Category: Die Risiken am BBI-Standort


Wichtiger Hinweis! Die Pressekonferenz in der Geschäftsstelle der GRÜNEN LIGA Berlin findet nun bereits um 9:30 Uhr (am 26.01.)statt

Januar 24th, 2012 — 3:55pm

Nachdem in der Welt vom 23.01. in einem Satz erwähnt wird (siehe Text unten), dass der BAF-Termin zur Vorstellung der nun festgelegten Flugrouten vom 30. auf den 26. vorverlegt wurde (nachdem er vorher vom 26. auf den 30. verschoben wurde) und diese Änderung keine taktischen Gründe habe, wurde unser oben erwähnte Pressekonferenztermin aus taktischen Gründen am 26.01. von 10:00 auf 9:30 Uhr  vorverlegt. Einige Stunden nach dem unsere Pressekonferenz veröffentlicht wurde,  zog das BAF seinen Termin plötzlich wieder auf den 26.01. vor. Zufälle gibt es…..

Hier die Einladung zur Pressekonferenz, in der aus Sicht der GRÜNEN LIGA e.V. nicht nur die unterlassene Umweltverträglichkeitsprüfung des Müggelsees/FFH-Gebietes steht, die durch die Müggelseeroute unerlässlich geworden wäre, falls das BAF diese festgelegt hat. Hierbei ist sehr wichtig, dass auch andere Flugrouten gegen EU-Recht verstoßen (z.B. Vogelschutzgebiet Rangsdorf), weil dort ebenfalls FFH-Gebiete tief überflogen werden oder keine UVP infolge der Flugroutentäuschung realisiert wurde

EINLADUNG ZU EINER PRESSEKONFERENZ

EU-Beschwerde gegen die An- und Abflugverfahren für den Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt”

Bürgerverein Friedrichshagen e.V. – Projektgruppe Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI) und die GRÜNE LIGA Berlin e.V. planen rechtliche Schritte

Nach Mitteilung vom gestrigen Tage wird das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung die von der DFS vorbereiteten neuen An- und Abflugverfahren für den Flughafen Berlin Brandenburg bereits am 26.1.2012 festsetzen. Sollte es – wie allseits erwartet – zur Festlegung einer Flug- route über den Müggelsee kommen, werden der Bürgerverein Friedrichshagen e.V. – Pro- jektgruppe Friedrichshagener Bürgerinitiative und die GRÜNE LIGA Berlin e.V. gemeinsam rechtliche Schritte ergreifen, weil rechtswidrig ohne UVP über ein FFH-Gebiet geflogen wür-de.

Um Sie über die Hintergründe, die bisherigen Maßnahmen sowie die rechtlichen Erwägun- gen zu informieren, laden wir Sie ein zu einem

Pressegespräch für Donnerstag, 26. Januar 2012, 9:30 Uhr in die Räume der GRÜNEN LIGA Berlin e.V., Prenzlauerallee 8, Berlin.

Ansprechpartner beim Pressegespräch werden sein:

 

Dr. Sigrid Strachwitz, Vorsitzende des Bürgervereins Friedrichshagen e.V.

Dr. Frank Welskop, Mitglied des Landessprecherrates der GRÜNEN LIGA Berlin e.V.

Rechtsanwalt Wolfgang Baumann (Fachanwalt für Verwaltungsrecht), Würzburg

Weitere Teilnehmer:

Ralf Müller (Sprecher der FBI) und Prof. Dr. Hans Behrbohm (Mitglied der FBI, AG Ökologie und Gesundheit).

Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen und halten ein kleines Frühstück für Sie bereit!

BAUMANN RECHTSANWÄLTE Kanzlei für Verwaltungsrecht

gez. RA Wolfgang Baumann Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Bürgerverein Friedrichshagen e.V.

gez. Dr. Sigrid Strachwitz Vorsitzende

GRÜNE LIGA Berlin e.V., gez. Leif Miller Vorsitzender der GRÜNEN LIGA Berlin e.V.

Bei Rückfragen: Tel. 0931 460 46-49 / Fax 0931 460 46-70 Hauptsitz: Annastraße 28, 97072 Würzburg, Zweigstelle Leipzig: Floßplatz 35, 04107 Leipzig

 

Hier der Artikel:

Die Welt
Schönefeld
23.01.2012
Flugrouten werden am Donnerstag bekanntgegeben
Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) in Langen wird bereits an diesem Donnerstag in Berlin seine Entscheidung über die endgültigen Flugrouten für den Hauptstadtflughafen in Schönefeld bekanntgeben. Das Amt teilte mit, dass der “Prüfungs- und Abwägungsprozess für die Flugverfahren abgeschlossen ist”.
Bisher war damit für den 30. Januar gerechnet worden. Der vorverlegte Termin habe aber keine taktischen Gründe, hieß es. Am Abend wollten betroffene Bürger erneut in Friedrichshagen gegen die geplanten Flugrouten demonstrieren. Der Flughafen soll am 3. Juni eröffnet werden.
Dem Bundesverkehrsministerium zufolge konnte das Bundesaufsichtsamt seine Prüfung schneller abschließen als ursprünglich gedacht. “Deswegen kann die Öffentlichkeit und die Fluglärmkommission auch umgehend informiert werden”, sagte Sprecher Sebastian Rudolph.
Über die Flugrouten für den Flughafen in Berlin-Schönefeld wird seit Herbst 2010 heftig gestritten. Damals legte die Deutsche Flugsicherung (DFS) Routenvorschläge vor, die teils deutlich von der ersten Vorlage abwichen. So sollten Regionen im Südosten und Südwesten Berlins Fluglärm ausgesetzt sein, die zuvor nicht damit gerechnet hatten.
Im Juli vergangenen Jahres korrigierte die Flugsicherung die Routenplanung in wichtigen Punkten. Auch der Bundestag befasste sich bereits mit dem Thema. Zuletzt erregte ein Lärmgutachten des Umweltbundesamtes (UBA) Aufsehen. Dies hält die bisherigen Flugrouten-Pläne für unzureichend.
Nach Angaben des Aktionsbündnisses Berlin-Brandenburg gab es bislang allein zehn große Demonstrationen mit zwischen 5000 und 13.000 Teilnehmern. Darüber hinaus wurden zahlreiche kleinere Proteste veranstaltet. Auch am vergangenen Samstag gingen in Berlin mehrere tausend Fluglärmgegner auf die Straße.

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Überflutung der SLB und der Keller des BBI!

Januar 10th, 2012 — 7:53am

Siehe hierzu der Link:

Da habe ich doch schon in meinem Buch eine alternative BBI-Nutzung in Kapitel 10 (Das Crashszenario: Das Chaos führt in Crash und der Einstieg von Wirtschaft und Banken in den BBI ist ausgeschlossen) vorgeschlagen!

“In diesem Kapitel wurde damit auch umfassend die Frage beantwortet, warum der Einstieg von Banken und der privaten Hand auch nach Eröffnung des BBI ausgeschlossen ist. Anstatt Rendite sind nur Schulden in Aussicht. Die staatlich subventionierte Schuldenmaschine bleibt damit auf Dauer im Besitz der Öffentlichen Hand! Oder man beendet diesen Albtraum per sofortigem Baustopp und macht z. B. ein Spaßbad auf mehreren Etagen inklusive unterirdischer Ruderstrecke im ICE-Bahnhof daraus. Obwohl dies eine weltweit einmalige Rarität wäre, würde dieses neue Projekt für das vom Land Brandenburg subventionierte Tropical Island eine sehr ernst zunehmende Konkurrenz sein!” Seite 115

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Volksinitiative für Nachtflugverbot hat allein in Berlin bereits über 10.000 Unterschriften gesammelt!

August 19th, 2011 — 4:28pm

Hier einige Infos zur heutigen Pressekonferenz zum Stand der Volksinitiative Nachtflugverbot in Brandenburg und Berlin in der Geschäftsstelle der GRÜNEN LIGA Berlin (siehe Links). Im Text  der ersten Pressemitteilung ist natürlich die Volksinitiative FÜR ein umfassendes Nachtflugverbot gemeint. Unabhängig von dem Lapsus ist die Initiative in Berlin und Brandenburg ausserordentlich gut angelaufen!

1. Link

2. Link

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Strategienwechsel im verregneten Sommerloch: Die „Perspektive“ des BER als Zentralflughafen Deutschlands für Billigflieger wird immer deutlicher!

August 5th, 2011 — 8:02am

Die Suche nach den großflughafenadäquaten BER-Kunden scheint nun endgültig zu scheitern. Jetzt hat die von der Lufthansa vorgestellte Berlin-Strategie „Zukunft Berlin“ nochmals bestätigt, dass „ein Drehkreuz aber (die) Lufthansa am BER nicht (plane). Denn ihren Umsteigeverkehr hat die Kranich-Linie längst in Frankfurt und München aufgebaut“   (siehe Artikel unten). Nachdem die Berliner „Politikelite“ immer wieder große Hoffnung und händeringend auf die Strategie der Lufthansa setzte muss diese Offenbarung für die „Erfinder“ und Erbauer eines spekulativen und mit Kredit finanzierten Drehkreuzgroßflughafens am Standort Schönefeld mehr als ernüchternd sein.

Man setzt seitens der Lufthansa wahrscheinlich nun auf Billigflieger, um Air Berlin auf dem BER nicht kampflos das (schöne)Feld in Schönefeld zu überlassen. Natürlich, wie in meinem Buch beschrieben, wird es auch vielleicht den einen oder anderen Interkontinentalflug auf diesem monströsen Betonbauwerk geben, aber das ist wahrhaftig nicht der Anker, um den BBI vor dem wirtschaftlichen Abdriften zu retten, der mit seiner teuer steuergeldsubventionierten Billigfliegerdominanz nun wirtschaftlich völlig überfordert sein wird. Kein Schnäppchen mit der Lufthansa gemacht, gerade mal ein Häppchen vielleicht, falls da ein Interkontiflug von der Lufthansa tatsächlich kommt.

Hier ein passendes Zitat aus meinem Buch:

„Durch diesen künftigen Status des BBI als LCC-Standort bei einem weitgehenden Nachtflugverbot und durch die schlechte wirtschaftliche Situation Berlins und Brandenburgs wird der BBI auch kein signifikantes Wachstum an Interkontinentalverbindungen generieren“ (Seite 38).

2. Die andere große, aber auch völlig überdehnte Hoffnung auf den großen Drehkreuzeinstieg Air Berlins, darf ebenso bezweifelt werden: Denn dieser Berlin/Brandenburger Herzeigeairlines für den BER geht es seit einiger Zeit richtig schlecht.
Vor allem deshalb, weil sie sich in der Vergangenheit schon öfters durch eine „bedingungslose Expansion“ völlig übernommen hatte und daran heute immer noch laboriert. Trotz aller optimistischen Ankündigungen und trotz bisheriger Konjunktur, die sich nun zumindest stark einzutrüben beginnt, kam sie nicht aus der Verlustzone heraus, ist der Begriff Dividende für die Aktionäre ein Fremdwort geworden und die herabgestufte Aktie dümpelt seit Jahren jämmerlich vor sich hin. Auch kurz vor der geplanten BBI-Eröffnung und dem geplanten Beitritt zu Oneworld geht der Airlines, die auf N 24 immer fleißig das Wetter präsentiert, das Geld und Eigenkapital aus. Mit dem „neuen Copiloten“ an der Spitze von Air Berlin kann es also auch zu einem Strategiewechsel kommen, während die Tage von Air Berlin Gründer Hunold gezählt zu sein scheinen. Stellt sich die Frage, ob sich Air Berlin auf dem maroden BBI noch mal mit vielen Interkontinentalflügen übernehmen möchte. Sollte aber Lufthansa bzw. ihre Billigfliegertochter Germanwings Air Berlin auf dem viel zu teuren BER herausfordern, dann werden die dort hart konkurrieren. Zwar belebt Konkurrenz bekanntermaßen das Geschäft, aber genau das trifft auf dem BBI nicht zu, der alles andere als Billigfliegerpassagiere gebrauchen kann, sondern Umsteiger und Langstreckenflüge.

3. Als wenn das noch nicht genug mit den intrasystemischen Verwerfungen auf dem BER wäre, droht nun offensichtlich dem nicht konkurrenzfähigen BBI auch noch ein exterritoriales Ungemach:  Nämlich aus Sachsen vom Flughafen Leipzig–Halle, den die Berliner Posemuckelpolitik auch zu gerne verboten hätte, um für den BBI eine künstliche Monopolstellung in Ostdeutschland sicherzustellen. Denn nun will Ryanair von Leipzig-Halle den Flugbetrieb aufnehmen, um den sondergebührfinanzierten BER die Kunden abzusaugen, nachdem sich Ryanair von Cochstedt abgewandt hat (zumindest zunächst erstmal beim kommenden Winterflugplan).  Im Vergleich zum BBI wird auf diese Weise eine sehr preiswerte und gut erreichbare Alternative zum BBI angeboten, indem es „von Leipzig/Halle …..ab November pro Woche sieben Verbindungen nach London und drei nach Rom geben“ wird.

Und welche Taktik verfolgt Ryanair dabei?

„In der Entscheidung, künftig auch vom Flughafen Leipzig/Halle zu starten, sieht der Luftfahrt-Experte Cord Schellenberg einen “Strategiewechsel” der irischen Billiglinie. So werde für Ryanair mit dem Ausbau von Schönefeld der Berliner Standort teurer. Als attraktive Alternative sei damit Leipzig/Halle ins Spiel gekommen. Dorthin könnten auch Passagiere aus Berlin und Potsdam anreisen, wenn sie weiter billig mit Ryanair fliegen wollen.“
Hier der Link!

So ist das also: Lauter Strategiewechsel im verregneten Sommerloch, aber es war schon immer klar vorgezeichnet wie sich das Desaster auf dem BBI in etwa abspulen wird. Mit Verlaub gesagt, keine gute Konstellation am Himmel über Berlin für die BBI-Lobby, der seit einiger Zeit höchstens auf dem politischen Flugroutenbasar hart umgekämpft ist. Und damit zerbröseln die erhofften Säulen für die ausufernden, realitätsfernen BBI-Drehkreuzpläne allmählich zu Staub. Keine tollen Perspektiven für den BER also, der schon vom ersten Tag an unter Kurzatmigkeit leiden wird: ganz abgesehen von den globalen Perspektiven, die jetzt vor dem offensichtlich kurz bevorstehenden Crash auch auf die Aktien durchlagen: Heute Nacht stürzte die Aktie von Air Berlin auf 2,77 € ( um 25 Cent) und innerhalb eines Jahres um 22,72 % bzw. in 5 Jahren um 72,27 %  ab  (Die Lufthansaaktie  verlor jeweils um 4,95 % und 16,4 %).

Forderungen der BBI-Gesellschafter nach einer langfristigen, angemessenen Rendite sind dann natürlich völlig illusorisch. Hier noch ein entsprechendes Zitat aus meinem Buch:

„Was heißt langfristig, was angemessen? Und wie soll dies realisiert werden, denn mit der Inbetriebnahme des BBI werden die LCC nicht durch Interkontinentalflüge ersetzt? Sie verlagern eher ihr Geschäft auf günstigere Flughäfen und ziehen sich vom BBI zurück“ (S. 109). So wie Ryanair jetzt damit begonnen hat!

Allzu offenkundig wird damit der BBI-Skandal: Denn der BBI wurde nicht nur spekulativ erbaut (Drehkreuzträume), sondern ist darüber hinaus auch noch kreditfinanziert und entsprechend meines Buchtitels nichts anderes als „ein neuer Berliner Bankenskandal“! Wenn Sie mein Buch aus dem Jahr 2009 noch nicht kennen, lesen sie dort weiter!  Steht alles drin, wie es kommt und weiter kommen wird.

 

Hier der Text zur der Berlinstrategie der Lufthanseaten:

Berliner Morgenpost vom 27. Juli 2011

„Flughafen BER: Lufthansa setzt in Berlin auf Billigflieger

Deutschlands größte Airline hat hinter verschlossenen Türen über seine Zukunftspläne in Berlin beraten. Ein Drehkreuz wird die Hauptstadt für die Lufthansa zwar nicht, dafür soll es aber mehr Billigflüge und mindestens eine Interkontinentalverbindung geben. Die Lufthansa will am neuen Flughafen in Schönefeld wachsen. Die Lufthansa wird mit Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld ihr Engagement in der Hauptstadt verstärken. Hinter verschlossenen Türen tagte dazu am Dienstag der Lufthansa-Vorstand in Frankfurt/M. Beraten wurde erstmals das Projekt „Zukunft Berlin“, das seit Monaten von Josef Bogdanski, einem der erfahrensten Lufthansa-Manager, erarbeitet worden ist. Dem Vernehmen nach will der Lufthansa-Konzern mindestens eine Interkontinentalverbindung am neuen Flughafen in Schönefeld einrichten und überdies das Billigfliegergeschäft voraussichtlich mit ihrer Tochter Germanwings in Berlin verstärken. Ziel ist es, dem Konkurrenten Air Berlin nicht völlig das Feld zu überlassen. Air Berlin hat im vergangenen Jahr und mit Blick auf den neuen BER in Schönefeld begonnen, Drehkreuzstrukturen in Berlin aufzubauen und bietet bereits acht Langstreckenverbindungen von Tegel an.

 

Langstrecke nach Asien im Gespräch

Mit der neuen Billigplattform, setzt nun auch Lufthansa auf die vielen Touristen, für die Berlin ein attraktives Ziel ist, das sie günstig mit Billigfliegern erreichen können. Im Mai hatte Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Christoph Franz auf der Hauptversammlung in Berlin angekündigt, „in Berlin stärker zu werden, als wir es heute sind“. Alle Möglichkeiten und Chancen für ein größeres Engagement würden in verschiedenen Szenarien geprüft. Eine Entscheidung kündigte er für diesen Sommer an. Doch die ist am Dienstag noch nicht endgültig gefallen. Ob die Lufthansa-Tochter Germanwings, die Berlin-Schönefeld im Bereich des Billigflieger-Segments seit 2003 anfliegt, ihr Engagement mit Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens verstärkt, die Marke geändert oder ein neuer Lufthansa-Ableger gegründet wird, ist dem Vernehmen nach noch nicht entschieden. Überdies, heißt es in Luftfahrtkreisen, will Deutschlands größte Airline auch einen „kleinen Knoten“ in Berlin aufbauen, um den Konkurrenten Air Berlin „flach zu halten“. Gemeint ist damit eine Interkontinentalstrecke – möglicherweise nach Asien – für die Passagiere zum Umsteigen nach Berlin geflogen werden würden. Im April hatte der Konzernbevollmächtigte der Lufthansa für Berlin, Thomas Kropp, in der Berliner Morgenpost bekannt gegeben, dass die Lufthansa die Rentabilität von Berlin-Asien-Strecken prüfe. Die geringere Entfernung von Berlin nach Asien nannte Kropp damals „zusätzliches Potenzial“, „das zur Langstrecke ausgebaut“ werden könnte. Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber wollte sich am Dienstag zum Projekt „Zukunft Berlin“ nicht äußern, obwohl die Kranich-Airline zuletzt am 21. Juni anlässlich des ersten Spatenstichs für den Wartungshangar am neuen BER „nähere Ergebnisse“ für diese Woche angekündigt hatte. Weber bestätigte am Dienstag nur, dass der Lufthansa-Vorstand in Frankfurt zum Thema „Zukunft Berlin“ getagt habe. „Es handelt sich aber noch um eine interne Angelegenheit im Vorstand. Nur ein sehr kleiner Kreis weiß davon. Das Projekt ist erstmals dem Vorstand vorgestellt worden. Es handelt sich um eine sehr komplexe Angelegenheit und einen noch laufenden Prozess“, sagte Weber. Ergebnisse würden derzeit nicht öffentlich gemacht.

 

Lufthansa plant kein Drehkreuz

Lange hat Berlin auf ein Signal der Lufthansa gewartet. Seit Jahren forderte der Senat die Kranich-Airline auf, ihr Engagement in der Hauptstadt zu verstärken. Doch Deutschlands größte Airline sah in Berlin keinen Markt für Interkontinentalstrecken und schon gar nicht für den Aufbau eines Drehkreuzes. Noch im vergangenen Jahr räumte der damalige Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber dem neuen Hauptstadtflughafen keine großen Chancen ein, ein Drehkreuz zu werden. Erst Anfang dieses Jahres mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Christoph Franz signalisierte die Lufthansa, mit Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER ihr Engagement zu verstärken. Franz rief das Projekt „Zukunft Berlin“ ins Leben und beauftragte den Lufthansa-Manager Bogdanski, Chancen, Möglichkeiten und ein Konzept für ein größeres Engagement der Lufthansa und ihrer acht Konzerngesellschaften sowie ihrer Star-Alliance-Partner in Berlin auszuloten. Ein Drehkreuz aber plant Lufthansa am BER nicht. Denn ihren Umsteigeverkehr hat die Kranich-Linie längst in Frankfurt und München aufgebaut. Der BER wird am 3. Juli 2012 eröffnet.“

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Trübe Aussichten auf dem BBI: aber durch die CO2-Abgabe wird die Luft am BBI immer reiner!

Juni 7th, 2011 — 6:55am

Generell und tendenziell wird dann die Luft auf dem BBI durch die CO 2-Abgabe immer reiner : wenn Fliegen auf dem ohnehin viel zu teuren BBI durch die Kohlendioxydabgabe immer kostspieliger wird, wird natürlich auch weniger geflogen.
Aber die Aussichten für den BBI werden auch ohne diese CO2-Abgabe immer trüber.
Nicht nur durch
2. die extrem hohen Flughafengebühren, die für die Hauptkunden Berlins – die Billigairlines – auf dem BBI unerschwinglich hoch sein dürften, sondern auch
3. das zu erwartende, weitgehende Nachtflugverbot,
4. der Flugroutenbetrug, bis hin zu kostspieligen Forderungen zur Umfliegung Potsdams oder Berlins etc.,
5. das Wegbrechen von Urlaubs- und Flugzielen, besonders bei Air Berlin als Nordafrikaspezialist (Unruhen, Rebellionen oder gar Revolutionen, Krieg gegen die dortigen Diktaturen etc.),
6. die auch damit verbundenen steigenden Kerosinkosten bzw. der wachsende Ölpreis,
7. der Beginn des Chaos vor dem Zerfall des EURO innerhalb der EU (z.B. Hass der Griechen gegen die Deutschen, die zur Verhinderung des dortigen Staatsbankrotts nicht mehr für die sparunwilligen Griechen zahlen wollen),
8. die Luftverkehrsabgabe,
9. die mit Sicherheit wachsenden Sicherheitsgebühren (wer weiß, vielleicht auch noch eine Nacktscannersteuer….),
10. die immer mehr wahrnehmbare schleichende Inflation, die dann schlagartig in eine Hyperinflation galoppiert!

Die Inflation ist gar nicht mehr so schleichend: Sie wird in den Preisen für Lebensmitteln und Energie immer offenkundiger, wodurch die Lebenshaltungskosten jetzt schon stark anziehen.
Tendenziell oder gar schlagartig wird das Fliegen mit Sicherheit wieder zu einem Luxusgut werden. Ganz wesentliche Gründe habe ich hier noch nicht weiter konkret ausgeführt (besonders Punkt 10), auf die ich künftig leider detailliert eingehen muss.
Die Risiken am BBI-Standort Schönefeld sind so immens, dass nur ein sofortiger Baustopp angemessen ist. Denn auch der BBI-Crash kommt!

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Vogelschwärme und Vogelschläge am künftigen BBI unkalkulierbar hoch?

August 3rd, 2010 — 1:11pm



Erst kürzlich, am 23.06., unter der Überschrift „Unkontrollierte, aber programmierte Bruchlandung auf dem BBI? Zu weiteren Risiken des Standortes Schönefeld!“ habe ich auf meinem Blog auf das extrem hohe Vogelschlagrisiko am Flughafen Schönefeld verwiesen, was aus den offiziellen Akten des Planfeststellungsantrages der FBS hervorgeht.

Nun musste nach einem Bericht des Tagesspiegel vom 01.08. am 31.07. „eine Easyjet-Maschine eine Vollbremsung (machen), um die Kollision mit einem Vogelschwarm zu verhindern“!

Zwar soll angeblich „die Zahl solcher Vorfälle abnehmen“, aber „nach dem Ende der Brutsaison der meisten Arten sowie durch die Präsenz von Lerchen, Schwalben und Mauerseglern bestehe derzeit eine hohe Vogelschlaggefahr, so der Deutsche Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL). Dazu kämen im Osten Ansammlungen von Gänsen und Kranichen.“ Soweit einige Auszüge aus dem Artikel.

Abgesehen davon, dass Schönefeld tatsächlich im Osten Deutschland liegt, wird hierbei gänzlich unterschlagen, dass aus der  Planfeststellungsantragsunterlage Band M 18 zur „Bewertung des potenziellen Vogelschlagrisikos im Bereich des Flughafens Berlin-Schönefeld“ auf den Seiten 16 bis 23 in höchst dramatischer Weise das extrem hohe Vogelschlagrisiko offensichtlich wird, wenn der Standort Schönefeld mit den 8 größten deutschen Verkehrsflughäfen verglichen wird.

 Es ist insofern bezeichnend wenn „Einzelheiten zum Vorfall am Samstag…. Flughafensprecher Leif Erichsen gestern nicht bekannt waren oder er „an die Fluggesellschaft (verwies), von der keine Auskunft zu erhalten war. Auch zur Häufigkeit von Zwischenfällen durch Vogelschlag an den Berliner Flughäfen konnte Erichsen keine Angaben machen.“

Hier entsteht der Eindruck, dass man von nichts etwas weiß und auch lieber nicht darüber reden will!

Auch dieses Thema spielt offensichtlich keine Rolle oder die Risiken werden ebenso wie beim Munitionsskandal auf dem Flughafen Schönefeld und Tegel systematisch ausgeblendet, da auf beiden Flughäfen unberäumte, höchst explosive Munitionsaltlasten schlummern.

Aber was, wenn in folgende des Vogelschwarms die Maschine infolge des Bremsmanövers von der Startbahn abgekommen wäre und dadurch diese Munitionskörper explodiert wären?  

Risiken summieren sich nicht, sondern potenzieren sich! Und das was schief gehen kann, geht auch schief, wie unwahrscheinlich und verquickt die Umstände hierbei auch sein mögen!

Es wird schon irgendwie gut gehen, dachte sich wohl auch die Politik und Verwaltung in Duisburg, die nur das maximal vermarktete Event „Loveparade“ im Kopf hatten.  

Entsprechend der Planfeststellungsantragunterlagen inklusive diverser  Gutachten müsste der FBS das überdurchschnittlich hohe Vogelschlagrisiko am/um den Flughafen Schönefeld jedoch hinreichend bekannt sein.  

Aus diesem Grund habe ich noch einmal den Text zu den Vogelschlagrisiken vom 23.06. eingestellt:



Wie die aktuelle Situation zeigt, kam es durch die kürzliche Bruchlandung eines Rosinenbombers infolge Triebwerkausfalls zu einer Beinahekatastrophe auf dem künftigen BBI. Glückliche Umstände führten dazu, dass das Flugzeug nicht über der Siedlung Selchow abstürzte. Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, dass Flughäfen in dieser direkten Nähe zu zahlreichen Siedlungen völlig absurd sind. Besonders der Bau eines neuen Großflughafens zwischen den dicht besiedelten Siedlungsbändern ist ein Spiel mit dem Feuer und dürfte weltweit eine Einmaligkeit sein. Daher auch die riesigen Probleme, die der BBI mit dem Nachtflugverbot haben wird.

Warum das Triebwerk des Rosinenbombers ausfiel wird noch zu ermitteln sein. Es gibt viele Gründe warum Triebwerke beim Start oder bei der Landung ausfallen können. Sie müssen nicht nur technischer Natur sein. Sie können z.B. auch infolge Vogelschlag verursacht werden! Die Brisanz dieses Themas ist leicht nachvollziehbar: Am 15.01.2009 startete ein A 320 mit der Flugnummer 1549 vom New-Yorker Flughafen La Guardia: Einige Minuten später musste die Maschine von US-Airways auf dem Hudson notwassern, da 90 Sekunden nach dem Start in einer Höhe von 3200 ft (975 m) beide Triebwerke durch Vogelschlag ausfielen.

Bei einem Start vom BBI in Richtung Westen von der jetzigen SLB wäre über Blankenfelde Schluss gewesen!

Bei Blankenfelde befinden sich z.B. riesige Rast- und Futterplätze für Kraniche, demzufolge auch überregionale Vogelfluglinien dieser Riesenvögel. Das Vogelschlagrisiko ist entgegen der Beteuerungen der Landespolitiker am bzw. um den künftigen BBI besonders hoch. Im Gutachten des Planfeststellungsantrages M 18 „Bewertung des potenziellen Vogelschlagrisikos im Bereich des Flughafens Berlin-Schönefeld wird auf den Seiten 16 bis 23 das in dramatischer Weise offensichtlich, wenn der Standort Schönefeld mit andern Flughäfen verglichen wird:

 

Vogelschlagraten bei Start und Landung innerhalb der Flughäfen von 1987 bis 1996) (Die Vogelschlagrate ist durch die Anzahl der Vogelschläge pro 10.000 Flugbewegungen definiert)

 

Tegel                         2,17

Bremen                     9,05

Hannover                  5,03

Düsseldorf               3,78

Köln/Bonn                 2,55

Frankfurt                    2,35

Nürnberg                  4,09

München                   3,16

Schönefeld           10,07

 

Dabei gab es in Schönefeld folgende Verteilung: 56 % beim Start und 44 % bei der Landung.

 

Im Vergleich hierzu die Vogelschlagraten bei An- und Steigflug außerhalb der Flughäfen (bis 10 km in den An- und Ablugsektoren)  

 

Vogelschlagraten bei An- und Steigflug außerhalb der Flughäfen von 1987 bis 1996

 

Tegel                         1,76

Bremen                     3,99

Hannover                  2,13

Düsseldorf               2,03

Köln/Bonn                 1,44

Frankfurt                    1,89

Nürnberg                  2,23

München                   1,25

Schönefeld              6,83

 

Hiervon entfallen wiederum 70 % bei Anflug und 30 % beim Start. Laut Statistik im Band M 18 sind das für Schönefeld 76 % in bis zu 450 ft. Und 24 % in Höhen oberhalb von 450 ft..

Meines Wissens existieren Gutachten, die dem Flughafen Schönefeld ein noch höheres Vogelschlagrisiko attestieren. Ebenso ist die Aussage auf Seite 23 falsch, dass sich zu „DDR-Zeiten in Berlin-Schönefeld 4 schadenträchtige Zwischenfälle ereignet“ haben sollen. Als ehemaliger in Zelle/Triebwerk ausgebildeter Flugzeugmechaniker bei der INTERFLUG weiß ich als Augenzeuge und auch mit der Reparatur von Vogelschlägen befasster Flugzeugmechaniker (die sogar zur Zerstörung des Triebswerks führten) von mehr als 4 Fällen.

Stellt sich die Frage warum die Vogelschlagrate in Schönefeld bei beiden Vergleichen so extrem hoch bzw. sehr viel höher liegt als auf anderen Flughäfen.

Für Schönefeld  kommen hierfür gleich mehrere Ursachen zusammen:

-                Großstadtnähe,

-                Nähe zu ausgedehnten Gewässern,

-                Landwirtschaftliche Nutzung im Umland des Flughafens,

-                Nähe zu Abfalldeponien,

-                damit verbundene viele Pendlerflüge dichter Vogelschwärme zwischen Fress- und Rastplätzen sowie stark frequentierten Rast- und Fressplätze von Durchzugvögeln im Anflug und Ablugbereich der Flugzeuge.

 

Laut einem Gutachten von Jochen Hild aus dem
Jahr 2001 wird festgestellt, dass die meisten Vogelschläge im Anflug und unterhalb von 1000 ft stattfinden, während die üblichen Passagierflugzeuge, also Turbo-Fan mit über 27.000 kg, zu 72 % an diesen gefährlichen Kollisionen beteiligt sind (Internationaler Vogelschlag für das Jahr 1999 weltweit, In Vogel und Luftverkehr, 22, 2002, Seite 5 –10).

 

Nicht nur Vergrämungsaktionen auf und um den BBI werden das Problem an einem ohnehin ungünstigen Flughafenstandort lösen können. Ebenso nicht, wenn eine kostenintensive  Ausräumung und „Umbau“ der Vegetation zur systematischen Vergrämung der Vögel in einem Korridor von 13 km Breite x 28 km Länge, wie im Gutachten M 18 durch die FBS empfohlen, umgesetzt wird (Seite 25 ff.).

Die Gefährdungen eines hochfrequenten Flugbetriebes an und auf dem BBI werden durch die von der Flughafenpolitik organisierte Verschleierung der Risken am Boden (Munitionsaltlasten)  und in der Luft (Vogelschlagrisiko) unkalkulierbar wachsen. Denn auchdas Vogelschlagrisiko wurde bei der Durchsetzung des schlechtesten Standortes für den BBI bewusst und wissentlich in Kauf genommen! Die Verantwortlichen dieser fragwürdigen Flughafenpolitik haben sich offensichtlich dafür entschieden, die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Unfalls sogar in der dicht besiedelten Region um Schönefeld zu erhöhen. Dadurch droht die Gefahr dass noch mehr Opfer beklagt werden müssen, nachdem durch bisherige Abstürze und Havarien auf, an bzw. um den Flughafen Schönefeld seit 1956  232 Menschen ihr Leben lassen mussten! Die auf der BBI-Baustelle ums Leben gekommenen Bauarbeiter sind hierbei noch nicht berücksichtigt.



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Unkontrollierte, aber programmierte Bruchlandung auf dem BBI? Zu weiteren Risiken des Standortes Schönefeld!

Juni 23rd, 2010 — 10:26am


Wie die aktuelle Situation zeigt, kam es durch die kürzliche Bruchlandung eines Rosinenbombers infolge Triebwerkausfalls zu einer Beinahekatastrophe auf dem künftigen BBI. Glückliche Umstände führten dazu, dass das Flugzeug nicht über der Siedlung Selchow abstürzte. Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, dass Flughäfen in dieser direkten Nähe zu zahlreichen Siedlungen völlig absurd sind. Besonders der Bau eines neuen Großflughafens zwischen den dicht besiedelten Siedlungsbändern ist ein Spiel mit dem Feuer und dürfte weltweit eine Einmaligkeit sein. Daher auch die riesigen Probleme, die der BBI mit dem Nachtflugverbot haben wird.

Warum das Triebwerk des Rosinenbombers ausfiel wird noch zu ermitteln sein. Es gibt viele Gründe warum Triebwerke beim Start oder bei der Landung ausfallen können. Sie müssen nicht nur technischer Natur sein. Sie können z.B. auch infolge Vogelschlag verursacht werden! Die Brisanz dieses Themas ist leicht nachvollziehbar: Am 15.01.2009 startete ein A 320 mit der Flugnummer 1549 vom New-Yorker Flughafen La Guardia: Einige Minuten später musste die Maschine von US-Airways auf dem Hudson notwassern, da 90 Sekunden nach dem Start in einer Höhe von 3200 ft (975 m) beide Triebwerke durch Vogelschlag ausfielen.

Bei einem Start vom BBI in Richtung Westen von der jetzigen SLB wäre über Blankenfelde Schluss gewesen!

Bei Blankenfelde befinden sich z.B. riesige Rast- und Futterplätze für Kraniche, demzufolge auch überregionale Vogelfluglinien dieser Riesenvögel. Das Vogelschlagrisiko ist entgegen der Beteuerungen der Landespolitiker am bzw. um den künftigen BBI besonders hoch. Im Gutachten des Planfeststellungsantrages M 18 „Bewertung des potenziellen Vogelschlagrisikos im Bereich des Flughafens Berlin-Schönefeld wird auf den Seiten 16 bis 23 das in dramatischer Weise offensichtlich, wenn der Standort Schönefeld mit andern Flughäfen verglichen wird:

 

Vogelschlagraten bei Start und Landung innerhalb der Flughäfen von 1987 bis 1996) (Die Vogelschlagrate ist durch die Anzahl der Vogelschläge pro 10.000 Flugbewegungen definiert)

 

Tegel                         2,17

Bremen                     9,05

Hannover                  5,03

Düsseldorf               3,78

Köln/Bonn                 2,55

Frankfurt                    2,35

Nürnberg                  4,09

München                   3,16

Schönefeld           10,07

 

Dabei gab es in Schönefeld folgende Verteilung: 56 % beim Start und 44 % bei der Landung.

 

Im Vergleich hierzu die Vogelschlagraten bei An- und Steigflug außerhalb der Flughäfen (bis 10 km in den An- und Ablugsektoren)  

 

Vogelschlagraten bei An- und Steigflug außerhalb der Flughäfen von 1987 bis 1996

 

Tegel                         1,76

Bremen                     3,99

Hannover                  2,13

Düsseldorf               2,03

Köln/Bonn                 1,44

Frankfurt                    1,89

Nürnberg                  2,23

München                   1,25

Schönefeld              6,83

 

Hiervon entfallen wiederum 70 % bei Anflug und 30 % beim Start. Laut Statistik im Band M 18 sind das für Schönefeld 76 % in bis zu 450 ft. Und 24 % in Höhen oberhalb von 450 ft..

Meines Wissens existieren Gutachten, die dem Flughafen Schönefeld ein noch höheres Vogelschlagrisiko attestieren. Ebenso ist die Aussage auf Seite 23 falsch, dass sich zu „DDR-Zeiten in Berlin-Schönefeld 4 schadenträchtige Zwischenfälle ereignet“ haben sollen. Als ehemaliger in Zelle/Triebwerk ausgebildeter Flugzeugmechaniker bei der INTERFLUG weiß ich als Augenzeuge und auch mit der Reparatur von Vogelschlägen befasster Flugzeugmechaniker (die sogar zur Zerstörung des Triebswerks führten) von mehr als 4 Fällen.

Stellt sich die Frage warum die Vogelschlagrate in Schönefeld bei beiden Vergleichen so extrem hoch bzw. sehr viel höher liegt als auf anderen Flughäfen.

Für Schönefeld  kommen hierfür gleich mehrere Ursachen zusammen:

-                Großstadtnähe,

-                Nähe zu ausgedehnten Gewässern,

-                Landwirtschaftliche Nutzung im Umland des Flughafens,

-                Nähe zu Abfalldeponien,

-                damit verbundene viele Pendlerflüge dichter Vogelschwärme zwischen Fress- und Rastplätzen sowie stark frequentierten Rast- und Fressplätze von Durchzugvögeln im Anflug und Ablugbereich der Flugzeuge.

 

Laut einem Gutachten von Jochen Hild aus dem Jahr 2001 wird festgestellt, dass die meisten Vogelschläge im Anflug und unterhalb von 1000 ft stattfinden, während die üblichen Passagierflugzeuge, also Turbo-Fan mit über 27.000 kg, zu 72 % an diesen gefährlichen Kollisionen beteiligt sind (Internationaler Vogelschlag für das Jahr 1999 weltweit, In Vogel und Luftverkehr, 22, 2002, Seite 5 –10).

 

Nicht nur Vergrämungsaktionen auf und um den BBI werden das Problem an einem ohnehin ungünstigen Flughafenstandort lösen können. Ebenso nicht, wenn eine kostenintensive  Ausräumung und „Umbau“ der Vegetation zur systematischen Vergrämung der Vögel in einem Korridor von 13 km Breite x 28 km Länge, wie im Gutachten M 18 durch die FBS empfohlen, umgesetzt wird (Seite 25 ff.).

Die Gefährdungen eines hochfrequenten Flugbetriebes an und auf dem BBI werden durch die von der Flughafenpolitik organisierte Verschleierung der Risken am Boden (Munitionsaltlasten)  und in der Luft (Vogelschlagrisiko) unkalkulierbar wachsen. Denn auch das Vogelschlagrisiko wurde bei der Durchsetzung des schlechtesten Standortes für den BBI bewusst und wissentlich in Kauf genommen! Die Verantwortlichen dieser fragwürdigen Flughafenpolitik haben sich offensichtlich dafür entschieden, die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Unfalls sogar in der dicht besiedelten Region um Schönefeld zu erhöhen. Dadurch droht die Gefahr dass noch mehr Opfer beklagt werden müssen, nachdem durch bisherige Abstürze und Havarien auf, an bzw. um den Flughafen Schönefeld seit 1956  232 Menschen ihr Leben lassen mussten! Die auf der BBI-Baustelle ums Leben gekommenen Bauarbeiter sind hierbei noch nicht berücksichtigt.

 

Comment » | Die Risiken am BBI-Standort

Der Munitionsskandal

November 4th, 2009 — 2:46pm


Die Munitionsaltlastenzeitbombe: Ein hochexplosiver Dialog zwischen Exekutive und Legislative ohne Aussicht auf Erfolg

Vom Totschweigen von Risiken und Gefahren auf Berliner Flughäfen

 

Nun endlich mache ich meine Ankündigung wahr und werde Teile meines Buchmanuskripts veröffentlichen, die durch den Verlagswechsel nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Hierbei handelt es sich in diesem Fall um den Munitionsskandal auf dem Flughafen Schönefeld, der bis zum heutigen Tag über keine Munitionsfreiheitsbescheinigung verfügt. Bereits vor Jahren hat der BVBB auf diese Misere aufmerksam gemacht. Ebenso weitete sich der Skandal bei der Beantwortung von Kleinen Anfragen aus, die ich für den Abgeordneten Freke Over im Abgeordnetenhaus von Berlin hierzu erarbeiten konnte. 

Mit der BBI-Eröffnung kommen also nicht nur neue Lärm- und Steuergeldlasten auf die Bürger der Länder Berlin und Brandenburg zu, sondern ebenso gibt es ja noch die unbewältigten Lasten, die recht vielfältig und umfassend sind: Altlasten! Gefährliche Munitionsaltlasten, die besonders auf dem Flughafen Schönefeld, aber auch auf dem Flughafen Tegel vor sich hin rotten.

In Schönefeld war bis zum Ende des 2. Weltkrieges die Rüstungsindustrie angesiedelt (Henschelwerke). Aus diesem Grund gab es dort auch konzentrierten Beschluss und Bombardements seitens der Alliierten sowie auch Flakabwehrstellungen. Seit dem „schlummern“ im Boden dieses Flughafens zehntausende Munitionskörper, so genannte Blindgänger, die jederzeit losgehen können.  Aus diesem Grund  versuchte die INTERFLUG den Flughafen Schönefeld bis Ende der  80ziger Jahre von den  Munitionskörpern zu beräumen. Der damit befasste Stab kam zu dem Schluss, wenn man das tun wolle, müsste der Flughafen geschlossen werden und ein Tagebauabraumbagger die Munition Schicht für Schicht bergen und vor Ort unschädlich machen. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt, der Flughafen nicht geschlossen, die Munition nicht beräumt und dann kam mit der Wende die prompte kriminelle Liquidierung der INTERFLUG. Aber es änderte sich auch nach der Wende nichts: Der Flughafen wurde wieder nicht geschlossen, es wurde kein Tagebauabraumbagger bestellt, den ja Herr Platzeck in den nächsten Dekaden dieses Jahrtausends noch zur Abbaggerung von Dörfern und Landschaften dringend benötigt. Vor allem wurde wiederum nicht die Munition beräumt, weshalb der Flughafen tatsächlich bis heute auch keine Munitionsfreiheitsbescheinigung besitzt! In der Regel ist die Praxis so, dass jedes Bauvorhaben im Brandenburgischen eine Munitionsfreiheitsbescheinigung benötigt. Ohne Prüfung und gegebenenfalls Beräumung des Geländes gibt es keine Munitionsfreiheitsbescheinigung und demzufolge auch keine Baugenehmigung. Aus diesem Grund verfügt der Flughafen Schönefeld auch nicht über eine im Land Brandenburg sonst übliche Munitionsfreiheitsbescheinigung. Das heißt, die Munition ist noch da und der Umgang der Politik mit diesen Altlasten ist eine Katastrophe und kann auch in diese führen!

Damit wird dieser Flughafen einerseits ohne Munitionsfreiheitsbescheinigung betrieben und nun andererseits zum BBI ausgebaut und danach betrieben. Auch die praktizierte punktuelle Beräumung der Munition während des BBI-Baus führt nicht dazu, dass der Flughafen  eine Munitionsfreiheitsbescheinigung erhält. Hier gilt also das Prinzip Hoffnung, dass „alles so gut läuft“ wie bei der unendlichen BBI-Pleiten-Pech&Pannengeschichte und nichts schief gehen kann, weil nichts schief gehen darf! Dieser Vorgang ist unglaublich, daher wird er mit einem mir vorliegenden Brief vom 08.11.1988 belegt. Zur besseren Lesbarkeit sind die Hervorhebungen von mir vorgenommen worden:

INTERFLUG                                                                                    Berlin, den 8.11.1988

Schutz und Sicherheit                                                                   1-3/07/gü-si/3020/   /36

 

                                                                                                          Bestätigt:

                                                                                                                      Dr. Henkes

                                                                                                                      Generalleutnant

Generaldirektor

 

Sachstandbericht zum Einsatz des Munitionsbergungsdienstes

 

Werter Genosse Dr. Henkes!

Auf der Grundlage des von Ihnen und von Genossen Generalleutnant Rausch bestätigten Maßnahmeplans vom 7.7.1988 werden die Arbeiten des Munitionsbergungsdienstes planmäßig fortgesetzt.

 

Die derzeitige Suche nach Munition und Sprengkörpern erfolgt auf der Basis des Investitionsgeschehens sowie nach Schwerpunkten, die aus der Erkenntnis der Forschungsarbeit dem Kabinett für Betriebsgeschichte zu Anlagen der ehemaligen Henschel-Werke sowie der Fliegererprobungsstelle des Reichsministeriums resultieren.

 

Dabei wird immer deutlicher, dass die generelle Freimachung des Flughafens Berlin-Schönefeld entsprechend der Vereinbarung vom 2. 5. 1988 zwischen Ihnen und dem Präsidium der Volkspolizei Berlin nicht durchführbar ist.

Auf faktisch jedem Quadratmeter aufgenommen Boden wird Munition gefunden.

 

Die Fundraten der letzten Monate:

Juni 1988                 113 Granaten

                                       4 Brandbomben

                                      36 Bruchstücke

Juli 1988              1.177 Granaten           

                                       5 Brandbomben

                                   524 Bruchstücke

August 1988         2.716 Granaten (beschussfähig)

                                       6 Brandbomben

                                   545 Bruchstücke

                                       7 Handfeuerwaffen

September 1988     173Granaten

                                       2 Brandbomben

                                     67 Bruchstücke                   

                                     16 Handfeuerwaffen

                                       2 lange Waffen………

 

Auch bei Einsatz weiterer Kräfte und Technik durch den Munitionsbergungs-dienst ist der Flughafen nicht komplett zu beräumen…….

Die Verstärkung der Kräfte des Munitionsbergungsdienstes wäre ab 1989 in jedem Fall erforderlich.

 

Gez. Günther

Leiter der Arbeitsgruppe

Entspricht dieses Schreiben über die gescheiterte Beräumung dieses extrem munitionsverseuchten Flughafens der Wahrheit? Und starten und landen 20 Jahre später immer noch die Flugzeuge auf diesem Pulverfass Berlin-Schönefeld?

Lassen wir am besten durch ein mir ebenfalls vorliegendes Schreiben des staatlichen Munitionsbergungsdienstes an das Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr vom 12.11.2003 die
Situation selbst beschreiben:

 

„Aus der Zahl der bisher gefundenen Kampfmittel auf die Menge noch zu bergender Kampfmittel zu schließen, ist nicht möglich……

Auf Grund von Kriegseinwirkungen und der militärischen Nutzung dieser Flächen geht vom Flughafengelände ein allgemein höheres Risiko durch eine mögliche Kampfmittelbelastung aus, als dies landesweit durch das im Land Brandenburg immer und überall vorhandene Grundrisiko anzunehmen ist. Die Ausfertigung von pauschalen Munitionsfreiheitsbescheinigungen für Baugenehmigungsverfahren ist daher nicht möglich…..“.

 

Für den Flughafen ist also ein höheres Risiko festzustellen, als das Grundrisiko im Land Brandenburg, weshalb keine Munitionsfreiheitsbescheinigung ausstellbar ist.

Auf einer derartig sensiblen Infrastruktur mit den höchsten Sicherheitsstandarts ist das Risiko am höchsten? Aber weiter in dem aufschlussreichen Text:

 

„Die aus einem Sachstandsbericht vom 08.11.1988 (Anlage 4) zum Einsatz des Munitionsbergungsdienst zitierte Feststellung, dass der Flughafen nicht komplett von Kampfmitteln zu beräumen ist (gemeint ist der oben angeführte Brief, F.W.), kann für das Jahr 2003  nicht angewendet werden. Es ist technisch heute kein Problem, alle Kampfmittel schadlos zu beseitigen“ (Ebenda).

 

Nun gut, wenn es früher ein technisches Problem war, warum wird es dann heute nicht getan? Ist man zu faul, hat keine Lust oder darf man es nicht? Schon der nächste Satz gibt uns aufklärende Antwort:

 

„In der aus Anlass des Inkrafttretens der Kampfmittelverordnung vom Ministerium des Innern des Landes Brandenburg am 28.12.1998 herausgegebenen Pressemitteilung (Anlage 5) wird auf die wegen ihres Alterns extreme Gefährlichkeit von Fundmunition hingewiesen. Schon bei der geringsten Berührung könnte eine Explosion ausgelöst werden.“

 

Das ist nun wieder sehr aufschlussreich! Weil die Munition so gefährlich geworden ist, sollte sie nach dieser Aussage, lieber auf dem Flughafen belassen werden, die allerdings nun technisch problemlos beräumt werden könnte! Zwar warnte der Munitionsbergungsdienst selbst vor einer zunehmenden Selbstauslösung von Munition, die in den letzten Jahren registriert wurde, aber diese macht offensichtlich um den Flughafen Schönefeld einen Bogen!

Wenden wir uns an dieser Stelle den verantwortungsvollen Antworten des Senats zu, denn die Senatsverwaltung gibt in den Antworten 2 Kleiner Anfragen von Freke Over aus dem Jahr 2004 zu militärischen Altlasten 15/11163 und 15/11464  das Vorhandensein höchstgefährlicher Munition auf dem Flughafen Schönefeld zu! Deshalb verfügt der Flughafen, der ja zum Großflughafen ausgebaut werden soll, über keine Munitionsfreiheitsbescheinigung und ist demzufolge ganz streng genommen illegal in Betrieb! Diese mittlerweile 60 Jahre alte verrottende Munition auf dem Flughafengelände ist sogar so gefährlich, dass immer wieder  „auf die wegen ihres Alters extreme Gefährlichkeit ….. hingewiesen (wurde bzw. wird). Schon bei der geringsten Berührung könnte eine Explosion ausgelöst werden. Bei im Erdboden liegender Munition, deren Zündmechanismen also nicht berührt werden können, ist eine Detonation nahezu unwahrscheinlich. Auch die von startenden und landenden Flugzeugen ausgehenden Bodenwellen sind wenig geeignet, die meisten Munitionskörper zur Detonation zu bringen“ siehe Kleine Anfrage 15/11464 (Alle Hervorhebungen in den Zitaten durch F.W.).

Die Senatsverwaltung versucht in den Antworten der kleinen Anfrage dieses enorme Risiko für Sicherheit und Ordnung auf dem Flughafen herunterspielen, indem sie argumentiert, dass es aus diesem Grunde „zweckmäßiger“ sei, die Munition  auf dem Flughafen liegen zu lassen. Denn es sei „nahezu unwahrscheinlich“, dass sie detonieren könne. Völlig überraschend ist hierbei die Schlussfolgerung, dass, die von Flugzeugen verursachten Bodenerschütterungen „wenig geeignet“ seien, die „meisten“ dieser verrotteten und hochexplosiven Munitionskörper zur Detonation zu bringen“. Übersetzt lautet die Senatsbotschaft nach den Grundregeln der klassischen Logik im Umkehrschluss, dass die Bodenerschütterungen nicht sehr dafür geeignet sind, über 50 % der Munitionskörper zur Explosion bringen zu können. Die Entschlüsselung dieser codierten Senatsbotschaft kann nur einen Lebensmüden kalt lassen! Aber sie lässt sich noch weiter decodieren: Die Bodenerschütterungen sind sehr gut dazu geeignet, bis zu 50 % der Munitionskörper zur Detonation zu bringen! Reicht denn nicht schon eine explodierende Bombe, die noch auf Hunderte Meter durch Splitter den Tank eines startenden Flugzeuges zerfetzt? Hat nicht ein kleines Metallteil gereicht, dass die Concordkatasrophe traurige Realität wurde, obwohl dieses Ereignis nahezu  unwahrscheinlich erschien? Und ist die Wucht einer detonierenden Bombe nicht sogar sehr gut dazu geeignet, andere Munitionskörper  ebenfalls zur Detonation zu bringen? Oder erst recht wenn ein havarierendes Flugzeug von der Start- und Landebahn abkommt?

Mit keinem Wort wird in den Antworten die Gefahr der Selbstauslösung von Munition erwähnt, die gerade durch den Verrottungsprozess mit steigender Wahrscheinlichkeit detonieren können. Munitionsexperten warnen, dass in Deutschland schon jetzt  jährlich Bomben dadurch zur Explosion kommen. Stattdessen wird von der Senatsverwaltung beschwichtigt, dass von den Flugbetriebsflächen keine Gefährdung ausgehe. Aber was ist mit dem Tanklager, welches auf einer Nichtflugbetriebsfläche des Flughafen Schönefeld steht?!  Gerade im Umfeld des Tanklagers liegen nachweislich heute noch hunderte Bomben!

In der Antwort auf die Frage 7 wird vor diesem Hintergrund  lakonisch festgestellt, dass  „eine pauschale  Munitionsfreiheitsbescheinigung für das gesamte Gelände weder erforderlich noch zweckmäßig“ sei (siehe Kleine Anfrage 15/11163).

Ist die Unzweckmäßigkeit und Nichterforderlichkeit einer Munitionsfreiheitsbescheinigung damit verbunden, dass die Beräumung der hochgefährlichen Munition gar nicht möglich war, schon gar nicht in der heißen Phase der juristischen Auseinadersetzungen um den BBI-Planfeststellungsbeschluss vor dem Bundesverwaltungsgericht?  Erfindet Berlin wieder eigene kostspielige und gefährliche Sonderreglungen zum abenteuerlichen Flughafenausbau, der nicht einmal eine Munitionsfreiheitsbescheinigung hat und damit  wohlmöglich illegal arbeitet? Denn wenn tatsächlich etwas passieren würde, wäre es durch einen „wissentlichen und legalen“ Tatbestand ausdrücklich gebilligt und verursacht worden.

Die Senatsverwaltung von Berlin gibt also das Vorhandensein hochexplosiver Munition auf dem Flughafen Schönefeld zu, deren Beräumung zu gefährlich ist!

Auch wenn der Träger des Vorhabens, die FBS, im Anhörungsverfahren zum Planfeststellungsverfahren vom 14.06.2002 in einer Stellungnahme darauf hinweist, „dass vor Beginn von Baumaßnahmen die Sondierung und Beseitigung von Rüstungsaltlasten durch den staatlichen Munitionsbergungsdienst erfolgt sein würde“ (Siehe S.346 Stellungnahme. Ergebnis des Anhörungsverfahrens vom Landesamt für Bauen, Verkehr und Straßenwesen) ist dies wieder nur punktuell oder findet nur in Ausnahmefällen statt. Warum auch, es gibt genug zu verheimlichen und Schönefeld ist nicht der einzige mit Munition verseuchte Flughafen in oder bei Berlin: ebenso Tegel! Aber da in Berlin alles streng geheim ist, hielt der Senat ein Gutachten zum auf dem Flughafen Tegel lagernde Kriegsmunition geheim:

 

„Mehr als drei Jahre hat der Senat ein Gutachten unter Verschluss gehalten, dass erhebliche Zweifel an der Sicherheit des Flughafen Tegels aufkommen lässt“ (Berliner Morgenpost vom 16. Dezember 2008).

 

Auch die Welt widmet diesem höchst brisanten Thema einen ausführlichen und aufklärenden Artikel:

 

„Senat hielt G
utachten unter Verschluss, das “flächendeckende Kampfmittelräumung” empfiehlt!

Der Berliner Senat hat offenbar seit Oktober 2005 ein Gutachten unter Verschluss gehalten, das vor Munition aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände des Flughafens Tegel warnt. Diese soll unter sowie neben den Start- und Landebahnen liegen. Auch die Rollwege sind betroffen. Das Gutachten, das dieser Zeitung in Teilen vorliegt, kommt zu dem Schluss, dass dadurch der Flugverkehr gefährdet wird: “In den Sicherheitsbereichen der Start-, Lande- und Rollbahnen besteht im Falle einer Havarie mit Eingriff in den Boden die Möglichkeit der Umsetzung von im Boden befindlichen Kampfmitteln.”

Das bedeutet, dass ein Flugzeug, das unglücklich landet und mit dem Fahrwerk im Erdreich neben den Bahnen aufkommt, Munition zur Detonation bringen könnte.

Das Gutachten, das von dem auf Altlastenmanagement und -bewertungen spezialisierten Berliner Ingenieurbüro Döring im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erstellt wurde, stellt auch fest, dass ein “objektives Gefahrenpotenzial bei Mäh- und Landschaftspflegearbeiten mit Eingriffen in den Boden” aufgrund “oberflächennaher Spreng- und zündkräftiger Munition” besteht. Empfohlen wird die “flächendeckende Kampfmittelberäumung aller nicht versiegelter Flächen”. Doch dies hätte erhebliche finanzielle Folgen für die Berliner Flughäfen und damit auch für den Bau des neuen Hauptstadtflughafens BBI. Denn der Flughafen Tegel ist mit seinen mehr als 135 000 Starts und Landungen pro Jahr der lukrativste für die Flughafengesellschaft. Die Sperrung einer Startbahn würde die Kapazität laut Fachleuten um 20 bis 30 Prozent einschränken.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bestätigte gestern die Existenz des Gutachtens. Zur Munitionsbelastung der Start- und Landebahnen wollte sie allerdings keine Stellungnahme abgeben. Die Flughafengesellschaft behauptet, das Gutachten nicht zu kennen…..

Das Gutachten mit dem Titel “Testfeldbeprobung – Kampfmittelräumung auf dem Flughafen Berlin-Tegel – Gefährdungsabschätzung” umfasst knapp 70 Seiten. Von Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hieß es gestern, dass das Gutachten zu dem Schluss komme, dass es keine “unmittelbare Gefährdung des Flugbetriebes” gebe, aber empfohlen werde, die Kampfmittelsuche fortzusetzen“ (Die Welt vom 17. Dezember 2008).

 

Also wieder das typische Herunterspielen von Gefahren und Risiken durch den Senat, es gäbe „keine unmittelbare Gefährdung des Flugbetriebes.“

Ergo versus offensichtlich eine mittelbare! Mittelbar bedeutet im logischen Sinne, dass das Eintreten eines Ereignisses durch Mittel, ein Instrumentarium, Medium oder ein anderes Ereignis ausgelöst werden kann, z.B. dann, wenn ein Flugzeug von der Start- und Landebahn abkommt. Doch weiter im Text des aufschlussreichen, sehr gut recherchieren Artikels von Katrin Schoelkopf:

 

Zu der Gefahrensituation auf und neben den Start- und Landebahnen sowie den Rollwegen machte Abel keine Angaben. Auch der Flughafen verwies gestern lediglich auf die Anweisung der Senatsverwaltung zur Anzeige von geplanten Bauarbeiten auf dem Flughafen. Nach Informationen dieser Zeitung wurden allein beim Bau des neuen Terminals C in Tegel 7,5 Tonnen Munition geborgen….“

 

Alleine dort 7,5 Tonnen! Und nun wird es wieder typisch:

 

„Zu dem Gutachten wollte sich Flughafensprecher Ralf Kunkel gestern nicht äußern, da “wir das Gutachten nicht kennen”“ (Ebenda).

 

Sie kennen es nicht!? Denn die Testbohrungen wurden Tag für Tag in der Nacht heimlich durchgeführt und nicht einmal der Sicherheitsdienst hat es auf dem Hochsicherheitsgelände bemerkt! Eine bravouröse Leistung! Oder wurde es sogar  vor der FBS geheim gehalten, nachdem sie ihre Genehmigung für die Untersuchungen auf dem Flughafengelände gegeben hatten. Oder wollten sie es vielleicht gar nicht wissen, weil sie es sowieso wussten? Alles ist möglich!

 

„Fachleute vermuten, dass der Senat das brisante Gutachten bisher unter Verschluss hielt, um die Schließung des Flughafens Tempelhof nicht zu gefährden. Denn: Sollten die Landebahnen in Tegel saniert werden, fehlt Runway-Kapazität, die Tempelhof bieten würde.“

 

Das liegt auf der Hand und ist logisch: Es wird das Leben der Passagiere in Tegel aufs Spiel gesetzt, damit die Tempelhofschließung nicht gefährdet wird. Und Tempelhof sollte ja angeblich immer frühzeitig geschlossen werden, damit der BBI juristisch nicht gefährdet sei. Das ist zwar wieder einmal eine glatte Lüge, weil das in keinem Gerichtsurteil so steht! Dafür ist es aber auch eine Wahrheit, dass der Flughafen Schönefeld mindestens genauso intensiv mit Munition belastet ist wie Tegel, wenn nicht noch mehr. Und in diesem Kontext ist es ausgeschlossen, dass Schönefeld saniert wird, um BBI erst recht nicht zu gefährden! Es ist ein Spiel mit dem Feuer auf einem Pulverfass, wenn der vielleicht einzige kampfmittelfreie Flughafen Tempelhof geschlossen wird und daher die anderen Flughäfen nicht saniert werden! Denn es kann „auch sehr teuer werden, wenn der Ernstfall eintritt, denn laut Gutachten besteht für die Eigentümer der Berliner Flughafengesellschaft und die Eigentümer der Flughafengrundstücke ein „besonders hohes wirtschaftliches Risiko, da die möglichen Schäden aus Munitionsdetonationen kein Bestandteil der Versicherungsverträge sind“. Alexander Döring, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Döring, dass das Gutachten für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erstellte, wollte sich gestern nicht zu den Inhalten seines Gutachtens äußern und verwies an die Senatsverwaltung und deren zuständige Abteilung 10“ (Ebenda).

 

Er darf natürlich nichts sagen, da ja nachvollziehbarer Weise alles wie bei den BBI-Verstrickungen streng geheim ist und der Geschäftsführer sonst keinen Auftrag mehr von Berlin bekommen würde! Aber weiter zur Brisanz des Gutachtens:

 

„Dass das Gutachten eine gewisse Brisanz birgt, zeigt nicht nur der Fall des Siegerland-Flughafens in nordrhein-westfälischen Burbach. Dort explodierte am 28. September 2000 auf dem Rollfeld eine Bombe, wenige Minuten, nachdem eine Passagiermaschine an derselben Stelle gelandet war, und knapp 20 Stunden vor der beabsichtigten Landung eines Flugzeugs mit der niederländischen Königin Beatrix an Bord“ (Ebenda).

 

Und dann gibt es ja noch die Kosten, die auf den stetig und emsig sparenden Senat zukommen würden:

 

„Die Sanierung einer Bahn bei kompletter Stilllegung würde nach Ansicht von Experten mindestens vier Wochen dauern. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, die 3000 und 2400 Meter langen Start- und Landebahnen in der Nachtzeit, wenn Flugverbot zwischen 23 und 5 Uhr besteht, schrittweise zu sanieren. Das aber wäre nach Ansicht von Experten “gigantisch teuer” und würde Monate bis Jahre dauern. Im Gespräch sind zweistellige Millionensummen“ (Ebenda).

 

Aber es geht, wie es der Flughafen Frankfurt durch die nächtliche Beräumung der Munition praktiziert hat!

Und wie wird mit den Abgeordneten umgegangen, die aufklärendes Licht in das gefährliche Dunkel bringen wollen?

 

„Bislang war auf Anfragen des Bundestagsabgeordneten Markus Löning (FDP) zur Munitionsbelastung Tegel beim Bund wie auch beim Land Berlin stets bestätigt worden, dass es keine generelle Kampfmittelbefreiungsbescheinigung für den Flughafen Tegel gibt. „Das Vorhandensein von Kampfmitteln auf einzelnen bisher nicht beräumten Flächen“ wurde vom Bundesfinanzministerium bestätigt…..

Auf die Frage aber, wie die Bundesregierung die Gefahr einschätzt, dass mit der Zunahme des Flugverkehrs im Zuge des Flughafenausbaus die Wahrscheinlichkeit einer Explosion bisher nicht gefundener Munition steigt, erhielt der Abgeordnete vom Bund keine Antwort. Von Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hieß es im Au
gust dieses Jahres, Gefahr bestehe nur bei Tiefbauarbeiten.

Im Oktober hatte sich Löning dann an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gewandt und um eine Einschätzung der Gefährdungslage in Tegel gebeten, weil er die Situation als besorgniserregend einschätze. Wowereit teilte in einem Brief dem Abgeordneten Löning mit, dass er dessen Einschätzung nicht teile. Das Land Berlin habe „bereits in der Vergangenheit alles unternommen, um Gefahren im Bereich des Flughafens weitestmöglich auszuschließen und werde dies auch in Zukunft tun“, hieß es in Wowereits Schreiben. So sei der Flughafen im Auftrag des Bezirks Reinickendorf in den Jahren 1969 bis 1981 nach Kampfmitteln untersucht worden. In unmittelbarer Nähe zu Rollbahnen und Taxiways sowie auf den von den französischen Streitkräften genutzten Flächen habe aus Sicherheitsgründen allerdings nicht gesucht werden können, so Wowereit. Vom besagten Gutachten war keine Rede“ (Ebenda). 

Wahrscheinlich kannte er das Gutachten als Aufsichtsratsvorsitzender der FBS auch nicht. Oder hat vergessen, dass es existiert: Es ist immer das gleiche Muster des Abwiegelns, Verharmlosens, Verdrängens und Geheimhaltens.

Dabei drängt sich immer mehr die an Brisanz nicht zu überbietende Frage auf, wann das Schönefeldgutachten bekannt wird, das vielleicht weder die FBS noch die Senatsverwaltung kennt und unter Verschluss eines Panzerschrankbesitzers liegt, der es ebenfalls keinesfalls veröffentlichen darf? Und welche Ergebnisse beinhaltet das höchstbrisante Geheimgutachten der Munitionsverseuchung auf dem Flughafen Schönefeld? Und wann kommt die Wahrheit scheibchenweise oder explosionsartig an die Öffentlichkeit, nach dem der Senat nun ein bisher zurückgehaltenes Munitionsgeheimgutachten für Tegel zugegeben hatte? Auch diese Verantwortungslosigkeit hat System und bringt es auf die Spitze!

 

Der Abgeordnete Freke Over und ich versuchten im Abgeordnetenhaus diese Spirale des Schweigens, des Totschweigens tödlicher Gefahren auf dem Flughafen Schönefeld zu durchbrechen und haben alle uns bekannten Behörden angeschrieben, die mit Flugsicherheit befasst oder auf diese angewiesen sind (siehe hierzu folgendes Schreiben). Das Resultat war erschreckend: Kein einziges Schreiben der wenigen Antworten stellte in Aussicht, den Vorgang ernst zu nehmen oder ihn weiter zu untersuchen. Bestenfalls haben die Adressaten beim Flughafen angefragt, was denn an diesem unglaublichen oder „unglaubwürdigen“ Vorgang dran sei und wurden vielleicht in der hier dargestellten Manier von der Pressesprecherei etc. nach dem Motto „ruhig gestellt“:„Da sei nichts dran! Das seien nur ein paar Spinner.“ Freke Over (MdA)

Niederkirchner Straße 5

10111 Berlin

 

 

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Robert Schumann Platz 1

Postfach 20 01 00

D-53175 Bonn

 

Betrifft: Gefahren durch Munitionsaltlasten auf dem Flughafen Schönefeld!

 

                                                                                                                      Berlin, 09.09.2004

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

aus der Beantwortung meiner beiden  Kleinen Anfragen 15/11163 vom 24.02.2004 und 15/11464 vom 22.06.2004 zum Thema „Militärische Altlasten“ auf dem Flughafen Schönefeld durch den Senat von Berlin erhärtet sich aus der Analyse der Antworten mein Verdacht, dass infolge hochexplosiver Munition auf dem Flughafen Schönefeld Gefahr in Verzug ist und die Sicherheit des Flugverkehrs gefährdet zu sein scheint. Ich erbitte daher die  Prüfung dieses Sachverhaltes, weil alleine aus der Analyse der teilweise ausweichenden Antworten der Tatbestand der Gefährdung der Sicherheit des Luftverkehrs  ableitbar ist.

 

Schon die Schlussfolgerung der Antwortenden, dass trotz fehlender Munitionsfreiheitsbescheinigung keine Gefährdung von Sicherheit und Ordnung vorliegt, erweckt bei mir Befremden. Noch schlimmer wirkt die Schlussfolgerung auf mich, dass die Bergung der Munition durch Fremdauslösung (gemeint ist durch den Munitionsbergungsdienst) so gefährlich ist, dass es besser sei, sie liegen zu lassen, wodurch deren Detonation dadurch „nahezu unwahrscheinlich“ ist. Gleichzeitig wird in den Antworten die erstaunliche Behauptung aufgestellt, dass die Fremdauslösung durch Bodenerschütterungen von Flugzeugen „nicht geeignet“ sind, die „meisten Munitionskörper zur Detonation zu bringen“. Reichen denn nicht schon einige, wenige oder gar eine, um eine Katastrophe auszulösen? Von Selbstauslösung der Munition auf dem Flughafen Schönefeld ist in der Beantwortung der Kleinen Anfrage gar keine Rede! Stattdessen wird behauptet, dass von den Flugbetriebsflächen keine Gefährdung ausgehen kann, ohne ins Kalkül zu ziehen, dass z.B. eine detonierende 250 Kilo-Bombe bis zu 1000 m den Tank eines auf dem Rollfeld abgestellten oder startenden bzw. landenden Flugzeug durch Splitter zur Explosion bringen kann. Ich denke in diesem Zusammenhang an die  Concordekatastrophe, die nur durch ein kleines Metallteil auf der SLB ausgelöst wurde.

In mehreren kritischen Punkten  wurde die Antworten der FBS (Flughafen Berlin Schönefeld GmbH) unbewertet, ungeprüft durch den Senat von Berlin wieder gegeben, wodurch viele Antworten  die  Struktur einer doppelten Befangenheit widerspiegeln. Hierdurch entsteht der Eindruck, dass etwas bagatellisiert werden soll, was allerdings fatalste Konsequenzen haben kann.

Aus diesem Grunde bitte ich Sie, den Sachverhalt entsprechend seiner Tragweite angemessen zu prüfen. Da ich nach dem bisherigen Wissensstand davon ausgehen muss, dass Gefahr in Verzug und die Sicherheit des Luftverkehrs gefährdet ist gehe ich ebenso davon aus, dass Sie von Amtswegen Maßnahmen einleiten werden, um mögliche Gefährdungen auf dem Flughafen Schönefeld auszuschließen.

Ferner möchte ich mich schon jetzt bei Ihnen für Ihre Unterstützung bedanken und erbitte eine der Sache angemessene und zeitnahe Antwort auf meinen Brief.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Freke Over

 

Anlagen:        Auswertung der Kleinen Anfragen 15/11163 und 15/11464 zu   

militärischen Altlasten  auf dem Flughafen Schönefeld

 

                        Kleine Anfrage 15/11163 vom 24.02.2004

 

                        Kleine Anfrage 15/11464 vom  22.06.2004

 

Verteiler

 

Bundesministerium für Verkehr, Bauen

und Wohnungswesen

 

Bundesministerium für Umwelt,

Naturschutz und Reaktorsicherheit

 

Bundesministerium des Innern

 

Bundesaufsichtsamt für Luftverkehr

Vereinigung Cockpit e.V.

Board of Airline Representatives in Germany e.V.

Arbeitsgemeinschaft deutscher Verkehrsflughäfen

ICAO Deutschland/ Referat LS 13

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen

Landesamt für Bauen, Verkehr und Straßenwesen

des Landes Brandenburg

 

Landesumweltamt Brandenburg

 

 

 

 

 

 

 

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