Category: BBI-Baustopp sofort


Bricht nun bald das System der BBI-Spekulationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Auch wenn Air Berlin nun vorerst gerettet wurde? (Teil 5)

Februar 10th, 2012 — 12:49pm

In Teil 4 berichtete ich wieder (wie oft eigentlich schon?) zu den dramatischen Turbulenzen bei Air Berlin, indem ich einen sehr gut recherchierten Artikel des manager magazins auf diesem Blog verlinkte und kommentierte. Der angekündigte gigantische Auftritt von Air Berlin auf dem BER ist ein gewichtiger Teil der umfassenden BBI-Spekulationen. In der Prognose bzw. Rechnung der Flughafengesellschaft und deren Gesellschafter ist jedoch weder die zu erwartende Bruchlandung von Air Berlin, noch das von der IATA prognostizierte Schreckensjahr 2012 eingepreist.  Beide Aspekte hängen logischer Weise eng miteinander zusammen. Bei der FBB wird hingegen Friede, Freude, Eierkuchen geheuchelt, wonach Air Berlin expandiert und es in 2012 keinen Einbruch im Luftverkehr geben wird.

Wie in Teil 3 bereits herausgearbeitet, sind diese von Schwarz erhofften Umsatzsprünge völlig unrealistisch, weil an diesem Billigfliegerstandort jede Erhöhung der Flughafengebühren kontraproduktiv wäre. Und in Abwesenheit eines Drehkreuzes  wird das erwünschte Non-Aviation-Umsatzplus extrem ernüchternd ausfallen. Zur Erinnerung: Der gegenwärtige Mann mit den Koffern und Herr der Komparsen, FBS-Chef Schwarz, hatte vor Kurzem tatsächlich einen in Kürze zu erreichenden Non-Aviation-Anteil von 50 % angekündigt, was wieder einmal nicht durch die Presse zum Anlass der Kritik oder des Hinterfragens genommen wurde. Und weil derartige Entwicklungen in Abwesenheit eines Drehkreuzes am Standort Schönefeld ausgeschlossen sind und es in der heutigen Zeit kein 3. deutsches Drehkreuz geben wird, müssten dann wieder die Flughafengebühren angehoben werden,  was dazu führt, dass in diesem armen Einzugsgebiet des BBI noch weniger geflogen oder auf andere Flughäfen ausgewichen wird. Die preisbewussten Passagiere sind natürlich ausgesprochen preissensibel…..Ebenso die Low Cost Carrier.

Also, alles nur heiße Luft kann man sagen, oder besser ist heute zu sagen: Die Umsätze gehen in den Keller und denen steht das Wasser tatsächlich bis zum Hals……(es wurde hier auch über die Überflutung der SLB und der BER-Keller berichtet……).

Nach den Aussagen der FBB (ehemals FBS, die wiederum aus der ehemaligen BBF hervorging und man muss jetzt nur die Buchstaben der ersten Version rückwärts lesen, dann ist wieder alles, aber sehr teuer beim Alten) wird aus einem Vorjahresüberschuss in Höhe von 4 Mio. € (also in 2010) ein Verlust in Höhe von 70 Mio. € im Jahr 2011: Und dieser Verlust klettert laut Geschäftsbericht (Seite 81)  dann weiter auf 127,6  Mio. € in 2012. So versteckt man die tatsächlichen Verluste oder manipuliert diese, da die unterstellten Umsatzsprünge nie und nimmer realisierbar sind (FBB-Chef Schwarz erträumt sich also für 2012 einen Umsatzsprung in Höhe von  42 % gegenüber 2010). Bei diesem Umsatzplus von 100 Mio. € entsteht also plötzlich auf der Minusseite im Jahr 2012 innerhalb eines halben Jahres des  BER-Betriebes ein Verlust in Höhe von 127,6 Mio. € . Nicht auszudenken was passiert, wenn dann der BER in 2013 ganzjährig im Einsatz ist und die Umsätze um 200 Mio. € steigen würden. Entstehen dann plötzlich Jahresverluste in Höhe von 200 Mio. €?! Einen Outlook für das Jahr 2013 wollte der FBS-Chef auf Nachfrage jedenfalls lieber nicht geben…..Wäre der BER aber aus diesem Verlustzone heraus, hätte er es jedoch getan. Anhand dieser FBB-Zahlen können wir nur ahnen, warum der Businessplan des staatlichen und nicht privatisierbaren Großflughafens so absolut streng geheim ist. Wer den liest, darf nicht petzen….Am besten nach dem Lesen gleich vergessen, was man gelesen hat.

Fakt ist, dass man mit dauerhaften Verlusten von mindestens 200 Mio. EURO pro Jahr rechnen muss. Konservativ gerechnet, weil diese Umsatzsprünge mit der geplanten Erhöhung der Gebühren und diese unterstellten Non-Aviation-Sprünge mit Sicherheit nicht eintreten! Die drastische Erhöhung der Flughafengebühren hätte dann natürlich wieder zur Folge, dass weniger Passagiere auf dem Verlustflughafen BER einchecken würden. Inmitten der Armutsmetropole werden diese höheren Gebühren trotz der von Platzeck verordneten künstlichen BBI-Monopolstellung zu purem Gift. Denn dieser kreditfinazierte Verlust-BER wird nach dessen Inbetriebnahme immer noch von Billigfliegern dominiert! Und das ist ein weiteres Moment der Spekulation: Die stagnierenden oder gar einbrechenden Umsätze werden darüber hinaus auch noch von dem für die Kredite aufzubringenden Schuldendienst in den Abgrund gerissen.

Fazit: Vor dem Hintergrund, dass die fetten Jahren vorbei sind, kann ich auf folgendes treffendes  Zitat aus meinem Buch auf Seite 120 verweisen:

„Bei Stagnation pegelt sich der Umsatz auf 250 Mio. Euro ein, der mit ca. 21 Mio. Passagieren realisiert wird. Da der Umsatz nur unwesentlich höher ist als der Schuldendienst bzw. die Rückstellungen für diesen, müssten die oben geschätzten Verluste in Höhe von 200 Mio. Euro und der Schuldendienst mit 226 Mio. Euro jährlich über die zu erhebenden Flughafenentgelte ausgeglichen werden“.

Und bei den Verlusten durch die minimalen Billigfliegereiumsätzen und dem zusätzlichen Schuldendienst für die BBI-Kredite müssten die Flughafengebühren so schwindelerregend hoch sein, dass man den BBI lieber gar nicht erst eröffnen sollte. Die BBI-Spekulation besteht also in einem Satz gesagt darin, dass der kreditfinanzierte BER als LCC-Flughafen dauerhaft Verluste einfliegen wird und seinen  Schuldendienst durch diese minimalen Billigfliegereiumsätze erst recht nicht  leisten können wird! Bei dieser Rechnung sind allerdings die wahren Kosten des Lärmschutzes noch gar nicht berücksichtigt, auf die der BVBB aufmerksam macht und die den BBI ganz unabhängig davon in die Pleite treiben könnten (Hier der Link).

Während die BBF damals bereits pleite war und durch den Steuerzahler entschuldet werden musste (Baufeld-Ost-Skandal) trifft das für die FBB erst Recht zu: Die kann man dann aber nicht mehr entschulden. Denn Berlin ist ebenfalls pleite! Ausserdem wollen die Geberländer für den hochdekadenten Berliner u.a. (Lärm)luxus nicht mehr zahlen. Und schließlich greift dann auch noch die Schuldenbremse. Vorausgesetzt, dass der Crash nicht noch vorher kommt! Deshalb soll FBB-Chef Schwarz seine Koffer wieder abziehen und sofort einen Baustopp verfügen. Und dann seinen Hut nehmen!

 

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Bricht nun bald das System der BBI-Spekulationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? (Teil 4)

Februar 7th, 2012 — 1:25pm

 

Im Teil 1 dieser Reihe berichtete ich über die komplexen BBI-Spekulationen, wonach der künftige BER auf die hochverschuldete Air Berlin setzt und Air Berlin wiederum auf den völlig maroden BER. Unabhängig davon hatte ich auf diesem Blog schon mehrfach über die ausweglose Lage der hochspekulativen Politik von Air Berlin berichtet, die auch noch expansiv, schon tödlich mit dem BBI verquickt ist. Daher muss ich unbedingt auf einen heute beim manager magazin erschienenen sehr aufschlussreichen Artikel verweisen, wonach es Air Berlin trotz aller Sparprogrämmchen und Etihad-”Rettung” immer noch nicht gut geht! Und zwar eigentlich sehr schlecht! In Wirklichkeit aber nicht nur eigentlich, sondern wirklich dramatisch: trotz dem beizutretenden Bündnis Oneworld (oder gar weil), “trotz” Mehdorn und natürlich auch “trotz” BBI/BER/WBA.

“Lieber als den Ernst der Lage beschwört der spät Berufene (Captain Mehdorn, F.W.) die verheißungsvolle Zukunft, etwa den großen Auftritt am neuen Hauptstadt-Flughafen Willy Brandt.”

Hier der Link! UNBEDINGT LESEN!

Der Artikel ist sehr gut recherchiert und muss nicht weiter kommentiert werden. Er nennt das Kind Hunolds konsequent beim Namen und gibt einen Ausblick darüber, dass Air Berlin in Turbulenzen bleibt: und das in einem von der IATA vorhergesagten Schreckensjahr 2012!

Für Air Berlin werden dann natürlich wieder die anderen schuldig sein. Wahrscheinlich dann auch der BER, weil er viel zu spät öffnen  soll und viel zu teuer für Air Berlin werden wird. Aber diese Aussage ist nichts neues auf diesem Blog und ist auch in meinem Buch von 2009 nachzulesen. Dann gute Nacht Air Berlin! Hat denn der Hunold nicht noch eine Klage  gegen das Nachtflugverbot am BBI zu laufen?

 

 

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Der EURO vor dem Zusammenbruch: II. Aktionskonferenz gegen den EURO-Wahn

Februar 2nd, 2012 — 8:06am

Am Samstag den 18.02.2012 findet in Berlin-Adlershof die II. Aktionskonferenz gegen den EURO-Wahn statt. Wie zur I. Konferenz in Schöneweide werden

dort wieder prominente Referenten auftreten. Mit Sicherheit wieder eine höchst interessante Veranstaltung, zu der Bürger gegen den EURO-Wahn aufgerufen

und eingeladen werden.

Veranstalter ist COMPACT des Kai Homilius Verlages, also dort wo mein Buch erschienen ist.

Ich selbst kann wegen anderer wichtiger Termine LEIDER  nicht dabei sein.

Hier der Link

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Pressekonferenz zur EU-Beschwerde wegen fehlender UVP im Planfeststellungsbeschluss

Januar 26th, 2012 — 9:47am

Presserklärung der GRÜNEN LIGA Berlin e.V vom 26.01.2011

 

EU-Beschwerde wegen fehlender Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) im Planfeststellungsbeschluss für den Flughafen Berlin-Brandenburg- International.

 

Die GRÜNE LIGA Berlin e.V. wird gemeinsam mit der Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI) EU-Beschwerde gegen die Festlegung einer Flugroute über den Müggelsee durch das Bundesamt für Flugsicherung (BAF) erheben.

 

Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) hatte einen zuvor eingegangenen Antrag zur Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses wegen einer nicht vorhandenen Umweltverträglichkeitsprüfung abgelehnt.

 

„Ohne eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist die sogenannte Müggelseeroute de facto rechtswidrig, da über besonders schützenswerte Flora-Fauna-Habitat-Gebiete geflogen werden soll. Die Folgen wären erhebliche Beeinträchtigungen oder gar deren Zerstörung,“ so Frank Welskop von der GRÜNEN LIGA Berlin. „Im Übrigen ist der Müggelsee ein sehr wichtiges Berliner Trinkwassergewinnungsgebiet, zumal in Berlin weit über die Hälfte des Trinkwassers über Uferfiltrat aus Oberflächengewässern gewonnen wird. Dagegen werden wir nun rechtliche Schritte ergreifen.“

 

Auch bei den Flugrouten gen Westen über Rangsdorf in Brandenburg würden FFH-Gebiete davon betroffen sein. Bei beiden Flugrouten ist darüber hinaus ein hohes Vogelschlagrisiko vor allem bei großen Vögeln (z.B. Kranichen) zu erwarten, die dort wiederum ihre Fressplätze und Vogelflugrouten haben. Das betrifft vor allem die Flugroute über Rangsdorf.

 

Die völlig absurden Flugrouten inklusive Müggelseeroute über Vogelschutzgebiete, FFH-Gebiete, Erholungsgebiete und Wohngebiete sowie innerstädtische Lagen sind Spiegel des völlig politisch willkürlich gewählten Standortes Schönefeld. Durch die jahrelange staatliche Verheimlichung der tatsächlichen Flugrouten wurde nicht nur keine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen, sondern fühlen sich sehr viele Bürger infolge der Flugroutentäuschung durch den Vorhabensträger, die Flughafengesellschaft und deren Gesellschafter betrogen.

 

Die GRÜNE LIGA Berlin e.V. ist ein parteienunabhängiges, offenes Netzwerk ökologischer Bewegungen. Wir sind als anerkannter Umweltverband keine Flugroutendesigner, sondern waren schon immer ein entschiedener Standortgegner des BBI, der nun am ungünstigsten aller Standorte trotz dessen negativer Bewertung im Raumordnungsverfahren von Jahr 1994 in Schönefeld gebaut wird. So hat die GRÜNE LIGA Berlin e.V. ausgesprochen kritische Stellungnahmen zu den Anhörungsverfahren des Planfeststellungsverfahrens und des ergänzenden Planfeststellungsverfahrens zum Nachtflug vorgenommen sowie gegen die völlig a-ökologische Schienenostanbindung zum BBI geklagt. Erst kürzlich hat die GRÜNE LIGA Berlin die Volksinitiative zum Nachtflugverbot unterstützt und wird das auch beim Volksbegehren weiter tun.

 

Dr. Frank Welskop, Bundeskontaktstelle Luftverkehr der GRÜNEN LIGA, Tel.: 0177/363 16 54, frank.welskop@grueneliga.de

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Informationen zu meinem Blog und zu verschiedenen Terminen

Januar 20th, 2012 — 5:54am

Wegen eines mehrtägigen Seminars wird es die Fortsetzungstexte zur BBI-Spekulation erst Ende der nächsten oder Anfang der übernächsten Woche geben. Zur Zeit gibt es unglaublich viele und auch sehr unterschiedliche BBI-Aktivitäten!

In der nächsten Woche werde ich u.a. die letzte Buchlesung aktualisieren, die am 28.01. in der  Kulturgießerei in Schöneiche stattfindet.  Weil in den letzten Monaten extrem viel geschehen ist, muss auch viel aktualisiert werden. (der Ankündigungstext noch mal dazu unten)

Weiterhin möchte ich darüber informieren, dass Frontal 21  am Dienstag den 24.01. einen Beitrag zum Thema BBI/BER ausstrahlt. Die haben mit mir ausgiebig zum Thema BBI am falschen Standort Schönefeld und zu dessen künftiger Unwirtschaftlichkeit  gedreht. Jedenfalls wurde ich ausschließlich zu diesem Thema interviewt. Was in diesem 5 oder 6 Minutenbeitrag insgesamt kommen wird (inklusive  Schallschutzthematik) vermag ich nicht einzuschätzen Die Sendung läuft auf ZDF ab 21 Uhr.

Am Donnerstag wird es bei uns in der Geschäftsstelle der GRÜNEN LIGA Berlin um 10 Uhr eine Pressekonferenz zu einer neuen EU-Klage gegen  den bzw. zur Aufhebung des BBI-Planfeststellungsbeschlusses geben. Hierzu werde ich mit einer entsprechenden Pressemitteilung auf meinem Blog  informieren.

Weil ich gerade beim Informieren bin: Zur Zeit habe ich das neue BBI-Buch auf Eis gelegt, weil mir einfach die zum Schreiben Zeit fehlt (1/3 ist da und der Rest ist bereits gut strukturiert). Auf alle Fälle wird bis zur angekündigten Eröffnung des BBI zu dieser Thematik weiterhin auf diesem Blog informiert. Falls der BER tatsächlich am 03.06.2012 eröffnet ist die Zukunft und der Inhalt des Blogs völlig ungewiss, obwohl es dann andere äußerst interessante Projekte geben könnte, zu denen ich auf diesem Blog bisher  nichts veröffentlicht habe.

Wenn der BER tatsächlich eröffnen sollte wird es eine neue Qualität des Schuldenmachens in Berlin geben und die sich Berlin dann erst recht nicht mehr leisten kann. Inzwischen braut sich, wie schon öfters auf diesem Blog berichtet, in Bayern was zusammen: Die haben nämlich keinen Bock mehr für den Unsinn und Luxus in der Hauptstadt die Berliner Schulden zu schultern: Denn für Bayern ist Berlin ein deutsches Griechenland!

Im Übrigen gibt es nun Gerüchte, dass am Montag der Staatsbankrott für Griechenland kommt. Berlin wäre auch schon lange pleite, wenn die Stadt/das Land nicht ständig subventioniert werden würde……

Ihnen eine schönes Wochenende

Frank Welskop

 

Hier die Ankündigung zur Lesung in der Kulturgießerei in Schöneiche

28.01.2012 | 19:00 Uhr
DIE LETZTE LESUNG in der Kulturgießerei in Schöneiche

28.1.2012 in der Kulturgießerei in Schöneiche 19.00 Uhr

Letzte Lesung/Vortrag zum Buch von Dr. Frank Welskop „BBI  - ein neuer Berliner Bankenskandal?“

Musikalische Umrahmung: Dreistimmige Inventionen von J.S. Bach, gespielt von Gunhild Hoelscher - Violine

Anne-Kathrin Weiche – Violine

Ray Würzebesser – Violoncello

Herr Welskop beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Fehlplanung des BBI/BER am Standort Schönefeld, der nach Pleiten, Pech und Pannen im Jahr 2012 viel zu spät in Betrieb gehen soll. Er kommt in seinem Buch zu dem Schluss, dass der unprivatisierbare BBI/BER am Standort Schönefeld mit seiner Billigfliegerdominanz nicht rentabel arbeiten wird. Der Bau des Großflughafens kostet schon jetzt den Steuerzahler hunderte Millionen Euro. Frank Welskop zeigt auf, dass der laufende Betrieb dauerhaft Verluste einfliegen wird, wodurch dessen Betrieb durch den Steuerzahler subventioniert werden müsste, was jedoch nach EU-Wettbewerbsrecht rechtswidrig wäre.

Frank Welskop hat die Berliner Flughafenpolitik als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Berliner Abgeordnetenhaus über Jahre hinweg kritisch begleitet. Er ist ehrenamtlich im erweiterten Vorstand der GRÜNEN LIGA Berlin tätig und leitet die Bundeskontaktstelle Luftverkehr.

Umrahmt wird das Programm musikalisch mit Werken von Johann Sebastian Bach. Die Inventionen sind Teil des Klavierbüchleins für den ältesten Sohn Wilhelm Friedemann Bach, also ursprünglich für Klavier komponiert. Aber die  Inventionen bieten sich ebenfalls an für ein Streichertrio, hier werden Sie diese Stücke von 3 professionellen Musikern aus Schöneiche und Umgebung  genießen können.

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Ist die BER-Eröffnung in Gefahr? Bild Dir Deine Meinung zu dem Artikel von Bild!

Januar 14th, 2012 — 8:04am

Nach den ganzen Tricksereien und Täuschungen zur Durchpeitschung des BER am falschen Standort wäre das nachvollziehbar und wünschenswert, weil das FBB-Schallschutzprogramm bis Juni 2012 ohnehin nur zu einem Bruchteil umgesetzt werden könnte.

“Eigentlich ist alles geregelt: In den über 1000 Seiten Planungsunterlagen für den neuen Flughafen „Willy Brandt“ (BER) steht drin, wie der Schallschutz durchzuführen ist. Doch weil sich der Airport nicht daran hält, könnte Brandenburgs Regierung dem Flughafen die Betriebsgenehmigung zur Eröffnung am 3. Juni verweigern.”

Hier der Link zum Artikel!

Egal wie sich dieses Problem auflöst, es wird sich immer mehr herausstellen, dass dieser politische Standort völlig ungeeignet ist. Egal wann der BER eröffnet wird. Deshalb BBI-Baustopp sofort! Schluss mit der Steuergeldvernichtung!

Ergänzung um 10.20 Uhr:

Die Frage drängt sich jedoch auf, was führen die da in Schilda im Schilde? Der BBI war bisher immer ein abgekartetes Spiel der verschiedenen Akteure, wo jeder seinen Part zur Durchsetzung/Realisierung des BBI zu spielen hatte. Was spielt nun das MIL für eine Rolle, wenn es plötzlich so akribisch auf den Planfeststellungsbeschluss pocht: Ist der Eröffnungstermin nicht zu halten? Wenn das so wäre, ist  das kein schlechter Schachzug: man spielt plötzlich den Neutralen und Unabhängigen , der sich für den den Bürgern zustehenden Lärmschutz einsetzt und bestraft im Auftrag der Gesellschafter die landeseigene Gesellschaft FBB, die schon wieder mal einen Eröffnungstermin verpatzt hätte…..Denn das Lärmschutzprogramm wird von der FBS mit Sicherheit nicht umgesetzt.

 

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Bricht nun bald das System der BBI-Spekulationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Auch wenn Air Berlin nun vorerst gerettet wurde? (Teil 3)

Januar 7th, 2012 — 4:27pm

Wenn auch mit etwas Zeitverzögerung möchte ich im Zusammenhang mit dem zu eröffnenden BER wieder einmal auf ein typisches Verhalten der hiesigen Hofberichterstattung aufmerksam machen, welches  mit den Grundsätzen eines wahrhaftigen und aufklärerischen Journalismus kaum etwas zu tun hat (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel).  Was meine ich damit? Am 15.12.2011 waren wieder die Zeitungen mit den Zahlen prall gefüllt, die der FBS-Chef Schwarz pflegt in regelmäßigen Abständen zu repräsentieren (so z.B. siehe unten die Berliner Zeitung).

Dass der FBS-Chef Schwarz im Jahr der Eröffnung des BER 24 Mio. PAX sieht klingt natürlich durchaus realistisch, während in 2011 wohl 23,9 Mio. Passagiere erreicht wurden (Geschäftsbericht liegt erst im Frühjahr 2012 vor). Allerdings soll der Umsatz in diesem Zeitraum von 246 auf 273 Mio. € steigen. Wenn das so eintreten würde, dann wäre nach zig Jahren erstmals die Trendwende erreicht, wonach das Umsatzwachstum größer ist als das Passagierwachstum. Diese „Sensation“ wurde ja schon öfters angekündigt: nur dazu gekommen ist es bisher nie. Ganz im Gegenteil! Und das war fatal für die FBS und ebenso für den zu eröffnenden BBI!

Aber damit noch nicht genug: die angekündigte Sensation geht weiter! Für das Jahr 2012 wird durch Schwarz der ultimative Umsatzsprung angekündigt. Klar, was soll er auch machen, nach dem der FBS-Karren mit der überbordenden Billigfliegerei so tief in den Dreck gefahren wurde. Zwar soll wie bereits erwähnt ein Passagierwachstum von 23,9 Mio. PAX auf nur 24 Mio. PAX im Jahr 2012 stattfinden, aber dafür gibt es plötzlich einen Umsatzsprung von 273  auf  350 Mio. €. Lassen wir mal an dieser Stelle das Thema weg, ob es den Euro dann noch gibt oder was durch die immer mehr grassierende Inflation davon noch übrig ist, denn die EZB druckt ja nun ununterbrochen Geld (was noch nicht die ganz große Inflation macht, sondern diese erst dadurch ausgelöst wird, wenn die Sparer in Panik begreifen, dass ihr Geld immer weniger wert sein wird und sie den Euro via Konsum plötzlich alle los werden wollen). Aber mit einem Passagierzuwachs in Höhe von 0,1 Mio. PAX einen Umsatzsprung von 28 % zu schaffen (gegenüber 2010 sogar um 42 %) grenzt schon an massiven Realitätsverlust. Und dieses Wunder soll nach Schwarz ausgerechnet durch die höheren Gebühren und das Einkaufszentrum im Terminal erzeugt werden: In etwa nach dem Motto: „Wir erhöhen für unsere sehr preisbewussten Hauptkunden die Gebühren, aber die gehen dann deshalb vor dem Flug noch so richtig hochmotiviert shoppen”. Tolles Geschäftsmodell über das sich die Billigkunden aber gar nicht so richtig freuen können: Denn entsprechend des BER-Slogans wollen sie eigentlich nur schnell weg, ohne sich in dem BER-Konsumtempel nach den erhöhten Gebühren noch mal berappen zu lassen. Und die wollen billig weg: Das war ja die Philosophie des herangezüchteten und subventionierten „Erfolgsmodells“ im Einzugsgebiet der Armutsmetropole Berlin: die Billigfliegerei. Trotz dieser hyperoptimistischen Umsatzentwicklungsprognose, die so mit Sicherheit schon deshalb nicht eintritt, weil der BER kein Drehkreuz ist, werden auf dem BER in den nächsten Jahren jedoch erhebliche Verluste eingeflogen. Die Ankündigung dieser Verluste der Jobmaschine wurde/wird jedoch durch die auf den Pressekonferenzen anwesenden Journalisten zum Einen überhaupt nicht kritisch hinterfragt (oder habe ich das übersehen?). Und zum Anderen, wäre das kritisch hinterfragt worden, hätte man feststellen müssen, dass diese Verluste in Wirklichkeit noch viel höher ausfallen werden: schon alleine deshalb,  weil die offerierten Umsatzsprünge reine Spekulation sind und so nicht eintreten werden! Aber natürlich nicht nur deshalb.

Dazu aber mehr in Teil 4 dieser Reihe!

Hier der Artikel der Berliner Zeitung

Berliner Zeitung
Berlin – 15.12.2011
Neuer Großflughafen

Die „Nacht der Nächte“ wird turbulent
Von Peter Neumann
In Tegel und Schönefeld gehen die Lichter aus, danach startet der Umzug. Der neue Airport ist dann schon offen.
Das wird die „Nacht der Nächte“, davon ist Flughafen-Chef Rainer Schwarz überzeugt. In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2012 werden mit Tegel und Schönefeld gleich zwei Airports an einen neuen Standort umziehen – zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER). „So etwas hat es in der Geschichte der Luftfahrt noch nicht gegeben“, sagt Schwarz. Am gestrigen Mittwoch wurden weitere Details bekannt.
Am ersten Juni-Sonnabend endet der Flugbetrieb in Tegel für immer – 42 Jahre nach Aufnahme des zivilen Luftverkehrs. Eine Maschine der Air Berlin soll das letzte Flugzeug sein, das dort zwischen 22 und 23 Uhr abhebt, so Schwarz. Kurz darauf ist auch auf dem Flughafen Schönefeld Schluss, 66 Jahre nach dessen Eröffnung. Ein Flugzeug der Aeroflot wird zwischen 23 und 24 Uhr den Ausstand geben – dann gehen dort ebenfalls die Lichter aus.
Umzug beginnt schon im April
Das Terminal des neuen Flughafen BER nebenan ist dann schon seit Stunden geöffnet – für eintreffende Passagiere. Damit über Nacht nicht zu viele Überführungen nötig werden, steuern Flugzeuge bereits ab 18 Uhr nicht mehr Tegel, sondern den BER an, um dort auf der Nordbahn zu landen. Die voraussichtlich bis zu 6.000 Passagiere, die mit ihnen ankommen, werden die ersten regulären Fluggäste sein, die das neue Terminal von innen kennenlernen.
Offiziell eröffnet ist der Flughafen damit aber noch nicht. Das ist erst am folgenden Morgen der Fall, wenn die neue Südbahn in Betrieb genommen wird. Die ersten Starts am BER werden gegen 6 Uhr die Air Berlin und Lufthansa bestreiten, letztere voraussichtlich mit dem Riesen-Airbus A 380, kündigte der Flughafen-Chef an. Als erstes landendes Flugzeug soll sich eine Easyjet-Maschine die Ehre geben.
In der Nacht davor wird die Autobahn von Tegel nach Schönefeld von 22 bis 3 Uhr gesperrt – und zum Schauplatz eines Großumzugs der besonderen Art. Ein Konvoi aus 600 Lastwagen, Tiefladern und anderen Fahrzeugen setzt sich in Bewegung, um Technik 35 Kilometer weit zum BER zu bringen. Sehr große Ladegüter wie Fluggastbrücken müssen Umwege fahren, da nicht alle durch die fünf Tunnel und 29 Brückendurchfahrten passen, so Schwarz. Der Umzug beginnt schon im April: mit Gegenständen, die für den Betrieb nicht unbedingt nötig sind.
Doppelt so viele Fluggäste wie 2002
Schwarz’ Geschäftsführer-Kollege Manfred Körtgen nimmt den jüngst begonnenen Probebetrieb im Terminal als Omen, dass auch der Umzug klappt. „Bislang hat der Probebetrieb gut funktioniert“, sagt der Ingenieur. Vom 7. Februar 2012 an werden rund 10 000 Komparsen Fluggäste spielen – und ganz gewöhnliche Abläufe sowie außergewöhnliche Situationen simulieren. 18 000 Bewerber hatten sich gemeldet. „Immer dienstags und donnerstags wird geprobt, in der Regel mit je 200 Passagieren, die immer nur einmal eingesetzt werden. Danach gibt es Auswertungen“, sagte Schwarz.
Der neue Flughafen wird die Geschäftszahlen erneut nach oben treiben. Für 2012 erwartet Schwarz mehr als 24 Millionen Fluggäste und einen Umsatz von mehr als 350 Millionen Euro. Dabei ist schon 2011 rekordverdächtig: 273 Millionen Euro Umsatz und 23,9 Millionen Passagiere – fast doppelt so viele wie 2002. Allerdings wird den Prognosen zufolge auch der Verlust der Flughafengesellschaft steigen: von 70 Millionen auf 100 Millionen 2012.

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FBS unterstellt den Bürgern „dümmliche Unterstellung” und serviert sie mit “dummes Geschwätz” ab!

November 11th, 2011 — 6:28am

Obige Phrasen bzw. diese offensichtlichen Verunglimpfungen sind aus dem Tagesspiegelartikel zum Thema “Ausgabenstopp zum neuen Flughafen” vom 10.11.2011 (siehe unten nach dem ersten Artikel)!

Nehmen wir doch einmal an, dieser FBS-Kunkel hat recht und der BVBB unrecht: Auch wenn die FBS keinen Ausgabestopp  für den Lärmschutz verhängen sollte, wird mit der immer noch für den 3.06.2012 angekündigten Eröffnung des BER der den Bürgern zustehende Schallschutz niemals flächendeckend bzw. nur zu einem Bruchteil umgesetzt sein (z.Zt. ist noch nicht einmal 10 % davon realisiert worden). Die FBS braucht den Ausgabestopp also gar nicht zu verhängen, denn das ist ja seit einiger Zeit gängige Praxis. Das “dumme Geschwätz” des FBS-Sprechers Kunkel, der dafür auch noch bezahlt wird, soll wohl eher davon ablenken, dass die grundgesetzwidrigen FBS-Enteigner schon immer wussten, dass sie umfängliche Schallschutzmaßnahmen zur BBI-Eröffnung umsetzen müssen, es aber einfach nicht tun: Offensichtlich ist denen das Geld schon lange ausgegangen bzw. gibt es gefährliche Engpässe für Bau und Finanzierung des Luxusflughafens: Und deshalb wurden/werden die Lärmschutzmaßnahmen gestreckt und zusammengestrichen. Und was ist wieder die Ursache dieser Ursache? Die sogenannte politische “Elite”, die uns regiert, hat die Durchhalteparole ausgegeben, dass der BBI um jeden Preis, auch bei Opferung der dann schutzlosen Bevölkerung, zu diesem Termin eröffnen soll. Da wird also alles reingebuttert, um den Eröffnungstermin zu halten: Mit Ausnahme z.B. diverser Dienstreisen vor das Bundesverwaltungsgericht nach Leipzig, die dann aus anderen Gründen doch nicht stattgefunden haben.

Würde der sogenannte Berlinversteher und FBS-Aufsichtsratsvorsitzende Wowereit diesen Termin wieder verreißen, müsste er wohl seinen Hut nehmen oder sich sehr unangenehme Fragen stellen lassen müssen: Wenn also das Ding, dass er zu seiner Chefsache erklärt hat, wieder nicht eröffnet wird! Die SPD, die als ehemalige Volkspartei nun für Infrastrukturprojekte steht, erklärt konsequent die Belange der Bürger nicht zur Chefsache.

Das Ganze Spiel ist nur ein Vorgeschmack auf das, was dann passiert, wenn dieses Betonmonstrum tatsächlich in Betrieb gehen würde. Nur dann wird es heißen: Haushaltssperre für ganz Berlin und Brandenburg, denn da steht dann die viel zu teure, kreditfinanzierte, hochspekulative und überflüssige Infrastruktur, die sich keinesfalls rentierlich betreiben lässt. Und diese Inbetriebnahme bringt die Süddeutsche Zeitung vom 10.11.2011 auf den Punkt (ganzer Artikel wenige Zeilen tiefer):

“In Wahrheit ist der neue Großflughafen in Berlin-Schönefeld mit dem schönen Namen ‘Willy Brandt’, der 2012 eröffnet werden soll, überflüssig”.

Das ist die Wahrheit: Investition in etwas Überflüssiges und was sich diese wirtschaftlich sehr schwache Region niemals leisten kann. Und dann auch noch an einem Deppenstandort, den man sich nur im Vollrausch bei einer Nacht- und Nebelaktion aussuchen konnte. Das Ganze ist also völlig überflüssig wie ein Kropf: dafür ist es aber wenigstens ein Luxuskropf! Aber das dürfen die hiesigen Systemschreiberlinge in ihrer Hofberichterstattung natürlich niemals erwähnen: Das würde sofort den Job kosten und ein Parteiverfahren nach sich ziehen. Insofern ist dieses ganze geMAZze und geMOZe infolge der medialen Verblödung nach nur 20 Jahren Mauerfall bis auf ganz wenige Ausnahmen unerträglich geworden.

Vergessen Sie also die Artikel der Regionalpresse der sogenannten, aber ansonsten bankrotten  Hauptstadtregion. Das Engagement der Lufthansa mit einer Billigfliegerplattform  wird hier nur installiert,  um der  angeschlagenen Air Berlin mit ihrem Billigfliegergeschäft in Berlin nicht ganz das Feld zu überlassen. Also eine ähnliche  Phalanx wie in Düsseldorf: Aber dort geht es dabei nicht um Billigfliegerei (die haben auf diesem Flughafen davon nur gute 20 % im Segment). Denn auf diesem Flughafen wird tatsächlich Geld verdient und nicht verbrannt wie hier. Allerdings läuft Air Berlin ernsthaft in Gefahr durch diesen weiteren BER-Expansionskurs eine echte Bruchlandung hinzulegen. Naja, der Stratege Mehdorn wird es schon mit dem richtigen Niki-Lauder-Tempo richten. Denn der ist ja nun auch bei Air Berlin an Bord.

 

Süddeutsche Zeitung

Zwischen den Zahlen. Flug ins Nichts
10.11.2011 06:50
In Wahrheit ist der neue Großflughafen in Berlin-Schönefeld mit dem schönen Namen ‘Willy Brandt’, der 2012 eröffnet werden soll, überflüssig. In Deutschland gibt es bereits zwei erfolgreiche internationale Großflughäfen, in Frankfurt und in München, dazu noch Düsseldorf. Ein weiterer großer Airport ist kaum notwendig. Um einen solchen erfolgreich betreiben zu können, ist ohnehin zum einen ein großes Volumen von Umsteigepassagieren notwendig, solche also, die nur das Flugzeug wechseln. Zum anderen müssen aus dem Umland genügend Passagiere abfliegen. Beides ist in Berlin mit seinem sehr strukturschwachen Umland auch auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.
Umso erstaunlicher scheint es, dass gerade Lufthansa nun das Angebot in Berlin massiv ausweiten will. Denn der deutsche Marktführer verdient vor allem mit Geschäftsreisenden und mit Interkontinentalflügen, besonders nach Asien. Bei beidem sieht es in Berlin ziemlich mau aus: hier liegt der Schwerpunkt auf Touristen und auf europäischen Zielen. Lufthansa hat sich in Berlin schon immer schwer getan, auch aus historischen Gründen: bis 1990 durfte die deutsche Airline Berlin gar nicht anfliegen. Ob jetzt gerade mit Billigangeboten der Durchbruch gelingt, darf bezweifelt werden. Viel wichtiger ist den Lufthansa-Strategen wohl ein anderer Punkt: Dem angeschlagenen Konkurrenten Air Berlin soll in der Hauptstadt nicht das Feld überlassen werden.

Tagesspiegel
10.11.2011
Von Klaus Kurpjuweit
Ausgabenstopp am neuen Flughafen
Planung um 53 Millionen Euro überschritten Investitionen ab 2012 werden gekürzt
Knapp sieben Monate vor der Eröffnung des neuen Flughafens BER in Schönefeld hat die Flughafengesellschaft bei den Investitionen teilweise einen Ausgabenstopp verhängt. Ab sofort solle auf alle Maßnahmen verzichtet werden, deren Streichen die Inbetriebnahme am 3. Juni 2012 nicht verhindere, heißt es in einem internen Schreiben. Flughafensprecher Ralf Kunkel erklärte dazu, interne Angelegenheiten kommentiere er nicht.
Angespannt ist die Lage bei den betrieblichen Investitionen sowie den Investitionen der „Weiteren Bereiche“, wie aus dem Schreiben hervorgeht. Für die Jahre 2012 und 2013 sieht der Wirtschaftsplan Ausgaben in Höhe von zusammen 15 Millionen Euro für diese Bereiche vor.
Angemeldet worden sind jedoch Projekte für rund 68 Millionen Euro, also 53 Millionen Euro zu viel.
Da auch durch den Verzicht auf alle nicht eröffnungsrelevanten Maßnahmen das 15-Millionen-Euro-Ziel wahrscheinlich nicht erreicht werde, sollen auch die nicht investiven Projekte umgehend auf den Prüfstand. Dazu gehörten auch bereits laufende Maßnahmen. Um dies sicherzustellen, wurde ein Ausgabenstopp verhängt. Ausgaben über 50 000 Euro müssen von der Geschäftsführung freigegeben werden, bei Ausgaben über 10 000 Euro reicht die Zustimmung durch untergeordnete Stellen.
Da Kunkel keine Stellungnahme abgab, bleibt offen, wo jetzt gespart wird und wie sich dies auswirken wird. Der Bürgerverein Brandenburg-Berlin (BVBB), der sich nach wie vor gegen den Standort Schönefeld für den neuen Flughafen wehrt, befürchtet, dass es auch kein Geld mehr für den Schallschutz geben könnte. Dies bezeichnete Kunkel als „dümmliche Unterstellung“. 140 Millionen Euro sind im Schallschutzprogramm vorgesehen, erst ein Teil davon ist ausgegeben. Anspruchsberechtigt sind bisher 42 000 Anwohner in 25 500 Wohneinheiten.
Auch beim so genannten Business-Plan, auf dem die Finanzierung des Flughafenausbaus beruht, gibt es bisher für das Jahr 2012 einen Fehlbetrag in Höhe von rund 13 Millionen Euro. Hier sei man aber zuversichtlich, die Vorgabe „mit angemessenen Anstrengungen“ erreichen zu können, heißt es in dem Schreiben weiter. Für 2013 habe man das Ziel planerisch sogar schon erreicht.
Die Behauptung des BVBB, eine „nun beschleunigte Bautätigkeit am BER mit zusätzlicher Nachtarbeit kostet anscheinend richtig viel Geld“, bezeichnete Kunkel als „dummes Geschwätz.“ Nach wie vor sei man im Zeitplan und arbeite deshalb normal. Klaus Kurpjuweit

BILD:
Ausgabenstopp in Schönefeld
Donnerstag, 10. November 2011, 08:59 Uhr
Berlin (dpa/bb) – Für den Bau des Hauptstadtflughafens in Schönefeld hat die Flughafengesellschaft laut «Tagesspiegel» einen teilweisen Ausgabenstopp beschlossen. Ab sofort solle auf alle Maßnahmen verzichtet werden, deren Streichen die geplante Inbetriebnahme am 3. Juni nicht verhindere, heißt es im Bericht der Zeitung am Donnerstag. Ausgaben über 50 000 Euro müssten von der Geschäftsführung gebilligt werden. Die Flughafengesellschaft wollte sich dem Bericht zufolge nicht zum Ausgabenstopp äußern. Interne Angelegenheiten würden nicht kommentiert, wird Flughafensprecher Ralf Kunkel zitiert.

Die Welt
09:17|
Ausgabenstopp in Schönefeld
Berlin (dpa/bb) – Für den Bau des Hauptstadtflughafens in Schönefeld hat die Flughafengesellschaft laut «Tagesspiegel» einen teilweisen Ausgabenstopp beschlossen. Ab sofort solle auf alle Maßnahmen verzichtet werden, deren Streichen die geplante Inbetriebnahme am 3. Juni nicht verhindere, heißt es im Bericht der Zeitung am Donnerstag. Ausgaben über 50 000 Euro müssten von der Geschäftsführung gebilligt werden. Die Flughafengesellschaft wollte sich dem Bericht zufolge nicht zum Ausgabenstopp äußern. Interne Angelegenheiten würden nicht kommentiert, wird Flughafensprecher Ralf Kunkel zitiert.
Der Flughafen ist das größte Verkehrsprojekt im Osten. 2,5 Milliarden Euro werden im brandenburgischen Schönefeld – direkt an der Berliner Stadtgrenze – verbaut..

 

4 comments » | Auf der Suche nach BBI-Kunden, BBI-Baustopp sofort

Keiner hat die Absicht eine 3. SLB zu bauen: Soll es vielleicht sogar eine 4. sein, wie ursprünglich geplant?

Oktober 27th, 2011 — 8:10am

Unter diesem Link finden Sie die Antwort des Herren Platzeck auf die Frage des Herrn Schetelich zur Planung der 3. Start- und Landebahn (SLB) unter Bezug auf mein Buch “BBI-ein neuer Berliner Bankenskandal?” Vielleicht liest sich der Text durch die vielen Einlassungen etwas schwer: aber es musste sein!

Legende:

Rot:     meine Kommentare (Frank Welskop)

Schwarz: die Antwort  des Herrn Platzeck (SPD)

Blau: Zitat des Herrn Schetelich

 

Wirtschaft

Re: Doch eine 3. Start- und Landebahn für BER?

Sehr geehrter Herr Schetelich,

das Thema Flughafen Berlin Brandenburg wird seit Wochen engagiert diskutiert.

(Sorry, seit Jahren! Im Übrigen dürfte der Begriff engagiert falsch sein. Richtig wäre heftig, kontrovers etc…..)

Auch auf meinem Portal spielen Fragen zu Chancen (und was ist mit den ausgeblendeten Risiken?) und möglichen („möglichen“ ist nur verharmlosendes BBI-Kartelldeutsch. Jeder weiß, dass es massive Belastungen geben wird) Belastungen dieses größten ostdeutschen Infrastrukturprojekts eine wichtige Rolle. Meine Positionen dazu habe ich aber nicht nur hier, sondern immer wieder auch in zahlreichen Debatten und auf Demonstrationen öffentlich gemacht. Deswegen ganz klar vorneweg und sehr grundsätzlich: Unser Flughafen ist wirtschaftlich und technisch solide geplant  (Wie immer dieselbe reflexartige Regierungspropaganda! Wenn „UNSER“ Flughafen wirtschaftlich solide geplant bzw. rentabel wäre, wäre die Privatisierung der BBF oder FBS schon erfolgreich über die Bühne gegangen und „UNSER“ Flughafen wäre schon lange in der Hand „böser Kapitalisten“, die damit auch noch Gewinne einfliegen würden! Dieses „Unser“ ist derartig anmaßend, weil mit UNSEREM Steuergeld nun der Schuldendienst für die Banken geleistet wird oder Berlin und Brandenburg weiter totgespart werden, nachdem unsere Politiker zu unfähig waren, den BBI an einem geeigneten Standort zu platzieren). Auf der Grundlage von Analysen zur Marktsituation, den Prognosen der weiteren Entwicklung, von Risikobewertungen und Alternativszenarien ist eine dritte Landebahn nicht geplant. Dabei bleibe ich! (Was meint der „phantasielose“ Platzeck  mit Alternativszenarien? Richtig, die 3. SLB ist noch nicht geplant bzw. planfestgestellt, doch wenn Wowereit das so will, dann wird unserer Vasallenkönig aus der Mark das auch so wollen……War doch wohl schon immer so. Im Übrigen: Wenn man mal den FBS-Chef Schwarz ernst nimmt, dann soll der BER in Kürze bedeutende Drehkreuze Europas ablösen und bis zu 50 % Umsteiger generieren, was bedeutet, dass neben den dann 20 bis 25 Mio. Passagieren aus dem Einzugsgebiet des BER nochmals 20 bis 25 Mio. Umsteiger hinzu kommen würden (also ca. 50 % und ergo summa summarum ca. 45 Mio. PAX abgefertigt werden müssten, wofür eine 3.SLB erforderlich wäre))

Zu dem von Ihnen angesprochenen Buch (Gemeint ist hier mein Buch (siehe oben), und hier das Zitat aus der Zuschrift von Herrn Schetelich („Sehr interessant und es macht wütend und es weckt auf. Wie stehen Sie zu der Grundaussage: “Der BER ist zu groß zu teuer und wird nie wirtschaftlich sein können!”)) ist folgendes zu sagen: Natürlich war beim Flughafenbau ein Businessplan Voraussetzung für die Langfristfinanzierung des Flughafens (Allerdings streng geheim, durften/dürfen nicht mal die Abgeordneten sehen. Und wenn doch in Ausnahmefällen, dürfen sie darüber aber nichts sagen oder schreiben. Wenn er so toll wäre hätte man ihn in Teilen öffentlich gemacht, zumal nicht die desinteressierte private Hand in das Pleiteprojekt involviert ist). Er wurde von Banken und Bürgen umfassend geprüft. (Die Bürgen „prüfen“, der Steuerzahler bürgt und die Banken freuen sich.) Die Belastbarkeit des Plans wurde dabei in wirtschaftlicher und technischer Hinsicht positiv bewertet. (Natürlich, wie sittenwidrig muss das wieder alles sein…..Wo kommen die Umsteiger für einen Hub her, woher die Interkontflüge, aus dem Nichts?) In der Praxis hat sich gezeigt, dass finanzielle Flexibilität gegeben ist und auf notwendige Änderungen reagiert werden kann (Schwammiger geht es nicht und man weiß nicht was er meint „In der Praxis hat sich gezeigt, dass finanzielle Flexibilität „gegeben“ ist? Oder meint er „erforderlich“ ist. Und wenn ja, meint er damit flexibel wachsende Kosten?) Wie Sie sich denken können, ist dies gerade für die Luftfahrtbranche wichtig, die durch Dynamik und große Schwankungsbreiten gekennzeichnet ist (Kein Laden wird wohl so subventioniert wie die Luftfahrbranche, sieht man mal von den Agrarsubventionen ab.) Wir brauchen also ständig einen Prozess der Anpassung und Aktualisierung (ein Prozess der Anpassung und Aktualisierung wird also benötigt, wir werden gleich sehen wofür). Zusätzlich wird der Bau des Flughafens durch Vertreter des Landes im Aufsichtsrat kritisch begleitet (Davon hat noch keiner etwas bemerkt. Herr Wowereit als Aufsichtsratsvorsitzender der FBS begleitet bestenfalls kritisch das 2-SLB-System, weil er mindestens 3 SLB haben möchte. Das entspräche auch dem Berliner Größenwahnsinn und erklärt dessen wachsenden Schuldenberg). Auch kommen bei einem solch anspruchsvollen Investitionsvorhaben überwiegend Kredite zu marktüblichen Konditionen zum Einsatz und eben nicht – wie überwiegend angenommen – öffentliche Steuermittel. (Was hat er denn nun zu meinem Buch bzw. zum Inhalt der Frage des Herrn Schetelich gesagt? Wir werden es gleich hören! Aber diese Aussage ist der Hammer: „Nur überwiegend Kredite kommen bei dieser Investition zum Einsatz“. Weiß er noch nicht, dass diese Kredite durch Steuergelder zurückzuzahlen sind, weil das dieser völlig unrentablen BBI nicht leisten kann. Auch das Gehalt eines Ministerpräsidenten ist Steuergeld. Wenn der BBI rentabel wäre, dann wäre er schon lange in privater Hand und – bereits einige Jahre in Betrieb.)

Natürlich ist man bei Investitionen dieser Dimension nie vor Überraschungen gefeit

(Aha, Herr Platzeck hat schon mal vom Berliner Bankenskandal gehört und kann sich sogar an seine vielen Landespleiteprojekte erinnern). Auch bei der Realisierung “unseres” Großflughafens? Völlig falsch! Der BER gehört den Banken, solange die Kredite nicht abgestottert sind, auch wenn es überwiegend nur öffentlich-rechtliche Banken sind: der Steuerzahler zahlt) Flughafens wurden während der Bauzeit, ohne sein Investitionsvolumen zu erhöhen, Bauerweiterungen umgesetzt und erhöhte Standards berücksichtigt, die über die ursprünglichen Planungen hinausgegangen sind. Dies ist bei großen Infrastrukturvorhaben mit einer Bau- und Planungsphase von 10 bis 15 Jahren durchaus üblich. (Wieder falsch! Der kostete zuerst 1,7 Mrd. EURO, dann 1,9 und dann plötzlich 2,1 Mrd. € und dann schließlich 2,4! Und diese ursprünglichen Kosten wurden durch z.B. Ausblendung des Schuldendienstes, der immens sein wird, schön gerechnet.)

Die von Ihnen genannte These kann ich also nicht teilen. Ganz im Gegenteil. Ich bin davon überzeugt: der Flughafen Berlin Brandenburg wird ab kommenden Jahr in der gesamten Hauptstadtregion (Aha, Hauptstadtregion: Brandenburg kommt ebenso wie beim BER gar nicht mehr vor und den Text könnte auch Wowereit geschrieben haben) viele weitere positive Effekte in der Wirtschaft, auf dem Arbeitsmarkt und in der touristischen Entwicklung auslösen (Das schreibt ja auch UNSER Propagandaministerium in seinen Hochglanzbroschüren). Unser neues Tor zur Welt (Unser neues Tor zum nächsten Finanzdesaster wie beim Berliner Bankenskandal) wird eine gelungene Visitenkarte sein für nationale und internationale Gäste.

(Bla, bla bla, wir kennen zu genüge die blühenden Landschaften, die man uns weismachen will. Es ist eher der Schlund zum finanziellen Abgrund und ohne die Transferzahlungen durch die Geberländer wäre Berlin schon lange nicht mehr regierbar und der BBI-Bau abgeblasen: Falsch, er hätte dann nie begonnen)

Aber natürlich muss die Flughafengesellschaft auch die Chance haben, benötigte Mittel zu erwirtschaften (ob BBF oder FBS: es gab nur kostspieliges Missmanagement und ohne diese dauerhaften Subventionen wäre die Flughafengesellschaft schon lange Pleite.) Das heißt eben auch Zulassung attraktiver Bedingungen für Umsteige- und Langstreckenverkehr. (In Schönefeld gab es schon immer attraktive Bedingungen: unbegrenzter Nachtflug, preiswert und trotzdem wurde z.B. kein Frachtflugverkehrswachstum generiert.) Die Landesregierung setzt sich dafür ein, dass dabei die Sicherheit des Luftverkehrs und die Reduzierung der Umweltbelastungen sowie umfassender Lärmschutz gewährleistet werden. (Richtig: Sicherheit steht an erster Stelle (dann dürfte man aber wohl kaum den Flugverkehr über so dicht besiedelten Gebiet abwickeln), dann kommt Wirtschaftlichkeit, was er vergessen hat zu erwähnen und dann erst der Rest und auch noch auf Basis falscher Berechnungen….)

Bei all dem, sehr geehrter Herr Schetelich, ging und geht es immer auch um Offenheit und Transparenz. (Herr Schetelich, er meint jetzt nicht wirklich „sehr geehrt“, genauso wenig wie es um Offenheit und Transparenz geht: Die Flugroutentäuschung ist das Gegenteil von dem und wurde von langer Hand durch die Regierenden über Jahre vorbereitet bzw. inszeniert. Sonst wäre der Standort vor dem Bundesverwaltungsgericht nie durchsetzbar gewesen. Immer mehr wissen und müssen erfahren, dass man denen da oben nicht mehr glauben kann) Die vielen Veranstaltungen in Dialogforen vor Ort und die verantwortungsvolle Arbeit in der Fluglärmkommission sind Belege für das Bemühen, das Wissen und die Belange möglichst vieler in dieses überaus wichtige Vorhaben einzubeziehen. (Wer von den bzw. für die Bürgerinitiativen in der Fluglärmkommission war müsste jetzt einen Lach- oder Wutanfall kriegen.)

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Matthias Platzeck

 

 

Fazit: Der hat mein Buch auch gelesen. Und die Realität entspricht genau dem Gegenteil von dem, was er schreibt bzw. durch seine gedungenen Schreiberlinge aufschreiben lässt.

Vielen Dank Herr Schetelich für die kritische Anfrage bei Platzeck und den Bezug zu meinem Buch.

Ihr Frank Welskop

1 comment » | BBI-Baustopp sofort, Flughafen - BBI

Der Bankenskandal ist noch lange nicht vorbei und die BER-Eröffnung wird noch skandalöser!

Oktober 21st, 2011 — 1:34pm

Für alle BER-Politiker, Mitglieder des BBI-Kartells und die, die es noch immer nicht verstanden haben oder verdrängen: So wie jetzt die Kosten des Berliner Bankenskandals in einem riesigen Ausmaß  10 Jahre nach dessen Aufdeckung auflaufen werden oder Geld in einem dreistelligen Millionenbereich jährlich vernichtet wird , so wird es auch bei dem NEUEN “Berliner Bankenskandal” bzw. BBI-Skandal sein: Nach dem Berliner Bankenskandal wurden die Schrittimmobilien in der Berliner Immobilienholding(BIH) konzentriert und diese sollte an einen Investor veräußert werden, was aber natürlich nicht geklappt hat und Berlin nun auf dem teuren Schrott sitzen bleibt.

“»Die BIH ist ein Monstrum, ein schwarzes Loch, das künftig noch viele Milliar­denbeträge verschlingen wird«, so Breitkopf. Nach Berechnungen der Initia­tive könnten die Belastungen für den Landeshaushalt bis zum Auslaufen der Fonds im Jahr 2028 pro Jahr im Durchschnitt über 400 Millionen Euro betragen” (hier der Link).

Ein wesentlicher Unterscheid zwischen beiden Skandalen besteht jedoch darin, dass die nicht privatisierbare Schrottimmobilie BBI erst noch für mehrere Milliarden € fertiggestellt werden muss. Nach der Entschuldung der BBF vom Baufeld-Ost-Skandal, natürlich mit Steuermitteln, wurden mit Wowereit die Billigflieger in Berlin kostenintensiv (natürlich mit Steuermitteln) subventioniert: Und nun wird zur Ableistung des Schuldendienstes des hochspekulativen, kreditfinanzierten BER, der deshalb auch für immer  in öffentlicher Hand bleiben wird, für die Banken geflogen. Der neue Berliner Bankenskandal mit dem BBI-Schrott besteht besonders darin, dass die hier rechtswidrig herangezüchteten Billigfliegern das niemals leisten können und deshalb angeblich auch noch die Nacht brauchen. Da laufen dann auch jährlich nochmals Verluste im dreistelligen Millionenbereich auf. Dann aber gute Nacht armes Berlin und Brandenburg, wenn dann jährlich fast eine Milliarde an Steuergeldern durch beide Skandale vernichtet wird!

Auch das BRD-Nachtflugerlaubnisurteil des Bundesverwaltungsgerichtes lässt in einen tiefen Abgrund  blicken:

1. Die deutsche Rechtsprechung hat die Nacht von 0 bis 5 Uhr neu erfunden!

2. Es wird eine Ost- und Westnacht eingeführt, da vor Verkündung des Bundesverwaltungsgerichtsurteils für Fraport im Gegensatz zum BER ein Nachtflugverbot erlassen wurde.

3. Mit über 100 Nachtflügen wird der BBI nicht wirtschaftlich! Im Gegenteil: Die 100 Nachtflüge offenbaren eklatant wie unwirtschaftlich der BBI in Wirklichkeit sein muss bzw. sein wird! Denn man braucht die Nacht für die Billigflieger, weil man nichts anderes hat. Aber gerade mit denen kann man den BBI nicht bewirtschaften (Die Fracht braucht die Nacht zählt nicht, weil der Berliner Luftverkehr de facto frachtlos ist bzw. auf einem lächerlich niedrigen Niveau stagniert: seit 1990).

5. Es gibt kein Grundgesetz in der BRD, was die elementarsten Menschenrechte der Bürger schützt. Es ist eine Farce!

6. Die Landesregierung Brandenburgs kann wie angekündigt nach der heiß ersehnten Nachtflugerlaubnis nun mit deutscher Gründlichkeit den Krankheitsverlauf der dauerhaft verlärmten Kinder und Erwachsenen akribisch “im Dienste der Wissenschaft” und in Messreihen dokumentieren (Die Deutschen haben ja Erfahrung in so etwas).

7. Gute Nacht „Rechtsstaat“ „BRD“ als Parteibuch- und Planungsdiktatur!

 

Comment » | BBI-Baustopp sofort, BBI-Fälschungen und -Betrug

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