt ist, dass man mit dauerhaften Verlusten von mindestens 200 Mio. EURO pro Jahr rechnen muss. Konservativ gerechnet, weil diese Umsatzsprünge mit der geplanten Erhöhung der Gebühren und diese unterstellten Non-Aviation-Sprünge mit Sicherheit nicht eintreten! Die drastische Erhöhung der Flughafengebühren hätte dann natürlich wieder zur Folge, dass weniger Passagiere auf dem Verlustflughafen BER einchecken würden. Inmitten der Armutsmetropole werden diese höheren Gebühren trotz der von Platzeck verordneten künstlichen BBI-Monopolstellung zu purem Gift. Denn dieser kreditfinazierte Verlust-BER wird nach dessen Inbetriebnahme immer noch von Billigfliegern dominiert! Und das ist ein weiteres Moment der Spekulation: Die stagnierenden oder gar einbrechenden Umsätze werden darüber hinaus auch noch von dem für die Kredite aufzubringenden Schuldendienst in den Abgrund gerissen.

Fazit: Vor dem Hintergrund, dass die fetten Jahren vorbei sind, kann ich auf folgendes treffendes  Zitat aus meinem Buch auf Seite 120 verweisen:

„Bei Stagnation pegelt sich der Umsatz auf 250 Mio. Euro ein, der mit ca. 21 Mio. Passagieren realisiert wird. Da der Umsatz nur unwesentlich höher ist als der Schuldendienst bzw. die Rückstellungen für diesen, müssten die oben geschätzten Verluste in Höhe von 200 Mio. Euro und der Schuldendienst mit 226 Mio. Euro jährlich über die zu erhebenden Flughafenentgelte ausgeglichen werden“.

Und bei den Verlusten durch die minimalen Billigfliegereiumsätzen und dem zusätzlichen Schuldendienst für die BBI-Kredite müssten die Flughafengebühren so schwindelerregend hoch sein, dass man den BBI lieber gar nicht erst eröffnen sollte. Die BBI-Spekulation besteht also in einem Satz gesagt darin, dass der kreditfinanzierte BER als LCC-Flughafen dauerhaft Verluste einfliegen wird und seinen  Schuldendienst durch diese minimalen Billigfliegereiumsätze erst recht nicht  leisten können wird! Bei dieser Rechnung sind allerdings die wahren Kosten des Lärmschutzes noch gar nicht berücksichtigt, auf die der BVBB aufmerksam macht und die den BBI ganz unabhängig davon in die Pleite treiben könnten (Hier der Link).

Während die BBF damals bereits pleite war und durch den Steuerzahler entschuldet werden musste (Baufeld-Ost-Skandal) trifft das für die FBB erst Recht zu: Die kann man dann aber nicht mehr entschulden. Denn Berlin ist ebenfalls pleite! Ausserdem wollen die Geberländer für den hochdekadenten Berliner u.a. (Lärm)luxus nicht mehr zahlen. Und schließlich greift dann auch noch die Schuldenbremse. Vorausgesetzt, dass der Crash nicht noch vorher kommt! Deshalb soll FBB-Chef Schwarz seine Koffer wieder abziehen und sofort einen Baustopp verfügen. Und dann seinen Hut nehmen!

 

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Bricht nun bald das System der BBI-Spekulationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? (Teil 4)

Februar 7th, 2012 — 1:25pm

 

Im Teil 1 dieser Reihe berichtete ich über die komplexen BBI-Spekulationen, wonach der künftige BER auf die hochverschuldete Air Berlin setzt und Air Berlin wiederum auf den völlig maroden BER. Unabhängig davon hatte ich auf diesem Blog schon mehrfach über die ausweglose Lage der hochspekulativen Politik von Air Berlin berichtet, die auch noch expansiv, schon tödlich mit dem BBI verquickt ist. Daher muss ich unbedingt auf einen heute beim manager magazin erschienenen sehr aufschlussreichen Artikel verweisen, wonach es Air Berlin trotz aller Sparprogrämmchen und Etihad-”Rettung” immer noch nicht gut geht! Und zwar eigentlich sehr schlecht! In Wirklichkeit aber nicht nur eigentlich, sondern wirklich dramatisch: trotz dem beizutretenden Bündnis Oneworld (oder gar weil), “trotz” Mehdorn und natürlich auch “trotz” BBI/BER/WBA.

“Lieber als den Ernst der Lage beschwört der spät Berufene (Captain Mehdorn, F.W.) die verheißungsvolle Zukunft, etwa den großen Auftritt am neuen Hauptstadt-Flughafen Willy Brandt.”

Hier der Link! UNBEDINGT LESEN!

Der Artikel ist sehr gut recherchiert und muss nicht weiter kommentiert werden. Er nennt das Kind Hunolds konsequent beim Namen und gibt einen Ausblick darüber, dass Air Berlin in Turbulenzen bleibt: und das in einem von der IATA vorhergesagten Schreckensjahr 2012!

Für Air Berlin werden dann natürlich wieder die anderen schuldig sein. Wahrscheinlich dann auch der BER, weil er viel zu spät öffnen  soll und viel zu teuer für Air Berlin werden wird. Aber diese Aussage ist nichts neues auf diesem Blog und ist auch in meinem Buch von 2009 nachzulesen. Dann gute Nacht Air Berlin! Hat denn der Hunold nicht noch eine Klage  gegen das Nachtflugverbot am BBI zu laufen?

 

 

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Der EURO vor dem Zusammenbruch: II. Aktionskonferenz gegen den EURO-Wahn

Februar 2nd, 2012 — 8:06am

Am Samstag den 18.02.2012 findet in Berlin-Adlershof die II. Aktionskonferenz gegen den EURO-Wahn statt. Wie zur I. Konferenz in Schöneweide werden

dort wieder prominente Referenten auftreten. Mit Sicherheit wieder eine höchst interessante Veranstaltung, zu der Bürger gegen den EURO-Wahn aufgerufen

und eingeladen werden.

Veranstalter ist COMPACT des Kai Homilius Verlages, also dort wo mein Buch erschienen ist.

Ich selbst kann wegen anderer wichtiger Termine LEIDER  nicht dabei sein.

Hier der Link

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Stellen Sie sich vor Ihre Ersparnisse sind unwiderruflich weg und den EURO gibt es am 03.Juni 2012 nicht mehr!

Januar 31st, 2012 — 3:08pm

Stellen Sie sich vor Sie hören z.B. auf der ARD, dass Ihre Sparvermögen und Ersparnisse BEREITS weg sind hierzu der Link und der EURO alles andere als sicher ist: Denn selbst Herr Draghi, Chef der EZB, sagte kürzlich, dass es im Dezember beinahe zu einem Crash gekommen wäre. “Die Euro-Zone stand im Herbst offenbar dichter am Abgrund als bekannt: Mario Draghi sagte in Davos, ohne seine Aktion, 489 Milliarden Euro in den Markt zu pumpen, hätte es eine „größere Kreditklemme“ gegeben.” Hier der Link!

Was für ein Held dieser tragische Draghi! Da wird also die nun schon leckgeschlagene  EURO-Titanic heldenhaft mit seiner Papierschwemme geflutet, um sie vor dem Untergang zu retten. Wie absurd! Und weil der Sparer dadurch immer mehr  erkennt, dass sein Geld infolge der unbegrenzten Monsterdruckerei immer weniger wert sein wird, plant oder tut er das, was die  Anderen auch planen oder bereits tun: Er will seine EURO los werden, um sich noch mal etwas für sein immer wertloser werdendes Geld zu leisten oder zu gönnen, ohne zu ahnen, dass nach der inflationierenden Gelddruckerei durch den massenhaften Abverkauf des EURO eine Hyperinflation wie 1923 eigentlich unvermeidlich wird. Denn ab einem bestimmten Punkt der Panik, will jeder seine EURO plötzlich los werden. Mit anderen Worten: nach dem konjunkturell anmutenden Crack-Up-Boom kommt dann der EURO-Crash um so gigantischer. Und weil alles global vernetzt ist, zerreißt es danach dann auch noch den Dollar!

Also plant er noch schnell eine Reise nach Spanien und will mit Spanair fliegen, aber die ist plötzlich pleite (Hier der Link). Macht nichts sagt er sich: Nach Ungarn wollte ich schon immer mal und fliege dann mit der Malev nach Budapest! Aber wieder Fehlanzeige: Die Malev steht auch kurz vor der pleite (hier der Link). Auf keinem Fall will er als gestrandeter Passagier irgendwo hängen bleiben, davor hat er Horror. Vielleicht will er dann auch gar nicht mehr wegfliegen, sondern befasst sich mit Krisenvorsorge und begnügt sich einfach damit, den im Juni zu eröffnenden Flughafen BER zu besichtigen, der mit seinen Steuermitteln und  auch noch kreditfinanziert gebaut wird: Und den die Mehrheit der Berliner auch noch ablehnt (Hier der Link). Der BBI müsste dann ja auch bald pleite sein sagt er sich und denkt, dass er vielleicht doch im Sommer eine Reise auf dem Baltikum buchen sollte, bevor dann der BER auch noch den Bach runter geht. Und durch Zufall stößt er auf der Suche im Internet auf den Baltic-Dry-Index.  Und in diesem Moment ist unser Suchender  als Unternehmer durch diesen abrupten Absturz des BDY zutiefst erschüttert (Hier der Link). Als Unternehmer weiß er nun auch nur zu gut, dass der im freien Fall befindliche BDY ein sicherer, unmanipulierbarer Frühindikator für eine verheerende Pleitewelle ist (Hier der Link).

Nun wird ihm einiges klar, was ihm die vom Steuerzahler finanzierten Politiker bisher sorgsam verschwiegen haben und die Realität mit Parolen übertönte wie die Rente, die Sparvermögen und der EURO seien in den blühenden Landschaften sicher.

Sicher werden jedoch nicht nur viele Airlines pleite gehen, denn sie sind immer ein sensibler Indikator  für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung. Ebenso wie der BBI und seine mit Steuergeld bezahlten Strippenzieher auf ein Wunder hoffen, hoffen Trichet, Draghi, Lagard und Konsorten auf ein Wunder zur Rettung des EURO, welches es aber mit absoluter Sicherheit nicht geben wird. Sie tun in Ihrer Panik genau das, was ihn zerstört: nur um Zeit zu kaufen. Denn so lange brauchen sie den Sparern noch  nicht sagen, dass ihre Sparvermögen unwiderruflich verloren sind, weil sie diesen Moment der kommenden Offenbarung zutiefst fürchten!

Und ebenso kann niemand nach einem EURO-Crash, wo dann die Sparvermögen durch unsere Politiker vernichtet wurden, diesen Betonmolch BBI bewirtschaften. Gefragt werden dann kleinteiligere Strukturen sein, wie der Flughafen Tegel. Denn nach dem Crash werden vielleicht nur noch 1/10 bis 1/5 der heutigen Passagiere befördert werden. Berlin wird als Touristenmetropole und ohne Industrie von diesem Crash besonders hart betroffen sein. Und nach diesen Zusammenbruch ist selbst Tegel noch viel zu gigantisch! Bis dahin wird noch fleißig Geld gedruckt, solange noch Papier da ist: und Zeit!

Hier endet zunächst meine kleine Geschichte, die allerdings etwas verlinkt wurde und keineswegs lustig ist! Aber sie die Wahrheit, die sehr ernst zu nehmen ist und über die kaum ein Politiker spricht!

 

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Informationen zu meinem Blog und zu verschiedenen Terminen

Januar 20th, 2012 — 5:54am

Wegen eines mehrtägigen Seminars wird es die Fortsetzungstexte zur BBI-Spekulation erst Ende der nächsten oder Anfang der übernächsten Woche geben. Zur Zeit gibt es unglaublich viele und auch sehr unterschiedliche BBI-Aktivitäten!

In der nächsten Woche werde ich u.a. die letzte Buchlesung aktualisieren, die am 28.01. in der  Kulturgießerei in Schöneiche stattfindet.  Weil in den letzten Monaten extrem viel geschehen ist, muss auch viel aktualisiert werden. (der Ankündigungstext noch mal dazu unten)

Weiterhin möchte ich darüber informieren, dass Frontal 21  am Dienstag den 24.01. einen Beitrag zum Thema BBI/BER ausstrahlt. Die haben mit mir ausgiebig zum Thema BBI am falschen Standort Schönefeld und zu dessen künftiger Unwirtschaftlichkeit  gedreht. Jedenfalls wurde ich ausschließlich zu diesem Thema interviewt. Was in diesem 5 oder 6 Minutenbeitrag insgesamt kommen wird (inklusive  Schallschutzthematik) vermag ich nicht einzuschätzen Die Sendung läuft auf ZDF ab 21 Uhr.

Am Donnerstag wird es bei uns in der Geschäftsstelle der GRÜNEN LIGA Berlin um 10 Uhr eine Pressekonferenz zu einer neuen EU-Klage gegen  den bzw. zur Aufhebung des BBI-Planfeststellungsbeschlusses geben. Hierzu werde ich mit einer entsprechenden Pressemitteilung auf meinem Blog  informieren.

Weil ich gerade beim Informieren bin: Zur Zeit habe ich das neue BBI-Buch auf Eis gelegt, weil mir einfach die zum Schreiben Zeit fehlt (1/3 ist da und der Rest ist bereits gut strukturiert). Auf alle Fälle wird bis zur angekündigten Eröffnung des BBI zu dieser Thematik weiterhin auf diesem Blog informiert. Falls der BER tatsächlich am 03.06.2012 eröffnet ist die Zukunft und der Inhalt des Blogs völlig ungewiss, obwohl es dann andere äußerst interessante Projekte geben könnte, zu denen ich auf diesem Blog bisher  nichts veröffentlicht habe.

Wenn der BER tatsächlich eröffnen sollte wird es eine neue Qualität des Schuldenmachens in Berlin geben und die sich Berlin dann erst recht nicht mehr leisten kann. Inzwischen braut sich, wie schon öfters auf diesem Blog berichtet, in Bayern was zusammen: Die haben nämlich keinen Bock mehr für den Unsinn und Luxus in der Hauptstadt die Berliner Schulden zu schultern: Denn für Bayern ist Berlin ein deutsches Griechenland!

Im Übrigen gibt es nun Gerüchte, dass am Montag der Staatsbankrott für Griechenland kommt. Berlin wäre auch schon lange pleite, wenn die Stadt/das Land nicht ständig subventioniert werden würde……

Ihnen eine schönes Wochenende

Frank Welskop

 

Hier die Ankündigung zur Lesung in der Kulturgießerei in Schöneiche

28.01.2012 | 19:00 Uhr
DIE LETZTE LESUNG in der Kulturgießerei in Schöneiche

28.1.2012 in der Kulturgießerei in Schöneiche 19.00 Uhr

Letzte Lesung/Vortrag zum Buch von Dr. Frank Welskop „BBI  - ein neuer Berliner Bankenskandal?“

Musikalische Umrahmung: Dreistimmige Inventionen von J.S. Bach, gespielt von Gunhild Hoelscher - Violine

Anne-Kathrin Weiche – Violine

Ray Würzebesser – Violoncello

Herr Welskop beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Fehlplanung des BBI/BER am Standort Schönefeld, der nach Pleiten, Pech und Pannen im Jahr 2012 viel zu spät in Betrieb gehen soll. Er kommt in seinem Buch zu dem Schluss, dass der unprivatisierbare BBI/BER am Standort Schönefeld mit seiner Billigfliegerdominanz nicht rentabel arbeiten wird. Der Bau des Großflughafens kostet schon jetzt den Steuerzahler hunderte Millionen Euro. Frank Welskop zeigt auf, dass der laufende Betrieb dauerhaft Verluste einfliegen wird, wodurch dessen Betrieb durch den Steuerzahler subventioniert werden müsste, was jedoch nach EU-Wettbewerbsrecht rechtswidrig wäre.

Frank Welskop hat die Berliner Flughafenpolitik als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Berliner Abgeordnetenhaus über Jahre hinweg kritisch begleitet. Er ist ehrenamtlich im erweiterten Vorstand der GRÜNEN LIGA Berlin tätig und leitet die Bundeskontaktstelle Luftverkehr.

Umrahmt wird das Programm musikalisch mit Werken von Johann Sebastian Bach. Die Inventionen sind Teil des Klavierbüchleins für den ältesten Sohn Wilhelm Friedemann Bach, also ursprünglich für Klavier komponiert. Aber die  Inventionen bieten sich ebenfalls an für ein Streichertrio, hier werden Sie diese Stücke von 3 professionellen Musikern aus Schöneiche und Umgebung  genießen können.

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Bricht nun bald das System der BBI-Spekulationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Auch wenn Air Berlin nun vorerst gerettet wurde? (Teil 3)

Januar 7th, 2012 — 4:27pm

Wenn auch mit etwas Zeitverzögerung möchte ich im Zusammenhang mit dem zu eröffnenden BER wieder einmal auf ein typisches Verhalten der hiesigen Hofberichterstattung aufmerksam machen, welches  mit den Grundsätzen eines wahrhaftigen und aufklärerischen Journalismus kaum etwas zu tun hat (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel).  Was meine ich damit? Am 15.12.2011 waren wieder die Zeitungen mit den Zahlen prall gefüllt, die der FBS-Chef Schwarz pflegt in regelmäßigen Abständen zu repräsentieren (so z.B. siehe unten die Berliner Zeitung).

Dass der FBS-Chef Schwarz im Jahr der Eröffnung des BER 24 Mio. PAX sieht klingt natürlich durchaus realistisch, während in 2011 wohl 23,9 Mio. Passagiere erreicht wurden (Geschäftsbericht liegt erst im Frühjahr 2012 vor). Allerdings soll der Umsatz in diesem Zeitraum von 246 auf 273 Mio. € steigen. Wenn das so eintreten würde, dann wäre nach zig Jahren erstmals die Trendwende erreicht, wonach das Umsatzwachstum größer ist als das Passagierwachstum. Diese „Sensation“ wurde ja schon öfters angekündigt: nur dazu gekommen ist es bisher nie. Ganz im Gegenteil! Und das war fatal für die FBS und ebenso für den zu eröffnenden BBI!

Aber damit noch nicht genug: die angekündigte Sensation geht weiter! Für das Jahr 2012 wird durch Schwarz der ultimative Umsatzsprung angekündigt. Klar, was soll er auch machen, nach dem der FBS-Karren mit der überbordenden Billigfliegerei so tief in den Dreck gefahren wurde. Zwar soll wie bereits erwähnt ein Passagierwachstum von 23,9 Mio. PAX auf nur 24 Mio. PAX im Jahr 2012 stattfinden, aber dafür gibt es plötzlich einen Umsatzsprung von 273  auf  350 Mio. €. Lassen wir mal an dieser Stelle das Thema weg, ob es den Euro dann noch gibt oder was durch die immer mehr grassierende Inflation davon noch übrig ist, denn die EZB druckt ja nun ununterbrochen Geld (was noch nicht die ganz große Inflation macht, sondern diese erst dadurch ausgelöst wird, wenn die Sparer in Panik begreifen, dass ihr Geld immer weniger wert sein wird und sie den Euro via Konsum plötzlich alle los werden wollen). Aber mit einem Passagierzuwachs in Höhe von 0,1 Mio. PAX einen Umsatzsprung von 28 % zu schaffen (gegenüber 2010 sogar um 42 %) grenzt schon an massiven Realitätsverlust. Und dieses Wunder soll nach Schwarz ausgerechnet durch die höheren Gebühren und das Einkaufszentrum im Terminal erzeugt werden: In etwa nach dem Motto: „Wir erhöhen für unsere sehr preisbewussten Hauptkunden die Gebühren, aber die gehen dann deshalb vor dem Flug noch so richtig hochmotiviert shoppen”. Tolles Geschäftsmodell über das sich die Billigkunden aber gar nicht so richtig freuen können: Denn entsprechend des BER-Slogans wollen sie eigentlich nur schnell weg, ohne sich in dem BER-Konsumtempel nach den erhöhten Gebühren noch mal berappen zu lassen. Und die wollen billig weg: Das war ja die Philosophie des herangezüchteten und subventionierten „Erfolgsmodells“ im Einzugsgebiet der Armutsmetropole Berlin: die Billigfliegerei. Trotz dieser hyperoptimistischen Umsatzentwicklungsprognose, die so mit Sicherheit schon deshalb nicht eintritt, weil der BER kein Drehkreuz ist, werden auf dem BER in den nächsten Jahren jedoch erhebliche Verluste eingeflogen. Die Ankündigung dieser Verluste der Jobmaschine wurde/wird jedoch durch die auf den Pressekonferenzen anwesenden Journalisten zum Einen überhaupt nicht kritisch hinterfragt (oder habe ich das übersehen?). Und zum Anderen, wäre das kritisch hinterfragt worden, hätte man feststellen müssen, dass diese Verluste in Wirklichkeit noch viel höher ausfallen werden: schon alleine deshalb,  weil die offerierten Umsatzsprünge reine Spekulation sind und so nicht eintreten werden! Aber natürlich nicht nur deshalb.

Dazu aber mehr in Teil 4 dieser Reihe!

Hier der Artikel der Berliner Zeitung

Berliner Zeitung
Berlin – 15.12.2011
Neuer Großflughafen

Die „Nacht der Nächte“ wird turbulent
Von Peter Neumann
In Tegel und Schönefeld gehen die Lichter aus, danach startet der Umzug. Der neue Airport ist dann schon offen.
Das wird die „Nacht der Nächte“, davon ist Flughafen-Chef Rainer Schwarz überzeugt. In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2012 werden mit Tegel und Schönefeld gleich zwei Airports an einen neuen Standort umziehen – zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER). „So etwas hat es in der Geschichte der Luftfahrt noch nicht gegeben“, sagt Schwarz. Am gestrigen Mittwoch wurden weitere Details bekannt.
Am ersten Juni-Sonnabend endet der Flugbetrieb in Tegel für immer – 42 Jahre nach Aufnahme des zivilen Luftverkehrs. Eine Maschine der Air Berlin soll das letzte Flugzeug sein, das dort zwischen 22 und 23 Uhr abhebt, so Schwarz. Kurz darauf ist auch auf dem Flughafen Schönefeld Schluss, 66 Jahre nach dessen Eröffnung. Ein Flugzeug der Aeroflot wird zwischen 23 und 24 Uhr den Ausstand geben – dann gehen dort ebenfalls die Lichter aus.
Umzug beginnt schon im April
Das Terminal des neuen Flughafen BER nebenan ist dann schon seit Stunden geöffnet – für eintreffende Passagiere. Damit über Nacht nicht zu viele Überführungen nötig werden, steuern Flugzeuge bereits ab 18 Uhr nicht mehr Tegel, sondern den BER an, um dort auf der Nordbahn zu landen. Die voraussichtlich bis zu 6.000 Passagiere, die mit ihnen ankommen, werden die ersten regulären Fluggäste sein, die das neue Terminal von innen kennenlernen.
Offiziell eröffnet ist der Flughafen damit aber noch nicht. Das ist erst am folgenden Morgen der Fall, wenn die neue Südbahn in Betrieb genommen wird. Die ersten Starts am BER werden gegen 6 Uhr die Air Berlin und Lufthansa bestreiten, letztere voraussichtlich mit dem Riesen-Airbus A 380, kündigte der Flughafen-Chef an. Als erstes landendes Flugzeug soll sich eine Easyjet-Maschine die Ehre geben.
In der Nacht davor wird die Autobahn von Tegel nach Schönefeld von 22 bis 3 Uhr gesperrt – und zum Schauplatz eines Großumzugs der besonderen Art. Ein Konvoi aus 600 Lastwagen, Tiefladern und anderen Fahrzeugen setzt sich in Bewegung, um Technik 35 Kilometer weit zum BER zu bringen. Sehr große Ladegüter wie Fluggastbrücken müssen Umwege fahren, da nicht alle durch die fünf Tunnel und 29 Brückendurchfahrten passen, so Schwarz. Der Umzug beginnt schon im April: mit Gegenständen, die für den Betrieb nicht unbedingt nötig sind.
Doppelt so viele Fluggäste wie 2002
Schwarz’ Geschäftsführer-Kollege Manfred Körtgen nimmt den jüngst begonnenen Probebetrieb im Terminal als Omen, dass auch der Umzug klappt. „Bislang hat der Probebetrieb gut funktioniert“, sagt der Ingenieur. Vom 7. Februar 2012 an werden rund 10 000 Komparsen Fluggäste spielen – und ganz gewöhnliche Abläufe sowie außergewöhnliche Situationen simulieren. 18 000 Bewerber hatten sich gemeldet. „Immer dienstags und donnerstags wird geprobt, in der Regel mit je 200 Passagieren, die immer nur einmal eingesetzt werden. Danach gibt es Auswertungen“, sagte Schwarz.
Der neue Flughafen wird die Geschäftszahlen erneut nach oben treiben. Für 2012 erwartet Schwarz mehr als 24 Millionen Fluggäste und einen Umsatz von mehr als 350 Millionen Euro. Dabei ist schon 2011 rekordverdächtig: 273 Millionen Euro Umsatz und 23,9 Millionen Passagiere – fast doppelt so viele wie 2002. Allerdings wird den Prognosen zufolge auch der Verlust der Flughafengesellschaft steigen: von 70 Millionen auf 100 Millionen 2012.

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Bricht nun bald das System der BBI-Spekulationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Auch wenn Air Berlin nun vorerst gerettet wurde? (Teil 2)

Dezember 29th, 2011 — 9:42pm

Nachdem entsprechend meiner Explikationen im 1. Teil dieses Textes gestern der EURO bedrohlich absackte (hier ein Link dazu), möchte ich nun wieder auf die Konsequenzen des Deals “Air Berlin – Etihad” eingehen. Angenommen der BER gräbt den Drehkreuzen Fraport und München als plötzlich in dieser Phalanx aufstrebendes Drehkreuz das Wasser ab (also den deutschen Drehkreuzen, in deren Umfeld die Industrie/Wirtschaft angesiedelt ist und weshalb sie auch entstanden sind), dann wird sich mindestens der Bundesverkehrsminister wie bisher dafür einsetzen, die bestehenden deutschen Drehkreuze zu erhalten, zu schützen. Dessen mehrfache Verlautbarungen sollten nicht vergessen werden: Das 3. Drehkreuz in Berlin schwächt den deutschen Luftverkehrsstandort (ich berichtete mehrfach darüber).

Jedenfalls wird die Finanzaufsicht BaFin diesen Deal nun untersuchen. “Wir schauen uns das an”, sagte eine Sprecherin der Bonner Behörde. Für eine formelle Prüfung sei es zu früh. Insidern zufolge geht es unter anderem um die Frage, ob die Araber mit einem Dementi vor zwei Wochen die Kapitalmärkte in die Irre geführt haben könnten. Ein Etihad-Sprecher hatte damals einen Medienbericht über einen kurz bevorstehenden Einstieg per Email kommentiert: “Der ganze Bericht ist fehlerhaft.” Hier der Link!

Im Extremfall werden die Geberländer ihre Zahlungen für Berlin umgehend oder sukzessiv einstellen, sollte dieser Deal zu Lasten von Fraport und München ausgehen. Hinter verschlossenen Türen wird schon lange erwogen nicht mehr für den in der ständig “wachsenden” Schuldenmetropole Berlin veranstalteten Unsinn aufzukommen, weil der Frust darüber immer höher kocht und das Fass damit zum Überlaufen bringen würde. Erst recht dann, wenn es nichts mehr zu verteilen gibt. Und vergessen wir auch nicht: Berlin ist schon lange Pleite und das Ausscheren der 3 Geberländer wäre für Berlin eine sofortige Katastrophe!

Die Verlustkonstellation von Air Berlin und Etihad wird dann auch desaströs enden, wenn es durch die Krise des Luftverkehrsmarktes plötzlich auch nichts mehr zu verteilen gibt und es nur noch um das Überleben der einzelnen Airlines geht. Dann gilt nämlich das Motto, dass auf den dramatisch schrumpfenden Märkten nur noch jeder für sich allein fliegt. Die Zeit der wachsenden und weitverzweigten Netzwerke wäre/ist dann vorbei. Dass dieses Szenario Realität wird, liegt AUCH an der durch die EZB-Notenpresse angeheizten Inflation. Ohne die angeworfenen Notenpressen gäbe es andererseits ein existentielles Liquiditätsproblem für den EURO, wodurch er sonst schon längst gecrasht wäre. Das ist die Zwickmühle, in der sich der dem Untergang geweihte EURO befindet. Und deshalb diese unendlich vielen Krisengipfel, die letztendlich alle erfolglos bleiben werden und zum Scheitern verurteilt sind, weil der EURO zumindest aus 2 Gründen eine historisch gigantische Fehlkonstruktion war! Erstens ist der Euroraum kein Nationalstaat und die unterschiedlichen Nationalstaaten sind im wirtschaftlichen Entwicklungsgefälle extrem unterschiedlich. Darüber hinaus wurden und werden alle denkbaren und undenkbaren Regelbrechungen durchgezogen. Offen und verdeckt…..Übrigens trifft das Gleiche auch für die BBI-Konstruktion zu, der weder rentabel arbeiten wird noch privatisierbar ist (siehe dazu unten).

 Die Konsequenzen der angeworfenen Notenpresse liegen jedoch nun auf der Hand: “Die Angst der Deutschen vor der Inflation ist signifikant gestiegen: Ein Drittel der Deutschen fürchtet sich vor der Geldentwertung. Jeder zweite merkt die Inflation heute schon deutlich beim Einkaufen”. (hier der Link zu diesem Artikel). Und die wachsende Inflation führt natürlich zu einer schrumpfenden Kaufkraft und Nachfrage nach Tickets, ohne jetzt gleich das Gespenst der Hyperinflation von 1923 an die Wand zu malen.

Ein weiteres Szenario ist als Horrorvision für die deutsche Luftverkehrswirtschaft nicht auszuschließen und kann darin bestehen, dass die arabischen Airlines/Megaairports die deutschen Drehkreuze empfindlich aufmischen:

„Die Herrscher der Miniwüstenstaaten wollen ihre Unabhängigkeit vom Öl verringern und investieren daher kräftig in die Luftfahrt. Ihr Kalkül: Sie wollen ihre Emirate zu internationalen Drehkreuzen ausbauen und die Passagierströme aus Europa weglocken. So entsteht in Dubai aktuell ein Megaflughafen der 150 Millionen Passagiere abfertigen können soll – das sind doppelt so viele, wie jährlich in Europas größten Flughafen, London-Heathrow, starten und landen. Auch Etihad investiert nur 80 Kilometer von Dubai entfernt in einen neuen Flughafen, der immerhin 40 Millionen Fluggäste fassen soll. Der Vorteil der neuen Airports: Es gibt dort weniger Gesetzesvorgaben, Abgaben, wie Personalkosten, sind geringer“. (Hier der Link zum FTD-Artikel)

Zumindest werden sie es versuchen und die deutsche Politik wird auch versuchen, den deutschen Luftverkehrsmarkt vor diesem Exodus abzuschotten. Aber machen wir uns nichts vor: So bedrohlich das auch für Deutschland klingen mag, es ist auch nur alles Spekulation, weil die größte Spekulation – der EURO – zum Scheitern verurteilt ist.

Läuft jedoch alles zunächst so weiter wie bisher, wird es künftig auch so sein, dass die großen internationalen Fluglinien weiter auf Frankfurt setzen und um das arme, deindustriealisierte Berlin einen großen Bogen machen!(Hier der Link zum Spiegelartikel)

Bei dieser komplexen Betrachtung mit derartig vielen Unwägbarkeiten wird jedoch eins klar: Die fetten Jahren sind endgültig vorbei und auch der BBI-Crash würde kommen, wenn er am 3.06.2012 eröffnet! Letztendlich stellt der BBI eine zum EURO wenn auch abstrakte Analogie dar: Er ist auch eine Fehlkonstruktion, weil nicht nur ein extrem starkes Gefälle zwischen Billig- und Nichtbilligairlines existiert, sondern die auf diesem Groß- und Luxusflughafen völlig deplatzierten Billigairlines dort auch noch dominieren würden, während Langstreckenflüge eher Seltenheitswert auf dem damit viel zu teuren Großflughafen (am falschen, nach allen Regeln der Kunst durchgetricksten Standort) haben werden!

Demnächst folgt Teil 3, der sich mit den künftigen Verlusten auf dem BBI befasst!

 

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Bricht nun bald das System der BBI-Spekulationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Auch wenn Air Berlin nun vorerst gerettet wurde? (Teil 1)

Dezember 24th, 2011 — 10:01am

Die BBI-Spekulationen sind äußerst komplex und sollen an dieser Stelle in abstrakter Kürze skizziert werden:

  1. Die BBF-Gesellschafter setzten damals auf die Privatisierung der BBF/FBS.
  2. Die FBS setzte nach dem Scheitern der Privatisierung bis zur Fertigstellung des BBI auf die Expansion der subventionierten Billigairlines.
  3. Berlin und Brandenburg setzen auf den BBI als so genannte Jobmaschine.
  4. Der BER setzt auf Air Berlin.
  5. Air Berlin setzte auf American Airlines im Bündnis von Oneworld, aber American Airlines ist Pleite.
  6. Air Berlin setzte infolge ihrer bevorstehenden Pleite auf Etihad und konnte dadurch vorerst gerettet werden, während Etihad auch Verluste einfliegt, aber diese verschweigt.
  7. Etihad setzt mit dem Schnäppchendeal auf Air Berlin und erhofft sich dadurch  einen Marktzugang für Deutschland.
  8. Berlin sitzt auf einem riesigen Schuldenberg und ist in Wirklichkeit schon lange Pleite.

 

Wie gesagt abstrakte Muster, aber offensichtlich ist: Alle setzten oder setzen spekulativ auf etwas und bleiben dann auf Verlusten oder Schulden sitzen. Natürlich geht es auch gar nicht mehr nur um den BBI/BER oder Berlin: Es geht um ein globales Spiel, welches sich nun im finalen Stadium befindet.

Zunächst aber konnte Air Berlin in letzter Sekunde mit einem Deal durch die Fluglinie Etihad vor der kurz bevorstehenden Pleite gerettet werden. Aber zu welchem Preis? Und über den Berg ist Air Berlin noch lange nicht. Aber welche Konsequenzen hat dieser Deal, abgesehen davon, dass Air Berlin zunächst gerettet wurde? Klar ist, dass die Etihad mit der Übernahme eines Aktienpaketanteils in Höhe von 29 % für lächerliche 78 Mio. € ein Schnäppchen mit dem Einstieg bei Air Berlin gemacht hat. So viel kostet gerade mal ein Mittelstreckenflugzeug. Aber welche Konsequenzen das für den deutschen und europäischen Luftverkehrsmarkt hat, kann bis jetzt noch keiner so richtig überschauen: zu viele Varianten und Unwägbarkeiten. Klar ist jedoch, dass diese Airline auch Verluste einfliegt, die sie aber lieber nicht verraten will (hier der Link). In der heutigen Zeit derartige Verlustbeteiligungen zu realisieren, ist natürlich ein sehr gewagtes Experiment. Erst recht vor dem Hintergrund, dass der europäische Wirtschaftsraum in eine Rezession abrutscht oder gar mit dem EURO-Crash in eine Depression abstürzen kann/wird. Die Zukunft der Märkte sieht düster aus, auch wenn die so genannten Experten und Eliten zur Beruhigung der Märkte wie immer alles rosig malen. Die so genannten Experten und Eliten verstehen auch nicht,  dass die deutsche Wirtschaft deshalb gegenwärtig so gut läuft, weil infolge der starken Inflation und der fehlende Glaube an den EURO gerade ein Crack-Up-Boom des EURO abläuft: Also lautet für viele Sparer die Devise, heute ihr Erspartes lieber in hochwertige Güter bis hin zu Immobilien oder in Edelmetalle zu investieren, damit infolge der Inflation kein Realverlust ihres Vermögens stattfindet oder gar durch einen EURO-Crash mit einem entsprechenden Haircut die Sparvermögen weg sind. So wird aus der Notenpresseinflation eine Hyperinflation, weil jeder um jeden Preis seine EURO bzw. baldigen EURO-Lira abstoßen will. Dieser Prozess scheint unumkehrbar zu sein, weil bisher alle EURO-Rettungen auf den vielen Krisengipfeln gescheitert sind und weiter scheitern werden. Der EURO hängt am Tropf und wird gegenwärtig nur durch massive und systematische Marktmanipulationen am Leben gehalten, auf die ich hier aber nicht eingehen will. Und wenn (wie bei jedem Bankencrash und Staatsbankrott) die panische Flucht in Edelmetalle beginnt und kein Bürger mehr an bedrucktes Papier glaubt ist der EURO tot. Ein Geldschein ist eben Scheingeld! Da hilft es auch nicht, wie seit einigen Tagen praktiziert, den Banken mittels EZB-Notenpresse unbegrenzt Geld zur Verfügung zu stellen bzw. nach dem folgenden Motto in den Markt zu pumpen: „Die Eurotitanic sinkt zwar, nachdem sie Leck geschlagen ist, aber deshalb fluten wir sie auch noch schnell mit EURONEN, um die Eurotitanic zu retten“! Durch dieses völlig irrationale Anwerfen der Notenpresse werden wir kein Deflationsszenario (außer bei den Finanzwerten), sondern mit Sicherheit eine Hyperinflation erleben, die den EURO über kurz oder lang pulverisieren wird. Die durch diese gewissenlose Fiskalpolitik zwangsläufig verursachte und angeheizte Hyperinflation wird dazu führen, dass die Menschen demnächst ganz andere Sorgen haben werden, als irgendwo hinzufliegen, da die Einkommen regelrecht weginflationiert werden. Mit dem Absturz des EURO wird dann auch der Dollar crashen, was einer nie da gewesenen globalen Krise entspräche: Denn noch nie war die Welt so global vernetzt wie heute!

Diese Problematik kann man deshalb jedoch auch nicht für unsere Thematik ausblenden, da seit dem Anwerfen der EZB-Notenpresse vor 3 Tagen für das Jahr 2012  alles anders wird. Aber zurück zu dem Deal/Schnäppchen von Etihad mit Air Berlin und welche gravierenden Folgen das haben kann! Dazu weiter aber in Teil 2, der in Kürze folgt!

Ihnen Frohe Weihnachten

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Ist Berlin Pleite? Berlins Finanzsenator fordert Schuldenschnitt für Bundesländer!

Dezember 14th, 2011 — 3:48pm

Im Prinzip ist Berlin schon lange Pleite, aber sie machen immer so weiter, bis es dann gar nicht mehr geht. Hier der Text!

“Der Berliner Finanzsenator Ulrich Nußbaum fordert einen Schuldenerlass für die von der Haushaltsnotlage bedrohten deutschen Bundesländer. “Im Grunde bräuchten wir einen Schuldenschnitt”, sagte der parteilose Politiker der Wochenzeitung “Die Zeit”. “Alleine durch Sparen kommt man von diesem Schuldenberg nie wieder herunter.”

In Deutschland stehen vier Bundesländer – Bremen, Berlin, das Saarland und Schleswig-Holstein – ganz offiziell vor der Pleite. Ihnen droht eine “Haushaltsnotlage”, wie der Stabilitätsrat, ein gemeinsames Gremium der Länderfinanzminister und des Bundesfinanzministers, festgestellt hat. In der Euro-Zone hatte die Bundesregierung einen Schuldenschnitt für Griechenland durchgesetzt. Innerhalb der Bundesrepublik gilt das bisher als Tabu”. (dts Nachrichtenagentur)

Hier der Link

Erst Air Berlin, dann Berlin? Dann der BER, der kein BBI mehr ist, sondern schon immer eine reine Spekulation war, die nur  “funktioniert”, solange der BER noch ncht eröffnet hat. Offensichtlich hat die FBS nicht einmal mehr Geld zur Verfügung, um ihr Schallschutzprogramm bis zur Eröffnung des BER  zu realisieren. Gegenwärtig sind gerade mal 2 % der Maßnahmen davon umgesetzt.  Deshalb wohl auch der Ausgabenstopp der FBS vom 29.09.2011. ( ich berichtete bereits auf meinem Blog).

Ein  Schuldenschnitt wie bei Griechenland? Damit dann der Steuerzahler nicht nur über die PIGS-Staaten enteignet wird (und da muss ja besonders der deutsche Steurzahler einspringen), sondern nun auch noch für den Unsinn, den der Berliner Schuldenbergimperator Wowereit seit fast 10 Jahren hier veranstaltet, obwohl die Geberländer seit Jahren an Berlin järhlich 3 Mrd. Euro für Wowereits Show zahlen. Gebt denen  bloß nicht das Geld, dass sie  dann wieder für weiteren Unsinn verteilen und veruntreuen können! Denn was in der Schuldenberg- und Armutsmetrople Berllin passiert, müsste dem Bürger schon lange spanisch vorkommen: Und wie es diesem spanischen Großflughafen jetzt ergeht, wird dann auch für den BER eintreten: der  niemals privatisierbar sein wird, weil er dauerhaft und unablösbare Verluste einfliegen wird/würde.

Spaniens erster privater Großlughafen geschlossen (unter dem Link http://www.aero.de/news-14100/Spaniens-erster-privater-Grossflughafen-geschlossen.html)

“MADRID – Spaniens erster internationaler Flughafen im Privatbesitz stellt drei Jahre nach Eröffnung den Betrieb bis auf weiteres ein. Ein Handelsgericht in Ciudad Real ordnete an, dass der Airport bei der Stadt südlich von Madrid für ein Jahr geschlossen wird.

Es folgte damit einem Antrag der Konkursverwalter. Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE am Dienstag berichtete, gehen die Aktionäre davon aus, dass die Entscheidung des Gerichts das definitive Ende der Einrichtung bedeutet. Der Flughafen in der Region Kastilien-La Mancha war Ende 2008 eröffnet worden. Die Kosten wurden mit bis zu einer Milliarde Euro angegeben.

Die Anlage war als eine Alternative zum Madrider Großflughafen Barajas konzipiert und auf eine Kapazität von fünf Millionen Passagieren im Jahr angelegt worden. Ciudad Real ist über eine Hochgeschwindigkeitsbahn an die Hauptstadt angebunden. Der Airport konnte jedoch nie eine nennenswerte Zahl von Reisenden anlocken und wurde in der Presse als “Geisterflughafen” bezeichnet. Im ersten Halbjahr 2011 wurden dort nur 100.000 Fluggäste abgefertigt. Die letzte Linienmaschine war am 29. Oktober in Ciudad Real gestartet.”

Und viele werden noch folgen!

 

 

Comment » | BBI-Fälschungen und -Betrug, Trotz FBS-Märchen kommt auch der BBI-Crash!

Ist wohl wieder nichts geworden aus den Spekulationen: Arabische Airlines dementiert Einstieg bei Air Berlin!

Dezember 7th, 2011 — 6:59am

FRANKFURT. “Die arabische Fluggesellschaft Etihad hat einen Bericht über einen kurz bevorstehenden Einstieg bei Deutschlands zweitgrößter Airline Air Berlin dementiert. Das „manager magazin“ hatte unter Berufung auf Branchenkreise gemeldet, dass Air Berlin noch in dieser Woche den Einstieg der staatlichen Fluglinie des Emirats Abu Dhabi verkünden werde. „Der ganze Bericht ist fehlerhaft“, erklärte ein Sprecher von Etihad am Dienstag. Die Fluglinie sagte lediglich, dass sie mit vielen Airlines häufig über alle möglichen Themen und Gelegenheiten rund um den Globus spreche.

………

Der Air-Berlin-Aktie halfen die Spekulationen nicht. Die Papiere der Fluglinie büßten am Nachmittag zeitweise mehr als drei Prozent ein. Investoren befürchteten eine Kapitalerhöhung, da niemand wisse, welchen Umfang sie haben könnte, sagte ein Händler. Aktuell liegt der Börsenwert von Air Berlin bei etwa 212 Millionen Euro.”

Hier der Link zum Hamburger Abendblatt.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, ausser dass das seit Jahren jedes mal eine andere Airlines ist, die sich angeblich auf dem BBI engagieren will. Z.B. eine indische, eine chinesische……

Hier eine passende Passage aus meinem Buch (aus dem Jahr 2009!):

“Oder gibt es doch eine Lösung für die klaffende Umsatzlücke für den BBI? Denn neuerdings wird nach dem Eintritt der Wirtschafts- und Finanzkrise von einem internationalen Drehkreuz mit dem Fokus Asien geschwärmt und das Vorhaben „nimmt mehr und mehr Gestalt an. Die indische Fluggesellschaft Jet Airways habe ‚größtes Interesse’, BBI für 2011 mit Direktflügen fest in ihr Netz einzuplanen, sagte der Potsdamer Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) gestern in Bangalore“ (Märkische Allgemeine Zeitung vom 21.3.2009). Dass wieder einmal in Berlin ein neuer Interkontinentalflug mit Pauken und Trompeten angekündigt wird, ist rein statistisch möglich (es wäre wieder an der Zeit …), aber dass hieraus „vielleicht“ sogar ein Drehkreuz von Jet Airlines entstehen könnte, nimmt in der heutigen Zeit sowieso kein Bürger der Berliner und Brandenburger Regierung mehr ab. Die Wahrheit zu diesem Thema ist jedoch, dass Herr Junghanns zu erwähnen ver-gaß, dass diese größte private indische Fluglinie „1900 Mitarbeiter und damit 15 % der Belegschaft (entlassen muss)… Die Airline teilte mit, im Winterflugplan 15 Prozent der ursprünglichen Flüge zu streichen. Die wirtschaftliche Lebensfähigkeit der indischen Luftfahrtbranche sei durch hohe Treibstoffpreise und Finanzkrise schwer beeinträchtigt.“, so die FTD bereits am 16. Oktober 2008! Die gleiche Situation trifft im Übrigen auch für die chinesischen Airlines zu (oder sonst wo), während eine der größten und renommiertesten Airlines der Welt gegenwärtig um ihr Überleben kämpft und ihre Mitarbeiter bereits sogar um Lohn- verzicht bittet: British Airways (FTD vom 17.6.2009)” (Seite 65).

Immer wieder das Gleiche: Spekulationen, Halbwahrheiten, Lügen! Nur die sich jetzt anbahnende Megakrise ist nicht im geringsten vergleichbar mit der vor 2 Jahren: Denn der Crash kommt und ist nicht mehr abwendbar!

Comment » | Auf der Suche nach BBI-Kunden, Flughafen - BBI, Trotz FBS-Märchen kommt auch der BBI-Crash!

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