Archive for August 2011


Standortgegner wehrt euch gegen die Parteibuchwillkür deutscher Gerichte!

August 25th, 2011 — 5:51am

Eine sich Europolis nennende Klägergruppe von 55 Unternehmern und Bürgern bringen um den renommierten Staats-, Verfassungs- und Wirtschaftsrechtler sowie Finanzexperten Prof. Markus C. Kerber die Verfassungsrichter des Bundesverfassungsgerichts vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

„In dieser rechtlichen Auseinandersetzung geht es um die rechtsstaatlich-demokratischen Grundlagen des deutschen Gemeinwesens, nicht nur um den Euro“, sagt Kerber im Gespräch mit “Welt Online“. Er rufe den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an, weil sich auf nationaler und europäischer Ebene eine „Erosion des Rechts“ vollziehe. Fundamente der Europäischen Union als Rechtsgemeinschaft würden nachhaltig geschädigt und die in der Europäischen Menschenrechtskonvention vorgesehen Rechte verletzt, darunter das Recht auf ein faires Verfahren und das Recht auf Schutz des Eigentums.“

Hier der Link zu dem unbedingt zu lesenden Artikel!

Wenn nach Prof. Kerber die Bundesregierung das Eigentum der Bürger gefährde und eine Erosion des Rechts stattfinde, dann trifft das natürlich auch für die vom BBI betroffenen Menschen in mehrfacher Hinsicht zu: nur, dass es hier nicht nur um das Eigentum geht, sondern besonders um die grundgesetzwidrige Gefährdung der Gesundheit der vom BER betroffenen Bürger. Und nicht nur, dass dieses grundgesetzwidrige Projekt durch die Bundesregierung durchgepeitscht wurde, sondern vor allem durch die perfide Täuschung der Bürger durch die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg.

Seit der von Frau Dr. Ludwig (CDU) sehr dankenswerterweise organisierten Anhörung der Bürgerinitiativen am 22.08.2011 in Rangsdorf, die überwiegend durch die Flugroutentäuschung entstanden sind, ist klar geworden, dass es sich nun nicht mehr um konkurrierende Flugroutenproteste nach dem Sankt Floriansprinzip handelt, sondern  eine geschlossene Front gegen den BER-Standort und dessen BBI-Kartell entstanden ist. Es kann natürlich sein, dass das Politbüro des BER dies noch nicht geschnallt hat und die auch darauf setzen, dass sie ihre sittenwidrigen 100 Nachtflüge vom Bundesverwaltungsgericht bekommen werden, obwohl deren eiskalten Planer genau wissen, dass tausende Kinder und Erwachsende durch den landesplanerisch verfügten Nachtflugterror erkranken werden.

In Erwartung der grundgesetzwidrigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (und was können die Bürger vom BER-Politbüro auch noch anderes erwarten) sollte man ebenso die Richter des Bundesverwaltungsgerichtes in Erwartung ihres Parteibuchurteils für Platzeck und Wowereit vor den Europäischen Gerichtshof wegen Verletzung der Menschenrechte bringen, wie es Prof. Kerber tut (Wenn das nicht hilft, muss zu anderen Mitteln gegriffen werden, über die ich aber hier noch nicht berichten will).

Prof. Kerber ist der Verfasser des Vorwortes meines Buches „BBI – ein neuer Berliner Bankenskandal“. Hier das Vorwort:

 „Eine öffentliche Diskussion über das Ob des neuen Flughafens Berlin- Brandenburg-International (BBI) ist stets tabuisiert worden. Stattdessen haben sich die Vertreter der Parteien – sowohl in Berlin als auch in Brandenburg – stets über Standorte und Modalitäten gestritten. Herausgekommen ist eine langwierige, mit vielen Fehlern behaftete Planung, die zum Gegenstand verwaltungsrechtlicher Prozesse ge- worden ist. Auch die Frage, ob ein Kapazitätsausbau in dem bei BBI vorgesehenen Maß noch im Hinblick auf die bestehenden Flughafenkapazitäten und ihre Ausbaubarkeit wirtschaftlich ist, wurde von den zuständigen Instanzen der Berliner Politik (Rechnungshof des Landes Berlin) nicht thematisiert.

Der Unterzeichner hat zu dieser Thematik selbst ein Diskussionspapier (1) der Technischen Universität Berlin vorgelegt, das indessen zwar freundliche Aufmerksamkeit durch den ehemaligen Bundespräsidenten von Weizsäcker, allerdings Desinteresse von Seiten des Präsidenten des Rechnungshofs, Herrn Dr. J. Harms, erfuhr.

Das nachstehende Werk von Frank Welskop, der die Genese und den Werdegang des Projektes BBI aus der Perspektive des politischen Beobachters genau kennt, versucht, Licht in das Dunkel der BBI-Planung zu bringen.

Das Werk, geschrieben mit großer Inbrunst für das öffentliche Interesse und mit zahlreichen faktischen Beobachtungen ausgestattet, ist das leidenschaftliche Engagement eines Mannes, der an der Rationalität demokratischer Prozesse, so wie sie in Berlin gehandhabt worden sind – wenn nicht zerbrochen – so fast verzweifelt ist. Seine Beobachtungen müssen sich nun der Diskussion stellen. Daran ist besonders positiv, dass das Werk für sich genommen, unabhängig davon, ob alle Details verifiziert werden können, eine Diskussion auslösen wird. Möge, wenn auch spät, das Opus von Frank Welskop jenen Funken schlagen, der in der Diskussion um das Projekt BBI so schmerzlich vermisst wird. Denn die zuständigen Instanzen der Berliner Politik haben es nicht nur versäumt, die Kosten des Projektes mit den Kosten eines vergleichsweise preiswerten Ausbaus bestehender Kapazitäten zu vergleichen. Vielmehr haben sie nicht einmal dafür Sorge getragen, zu evaluieren, wie groß die Kosten der Stilllegung von Schönefeld-Nord, Tegel und Tempelhof sein werden.

Ist die Demokratie besonders auf Länderebene unfähig, dem haushaltrechtlichen Prinzip der Wirtschaftlichkeit zur Geltung zu verschaffen?

Nach der Lektüre von Frank Welskops interessanten Buch wird der Leser jedenfalls den Kopf schütteln.

Dennoch sollte das Engagement des Autors als ein Aufruf verstan-den werden, mehr Demokratie zu wagen, gerade in den Bereichen, wo das Infrastrukturengagement der öffentlichen Hand wahrscheinlich auch auf Dauer ohne Alternative bleibt.

Prof. Dr. Markus C. Kerber

 

1       TU-Berlin Diskussionspapier Nr. 04/2007, Anmerkungen zur Berliner Flugha- fenstruktur aus finanzwissenschaftlicher Sicht

 

 

 

Comment » | BBI-Fälschungen und -Betrug

Hier die nächsten Buchlesungstermine! Weitere werden folgen!

August 24th, 2011 — 6:12pm

Das Interesse an Buchlesungen zu meinem Buch “BBI – ein neuer Berliner Bankenskandal?” scheint nicht nur ungebrochen zu sein, sondern es gibt einen richtigen Boom:

15. Buchlesung am 07.09. im Kino-Union in Friedrichshagen um 20 Uhr

16. Buchlesung am 14.09. im Kino Union wegen der großen Nachfrage eine 2. Lesung auch um 20 Uhr

17. Buchlesung in Neuenhagen ( Termin steht noch nicht fest)

18. Buchlesung am 19.10 in Wildau um 19 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben)

mindestens eine weitere Buchlesung ist in Planung

Weitere Termine werden wegen des großen Interesses folgen.

Vielen Dank für Ihr großes Interesse und bleiben Sie dran!

Herzlichst Frank Welskop

 

Comment » | Das Buch

Antwort zur Großen Anfrage von Bündnis 90/Die GRÜNEN

August 20th, 2011 — 6:54am

Hier der Link zur  Beantwortung der Großen Anfrage mit dem Titel “Wirtschaftlichkeit des Flughafens Berlin Brandenburg International und der Flughafen Berlin Schönefeld GmbH.

Ausdrucken lohnt sich nicht!

2 comments » | Allgemein

Volksinitiative für Nachtflugverbot hat allein in Berlin bereits über 10.000 Unterschriften gesammelt!

August 19th, 2011 — 4:28pm

Hier einige Infos zur heutigen Pressekonferenz zum Stand der Volksinitiative Nachtflugverbot in Brandenburg und Berlin in der Geschäftsstelle der GRÜNEN LIGA Berlin (siehe Links). Im Text  der ersten Pressemitteilung ist natürlich die Volksinitiative FÜR ein umfassendes Nachtflugverbot gemeint. Unabhängig von dem Lapsus ist die Initiative in Berlin und Brandenburg ausserordentlich gut angelaufen!

1. Link

2. Link

Comment » | BBI/Flugverkehr (Allgemeines), Die Risiken am BBI-Standort, Flughafen - BBI

Eindeutiges BBI-Baustoppvotum bei MAZ-Umfrage und neuer Terminalanbau in Tegel: passt gut zusammen!

August 17th, 2011 — 10:44am

Manchmal überschlagen sich die Nachrichten, aber sie gehören zusammen, weil eben auch bei Pleiteprojekten alles miteinander zusammen hängt: Beginnen wir mit der Umfrage der MAZ, auf die ich bereits gestern in meinem Blogtext verwies:

Gestern um 14 Uhr wurde mit 2472 Stimmen votiert, ob der BBI kommen soll oder nicht:

Ja – bis alle Vorwürfe geklärt sind.                                     9.2%

Ja, weg mit dem BBI aus Schönefeld                             67.5%

Nein, der BBI muss kommen                                          23.3%

Hier der Trend, der für einen eindeutigen Baustopp am 17.08.2011 um 12:12 Uhr mit 3054 Stimmen:

Ja – bis alle Vorwürfe geklärt sind.                                     9.2%

Ja, weg mit dem BBI aus Schönefeld                             71.9%

Nein, der BBI muss kommen                                          19,7%

Weil sich die Vorwürfe eben nicht positiv klären lassen, geht der Trend für einen Baustopp und Aufgabe des BER-Standortes auf die 80 % zu. Das ist mit 4/5 ein eindeutiges Votum. Hier nochmals der Link zur Umfrage!

Prompt zu dieser Umfrage gibt es plötzlich von der FBS bestätigte Zeitungsartikel, dass der Flughafen Tegel kurz vor seiner Schließung wieder mal einen neuen Terminalanbau bekommt (Artikel dazu siehe unten).

Gehören die Flughafenplaner und –lobby mit zu den 70 % bzw. 80 %, die für einen sofortigen Baustopp sind oder haben sie von den Umfrageergebnissen erfahren und deshalb gleich eine Flughafenerweiterung initiiert. Spaß beiseite: Was geht da eigentlich vor, wenn wieder Millionen € in die hochdefizitäre Flughafenbewirtschaftung Berlins gesteckt werden. Man muss sich vorstellen, dass Tegel seinen regulären Betrieb als Zivilflughafen am 2. Januar 1960 aufgenommen hat: Also nach 629 Monate soll Tegel am 2. Juni 2012 schließen und für 8 Monate soll dieser Terminalanbau seinen Betrieb aufnehmen, vorausgesetzt er wird im September tatsächlich fertig: Das heißt für 1,27 % der angekündigten Lebenszeit für Tegel werden noch mal fleißig Millionenbeträge an Steuergeldern rein gebuttert! Welcher Hauseigentümer würde nochmals in eine Infrastruktur ganz kurz vor Abriss des Hauses investieren? Und gibt es nicht noch in Schönefeld Übergangskapazitäten? Denn noch könnte man ja flexibel in dem polaren Flughafensystem operieren.

Und wer soll das Ganze verstehen, wenn inzwischen das Berliner Straßennetz völlig marode ist, von 5700 Kilometer Straßennetz inzwischen 4000 km dringend sanierungsbedürftig sind. Oder tausende KITA-Plätze fehlen, weil Erzieherstellen nicht mehr besetzt werden können (Berliner Morgenpost vom 6/7. August 2011).

Wer hat die Macht in diesem Land, die so etwas zulässt. Eine Diktatur, die sich über die Rechte und Interessen der Menschen arrogant hinwegsetzt? Oder geht das an den Parlamenten vorbei, weil die FBS mit ihren Aufsichtsratsvorsitzenden  Wowereit die eigentliche Regierung in diesem bettelarmen Land ist, welches ohne Transferzahlungen von den Geberländern nicht überleben könnte?

Wer sind die da oben und was richten die noch alles so an? Nach diesen wiederholten Tegelexzessen trotz angekündigter Schließung dieses Flughafens muss nun entsprechend des Ergebnisses der Umfrage umso mehr davon  ausgegangen werden, dass der BER nicht wie angekündigt eröffnet wird. Konkretes werden wir dazu nach der Abgeordnetenhauswahl von Wowereit erfahren. Natürlich nicht vorher, das könnte seine Wiederwahl zum Bürgermeister gefährden!

Berliner Zeitung 16.08.2011,

Flughafen Tegel bekommt Terminal-Anbau Berlin

Knapp zehn Monate vor der geplanten Schließung des Flughafens Tegel wird der Terminal C erweitert. Das sagte am Dienstagabend Flughafensprecher Ralf Kunkel und bestätigte damit einen Bericht der «Berliner Zeitung» (Mittwoch). Das Gebäude sei rund 1200 Quadratmeter groß. Dort könnten Passagiere von bis zu drei Flugzeugen einchecken. Bestehende Kapazitäten würden erweitert, um zum Beispiel für Verspätungen besser gerüstet zu sein, sagte Kunkel. Der Anbau solle im September stehen. Laut Verkehrsbericht gab es in Tegel bis Ende Juli 2011 mehr als 9,5 Millionen Fluggäste – 15,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Flughafen schließt in der Nacht zum 3. Juni 2012. © dpa

 

B.Z. Terminalanbau
Erweiterung für Flughafen Tegel

B.Z./dpa
Bis September wird Terminal C am Flughafen Tegel erweitert – obwohl er in 10 Monaten schließt. Kurz vor der Schließung wird Terminal C in Tegel noch erweitert. Obwohl in knapp zehn Monaten der Flughafens Tegel geschlossen werden soll, wird trotzdem noch einmal der Terminal C erweitert. Das sagte am Dienstagabend Flughafensprecher Ralf Kunkel und bestätigte damit einen Bericht der “Berliner Zeitung“. Das Gebäude soll rund 1.200 Quadratmeter groß werden. Dort könnten Passagiere dann von bis zu drei Flugzeugen einchecken. Bestehende Kapazitäten werden erweitert, um zum Beispiel für Verspätungen besser gerüstet zu sein, sagte Kunkel. Der Anbau soll im September stehen. Laut Verkehrsbericht gab es in Tegel bis Ende Juli 2011 mehr als 9,5 Millionen Fluggäste – 15,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Flughafen soll in der Nacht zum 3. Juni 2012 schließen.

 

Comment » | BBI-Baustopp sofort

Stimmen Sie in der MAZ mit ab, ob der BBI-Großflughafenbau gestoppt werden soll oder nicht!

August 16th, 2011 — 11:59am

Hier ist der Link zur Abstimmung: Link

Comment » | BBI-Baustopp sofort

Air Berlin im Sinkflug: Wird jetzt das Notsinken mit Bruchlandung auf dem BER eingeleitet?

August 15th, 2011 — 6:08am

Was sich da zusammenbraut ist schon kein Sinkflug mehr: Denn nachvollziehbarer Weise leiden die Konkurrenzairlines natürlich auch unter der Luftverkehrsabgabe und unter den Unruhen in der Welt (siehe unten die Links in einem persönlichen Anschreiben  von Air Berlin an mich, was ich niemals angefordert hatte: trotzdem, danke Air Berlin!)

Nein, das ist schon ein Notsinken, wenn nun massive Streckenstreichungen angekündigt werden. Denn dieses Notsinken infolge eines erneuten und satten Verlustes findet noch mit dem Aufwind der Konjunktur statt! Versprochen hatte Herr Hunold das Gegenteil! Und nun diese erneuten Verluste auch noch vor dem geplanten Beitritt zu OneWorld und dem imposant angekündigten Drehkreuzengagement auf dem BBI. Da können wir also gespannt sein, ob dann auf dem konkurrenzlos teuren BBI auch gleich Strecken gestrichen werden, um sich lieber auf Düsseldorf zu konzentrieren: und um sich nicht noch mehr zu verzetteln. Denn die Lufthansa schützt ja auch ihre beiden Drehkreuze gegen die anmaßenden politischen BBI-Forderungen und weiß genau, dass ein drittes Drehkreuz in Berlin nicht funktionieren würde. Und bitte nicht vergessen: Sehr moderat ausgedrückt, beginnt sich die Konjunktur jetzt einzutrüben. Ich habe jedoch dazu seit langem eine ganz andere Meinung: es wird größte globale Verwerfungen in der Weltwirtschaft geben. Der Crash kommt oder die Angst vor einer neuen weltweiten Rezession wächst (Link).

Aber was ist in den letzten Jahren z.T. unter guten Konjunkturbedingungen mit Air Berlin im Vergleich zu den wichtigsten hiesigen Konkurrenzairlines geschehen? Hier lohnt sich ein kurzer Blick auf die Börse, die ja übers Wochenende geschlossen hat (Stand der Werte vom 13. und 14. 08.2011):

 

Air Berlin easyJet Ryanair Lufthansa
Performance 1 Jahr in % -26,6 -5,54 -7,51 0,12
Performance  5 Jahre  in % -74,81 -17,84 -0,12 -13,27
Dividendenrendite in % 0 2,39 9,3 5,7

 

Sowohl bei der ein- als auch fünfjährigen Performance der Aktie schneidet Air Berlin im Vergleich zu den 3 anderen Airlines extrem schlecht ab. Erträge für die Aktie und demzufolge Dividende gab es schon lange nicht mehr. Das Kursziel der Aktie wurde nun erneut abgesenkt: auf 2,30 €. Innerhalb von 5 Jahren hat die Aktie fast 75 % verloren!

Betrachten wir nun die beiden deutschen und besser vergleichbaren Konkurrenzairlines Lufthansa und Air Berlin detaillierter, um der Sache auf den Grund zu gehen:

 

Bilanzvergleich 2010 und 2006

Air Berlin Lufthansa
Aktie in EURO 2,52 12,35
Ergebnis je Aktie netto in 2010 in € -1,14 1,47
Ergebnis je Aktie netto in 2006 in € 0,95 1,75
Umsatz in 2010 in Mrd. € 3,72 27,32
Umsatz in 2006 in Mrd. € 1,58 19,85
Gewinn nach Steuern in 2010 in Mio. € -97,16 1140
Gewinn nach Steuern in 2006 in Mio. € 50,06 897
Cash Flow in 2010 in Mio. € -14,14 3080
Cash Flow in 2006 in Mio. € 109,61 2110
Kennzahlenvergleich 2010
Ergebnis Aktie netto in € -1,14 1,47
Dividende Netto je Aktie in € 0 0,6
Cash Flow Aktie in € -0,17 6,72
Eigenkapitalrendite in % -19,23 13,56
Umsatzrendite (netto) in % -3,8 4,14
EBIT-Marge in % -0,89 4,89
EBITDA-Marge in % 1,6 11,04

Die markanteste Kennzahl ist die extreme Umsatzsteigerung von Air Berlin seit 2006! Der Umsatz hat sich in den letzten 5 Jahren mehr als verdoppelt: um 134 %! Lufthansa verzeichnete dagegen ein Umsatzwachstum von 37 %.  Aber was ist trotz des „tollen“ Umsatzwachstums mit den anderen Kennzahlen  bei Air Berlin passiert: Alle Werte sind im Jahr 2010 negativ, während bei der Lufthansa das Gegenteil der Fall ist und sogar der Gewinn nach Steuern gesteigert werden konnte. Trotz Luftverkehrsabgabe und Unruhen in aller Welt…..

Allen Air-Berlin-Aktionären kann man da nur empfehlen, so eine Aktie schnellstens abzustoßen. Denn die wird langfristig nix mehr bringen. Es sei denn, es wird massiv umgesteuert und konsolidiert: ein Schrumpfkurs eingeleitet! Also Hände weg von einem BER-Drehkreuz, denn das impliziert ja wieder zwingend expansives Wachstum.

Aber nach dem kurzen Vergleich der Airlines gibt es auch Parallelen von Air Berlin und der dauerhaft glücklosen  FBS: Die FBS setzte mit ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden Wowereit auf Billigairlines, deren Einladung nach Berllin mit üppigen und rechtswidrigen Subventionen verquickt war. Besonders easyJet initiierte dann natürlich ein drastisches und dramatisches Passagierwachstum, denn der FBS-Umsatz stieg durch die Billiggebühren natürlich weitaus langsamer als das Passagierwachstum, wodurch der Umsatz je Passagier in 2010 auf ein historisches Tief von etwas über 11 € sank (Durchschnitt deutscher Verkehrsflughäfen liegt bei über 24 €). Demzufolge gibt es bei der FBS keinen selbst erwirtschafteten Gewinn ebenso wie die Dividende bei Air Berlin ein Fremdwort geworden ist und die dauerhaften Verluste nun zu einem Strömungsabriss führen könnten. Wenn also Air Berlin auf das BER-Drehkreuz fliegt, dann könnte das Notsinken auf einem viel zu teurem BBI zu einer endgültigen Bruchlandung führen: Für Air Berlin wird die Luft nun immer dünner, während sie auf dem künftigen BBI ohnehin dick ist!

Und die Moral von der Geschicht

Umsatzrekorde bringen nichts

Sie glänzen zwar wie Gold

Doch rote Zahlen schreibt Hunold

 

Hier der oben angekündigte Bezug auf die Info von Air Berlin

 

Sehr geehrter Herr Welskop,

Die heutige Ad hoc-Meldung der Air Berlin PLC erhalten Sie unter folgendem Link:

Air Berlin PLC erzielt im zweiten Quartal 2011 einen Umsatz von EUR 1,116 Mrd. – das operative Ergebnis erreicht EUR -32,2 Mio. – das Nettoergebnis beträgt EUR -43,9 Mio.

Alternativ kopieren Sie bitte folgenden Link in die Adresszeile Ihres Browsers: 
http://ir.airberlin.com/index.php?id=794&L=0&tx_ttnews[year]=2011&tx_ttnews[month]=05&tx_ttnews[tt_news]=2950&cHash=eb0c413c523b94f5ce678b69b75fb9e5

Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Weitere Informationen über airberlin finden Sie unter diesem Link :

airberlin Investor Relations

Und hier noch ein weiterer Link:

Comment » | Trotz FBS-Märchen kommt auch der BBI-Crash!

Auch für General Aviation ist der BBI eine Fehlplanung, wie eine Studie der TU Dresden belegt!

August 9th, 2011 — 7:48am

Wie die FBI, die Friedrichsthagener Bürgerinitiative, gestern mit dem Verweis auf das Luftverkehrsmagazin  ”roger” bereits veröffentlichte, ist laut einer demnächst erscheinenden Studie der TU Dresden auch für die Allgemeine Luftfahrt der BBI eine Fehlplanung: Hier der Link zur FBI

Bereits in meinem Buch gibt es zahlreiche Ausführungen zu den Konsequenzen des BBI-Solitärkonzeptes für die Allgemeine Luftfahrt, die zwangsläufig zu ihrer Verdrängung führen wird, was wiederum Folgen haben wird:

“Es gibt noch mehr Probleme an der BBI-Front, die durch die Aufhebung des fragmentierten Flugbetriebs entstehen. Inwiefern? Durch die Konzentration des gesamten Luftverkehrs auf dem BBI, der als nachtflugfähiger Fracht-, Drehkreuz-, Interkontinentalflughafen mit Ostdrehscheibenfunktion gescheitert ist, muss er auch noch die Klein flugzeuge mit einem Anteil von ca. 15 % unterbringen. Hierbei ist je-doch jetzt schon prognostizierbar, dass die durch die Kleinflugzeuge verursachten Starts und Landungen zu weiteren Umsatzrentabilitäts- einbußen führen werden: Einerseits spielen die Kleinflugzeuge nur schon beinahe vernachlässigbare Erträge für den BBI als internationalen Großflughafen ein, da sie naturgemäß weniger Passagiere befördern und ein geringeres Gewicht gegenüber den Maschinen im Linienver-kehr aufweisen (Gebühr ist auch gewichtsabhängig). Andererseits blockieren sie wiederum ca. 20 % der Slots für z. B. die Passagierflugzeuge im Linienflugverkehr, was durch deren zeitliche Ausdehnung infolge der langsam startenden und landenden Klein- und Kleinstflugzeuge nochmals verstärkt wird. Diese langsam fliegenden Kleinflugzeuge sind nicht nur „Slotfresser“, weil sie ca. doppelt so langsam starten und landen, sondern sie können zum Beispiel nach einem Jumbo erst nach einer längeren Zeit infolge der starken Turbulenzen starten, da sonst die Strömung abreißen und das Kleinflugzeug abstürzen könnte. Diese künftigen auch zu bedienenden Kunden des BBI führen nach Berech- nungen der ICAT zu Verlusten in Höhe von 64 Mio. Euro pro Jahr (ICAT-Ticker vom 25.8.2006)!” Seite 86 f.

Am 07.09. 2011 findet meine 15. Buchlesung im Kino Union in Friedrichshagen statt!

2 comments » | Auf der Suche nach BBI-Kunden, BBI/Flugverkehr (Allgemeines)

Strategienwechsel im verregneten Sommerloch: Die „Perspektive“ des BER als Zentralflughafen Deutschlands für Billigflieger wird immer deutlicher!

August 5th, 2011 — 8:02am

Die Suche nach den großflughafenadäquaten BER-Kunden scheint nun endgültig zu scheitern. Jetzt hat die von der Lufthansa vorgestellte Berlin-Strategie „Zukunft Berlin“ nochmals bestätigt, dass „ein Drehkreuz aber (die) Lufthansa am BER nicht (plane). Denn ihren Umsteigeverkehr hat die Kranich-Linie längst in Frankfurt und München aufgebaut“   (siehe Artikel unten). Nachdem die Berliner „Politikelite“ immer wieder große Hoffnung und händeringend auf die Strategie der Lufthansa setzte muss diese Offenbarung für die „Erfinder“ und Erbauer eines spekulativen und mit Kredit finanzierten Drehkreuzgroßflughafens am Standort Schönefeld mehr als ernüchternd sein.

Man setzt seitens der Lufthansa wahrscheinlich nun auf Billigflieger, um Air Berlin auf dem BER nicht kampflos das (schöne)Feld in Schönefeld zu überlassen. Natürlich, wie in meinem Buch beschrieben, wird es auch vielleicht den einen oder anderen Interkontinentalflug auf diesem monströsen Betonbauwerk geben, aber das ist wahrhaftig nicht der Anker, um den BBI vor dem wirtschaftlichen Abdriften zu retten, der mit seiner teuer steuergeldsubventionierten Billigfliegerdominanz nun wirtschaftlich völlig überfordert sein wird. Kein Schnäppchen mit der Lufthansa gemacht, gerade mal ein Häppchen vielleicht, falls da ein Interkontiflug von der Lufthansa tatsächlich kommt.

Hier ein passendes Zitat aus meinem Buch:

„Durch diesen künftigen Status des BBI als LCC-Standort bei einem weitgehenden Nachtflugverbot und durch die schlechte wirtschaftliche Situation Berlins und Brandenburgs wird der BBI auch kein signifikantes Wachstum an Interkontinentalverbindungen generieren“ (Seite 38).

2. Die andere große, aber auch völlig überdehnte Hoffnung auf den großen Drehkreuzeinstieg Air Berlins, darf ebenso bezweifelt werden: Denn dieser Berlin/Brandenburger Herzeigeairlines für den BER geht es seit einiger Zeit richtig schlecht.
Vor allem deshalb, weil sie sich in der Vergangenheit schon öfters durch eine „bedingungslose Expansion“ völlig übernommen hatte und daran heute immer noch laboriert. Trotz aller optimistischen Ankündigungen und trotz bisheriger Konjunktur, die sich nun zumindest stark einzutrüben beginnt, kam sie nicht aus der Verlustzone heraus, ist der Begriff Dividende für die Aktionäre ein Fremdwort geworden und die herabgestufte Aktie dümpelt seit Jahren jämmerlich vor sich hin. Auch kurz vor der geplanten BBI-Eröffnung und dem geplanten Beitritt zu Oneworld geht der Airlines, die auf N 24 immer fleißig das Wetter präsentiert, das Geld und Eigenkapital aus. Mit dem „neuen Copiloten“ an der Spitze von Air Berlin kann es also auch zu einem Strategiewechsel kommen, während die Tage von Air Berlin Gründer Hunold gezählt zu sein scheinen. Stellt sich die Frage, ob sich Air Berlin auf dem maroden BBI noch mal mit vielen Interkontinentalflügen übernehmen möchte. Sollte aber Lufthansa bzw. ihre Billigfliegertochter Germanwings Air Berlin auf dem viel zu teuren BER herausfordern, dann werden die dort hart konkurrieren. Zwar belebt Konkurrenz bekanntermaßen das Geschäft, aber genau das trifft auf dem BBI nicht zu, der alles andere als Billigfliegerpassagiere gebrauchen kann, sondern Umsteiger und Langstreckenflüge.

3. Als wenn das noch nicht genug mit den intrasystemischen Verwerfungen auf dem BER wäre, droht nun offensichtlich dem nicht konkurrenzfähigen BBI auch noch ein exterritoriales Ungemach:  Nämlich aus Sachsen vom Flughafen Leipzig–Halle, den die Berliner Posemuckelpolitik auch zu gerne verboten hätte, um für den BBI eine künstliche Monopolstellung in Ostdeutschland sicherzustellen. Denn nun will Ryanair von Leipzig-Halle den Flugbetrieb aufnehmen, um den sondergebührfinanzierten BER die Kunden abzusaugen, nachdem sich Ryanair von Cochstedt abgewandt hat (zumindest zunächst erstmal beim kommenden Winterflugplan).  Im Vergleich zum BBI wird auf diese Weise eine sehr preiswerte und gut erreichbare Alternative zum BBI angeboten, indem es „von Leipzig/Halle …..ab November pro Woche sieben Verbindungen nach London und drei nach Rom geben“ wird.

Und welche Taktik verfolgt Ryanair dabei?

„In der Entscheidung, künftig auch vom Flughafen Leipzig/Halle zu starten, sieht der Luftfahrt-Experte Cord Schellenberg einen “Strategiewechsel” der irischen Billiglinie. So werde für Ryanair mit dem Ausbau von Schönefeld der Berliner Standort teurer. Als attraktive Alternative sei damit Leipzig/Halle ins Spiel gekommen. Dorthin könnten auch Passagiere aus Berlin und Potsdam anreisen, wenn sie weiter billig mit Ryanair fliegen wollen.“
Hier der Link!

So ist das also: Lauter Strategiewechsel im verregneten Sommerloch, aber es war schon immer klar vorgezeichnet wie sich das Desaster auf dem BBI in etwa abspulen wird. Mit Verlaub gesagt, keine gute Konstellation am Himmel über Berlin für die BBI-Lobby, der seit einiger Zeit höchstens auf dem politischen Flugroutenbasar hart umgekämpft ist. Und damit zerbröseln die erhofften Säulen für die ausufernden, realitätsfernen BBI-Drehkreuzpläne allmählich zu Staub. Keine tollen Perspektiven für den BER also, der schon vom ersten Tag an unter Kurzatmigkeit leiden wird: ganz abgesehen von den globalen Perspektiven, die jetzt vor dem offensichtlich kurz bevorstehenden Crash auch auf die Aktien durchlagen: Heute Nacht stürzte die Aktie von Air Berlin auf 2,77 € ( um 25 Cent) und innerhalb eines Jahres um 22,72 % bzw. in 5 Jahren um 72,27 %  ab  (Die Lufthansaaktie  verlor jeweils um 4,95 % und 16,4 %).

Forderungen der BBI-Gesellschafter nach einer langfristigen, angemessenen Rendite sind dann natürlich völlig illusorisch. Hier noch ein entsprechendes Zitat aus meinem Buch:

„Was heißt langfristig, was angemessen? Und wie soll dies realisiert werden, denn mit der Inbetriebnahme des BBI werden die LCC nicht durch Interkontinentalflüge ersetzt? Sie verlagern eher ihr Geschäft auf günstigere Flughäfen und ziehen sich vom BBI zurück“ (S. 109). So wie Ryanair jetzt damit begonnen hat!

Allzu offenkundig wird damit der BBI-Skandal: Denn der BBI wurde nicht nur spekulativ erbaut (Drehkreuzträume), sondern ist darüber hinaus auch noch kreditfinanziert und entsprechend meines Buchtitels nichts anderes als „ein neuer Berliner Bankenskandal“! Wenn Sie mein Buch aus dem Jahr 2009 noch nicht kennen, lesen sie dort weiter!  Steht alles drin, wie es kommt und weiter kommen wird.

 

Hier der Text zur der Berlinstrategie der Lufthanseaten:

Berliner Morgenpost vom 27. Juli 2011

„Flughafen BER: Lufthansa setzt in Berlin auf Billigflieger

Deutschlands größte Airline hat hinter verschlossenen Türen über seine Zukunftspläne in Berlin beraten. Ein Drehkreuz wird die Hauptstadt für die Lufthansa zwar nicht, dafür soll es aber mehr Billigflüge und mindestens eine Interkontinentalverbindung geben. Die Lufthansa will am neuen Flughafen in Schönefeld wachsen. Die Lufthansa wird mit Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld ihr Engagement in der Hauptstadt verstärken. Hinter verschlossenen Türen tagte dazu am Dienstag der Lufthansa-Vorstand in Frankfurt/M. Beraten wurde erstmals das Projekt „Zukunft Berlin“, das seit Monaten von Josef Bogdanski, einem der erfahrensten Lufthansa-Manager, erarbeitet worden ist. Dem Vernehmen nach will der Lufthansa-Konzern mindestens eine Interkontinentalverbindung am neuen Flughafen in Schönefeld einrichten und überdies das Billigfliegergeschäft voraussichtlich mit ihrer Tochter Germanwings in Berlin verstärken. Ziel ist es, dem Konkurrenten Air Berlin nicht völlig das Feld zu überlassen. Air Berlin hat im vergangenen Jahr und mit Blick auf den neuen BER in Schönefeld begonnen, Drehkreuzstrukturen in Berlin aufzubauen und bietet bereits acht Langstreckenverbindungen von Tegel an.

 

Langstrecke nach Asien im Gespräch

Mit der neuen Billigplattform, setzt nun auch Lufthansa auf die vielen Touristen, für die Berlin ein attraktives Ziel ist, das sie günstig mit Billigfliegern erreichen können. Im Mai hatte Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Christoph Franz auf der Hauptversammlung in Berlin angekündigt, „in Berlin stärker zu werden, als wir es heute sind“. Alle Möglichkeiten und Chancen für ein größeres Engagement würden in verschiedenen Szenarien geprüft. Eine Entscheidung kündigte er für diesen Sommer an. Doch die ist am Dienstag noch nicht endgültig gefallen. Ob die Lufthansa-Tochter Germanwings, die Berlin-Schönefeld im Bereich des Billigflieger-Segments seit 2003 anfliegt, ihr Engagement mit Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens verstärkt, die Marke geändert oder ein neuer Lufthansa-Ableger gegründet wird, ist dem Vernehmen nach noch nicht entschieden. Überdies, heißt es in Luftfahrtkreisen, will Deutschlands größte Airline auch einen „kleinen Knoten“ in Berlin aufbauen, um den Konkurrenten Air Berlin „flach zu halten“. Gemeint ist damit eine Interkontinentalstrecke – möglicherweise nach Asien – für die Passagiere zum Umsteigen nach Berlin geflogen werden würden. Im April hatte der Konzernbevollmächtigte der Lufthansa für Berlin, Thomas Kropp, in der Berliner Morgenpost bekannt gegeben, dass die Lufthansa die Rentabilität von Berlin-Asien-Strecken prüfe. Die geringere Entfernung von Berlin nach Asien nannte Kropp damals „zusätzliches Potenzial“, „das zur Langstrecke ausgebaut“ werden könnte. Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber wollte sich am Dienstag zum Projekt „Zukunft Berlin“ nicht äußern, obwohl die Kranich-Airline zuletzt am 21. Juni anlässlich des ersten Spatenstichs für den Wartungshangar am neuen BER „nähere Ergebnisse“ für diese Woche angekündigt hatte. Weber bestätigte am Dienstag nur, dass der Lufthansa-Vorstand in Frankfurt zum Thema „Zukunft Berlin“ getagt habe. „Es handelt sich aber noch um eine interne Angelegenheit im Vorstand. Nur ein sehr kleiner Kreis weiß davon. Das Projekt ist erstmals dem Vorstand vorgestellt worden. Es handelt sich um eine sehr komplexe Angelegenheit und einen noch laufenden Prozess“, sagte Weber. Ergebnisse würden derzeit nicht öffentlich gemacht.

 

Lufthansa plant kein Drehkreuz

Lange hat Berlin auf ein Signal der Lufthansa gewartet. Seit Jahren forderte der Senat die Kranich-Airline auf, ihr Engagement in der Hauptstadt zu verstärken. Doch Deutschlands größte Airline sah in Berlin keinen Markt für Interkontinentalstrecken und schon gar nicht für den Aufbau eines Drehkreuzes. Noch im vergangenen Jahr räumte der damalige Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber dem neuen Hauptstadtflughafen keine großen Chancen ein, ein Drehkreuz zu werden. Erst Anfang dieses Jahres mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Christoph Franz signalisierte die Lufthansa, mit Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER ihr Engagement zu verstärken. Franz rief das Projekt „Zukunft Berlin“ ins Leben und beauftragte den Lufthansa-Manager Bogdanski, Chancen, Möglichkeiten und ein Konzept für ein größeres Engagement der Lufthansa und ihrer acht Konzerngesellschaften sowie ihrer Star-Alliance-Partner in Berlin auszuloten. Ein Drehkreuz aber plant Lufthansa am BER nicht. Denn ihren Umsteigeverkehr hat die Kranich-Linie längst in Frankfurt und München aufgebaut. Der BER wird am 3. Juli 2012 eröffnet.“

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