Archive for September 2011


Letzte Buchlesung am 19.10.2011 um 19 Uhr in Wildau: Bücher nun völlig vergriffen!

September 30th, 2011 — 8:02am

Am 19.10. findet um 19 Uhr die 18. und letzte Buchlesung statt, wo auch noch einmal die letzten Bücher erworben werden können. Die Lesung findet in den Räumlichkeiten der BI gegen Fluglärm direkt am Bahnhofsvorplatz statt. Wegen der bereits bestehenden Nachfrage nach weiteren Lesungen finden dann keine Buchlesungen mehr in dieser Form statt, sondern es wird völlig neue Vorträge zum BBI-Skandal geben! Vielen Dank für Ihr großes Interesse! Herzlichst Frank Welskop

2 comments » | Das Buch

Auf ebay können seit gestern Flughafenanteile des BER mit “gesicherten Verlusten” erworben werden!

September 28th, 2011 — 7:53am

Hier der mir zugesendete Link! Vielen Dank für die Zusendung dieser witzigen Idee!

“Wider Erwarten” hat die Private Hand jedoch noch kein Gebot für den BER abgegeben! Vielleicht kann sich der Papst nach der (geschmacklosen) Papst-Werbekampagne der FBS ( Hier der Link) für den vielleicht auf Drängen von Wowereit von ihm gesegneten BBI erwärmen. Er würde dann auch im Namen des BER mit Sicherheit einfließen: etwa PBA (Papst-Benedikt-Airport). Da müsste sich aber jedoch auch der BER-Slogan noch mal ändern: etwa, “Bei uns sind Sie dem Himmel ein Stück näher: koste es was es wolle!”

Satirische Kommentare/Beiträge zum BER, BBI-Kartell, zum BBI-Politbüro und den Propagandaabteilungen Berlins und Brandenburgs oder zu unseren politischen “Eliten” sind auf diesem Blog erwünscht!

3 comments » | Satirische Schlagzeilen

Heute (am 26.09.) vorletzte Buchlesung zum Buch “BBI – ein neuer Berliner Bankenskandal?” in Neuenhagen!

September 26th, 2011 — 11:32am

Heute am 26.09. um 19 Uhr im Bürgerhaus Neuenhagen vorletzte Buchlesung zum Buch “BBI – ein neuer Berliner Bankenskanda?”!

U.a. ein Grund für das Ende dieser Vortragsreihe, obwohl gerade in den letzten Lesungen 100 bis 200 Gäste dabei waren und viele Bücher verkauft wurden:

Bis zur letzten Buchlesung am 19.10. in Wildau ist das Buch mit Sicherheit vergriffen. Wie es dann weiter geht, ob ein neues Buch erscheint oder ganz andere Vorträge entstehen, wird unsere turbulente  Zeit offenbaren! Bis dahin werden dringend benötigte Recherchen zum BBI erarbeitet, die dann auch auf diesem Blog erscheinen.

 

 

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Auch den BBI-Treppenwitz mit seinen Abstufungen “WBI”, “WBA”, “BER” ….wird die Realität gnadenlos einholen!

September 22nd, 2011 — 1:19pm

Nachdem Air Berlin nach immensen Verlusten einen extrem harten Schrumpfkurs fliegen muss, um eine Bruchlandung zu vermeiden, und es der Lufthansa noch bis vorige Woche ausgesprochen gut ging, schreckt nun eine Gewinnwarnung der Lufthansa die Branche auf: Ausgerechnet vom  Branchenprimus mit üppigen Gewinnen eine Gewinnwarnung, was natürlich schockiert! Hier der Link oder unten der Text.

Diese Entwicklung ist zumindest in doppelter Hinsicht ausgesprochen relevant für die Luftverkehrswirtschaft:

Einerseits muss es für Airlines wie die angeschlagene Air Berlin verheerend sein, wenn selbst die Lufthansa von der Realität eingeholt wird. Wollen wir nun nicht hoffen, dass Mehdorn als neuer Chef von Air Berlin auf Kosten der Sicherheit die Air Berlin unsicher – und totschrumpft. Leider hat er ja reichhaltige Erfahrungen auf diesem Gebiet vorzuweisen. Und die Drehkreuzillusionen auf dem BBI mit einer Nachtflugexpansion kann sich Mehdorn auch schon mal abschminken, sonst gibt es sowieso die Bruchlandung.

Andererseits hat diese Gewinnwarnung eine indikative Funktion, wenn selbst diese im Vergleich zu anderen Airlines so gut aufgestellte Lufthansa nun von der Realität eingeholt wird:  angeblich kühle sich die Konjunktur ab oder schwächele. Das ist schon eine extreme und realitätsferne Verniedlichung des Problems. Aber ohne diese Banalisierung und Verdrängung der kommenden Entwicklung kann man eben nicht mehr die Hochglanzprognosen  so exzessiv wie bisher drucken lassen bzw. gar nicht mehr. In Wirklichkeit stehen wir vor einem globalen Crash, der entweder durch den Euro- oder durch den Dollarcrash eingeleitet wird. Nur “dank” massiver Marktmanipulationen konnte dieses Ereignis bisher verhindert werden. Dafür wird es danach aber umso schlimmer und dieser Globalcrash lässt sich auch nicht durch das Anwerfen der Gelddruckmaschinen verhindern. Im Gegenteil: das hat eben das Dilemma verursacht!

Natürlich blendet das verblendete BBI-Kartell jegliche Realitäten komplett aus, sonst hätte man diesen Stufe um Stufe in Nacht- und Nebelaktionen entstehenden Großflughafen BBI  nicht an diesem vorsätzlich falsch gewählten Standort diktiert. Eben ein übler BBI-Treppenwitz, der dann WBI heißen sollte (jedoch nachdem ihm sein “I” verloren ging dann WBA heißen sollte) und nun BER für Berlin steht. Wieviel teure “be-Berlin-Kampagnen” wird es bis zur Eröffnung von BER noch geben? Vermutlich nicht mehr  so viele! Denn die Zeiten werden sich global ändern. Hier trotzdem noch 2 Vorschläge zu Bereicherung:

Wie wär es mit der Spar- und Schrumpfvariante “be-Bairlin”. Oder einfach nur “Wowplatz”, wo dann auch mit der ersten Silbe des Landesfürstennamens Brandenburgs gebührend Berücksichtigung findet!  Egal was durch die Politbüros Berlins und Brandenburgs noch erfunden wird oder durch das BBI-Kartell gejammert wird: Die Realität holt auch den “Wowplatz” bzw. Wop-Flop wie auch immer gnadenlos ein!

Gewinnwarnung: Realität holt Lufthansa ein

Für die Branche ist die Gewinnwarnung ein Schock. Die Fluglinie steht im Vergleich zu den Wettbewerbern noch gut da – verdunkelt haben sich die Aussichten vor allem für die kleineren Anbieter.
Vor wenigen Wochen war die Welt im Hause Lufthansa noch in Ordnung. Ende August hatte Vorstandschef Christoph Franz selbstbewusst die Bedenken von Journalisten ausgeräumt, sein Konzern könnte wegen der sich abkühlenden Konjunktur schwächeln. Und das, obwohl Konkurrent Air France-KLM schon Ende Juli die selbst gesteckten Ziele für 2011 einkassieren musste. Trotz der Unruhen in Nordafrika, trotz des Bebens und der Atomkatastrophe in Japan und trotz anhaltender Euro-Krise – die Lufthansa blieb optimistisch und verkündete, das Ergebnis 2011 werde das vom Vorjahr übertreffen.

Damit ist es nun vorbei, entsprechend überrascht sind die Aktionäre von der Ad-hoc-Korrektur am Dienstag. Die konjunkturelle Realität hat Europas größte Fluglinie eingeholt. Im Vergleich zur Branche steht die Lufthansa zwar noch gut da. Franz glaubt weiterhin an einen Jahresgewinn im dreistelligen Millionenbereich. Aber die Skepsis wächst, ob nicht auch dies eine Fehleinschätzung ist und bis Jahresende Makulatur sein könnte. Es ist schon verwunderlich, dass die Passagierzahlen vom August die Airline bisher positiv gestimmt haben. Hat das Management jetzt erst festgestellt, dass man weniger an Economy- und Business-Tickets verdient hat, als man vorher über den Daumen gepeilt errechnet hatte?
Für die Flugbranche insgesamt ist die Ad-hoc-Meldung ein Schock. Wenn sich schon der Branchenprimus nicht gegen den weltweiten wirtschaftlichen Abschwung stemmen kann, müssen andere erst recht zittern. Wie etwa die junge Fusion aus British Airways und Iberia, die sich erst noch bewähren muss. Vor allem Iberia leidet unter dem schwächelnden Heimatmarkt Spanien und unter dem Konkurrenzkampf mit Easyjet und Ryanair. Oder Air France-KLM, das bereits Flüge gestrichen und sich einen Einstellungsstopp verordnet hat, um nicht in die Verlustzone zu geraten.

Besonders verdunkelt haben sich die Aussichten für die kleineren Fluglinien. So sollten sich die Aktionäre der defizitären Air Berlin bei den nächsten Quartalszahlen auf alles gefasst machen. Nimmt die weltweite Konjunktur nicht wieder an Fahrt auf, ist fraglich, ob ein Sparprogramm ausreicht, Air Berlin in die schwarzen Zahlen zu bringen. Es droht dann ein Notverkauf. Neben Lufthansa-Chef Franz sagt auch der Branchenverband IATA dem Passagierverkehr für 2012 ein noch schwierigeres Jahr vorher.
Aktionäre der Lufthansa können sich immerhin damit trösten, dass an der Spitze des Konzerns ein Mann mit Krisenerfahrung steht. Zwischen 2004 und 2009 hat Franz als deren Chef die Lufthansa-Tochter Swiss erfolgreich saniert. Es könnte bald so weit sein, dass der Manager diese Fähigkeiten beim Gesamtkonzern einsetzen muss.

 

 

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17. Buchlesung am Montag den 26.09. um 19 Uhr in Neuenhagen und nur noch 90 Bücher vorrätig!

September 20th, 2011 — 12:46pm

Natürlich findet die Lesung am Montag den 26.09. um 19 Uhr die 17. Buchlesungen im Bürgerhaus Neuenhagen bei Berlin statt (hat sich ein Fehler eingeschlichen).

Hier die Erreichbarkeit per Auto:

Aus Berlin kommend:
B1/B5
ZWEITE Abfahrt links abbiegen nach Neuenhagen (große Kreuzung). Die Straße heißt Schöneicher Straße. Diese fahren Sie immer geradeaus in den Ort hinein, bis Sie nur links oder rechts können. Biegen Sie links in die Rosa-Luxemburg-Straße ab. Diese geradeaus. Unmittelbar hinter der S-Bahn-Schranke rechts ist das Bürgerhaus. Die Einfahrt zum Parkplatz des Bürgerhauses ist rechts unmittelbar nach dem Bürgerhaus.
Von der A10 kommend:
Abfahrt B1/B5 Richtung Berlin
Geradeaus. ERSTE ABFAHRT rechts abbiegen nach Neuenhagen. Dann wie oben.

Nicht nur der Buchverkauf ist rasant und der Restbestand liegt unter 100 Exemplaren, sondern auch das Interesse an den gut bis sehr gut besuchten Buchlesungen scheint nicht mehr abzureißen.

Ebenso ist das Interesse an dem BBI-Skandal auch durch bestimmte öffentliche Institutionen (Medien, Staatsbeamte….) sehr auffällig geworden, die oftmals auf den Buchlesungen sind und ein sehr großes Interesse an weitergehenden Informationen haben. Genaues kann an dieser Stelle noch nicht gesagt werden, aber das wird mit Sicherheit noch für Überrasschungen sorgen.

Die 18. Buchlesung findet am 19.10. um 19 Uhr in Wildau statt. Weitere sind in Planung.

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Das Wowereitwahlgeschenk: Bereits über 20.000 Unterschriften für Berliner Initiative für ein Nachtflugverbot

September 17th, 2011 — 7:02am

GRÜNE LIGA Berlin e.V.

Pressemitteilung 24-2011: 

Berlin, 16. September 2011

Bereits über 20.000 Unterschriften für Berliner Initiative für ein Nachtflugverbot

Für das Volksbegehren für ein Nachtflugverbot sind auch in Berlin über 20.000 Unterschriften gesammelt worden. Die Landesregierungen Brandenburg und Berlin sind aufgefordert, die Initiative der Bürger ernst zu nehmen und sofort ein Moratorium für das Planergänzungsverfahren Nachtflug auszusprechen. Es muss ein Umdenken in der Flughafenpolitik geben, damit Bürger in Berlin und Brandenburg nicht gesundheitsgefährdend belastet werden.

Die Initiative für ein Nachtflugverbot wird weiter Unterschriften sammeln und in Kürze 25.000 übergeben. 5.000 zusätzliche Unterschriften werden deshalb benötigt, um jeden Zweifel an ihrer Gültigkeit auszuräumen.

Damit wird sichergestellt, dass sich das Abgeordnetenhaus Berlin in Kürze mit dem Volksbegehren beschäftigen muss. Die Parteien sind aufgefordert, ein Nachtflugverbot zum Gegenstand der Koalitionsvereinbarung zu machen und sich rechtzeitig vor der Wahl zu dem Thema zu äußern.

Informationen: 
Christine Dorn, Tel.: 030/676 98 91, Email:dorn_tmp@yahoo.com
Eckard Bock,Tel. 0177/4644817
www.vuv-verein.de

Sammelstelle für Unterschriftslisten und -bögen:
Initiative für ein Nachtflugverbot
c/o GRÜNE LIGA Berlin
Prenzlauer Allee 8
10405 Berlin

Comment » | BLN/GRÜNE LIGA, Flughafen - BBI

Bei den Buchlesungen immer wieder großes Interesse am Konsensbeschluss und zum Baufeld-Ost-Skandal (BOS)

September 16th, 2011 — 8:36am

Immer wieder gibt es in jüngster Zeit auf den Buchlesungen gezielte Insiderfragen anwesender Institutionen (die hier noch nicht genannt werden sollen) und finden nachgeordnete Gespräche zum BOS und Konsensbeschluss statt. Deshalb hier die Anlage 2 meines Buches, welches sich, wenn auch sehr gekürzt, dieser Thematik widmet.

Anlage 2

Das Chaos zwischen Konsens und Nonsens: der Konsensbeschluss

Roger’s Regel

„Die Genehmigung für ein Vorhaben wird nur gewährt, wenn keiner der Bevollmächtigten dafür verantwortlich gemacht werden kann, wenn es scheitert, sondern nur wenn alle Bevollmächtigten die Anerkennung für sich in Anspruch nehmen können, wenn es gelingt“

Vielleicht begann alles schon mit der kriminellen Liquidation der INTERFLUG im Jahr 1990, so bezeichnet Klaus Breiler die Abwicklung der INTERFLUG in seinem Buch „Das große Buch der INTER-FLUG“, welches 2007 erschien.

Zwar hatte die INTERFLUG auch Ausbaupläne für den ehema- ligen DDR-Staatsflughafen Schönefeld in der Schublade, aber wie kam dieser Anachronismus, einen Flughafen nach dem stringenten Planungsrecht der BRD mit diesen Auswirkungen in bzw. an die Stadt zu bauen überhaupt zustande? Wurde das größte ostdeutsche Infrastruk- turprojekt etwa in Schilda geplant?

Mit der Entscheidung für den Standort Schönefeld war eindeutig klar, dass der BBI infolge des zu erwartenden Nachtflugverbots niemals optimal wirtschaftlich arbeiten kann. Nicht umsonst baut kein Land dieser Welt einen Großflughafen in der heutigen Zeit so dicht an bzw. in die Stadt. Warum auch, zumal ein Flughafen dieser Größenordnung Platz zum ungestörten Wachstum braucht, den das Land Brandenburg für weitaus günstigere Standorte im Überfluss hätte! Da den Konsens- beschlussunterzeichnern von 1996 dieser Zusammenhang klar war oder ihnen dieser Zusammenhang zumindest erklärt wurde, muss wieder hin- terfragt werden, wie diese wirtschaftsfeindliche Entscheidung rechtlich einzustufen ist: Ist es ein vorsätzlicher Akt der Willkür, der als Sabotage und Veruntreuung von Steuergeld charakterisierbar ist? Das politische Muster und die psychologische Mentalität der Konsensbeschlussunter- zeichner erinnern uns unwillkürlich an den Berliner Bankenskandal.

Aber noch eine zweite, noch perfidere Variante ist möglich: Speku- lierten die Gesellschafter der BBF etwa eher darauf, das mit Sicherheit zu erwartende Nachflugverbot mit allen recht- und unrechtmäßigen Mitteln zu umgehen, auszuhebeln, aufzuweichen oder auszuhöhlen?

Aus all dem Dilemma kann wiederum nur geschlussfolgert werden, dass es seit dem Konsensbeschluss in 1996 nicht mit rechten Dingen zugeht und im eigentlichen Sinne keine Planung mehr für den BBI in einem Kontext stattfindet, das Mögliche und Machbare mit den erfor- derlichen legitimen Mitteln zu gestalten, sondern das Unmögliche und nicht Erforderliche mit drakonischen Instrumenten zu erzielen. Daher wurde auch gebetsmühlenartig durch Politik und Wirtschaft immer wieder wörtlich zelebriert: „Der BBI kommt, weil er kommen muss.“

Nun hat die Brandenburgische Regierung alles andere als politische Leuchten hervorgebracht, denn nicht wenige Minister, von Wolf bis Zimmermann, also vom potentiellen Auftragsmörder seiner Frau bis zum Subventionsbetrüger, waren in kriminelle Machenschaften ver- strickt. Aber immerhin haben sie die Leuchttürme ihrer glücklosen Politik vom Lausitzring bis zum Cargolifter geschickt inszeniert, um so noch wenigstens etwas vorweisen zu können. Zwar sind diese teuren Leuchttürme im märkischen Sand längst zerbröselt oder werden wie Tropical Island künstlich durch Subventionen am Leben erhalten, aber das prominenteste Subventionsbeispiel ist der BBI!

Seit dem Konsensbeschluss 1996 ist die Entwicklung des BBI durch ein systematisches Planungsversagen charakterisiert bzw. die BBI-Pla- nung ist lediglich als reagierendes Anpassungsmanagement für den völ- lig ungeeigneten Standort definierbar. Der Konsensbeschluss ist nicht nur selbst eine fehlerhafte Grundlage für den BBI, sondern er beruht selbst auf fatalen Fehlern, da er einerseits die wertsteigernde Einbezie- hung der fehlgekauften Baufeld-Ost-Flächen forderte. Andererseits war ein weiteres prioritäres Element des Konsensbeschlusses die Pri- vatisierung der BBF. Die Privatisierung der BBF scheiterte letztendlich wiederum durch den Zwang zur wertsteigernden Implementierung der fehlgekauften Baufeld-Ost-Flächen in das Flughafenkonzept, obwohl immer und allen klar war, dass der BBI am Standort Schönefeld durch die planungsrechtliche Versagung des Nachtflugbetriebes ein „Risiko- flughafen“ wird! Eine Renditegarantie von 15 % auf das eingesetzte pri- vate Kapital war erforderlich, bevor die BBF hätte privatisiert werden können, was für die Öffentliche Hand nicht akzeptabel war. „Nicht besonders förderlich“ für die Privatisierung war auch die Verschul- dung der BBF, die de facto wertlos war. Auch die Finanzierung eines unrentablen BBI-Betriebes durch eine Flughafengebühr war ein Risi- ko für das Gesamtprojekt und politisch nicht gewollt. Schon damals galt jedoch: Je mehr sich dieses Projekt verzögert und je mehr es vom Fremdkapital abhängig ist, desto höher das Projektrisiko. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich schon damals die Märkte aufzuteilen begannen und BBI zunehmend mit der Situation konfrontiert wurde, kein Dreh- kreuz werden zu können. Unabhängig von der damals schon hohen Wahrscheinlichkeit, keine Nachtfluggenehmigung an diesem Standort zu bekommen, wurde immer klarer, dass der BBI nicht mehr als die Funktion eines regionalen Zubringerflughafens ausfüllen konnte, was bedeutete, dass sich Privatinvestitionen so nicht mehr refinanzieren konnten. Vor diesem Hintergrund zeichnete sich immer mehr ab, dass mit dem BBI ein Zubringerflughafen für einige Milliarden Euro ent- steht, ohne dass dadurch der Flughafenstandort Berlin/Brandenburg aufgewertet wird. Im Gegenteil, denn ohne Nachtfluggenehmigung sind internationale Flughäfen nicht konkurrenzfähig und damit erst recht nicht privatisierbar.

Der Konsensbeschluss war letztendlich eine politisch willkürliche Entscheidung, der

• die Privatisierung der verschuldeten BBF ausschloss,

• die Planung des BBI auf eine Anpassungsplanung an einem suboptimalen Standort reduzierte

• und die Entwicklung des BBI weiter verzögerte, was gerade bei

solchen Projekten zu irreparablen Entwicklungsverlusten führt.

Während der dysfunktionale Konsensbeschluss sich ausschließende Ziele beinhaltet, stellt sich die Frage, wie diese Baufeld-Ost-Fehlkäu- fe überhaupt entstanden sind, die die LEG-Brandenburg im Auftrag der damaligen BBF vorgenommen hat? Wer hat also den Ankauf die- ser nicht erforderlichen Baufeld-Ost-Flächen angeordnet, denn es gab noch gar keine genehmigte Planung für den Flughafenbau- bzw. -aus- bau? Der Aufsichtsrat oder die Gesellschafter der BBF? Und vor allem warum?

Im Aufsichtsrat der BBF saß damals Finanzminister Kühbacher, der dort das Land Brandenburg als Gesellschafter vertrat. Zugleich war dem Finanzminister als Finanzchefkontrolleur auch die LEG unter- stellt. Nach einem Focusartikel vom 22. Mai 1995 schaltete Kühbacher die LEG als Maklerin zwischen den Banken und den Kreditnehmer BBF ein, während sich die BBF nicht nur durch die Kredite für die sinnlosen Flächenkäufe verschuldete, sondern auch für die an die LEG zu zahlenden Provisionen. Die Gewinner waren in jedem Fall die Geld- häuser, besonders die WestLB, die nach der Wende auch einen Leihbe- amten und Aufbauhelfer nach Brandenburg entsandte und der sie dort „kommissarisch zur Zentralbank Brandenburgs und zur 50-Prozent- Teilhaberin der landeseigenen Investitionsbank ILB“ machte: Klaus- Dieter Kühbacher! Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

Abgesehen von den gigantischen Kosten dieser willkürlichen Flä- chenfehlkäufe, die man durchaus auch als „Operation Willkür“ be- zeichnen könnte, war diese Entscheidung von dramatischer Tragweite für den BBI:

Das Chaos zwischen Konsens und Nonsens war am Standort Schöne- feld spätestens mit dem Konsensbeschluss geboren! Dieser vorher wie- derum durch den spekulativen oder irrationalen Baufeld-Ost-Flächen- Kauf! Eine chaotische Einzelentscheidung bedingte die nächste cha- otische Entscheidung auf einer höheren Hierarchieebene. Und dann wiederum die nächste in einer Kette von Abhängigkeiten, in einem Netz irrationaler Strukturen: Am Ende taucht ein Muster auf: Chaos!

Hätte man sich an die Worte von Franz von Assisi gehalten, wäre es relativ einfach gewesen, wenn man nicht am falschen Ende begonnen hätte: „Beginne damit, das Nötige zu tun. Dann tue das Mögliche, und plötzlich tust du das Unmögliche.“

Nach diesem Credo hätte es spätestens im Jahr 2000 einen leistungs- starken Flughafen mit Lufthansadrehkreuz in Sperenberg gegeben. Weil jedoch der Bau des BBI dadurch auf die lange Bank geschoben wurde, sind die Gewinner dieses Flops auf sehr lange Sicht und in jeder Hinsicht nur (?) – richtig – die Banken!

Comment » | Auf der Suche nach BBI-Kunden, BBI-Baustopp sofort, Fälschung des unrentablen BBI

Der Vorsitzende des Brandenburgischen Politbüros meldet sich mit seinem „wirtschaftlichen Sachverstand“ phantasielos zu Wort!

September 11th, 2011 — 7:33am

(Durch meinen Computerausfall kommt dieser Blogtext nun etwas später!)

Es ist eigentlich unglaublich was der ehemalige Umwelt- und Raumordnungsminister Brandenburgs Platzeck von sich gab, als er sich dazu herabließ, vor seiner Staatskanzlei eine Botschaft an die Protestierenden zu richten und das geplante eingeschränkte nächtliche Flugverbot als notwendige Belastung für einen großen Teil seines Volkes zu verteidigen.

„Wir werden ein Industrieland nicht zum Nulltarif haben können“, sagte er. Ein völliges Nachtflugverbot werde er nicht unterschreiben. Das Projekt gehöre schließlich der öffentlichen Hand. „Wenn die Rahmenbedingungen für den Flughafen schlecht sind, leidet kein Großkapitalist, sondern der Steuerbürger“, rief er unter Buh-Rufen.“ MAZ 30.08.2011

Was soll man dazu sagen, wenn man diesen Unsinn erst einmal verdaut hat?

1. „Wir werden ein Industrieland nicht zum Nulltarif haben können“

Nicht nur, dass er damit zum Ausdruck bringt, dass diese Region alles andere als eine blühende Landschaft ist, er drückt auch aus, warum dieses arme und abgebrannte Land keine Industrie mehr hat oder nach der Wende kaum ansiedeln konnte. Was hat die Industrialisierung mit keinem „Nulltarif“ zu tun. Hier geht es um eine handfeste Investitionspolitik durch Gewinnung von privatem Kapital. Aber genau das ist der Punkt: Die arrogante und schnöde Investorenfeindlichkeit dieser Landesregierung, die sich z.B. seit der Wende lieber mit 17 Ministerskandalen beschäftigte und genau das Gegenteil tat, was Investoren haben wollten. Prominentestes Beispiel natürlich der BBI: Die wollten eben nie diesen Deppenstandort Schönefeld. Und weil die SPD-Regierung und ihre Mitmacher eine verbohrte und starrsinnige Politik fahren, fuhren sie schon frühzeitig alles und sehr kostspielig gegen die Wand. Das Land verarmt, schrumpft und vergreist, bis auf den engeren Verflechtungsraum, und der wird jetzt auch noch für den Berliner Flughafen BER mit Hilfe der  Brandenburgischen Vasallenpolitik verlärmt und vergast.

Offensichtlich wurde damals schon der hochspekulative Großflughafen für 60 Mio. PAX erfunden, weil man für eine effiziente Industrie- und Investitionspolitik einfach zu unfähig war. Dem Großenwahn der Parteibuch- und Posemuckelpolitiker folgt dann der große Fall: Als wenn ein Großflughafen, der die anderen Drehkreuze in Europa ablösen soll (ich berichtete über diesen Größenwahnsinn) und die Industrie dann danach hinterherzieht. Wenn es nicht so dramatisch und so kostspielig wäre, könnte man sich über diese Münchhausenpolitik nur noch kaputtlachen. Ausgerechnet dieses heruntergekommene Land will sich an diesem Großflughafen, der nun die hoch gezüchteten Billigflieger am Hals hat und dessen glücklose Pleiten-, Pech- und Pannenplanung vor 20 Jahren begonnen hat (und der auch mit Sicherheit nicht in 2012 eröffnet) aus dem Sumpf ziehen…..

 2. „Ein völliges Nachtflugverbot werde er nicht unterschreiben. Das Projekt gehöre schließlich der öffentlichen Hand“

Was ist das? Was ist ein völliges Nachtflugverbot, wenn nach Platzecks Vorstellungen und Wünschen 113 Nachtflüge zur Verlärmung seines Volkes nah und fern abgewickelt werden sollen? Außerdem teilt er den Bürgern unverhohlen mit, dass die öffentliche Hand menschenfeindlich ist. Denn eben weil der BBI, der (offensichtlich glücklicherweise) in öffentlicher Hand ist, gibt es kein Erbarmen für die Bevölkerung vor dem Nachtflug.

Gerade Platzeck weiß aus seiner Amtszeit als Umweltminister wie ungeeignet der Standort Schönefeld ist und dass ein striktes Nachtflugverbot unabkömmlich ist.

Aber dann auch noch beschwörend zu verkünden, dass Projekt gehöre der öffentlichen Hand ist für seine Bürger unzumutbar! Nichts  gehört der öffentlichen Hand, sondern der Steuerzahler ist nun in der Hand dieses kreditfinanzierten Molochs bzw. in Bankenhand, den kein Privater bauen wollte bzw. in den keiner einsteigen will. Die Schulden, die das BBI-Kartell für den fremdfinanzierten und hochspekulativen BBI aufgenommen hat werden dem Land überall fehlen. Erst wurde für die subventionierten Billigflieger geflogen und nun für die Banken, um den Schuldendienst für den Luxusflughafen, auf dem sich nur Billigflieger tummeln, zu leisten. Was nicht leistbar sein wird…..Dank der öffentlichen Hand müssen die Hände und Geldbeutel der Steuerzahler dauerhaft für diesen Schildbürgerstreich aufkommen. Die öffentliche Hand bestraft die Bürger diktatorisch und in mehrfacher Hinsicht.

 3. „Wenn die Rahmenbedingungen für den Flughafen schlecht sind, leidet kein Großkapitalist, sondern der Steuerbürger“

Schon gespenstisch, er bringt schon wieder alles durcheinander:

Erstens bringt er damit das Vorige und die „Regierungslogik“ zum Ausdruck, welche Auffassung er zu den so genannten Großkapitalisten hat. Hier vertreibt man lieber diese Investoren, siehe auch Berlin (ein Wowereittext folgt dazu).

Zweitens tut er so als würde mit der Durchpeitschung dieses Nachtflugregimes der BBI rentabel fliegen: Mitnichten!

Drittens leidet eben der Steuerbürger, weil bei diesem Projekt durch Arroganz und Unfähigkeit der Politik die Investoren vertrieben worden sind. Hätte man sich an das Ergebnis des Raumordnungsverfahren gehalten, dann bräuchte man jetzt nicht um ein Drehkreuz und Interkontinentalflüge für einen missratenen Großflughafen zu betteln, der bereits vor mindestens 10 Jahren an einen anderen Standort in Betrieb gegangen wäre: Natürlich unter privater Regie bei Planung, Bau und Betrieb!

Am Standort Schönefeld sind die Rahmenbedingungen extrem schlecht. Deshalb leidet ja eben leider der Steuerzahler lange bevor der Politikerspuk in Betrieb gegangen ist, weil die „bösen Großkapitalisten“ auf dieses Vehikel verzichten mussten: Die bösen Großkapitalisten werden eben nur für eine Reichensteuer gebraucht, damit das Land regierungsfähig bleibt und vor den Wahlen noch eifrig Geschenke verteilt werden können.

Und dann äußerte sich Platzeck auch noch, dass seine Phantasie nicht ausreichen würde, um sich eine 3. SLB an diesem Standort vorstellen zu können: Offensichtlich hat er keine, nach dem was alles auch unter seiner Regie geschehen ist. Der Brandenburger Bürger konnte sich jedenfalls damals auch kaum vorstellen, dass nach dem eindeutigen Ergebnis des Raumordnungsverfahrens, ausgerechnet der schlechteste Standort favorisiert und mit aller Brutalitäten durch Tricksereien und Täuschungen an dem Lieblingsstandort von Diepgen und Wowereit durchgepeitscht wurde. Jedenfalls haben jetzt die Protestierenden in Berlin und Brandenburger genug Phantasie, um sich vorzustellen, welche Sittenwidrigkeiten sich die Obrigkeit noch einfallen lassen könnte…..Ich habe jedenfalls genug Phantasie, dass kurz nach der Wahl von Wowereit verkündet wird, dass die Eröffnung des BBI wieder einmal verschoben wird. Wieder genug Zeit gewonnen, um Hochglanzbroschüren zur tollen Jobmaschine zu drucken…..

Comment » | BBI-Fälschungen und -Betrug

Hier die nächsten Buchlesungstermine zum BBI-Skandal

September 9th, 2011 — 6:02am

Nach der  gut besuchten 15. Buchlesung mit interessanter Diskussion folgt im Kino Union in Friedrichshagen die 16., für die es auf Grund des großen Interesses schon Platzreservierungen gibt!

16. Buchlesung am 14.09. im Kino Union  2. Lesung auch um 20 Uhr (hier der Link)

17. Buchlesung in Neuenhagen am 26.09. um 19 Uhr im Bürgerhaus

18. Buchlesung in Wildau am 19.10  um 19 Uhr am Bahnhofsvorplatz im Raum der BI gegen Fluglärm

Weitere Termine werden folgen. Ebenso auch demnächst wieder Texte auf meinem Blog!

 

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Infos und nächster Buchlesungstermin

September 3rd, 2011 — 1:37pm

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie bereits angekündigt findet die nächste Buchlesung am Mittwoch den 7.09. um 20 Uhr im Kino Union in Friedrichshagen statt. Hier die Ankündigung des Kinos!
Dieser Tag wird ohnehin und in mehrfacher Hinsicht sehr spannend, weil das Bundesverfassungsgericht über die Klagen zum Eurorettungsschirm entscheiden wird (ich berichtete bereits).
Aufgrund der großen Nachfrage findet  die  16. Buchlesung gleich eine Woche später (am 14.09.)  nochmals im Kino Union statt!

Durch einen Computerabsturz gab es in der letzten Woche keine weiteren Artikel. Ich hatte zwar einen 2. Computer, aber ohne die bis zu diesem Zeitpunkt erstellten Dateien.
Nun ist alles wieder ok. und einen Datenverlust gab es auch nicht. Diese Auszeit passte auch ganz gut, weil die Nachfrage nach Umkehrosmoseanlagen zur Aufbereitung des Trinkwassers mit pureblue-Wasserfiltern durch die in Berlin und Brandenburg entdeckten coliformen Keime stark steigt. An dieser Stelle möchte  ich deshalb erstmals auf meinem Blog Werbung für meine Aqua-pur-Berlin (siehe unter Kontakte) machen, die in Berlin und Brandenburg sowie in einigen ostdeutschen Bundesländern diese Anlagen vertreibt und einbaut. Bei der sicheren Aufbereitung eines richtig guten und wohlschmeckenden Trinkwassers geht es jedoch nicht nur um diese aktuellen Verunreinigungen. Wenn Sie dazu mehr Interesse haben, mailen Sie mich einfach unter der folgenden Adresse an aqaupurberlin@frank-welskop.de oder lesen Sie mehr unter pureblue! Oder auch in diesem Blog unter dem Link Unser Trinkwasser in Gefahr?

Comment » | BLN/GRÜNE LIGA, Das Buch, Unser Trinkwasser in Gefahr?

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