Archive for Dezember 2011


Bricht nun bald das System der BBI-Spekulationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Auch wenn Air Berlin nun vorerst gerettet wurde? (Teil 2)

Dezember 29th, 2011 — 9:42pm

Nachdem entsprechend meiner Explikationen im 1. Teil dieses Textes gestern der EURO bedrohlich absackte (hier ein Link dazu), möchte ich nun wieder auf die Konsequenzen des Deals “Air Berlin – Etihad” eingehen. Angenommen der BER gräbt den Drehkreuzen Fraport und München als plötzlich in dieser Phalanx aufstrebendes Drehkreuz das Wasser ab (also den deutschen Drehkreuzen, in deren Umfeld die Industrie/Wirtschaft angesiedelt ist und weshalb sie auch entstanden sind), dann wird sich mindestens der Bundesverkehrsminister wie bisher dafür einsetzen, die bestehenden deutschen Drehkreuze zu erhalten, zu schützen. Dessen mehrfache Verlautbarungen sollten nicht vergessen werden: Das 3. Drehkreuz in Berlin schwächt den deutschen Luftverkehrsstandort (ich berichtete mehrfach darüber).

Jedenfalls wird die Finanzaufsicht BaFin diesen Deal nun untersuchen. “Wir schauen uns das an”, sagte eine Sprecherin der Bonner Behörde. Für eine formelle Prüfung sei es zu früh. Insidern zufolge geht es unter anderem um die Frage, ob die Araber mit einem Dementi vor zwei Wochen die Kapitalmärkte in die Irre geführt haben könnten. Ein Etihad-Sprecher hatte damals einen Medienbericht über einen kurz bevorstehenden Einstieg per Email kommentiert: “Der ganze Bericht ist fehlerhaft.” Hier der Link!

Im Extremfall werden die Geberländer ihre Zahlungen für Berlin umgehend oder sukzessiv einstellen, sollte dieser Deal zu Lasten von Fraport und München ausgehen. Hinter verschlossenen Türen wird schon lange erwogen nicht mehr für den in der ständig “wachsenden” Schuldenmetropole Berlin veranstalteten Unsinn aufzukommen, weil der Frust darüber immer höher kocht und das Fass damit zum Überlaufen bringen würde. Erst recht dann, wenn es nichts mehr zu verteilen gibt. Und vergessen wir auch nicht: Berlin ist schon lange Pleite und das Ausscheren der 3 Geberländer wäre für Berlin eine sofortige Katastrophe!

Die Verlustkonstellation von Air Berlin und Etihad wird dann auch desaströs enden, wenn es durch die Krise des Luftverkehrsmarktes plötzlich auch nichts mehr zu verteilen gibt und es nur noch um das Überleben der einzelnen Airlines geht. Dann gilt nämlich das Motto, dass auf den dramatisch schrumpfenden Märkten nur noch jeder für sich allein fliegt. Die Zeit der wachsenden und weitverzweigten Netzwerke wäre/ist dann vorbei. Dass dieses Szenario Realität wird, liegt AUCH an der durch die EZB-Notenpresse angeheizten Inflation. Ohne die angeworfenen Notenpressen gäbe es andererseits ein existentielles Liquiditätsproblem für den EURO, wodurch er sonst schon längst gecrasht wäre. Das ist die Zwickmühle, in der sich der dem Untergang geweihte EURO befindet. Und deshalb diese unendlich vielen Krisengipfel, die letztendlich alle erfolglos bleiben werden und zum Scheitern verurteilt sind, weil der EURO zumindest aus 2 Gründen eine historisch gigantische Fehlkonstruktion war! Erstens ist der Euroraum kein Nationalstaat und die unterschiedlichen Nationalstaaten sind im wirtschaftlichen Entwicklungsgefälle extrem unterschiedlich. Darüber hinaus wurden und werden alle denkbaren und undenkbaren Regelbrechungen durchgezogen. Offen und verdeckt…..Übrigens trifft das Gleiche auch für die BBI-Konstruktion zu, der weder rentabel arbeiten wird noch privatisierbar ist (siehe dazu unten).

 Die Konsequenzen der angeworfenen Notenpresse liegen jedoch nun auf der Hand: “Die Angst der Deutschen vor der Inflation ist signifikant gestiegen: Ein Drittel der Deutschen fürchtet sich vor der Geldentwertung. Jeder zweite merkt die Inflation heute schon deutlich beim Einkaufen”. (hier der Link zu diesem Artikel). Und die wachsende Inflation führt natürlich zu einer schrumpfenden Kaufkraft und Nachfrage nach Tickets, ohne jetzt gleich das Gespenst der Hyperinflation von 1923 an die Wand zu malen.

Ein weiteres Szenario ist als Horrorvision für die deutsche Luftverkehrswirtschaft nicht auszuschließen und kann darin bestehen, dass die arabischen Airlines/Megaairports die deutschen Drehkreuze empfindlich aufmischen:

„Die Herrscher der Miniwüstenstaaten wollen ihre Unabhängigkeit vom Öl verringern und investieren daher kräftig in die Luftfahrt. Ihr Kalkül: Sie wollen ihre Emirate zu internationalen Drehkreuzen ausbauen und die Passagierströme aus Europa weglocken. So entsteht in Dubai aktuell ein Megaflughafen der 150 Millionen Passagiere abfertigen können soll – das sind doppelt so viele, wie jährlich in Europas größten Flughafen, London-Heathrow, starten und landen. Auch Etihad investiert nur 80 Kilometer von Dubai entfernt in einen neuen Flughafen, der immerhin 40 Millionen Fluggäste fassen soll. Der Vorteil der neuen Airports: Es gibt dort weniger Gesetzesvorgaben, Abgaben, wie Personalkosten, sind geringer“. (Hier der Link zum FTD-Artikel)

Zumindest werden sie es versuchen und die deutsche Politik wird auch versuchen, den deutschen Luftverkehrsmarkt vor diesem Exodus abzuschotten. Aber machen wir uns nichts vor: So bedrohlich das auch für Deutschland klingen mag, es ist auch nur alles Spekulation, weil die größte Spekulation – der EURO – zum Scheitern verurteilt ist.

Läuft jedoch alles zunächst so weiter wie bisher, wird es künftig auch so sein, dass die großen internationalen Fluglinien weiter auf Frankfurt setzen und um das arme, deindustriealisierte Berlin einen großen Bogen machen!(Hier der Link zum Spiegelartikel)

Bei dieser komplexen Betrachtung mit derartig vielen Unwägbarkeiten wird jedoch eins klar: Die fetten Jahren sind endgültig vorbei und auch der BBI-Crash würde kommen, wenn er am 3.06.2012 eröffnet! Letztendlich stellt der BBI eine zum EURO wenn auch abstrakte Analogie dar: Er ist auch eine Fehlkonstruktion, weil nicht nur ein extrem starkes Gefälle zwischen Billig- und Nichtbilligairlines existiert, sondern die auf diesem Groß- und Luxusflughafen völlig deplatzierten Billigairlines dort auch noch dominieren würden, während Langstreckenflüge eher Seltenheitswert auf dem damit viel zu teuren Großflughafen (am falschen, nach allen Regeln der Kunst durchgetricksten Standort) haben werden!

Demnächst folgt Teil 3, der sich mit den künftigen Verlusten auf dem BBI befasst!

 

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Bricht nun bald das System der BBI-Spekulationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen? Auch wenn Air Berlin nun vorerst gerettet wurde? (Teil 1)

Dezember 24th, 2011 — 10:01am

Die BBI-Spekulationen sind äußerst komplex und sollen an dieser Stelle in abstrakter Kürze skizziert werden:

  1. Die BBF-Gesellschafter setzten damals auf die Privatisierung der BBF/FBS.
  2. Die FBS setzte nach dem Scheitern der Privatisierung bis zur Fertigstellung des BBI auf die Expansion der subventionierten Billigairlines.
  3. Berlin und Brandenburg setzen auf den BBI als so genannte Jobmaschine.
  4. Der BER setzt auf Air Berlin.
  5. Air Berlin setzte auf American Airlines im Bündnis von Oneworld, aber American Airlines ist Pleite.
  6. Air Berlin setzte infolge ihrer bevorstehenden Pleite auf Etihad und konnte dadurch vorerst gerettet werden, während Etihad auch Verluste einfliegt, aber diese verschweigt.
  7. Etihad setzt mit dem Schnäppchendeal auf Air Berlin und erhofft sich dadurch  einen Marktzugang für Deutschland.
  8. Berlin sitzt auf einem riesigen Schuldenberg und ist in Wirklichkeit schon lange Pleite.

 

Wie gesagt abstrakte Muster, aber offensichtlich ist: Alle setzten oder setzen spekulativ auf etwas und bleiben dann auf Verlusten oder Schulden sitzen. Natürlich geht es auch gar nicht mehr nur um den BBI/BER oder Berlin: Es geht um ein globales Spiel, welches sich nun im finalen Stadium befindet.

Zunächst aber konnte Air Berlin in letzter Sekunde mit einem Deal durch die Fluglinie Etihad vor der kurz bevorstehenden Pleite gerettet werden. Aber zu welchem Preis? Und über den Berg ist Air Berlin noch lange nicht. Aber welche Konsequenzen hat dieser Deal, abgesehen davon, dass Air Berlin zunächst gerettet wurde? Klar ist, dass die Etihad mit der Übernahme eines Aktienpaketanteils in Höhe von 29 % für lächerliche 78 Mio. € ein Schnäppchen mit dem Einstieg bei Air Berlin gemacht hat. So viel kostet gerade mal ein Mittelstreckenflugzeug. Aber welche Konsequenzen das für den deutschen und europäischen Luftverkehrsmarkt hat, kann bis jetzt noch keiner so richtig überschauen: zu viele Varianten und Unwägbarkeiten. Klar ist jedoch, dass diese Airline auch Verluste einfliegt, die sie aber lieber nicht verraten will (hier der Link). In der heutigen Zeit derartige Verlustbeteiligungen zu realisieren, ist natürlich ein sehr gewagtes Experiment. Erst recht vor dem Hintergrund, dass der europäische Wirtschaftsraum in eine Rezession abrutscht oder gar mit dem EURO-Crash in eine Depression abstürzen kann/wird. Die Zukunft der Märkte sieht düster aus, auch wenn die so genannten Experten und Eliten zur Beruhigung der Märkte wie immer alles rosig malen. Die so genannten Experten und Eliten verstehen auch nicht,  dass die deutsche Wirtschaft deshalb gegenwärtig so gut läuft, weil infolge der starken Inflation und der fehlende Glaube an den EURO gerade ein Crack-Up-Boom des EURO abläuft: Also lautet für viele Sparer die Devise, heute ihr Erspartes lieber in hochwertige Güter bis hin zu Immobilien oder in Edelmetalle zu investieren, damit infolge der Inflation kein Realverlust ihres Vermögens stattfindet oder gar durch einen EURO-Crash mit einem entsprechenden Haircut die Sparvermögen weg sind. So wird aus der Notenpresseinflation eine Hyperinflation, weil jeder um jeden Preis seine EURO bzw. baldigen EURO-Lira abstoßen will. Dieser Prozess scheint unumkehrbar zu sein, weil bisher alle EURO-Rettungen auf den vielen Krisengipfeln gescheitert sind und weiter scheitern werden. Der EURO hängt am Tropf und wird gegenwärtig nur durch massive und systematische Marktmanipulationen am Leben gehalten, auf die ich hier aber nicht eingehen will. Und wenn (wie bei jedem Bankencrash und Staatsbankrott) die panische Flucht in Edelmetalle beginnt und kein Bürger mehr an bedrucktes Papier glaubt ist der EURO tot. Ein Geldschein ist eben Scheingeld! Da hilft es auch nicht, wie seit einigen Tagen praktiziert, den Banken mittels EZB-Notenpresse unbegrenzt Geld zur Verfügung zu stellen bzw. nach dem folgenden Motto in den Markt zu pumpen: „Die Eurotitanic sinkt zwar, nachdem sie Leck geschlagen ist, aber deshalb fluten wir sie auch noch schnell mit EURONEN, um die Eurotitanic zu retten“! Durch dieses völlig irrationale Anwerfen der Notenpresse werden wir kein Deflationsszenario (außer bei den Finanzwerten), sondern mit Sicherheit eine Hyperinflation erleben, die den EURO über kurz oder lang pulverisieren wird. Die durch diese gewissenlose Fiskalpolitik zwangsläufig verursachte und angeheizte Hyperinflation wird dazu führen, dass die Menschen demnächst ganz andere Sorgen haben werden, als irgendwo hinzufliegen, da die Einkommen regelrecht weginflationiert werden. Mit dem Absturz des EURO wird dann auch der Dollar crashen, was einer nie da gewesenen globalen Krise entspräche: Denn noch nie war die Welt so global vernetzt wie heute!

Diese Problematik kann man deshalb jedoch auch nicht für unsere Thematik ausblenden, da seit dem Anwerfen der EZB-Notenpresse vor 3 Tagen für das Jahr 2012  alles anders wird. Aber zurück zu dem Deal/Schnäppchen von Etihad mit Air Berlin und welche gravierenden Folgen das haben kann! Dazu weiter aber in Teil 2, der in Kürze folgt!

Ihnen Frohe Weihnachten

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Frohe Weihnachten und neue interessante Texte folgen!

Dezember 22nd, 2011 — 11:17am

Ich wünsche allen meinen Lesern frohe und besinnliche Weihnachten sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Nachdem ich in mehreren Projekten mental und zeitlich stark eingebunden war, folgen zwischen Weihnachten und Neujahr einige Texte: vielleicht sogar morgen schon!

Lassen Sie sich überraschen!

Mit besten Grüßen

Frank Welskop

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Ist Berlin Pleite? Berlins Finanzsenator fordert Schuldenschnitt für Bundesländer!

Dezember 14th, 2011 — 3:48pm

Im Prinzip ist Berlin schon lange Pleite, aber sie machen immer so weiter, bis es dann gar nicht mehr geht. Hier der Text!

“Der Berliner Finanzsenator Ulrich Nußbaum fordert einen Schuldenerlass für die von der Haushaltsnotlage bedrohten deutschen Bundesländer. “Im Grunde bräuchten wir einen Schuldenschnitt”, sagte der parteilose Politiker der Wochenzeitung “Die Zeit”. “Alleine durch Sparen kommt man von diesem Schuldenberg nie wieder herunter.”

In Deutschland stehen vier Bundesländer – Bremen, Berlin, das Saarland und Schleswig-Holstein – ganz offiziell vor der Pleite. Ihnen droht eine “Haushaltsnotlage”, wie der Stabilitätsrat, ein gemeinsames Gremium der Länderfinanzminister und des Bundesfinanzministers, festgestellt hat. In der Euro-Zone hatte die Bundesregierung einen Schuldenschnitt für Griechenland durchgesetzt. Innerhalb der Bundesrepublik gilt das bisher als Tabu”. (dts Nachrichtenagentur)

Hier der Link

Erst Air Berlin, dann Berlin? Dann der BER, der kein BBI mehr ist, sondern schon immer eine reine Spekulation war, die nur  “funktioniert”, solange der BER noch ncht eröffnet hat. Offensichtlich hat die FBS nicht einmal mehr Geld zur Verfügung, um ihr Schallschutzprogramm bis zur Eröffnung des BER  zu realisieren. Gegenwärtig sind gerade mal 2 % der Maßnahmen davon umgesetzt.  Deshalb wohl auch der Ausgabenstopp der FBS vom 29.09.2011. ( ich berichtete bereits auf meinem Blog).

Ein  Schuldenschnitt wie bei Griechenland? Damit dann der Steuerzahler nicht nur über die PIGS-Staaten enteignet wird (und da muss ja besonders der deutsche Steurzahler einspringen), sondern nun auch noch für den Unsinn, den der Berliner Schuldenbergimperator Wowereit seit fast 10 Jahren hier veranstaltet, obwohl die Geberländer seit Jahren an Berlin järhlich 3 Mrd. Euro für Wowereits Show zahlen. Gebt denen  bloß nicht das Geld, dass sie  dann wieder für weiteren Unsinn verteilen und veruntreuen können! Denn was in der Schuldenberg- und Armutsmetrople Berllin passiert, müsste dem Bürger schon lange spanisch vorkommen: Und wie es diesem spanischen Großflughafen jetzt ergeht, wird dann auch für den BER eintreten: der  niemals privatisierbar sein wird, weil er dauerhaft und unablösbare Verluste einfliegen wird/würde.

Spaniens erster privater Großlughafen geschlossen (unter dem Link http://www.aero.de/news-14100/Spaniens-erster-privater-Grossflughafen-geschlossen.html)

“MADRID – Spaniens erster internationaler Flughafen im Privatbesitz stellt drei Jahre nach Eröffnung den Betrieb bis auf weiteres ein. Ein Handelsgericht in Ciudad Real ordnete an, dass der Airport bei der Stadt südlich von Madrid für ein Jahr geschlossen wird.

Es folgte damit einem Antrag der Konkursverwalter. Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE am Dienstag berichtete, gehen die Aktionäre davon aus, dass die Entscheidung des Gerichts das definitive Ende der Einrichtung bedeutet. Der Flughafen in der Region Kastilien-La Mancha war Ende 2008 eröffnet worden. Die Kosten wurden mit bis zu einer Milliarde Euro angegeben.

Die Anlage war als eine Alternative zum Madrider Großflughafen Barajas konzipiert und auf eine Kapazität von fünf Millionen Passagieren im Jahr angelegt worden. Ciudad Real ist über eine Hochgeschwindigkeitsbahn an die Hauptstadt angebunden. Der Airport konnte jedoch nie eine nennenswerte Zahl von Reisenden anlocken und wurde in der Presse als “Geisterflughafen” bezeichnet. Im ersten Halbjahr 2011 wurden dort nur 100.000 Fluggäste abgefertigt. Die letzte Linienmaschine war am 29. Oktober in Ciudad Real gestartet.”

Und viele werden noch folgen!

 

 

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Unglaublich aber wahr: “Bei Ryanair kostet ein Koffer künftig 100 Euro”!

Dezember 10th, 2011 — 8:06am

“Der Mann mit dem Koffer” (britische Krimiserie) sollte lieber nicht mit Ryanair fliegen. Das würde ihm sehr teuer zu stehen kommen. Denn “der Billigflieger Ryanair bittet seine Kunden zur Kasse. Für einen 15-Kilo-Koffer ist ab Mitte Dezember mehr als das Doppelte an Gepäckgebühr fällig”.

Hier der Link!

Bitte, was ist da noch billig bei den Billigairlines, wenn sich diese Preise/Gebühren mehr als verdoppeln? Da sollte man lieber gleich ohne Koffer fliegen. Und wenn die anderen “Billigairlines” diesem Beispiel folgen sollten, braucht der BBI mit seinem vielen Billigfliegern seine Gepäckanlage gar nicht erst in Betrieb zu nehmen. Und wann folgt die Sitzgebühr? Ist das schon der wachsenden Inflation zuzuordnen, oder steht denen das Wasser wie Air Berlin auch bis zum Hals. Jedenfalls frei- und mutwillig sollte man  so eine krassen Preissprung nicht durchziehen. Aber zu diesem Thema folgen demnächst noch einige Beiträge.

 

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Ist wohl wieder nichts geworden aus den Spekulationen: Arabische Airlines dementiert Einstieg bei Air Berlin!

Dezember 7th, 2011 — 6:59am

FRANKFURT. “Die arabische Fluggesellschaft Etihad hat einen Bericht über einen kurz bevorstehenden Einstieg bei Deutschlands zweitgrößter Airline Air Berlin dementiert. Das „manager magazin“ hatte unter Berufung auf Branchenkreise gemeldet, dass Air Berlin noch in dieser Woche den Einstieg der staatlichen Fluglinie des Emirats Abu Dhabi verkünden werde. „Der ganze Bericht ist fehlerhaft“, erklärte ein Sprecher von Etihad am Dienstag. Die Fluglinie sagte lediglich, dass sie mit vielen Airlines häufig über alle möglichen Themen und Gelegenheiten rund um den Globus spreche.

………

Der Air-Berlin-Aktie halfen die Spekulationen nicht. Die Papiere der Fluglinie büßten am Nachmittag zeitweise mehr als drei Prozent ein. Investoren befürchteten eine Kapitalerhöhung, da niemand wisse, welchen Umfang sie haben könnte, sagte ein Händler. Aktuell liegt der Börsenwert von Air Berlin bei etwa 212 Millionen Euro.”

Hier der Link zum Hamburger Abendblatt.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, ausser dass das seit Jahren jedes mal eine andere Airlines ist, die sich angeblich auf dem BBI engagieren will. Z.B. eine indische, eine chinesische……

Hier eine passende Passage aus meinem Buch (aus dem Jahr 2009!):

“Oder gibt es doch eine Lösung für die klaffende Umsatzlücke für den BBI? Denn neuerdings wird nach dem Eintritt der Wirtschafts- und Finanzkrise von einem internationalen Drehkreuz mit dem Fokus Asien geschwärmt und das Vorhaben „nimmt mehr und mehr Gestalt an. Die indische Fluggesellschaft Jet Airways habe ‚größtes Interesse’, BBI für 2011 mit Direktflügen fest in ihr Netz einzuplanen, sagte der Potsdamer Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) gestern in Bangalore“ (Märkische Allgemeine Zeitung vom 21.3.2009). Dass wieder einmal in Berlin ein neuer Interkontinentalflug mit Pauken und Trompeten angekündigt wird, ist rein statistisch möglich (es wäre wieder an der Zeit …), aber dass hieraus „vielleicht“ sogar ein Drehkreuz von Jet Airlines entstehen könnte, nimmt in der heutigen Zeit sowieso kein Bürger der Berliner und Brandenburger Regierung mehr ab. Die Wahrheit zu diesem Thema ist jedoch, dass Herr Junghanns zu erwähnen ver-gaß, dass diese größte private indische Fluglinie „1900 Mitarbeiter und damit 15 % der Belegschaft (entlassen muss)… Die Airline teilte mit, im Winterflugplan 15 Prozent der ursprünglichen Flüge zu streichen. Die wirtschaftliche Lebensfähigkeit der indischen Luftfahrtbranche sei durch hohe Treibstoffpreise und Finanzkrise schwer beeinträchtigt.“, so die FTD bereits am 16. Oktober 2008! Die gleiche Situation trifft im Übrigen auch für die chinesischen Airlines zu (oder sonst wo), während eine der größten und renommiertesten Airlines der Welt gegenwärtig um ihr Überleben kämpft und ihre Mitarbeiter bereits sogar um Lohn- verzicht bittet: British Airways (FTD vom 17.6.2009)” (Seite 65).

Immer wieder das Gleiche: Spekulationen, Halbwahrheiten, Lügen! Nur die sich jetzt anbahnende Megakrise ist nicht im geringsten vergleichbar mit der vor 2 Jahren: Denn der Crash kommt und ist nicht mehr abwendbar!

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Da sind sie schnell hin und weg! 530 Junglehrer wollen schnell weg aus Berlin!

Dezember 5th, 2011 — 7:50am

Wowereits Infrastrukturpartei (SPD) hat kein Geld für Junglehrer: die wollen einfach nur schnell weg, weil sie nicht verbeamtet werden sollen. Kein Geld für so etwas mehr da. Und Berlin ist sowieso Pleite!

530 Junglehrer wollen weg

In den Schulen droht Personalmangel: Gut 530 der 1400 angestellten Lehrer an Gymnasien wollen die Hauptstadt verlassen, weil auch der neue Senat Lehrer nicht verbeamtet.

Das habe eine Umfrage unter Schulleitern ergeben, teilte am Dienstag Ralf Treptow von der Vereinigung der Oberstudiendirektoren mit. „Das ist das Ende jeder planmäßigen Personalentwicklung.“ An einigen Schulen haben mehr als 80 Prozent der angestellten Lehrer sogenannte Freistellungsanträge eingereicht, damit sie in andere Bundesländer gehen können. In den anderen Bundesländern, auch in Brandenburg, werden Lehrer verbeamtet. Mit dem Beamtenstatuts verdienen Lehrer wenigstens 500 Euro netto mehr. Berlin hat 2003 beschlossen, Lehrer nicht mehr zu verbeamten, nicht zuletzt wegen der hohen Pensionszahlungen. Da künftig jährlich 1000 Berliner Lehrer in Pension gehen werden, fürchten die Schulleiter, offene Stellen gar nicht oder nur schleppend besetzen zu können. An Gymnasien drohe ein eklatanter Fachlehrermangel, so Treptow, zumal etliche Lehrer wegen der Schulzeitverkürzung zum Schuljahresende umgesetzt würden. Der Amtsantritt der neuen Senatorin Sandra Scheeres stehe „unter keinen guten Vorzeichen“, so Schulleiter Treptow.” (Berliner Zeitung vom 30.11.20011)

Hier der Link

Da müssen wohl demnächst einige Schulen zu gemacht werden. Oder vielleicht werden dann die Eltern oder Hartzies dazu zwangsverpflichtet, den Unterricht durchzuführen. Ja, leben wir denn hier in einem Irrenhaus. Und wie lange schaut sich das die Bevölkerung noch an. Absurder geht es nicht: Bildung ist Zukunft und ohne Lehrer bzw. mit einem chronischen Lehrermangel hat Berlin keine Zukunft. Schon jetzt ist in der Berliner Touristenmetropole, auf die der nicht mehr wirklich regierende Bürgermeister grenzenlos stolz ist, der Bildungsnotstand angesagt. Ebenso ist es völlig absurd, dass Wowereit erklärt, dass Berlin die Einwanderungsmetropole Europas werden soll, wenn man die Prioritäten dieser Versagerpolitik betrachtet. Wie soll das funktionieren, wenn Berlin jetzt schon Pleite ist und der Schuldenberg weiter wächst?

Unterdessen wird mit Hochdruck mit unserem Steuergeld an der Eröffnung des für Berlin und Brandenburg unbezahlbaren Flughafen BER gearbeitet, der am 3. Juni 2012 in den Verlustbetrieb gehen soll. Allerdings, wie sich immer mehr herausstellt, sind bis jetzt nur 3 % der Lärmschutzmaßnahmen im Rahmen des Schallschutzprogrammes der FBS bewilligt. Weder die Tag- noch Nachtschutzgebiete sind bisher ermittelt worden und die Flugrouten werden erst im Januar festgelegt. Abgesehen davon, dass hier das Billigste, nicht standartgemäß und in einem völlig unzureichenden Maße eingebaut werden soll, wird immer offensichtlicher, dass mit der angekündigten Eröffnung des BER die überwiegende Masse der Betroffenen dem Fluglärm am Tag und in der Nacht schutzlos ausgeliefert sein wird. Aber das interessiert die Betonköpfe dieser Infrastrukturpartei von Wowereit nicht im Geringsten. Ebenso Rot-Rot unter Platzeck nicht. Die freuen sich sogar über die einmalige Chance, dann ihre Messreihen zur Dokumentation einer niedergehenden und erkrankenden Region durchführen zu können (das wurde ja bereits angekündigt). Natürlich im Dienste der Wissenschaft. Es ist ein unerhörter Skandal, was sich hier diese ehemalige Volkspartei leistet und unter Duldung des Bundesverwaltungsgerichtes gezielt gegen die Menschenrechte verstößt. Offensichtlich ist das in einer Parteibuchdiktatur so üblich.

Andererseits kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass die FBS die Umsetzung ihres Schallschutzprogramms immer weiter streckt, weil sie dafür einfach kein Geld mehr hat und alles noch verfügbare Geld zur Einhaltung des Eröffnungstermins hineinpumpt. Also ist die FBS  wie Berlin auch Pleite?  Der Eröffnungstermin und die wirtschaftlichen Aspekten des BBI haben eben höchste Priorität: Koste es was es wolle! Und da liegt der Hase im Pfeffer: Je unwirtschaftlicher ein Projekt wie der BER, umso mehr wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass er in seinen künftigen Verlustbetrieb geht. Da interessieren auch nicht abwandernden Junglehrer, für deren Verbeamtung die Infrastrukturpartei einfach kein Geld mehr übrig hat.

Aber wehe der BER geht dann tatsächlich demnächst in Betrieb, wenn dann Air Berlin auch noch Pleite ist etc. und keiner außer die subventionierten  Billigflieger auf den BER wollen, die da in diesem Ausmaß eben nicht hingehören.

 

 

 

 

 

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