Archive for März 2011


Schuldenmetropole Berlin: Hauptstadt der teuren und verlustreichen Billigflieger!

März 28th, 2011 — 7:37pm


Nicht nur, dass die Billigfliegerei den Passagieren sehr teuer zu stehen kommen kann (ich informierte zu diesem Thema bereits am 22.02.2011), sondern auch die Kommunen und Länder bleiben auf den Verlusten des Billigfliegerwahnsinns sitzen!


http://www.zeit.de/2011/08/Regionalflughaefen


Wer zahlt ist dann wie immer und letztendlich der Steuerzahler!

Wir können also sehr gespannt sein, was sich die Gesellschafter der künftigen “Jobmaschine” kurz vor der angekündigten Eröffnung des BBI einfallen lassen, um Nicht-Billig-Airlines für diesen sehr teuren Flughafen anzulocken. Wieder mit rechtswidrigen Beihilfen wie ab 2002 für easyJet? “Dank” dieser “vorausschauenden” Beihilfenpolitik hat Berlin heute einen Anteil von ca. 70 % Billigfliegern! “Ungerecht” wäre es dann schon, wenn die dann plötzlich ihren Flugplan ausdünnen oder gar abwandern müssten. 

Aber dann hätten wieder die Privat- und Geschäftsflieger gute Karten, und bräuchten nicht mehr von Schönhagen aus zu starten. Na ja, das schließt zwar die Beihilfen auch wieder nicht aus, aber es brummt wenigstens etwas am Himmel über dem BBI. Und das lästige Problem mit den blöden Flugrouten wäre dann auch gelöst, weil es auf einem verödeten BBI dann keines unabhängigen Parallelbahnbetriebes mehr bedürfen würde. Das Einzige, was dann noch zu leisten wäre, ist in Analogie zum Berliner Straßenausbaubeitragsgesetz ein Flughafenausbaubeitragsgesetz zu verordnen, um den Steuerzahler “angemessen” an dem “Jobwunder” BBI zu beteiligen. Natürlich “rückwirkend”! Wie bei den Altanschließern.

 




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Markus Wöhler als offizieller Mitarbeiter (OM) der FBS (Fälscher-Bande-Schönefeld?) enttarnt!

März 24th, 2011 — 9:02am


Eigentlich wollte ich heute einen ganz anderen Text in meinen Blog setzen, aber die gestrigen Ereignisse veranlassen mich nun, diesen Text zu veröffentlichen!

  1. Auf meiner gestrigen S-Bahnfahrt zu meinem Kampfsporttraining las ich im Forum auf der BVBB-Seite auf meinem Smartphone einige Kommentare. Auch einen Kommentar von t.Schade über meinen Blog. Nicht nur, dass er etwas zitiert hat, was so gar nicht auf meinem Blog steht (ist ja auch kein Datum oder der Bezug auf den konkreten Blogtext angegeben), sondern mir fiel noch etwas anderes auf. Ich erkannte hinter dem Text von t.Schade den Stil von meinem Chefkommentator Markus Wöhler, der immer im Standbybetrieb ist und auf jede Zeile von mir lauerte, um dann mit einem Gemisch von Lügen und Halbwahrheiten mit dem oftmals 10fachen meinen Blog zu verseuchte. Dabei ging er durchaus sehr geschickt vor. Ich informierte gestern sofort den Moderator des Forums und wurde dankenswerter Weise prompt informiert, dass der Server der FBS gehört Nach zu lesen im BVBB-Forum unter der Nummer 289 von Kristian-Peter Stange http://airport-berlin-brandenburg.eu/tinc?key=k328ur9N&start=-1&reverse=1 Nochmals Danke Peter!
  2. Nach dem Training beim wohlverdienten Bier erfuhr ich dann über Julchen (Danke für die Info), dass Markus Wöhler die gleiche IP hat wie t.schade und ebenso u.a. der Sperenberger. Sogleich verfasste ich auch den gestrigen Kommentar „ Tschade, dann ist das ja die fbs. Damit habe ich nun “wirklich” nicht gerechnet…..“. Natürlich habe ich das immer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewusst, dass mein „Chefkommentator“ ein OM der FBS oder ein beauftragter FBS-Schreiberling ist. Allerdings hatte ich bis gestern nie Nachforschungen zur IP-Adresse unternommen.
  3. Die gezielten Attacken der FBS haben gestern das Fass tatsächlich zum überlaufen gebracht, während die FBS ein Fass ohne Boden ist und wir als Bürger über unsere Steuergelder diese mehr als fragwürdigen Methoden auch noch finanzieren müssen. Dabei ist nicht zu vergessen, dass hinter dem OM der FBS ein ganzer Apparat stand und dem OM Wöhler die Textbausteine zugearbeitet wurden. Um meinen Blog zu schützen, werde ich künftig derartige Kommentare löschen, wenn ich wieder vermuten muss, dass wieder ein OM der FBS oder ein von der FBS beauftragter Schreiberling dahinter steckt, um mich oder meinen Blog zu diskreditieren. Ich habe nur die Kommentare der FBS gelöscht, wo ich in bösartiger Weise mit Karl Eduard von Schnitzler verglichen werde. Ich werde als Journalist von meiner Geschäftsstelle prüfen lassen, inwiefern ich gegen derartige Verunglimpfungen vorgehen kann. Denn die FBS ist ein öffentliches Unternehmen, ein Staatsbetrieb, der ohne jährliche Subventionen schln längst Pleite wäre. Des Weiteren werde ich die vorhandenen FBS-Texte dieses OM nicht löschen, sondern als Dokumentation stehen lassen: Jeder kann noch mal unter diesem völlig neuen Blickwinkel nachlesen mit welchen Methoden die FBS agiert und betroffene Bürger verhöhnt und beleidigt.
  4. Auf den letzten gestrigen Kommentar bzw. Fragen der FBS werde ich noch antworten http://www.frank-welskop.de/ weil die eine Frage des OM der FBS legitim und wichtig zu beantworten ist, auch wenn die FBS dieses sehr, sehr ernste Thema ins lächerliche zieht.
  5. Mein neuer Blog ist im Prinzip fertig, wir haben nur noch ein formales Problem mit dem Umzug. Dann wird sich ohnehin einiges ändern. Die FBS (OM Wöhler) hat behauptet, dass ab Dezember meine Zugriffe gestiegen seien, als dieser OM der FBS  Kommentare auf meinem Blog sekretierte. Das stimmt nicht, denn nach einem rasanten und ununterbrochenes Wachstum (teilweise Verdopplung von Monat zu Monat seit September 2009), gab es erstmals und aus verschiedenen Gründen einen Rückgang. Das wusste ich bereits vorher und das hat auch nichts mit den FBS-Kommentaren zu tun. Wahr ist allerdings, dass die FBS-Maßnahmen dazu führten, dass auf meinem Blog sehr lebhaft diskutiert wird, während dagegen die direkt an mich gerichteten Mails rückläufig sind.

Fazit:

Ich finde es absolut schäbig zu welchen Mitteln die FBS greift, greifen muss, während dieser „Chefkommentator“ Wöhler immer wieder behauptete, kein OM der  FBS zu sein. Offensichtlich ist das im großen wie im Kleinen die Geschäftspolitik der FBS. Aber die Kehrseite der Medaille ist eben auch, dass wir jetzt eine völlig neue Semantik der Abkürzung „FBS“ dechiffriert haben!   

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Deutschland ist im Gegensatz zu Berlin auf dem Weg in die Zinsknechtschaft! Berlin ist es schon!

März 23rd, 2011 — 2:44pm


Prof. Kerber, Verfasser des Vorwortes meines Buches “BBI- ein neuer Berliner Bankenskandal”, hat in der Wirtschaftswoche ein Interview gegeben. Er ist als renommierter Staatsrechtler und Finanzexperte Kläger gegen den Euro-Rettungsschirm vor dem Bundesverfassungsgericht und unterstreicht, dass ”kein Parlament der Welt ….das Recht (hat), die Steuereinkünfte seiner Bürger in einer solchen Weise zu verpfänden”. 

Aber genau das geschieht in Deutschland durch den Euro-Rettungsschirm, der sich m.E. ohnehin nicht mehr retten lässt. 

Kerber: “Wenn wir so weitermachen, sind wir auf dem Weg in die Zinsknechtschaft”. 

http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/keinesfalls-mit-frankreich-458185/

Aber nicht nur Deutschland begibt sich dann in die Zinsknechtschaft, sondern das ist ja in Berlin durch überwiegend politische Unfähigkeit schon lange Praxis und der BBI ist ein nicht geringer “Beitrag” dazu. Wenn die Inflation zu galoppieren beginnt oder gar der Euro crasht, dann ist dieser BBI überflüssig wie ein Kropf.

Der BBI ist nichts als eine politische Spekulation eines Pleiten- Pech- und Pannenprojektes, dass vielleicht doch noch alles gut wird, nachdem bereits vorher über Jahre alles schief gelaufen ist.  

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Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen hat eine sehr interessante Große Anfrage zum BBI in den Landtag eingebracht!

März 18th, 2011 — 2:19pm



http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab%5F2900/2961.pdf

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Die IATA kürzt die Gewinnprognose dramatisch: besonders für Europa!

März 14th, 2011 — 12:35pm



http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/:das-kapital-fliegen-in-zeiten-kleinerer-und-groesserer-krisen/60025342.html

Na ja, mal sehen was unsere BBI-Analysten und -Protagonisten dazu sagen: Der BBI wird trotzdem ein ganz großes Drehkreuz und braucht dann noch ganz schnell eine 3. SLB.


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Glaub keinem Flugroutenversprecher, der dich schon mal hinters Licht geführt hat! Deshalb BBI-Baustopp sofort!

März 13th, 2011 — 1:45pm


Auf der am 12.03.2011 gut besuchten BBI-Protestveranstaltung in Schönefeld möchte ich einen Tag danach folgendes konstatieren:

Erstens:

Das breite Bündnis der Flugroutengegner stellt völlig unrealistische Forderungen, auch wenn jede BI aus ihrer Betroffenheitssicht nachvollziehbare Forderungen präsentiert: Warum? Die Forderungen nach

  1. den alten, im Planfeststellungsbeschluss unterstellten Geradeausabflugrouten,
  2. Verzicht auf den unabhängigen Parallelbahnbetrieb,
  3. dem zu recht geforderten konsequenten Nachtflugverbot in der Zeit von 22 bis 6 Uhr und
  4. Aufgabe eines Drehkreuzes mit Umsteigern mit bis zu 50 % der Passagiere entgegen den Festlegungen des Planfeststellungsbeschlusses,

 führen dazu, dass der BBI wirtschaftlich nicht betreibbar wäre und dass das zu einem dauerhaften Verlustbetrieb führen würde, wenn diese Forderungen umgesetzt werden sollten. Dann bliebe die Frage offen, wer zahlt Jahr für Jahr die Differenzbeträge für einen Großflughafen mit der Fortschreibung des jetzigen, aber dann plötzlich extrem teureren BBI-Flugbetriebes mit überwiegend Billigfliegerverkehren. Gesetzt den Fall, dass das Land Berlin bald Pleite ist (in Wirklichkeit ist Berlin jetzt schon Pleite und ab 2012 kriegen z.B. Tierpark und Zoo in der „Touristenmetropole“ Berlin keine Zuschüsse mehr)  und für den BBI-Verlustbetrieb und -Schuldendienst jährlich einen 3stelligen Millionbetrag zu Lasten z.B. von Bildung und Schule aufbringen müsste, dann wäre die Subventionierung des Flugbetriebes des BBI bei Flughäfen dieser Größenordnung rechtswidrig. Sobald sich auch nur ein Konkurrent dadurch diskriminiert fühlt und dagegen bei der EU-Wettbewerbsbehörde klagen würde müssten diese rechtswidrigen Beihilfen umgehend eingestellt werden. Der BBI würde extrem teuer in die Pleite gehen.

Die Bürgerinitiativen, die obiges fordern, sollten auch nicht ausgerechnet von den von der Politik eingeforderten Flugroutenversprechen Glauben schenken, nachdem sie eben von dieser „Politikelite“  belogen und betrogen wurden. Ihr Protest findet zu recht statt, aber geht in die falsche Richtung: Unrealistische Flugroutenversprechen der Politikelite werden für diejenigen, von denen sie hinters Licht geführt wurden, keinen Bestand haben: nicht mal über eine Legislaturperiode, aber erst Recht nicht, wenn mit Eröffnung des BBI sofort eine 3. SLB beantragt wird, um das Drehkreuz mit 50% Umsteigern, unterzubringen, damit der BBI, wenn auch widerrechtlich, wirtschaftlich betrieben werden kann. Fast alle betrogenen Flugroutenopfer  werden dann noch einmal die Verlierer sein. Und nicht zu letzt: Was bedeuten Flugrouten, die nur die DFS festlegt und nicht die Politik? Sie sind eine Abstraktion, an die sich auch die Piloten nur sehr allgemein halten werden. Es ist treffender von Flugkorridoren zu sprechen, die sich zu einem gigantischen Lärmteppich durch künftig 3 SLB verweben würden

Zweitens:

Deshalb ist die Forderung vor allem des BVBB die einzige richtige und realistische Konsequenz: nämlich BBI-Baustopp für den beantragten, unrentablen BBI sofort. Aber erst recht Baustopp sofort für ein Umsteigemonstrum, welches nicht planfestgestellt wurde!

Drittens:

In meinem Buch „BBI – ein neuer Berliner Bankenskandal?“ schließe ich auf Seite 100/101 das „optimistische Planfeststellungsszenario“ und das „Status-Quo-Szenario“ für den BBI aus: Zitat auf Seite 100/101 „Bleibt also nur noch das Szenario III, das Crashszenario? Sehen wir auch hier zunächst von den mit Sicherheit eintretenden, nicht kalkulierbaren äußeren Rahmenbedingungen ab, wie der wachsende Erdölpreis durch wachsende Nachfrage und Erschöpfung der Erdölquellen, die auch damit verbundene permanente Kerosinkostensteigerung, den wachsenden Umweltauflagen und des Emissionshandels infolge des dramatischen Klimawandels, der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise, und der wirtschaftlichen Schwäche des kleinen Einzugsgebietes des BBI und bleiben bei den harten betriebswirtschaftlichen Fakten des selbstrestriktiven und überdimensionierten BBI am Standort Schönefeld“(Seite 100 f.) Seit dem Erbeben, dem Tsunami und den Reaktorkatastrophen in Japan ist eine völlig neue Situation eingetreten, was vielleicht schon ganz kurzfristig zu einem dramatischen Einbruch des Luftverkehrs führen kann. Denn in der hoch verschuldeten, drittgrößten Volkswirtschaft der Welt, könnte es schon am Montag mit Eröffnung der Börse zu einer Kapitalflucht aus Japan und zu einem damit verbundenen Aktiencrash kommen. Dann beginnt die Panikflucht aus allen Papieren in die sicheren Häfen, wie Gold und Silber. Mit dieser Flucht und dem Explodieren des Goldpreises, würde auch der ohnehin marode Dollar und EURO crashen können. Dann wären alle Spareinlagen auf einen Schlag weg und dann denkt keiner mehr an irgendwelche Flugreisen irgendwohin. Da ich mich seit Erscheinen meines Buches mit derartigen währungs- und finanzpolitischen Fragen sehr intensiv befasse, ist für mich diese jetzige Konstellation ausgesprochen Besorgnis erregend! Selbst mit einem drohenden Staatsbankrott von Spanien wäre der EURO und der „EURO-Rettungsschirm“ völlig überfordert.

Also, endlich Schluss mit diesem rechtswidrigen BBI-Unsinn! Baustopp sofort! 

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Die politischen Metamorphosen des unrentablen BBI im deutschen Rechtsstaat!

März 7th, 2011 — 8:52am


Der „Sperenberger“ hatte am 01.03.2011 völlig zu recht auf folgende scheinbare Kontradiktion verwiesen: Ich zitiere:

„Irgendwie kann ich den Argumenten hier auch nicht mehr folgen.(er meint auf der BVBB-Seite auch nicht mehr F.W.)

Über mehrere Beiträge hinweg wurde ja “nachgewiesen”, daß es gar keine Kunden für den BBI gibt und keine Fluggesellschaft hier ihr Drehkreuz errichten wird. Dies sollte ja wohl auch der Grund sein, warum er nicht rentabel betrieben werden könne. Warum dann plötzlich dieser Sinneswandel und diese horrenden Zahlen? Wenn die Zahlen stimmen sollten, kann man dann davon ausgehen, dass der BBI doch rentabel wird?“

Der Widerspruch liegt nicht bei mir, sondern in den politischen Metamorphosen des BBI zwischen den Sphären von spekulativer Politik, Ökonomie des Luftverkehrsmarktes und dem deutschen Verwaltungsrecht/Planfeststellungsrecht.

Hierzu 3 Skizzen, die zunächst 5 kurze Ableitungen zulassen!

1. Die spekulativen Thesen der damaligen Metropolenpolitik

Anfang der 90ziger Jahre wurde seitens der Politik und Luftverkehrslobby  hyperoptimistisch spekuliert, dass ein Großflughafen mit einem Fracht- und Passagierdrehkreuz von 60 Mio. Passagieren bereits 2000 eröffnet werden muss, in Betrieb gehen soll und wird. Der damalige Lufthansachef Ruhnau wollte damals das 2. deutsche Drehkreuz bei Berlin in Sperenberg etablieren und das Aufstreben Berlins zur Weltmetropole stand ja angeblich kurz bevor. Weder aus Sperenberg wurde etwas noch aus diesen metropolitanen Träumereien Berlins. Geblieben ist eine verarmte, wirtschaftlich schwache Hauptstadtregion, die neben den Transferzahlungen der Geberländer besonders vom gegenwärtigen Touristenboom abhängig geworden ist und trotzdem nicht von ihrem Schuldenberg herunterkommt. 

2. Antithese der planungsrechtlich agierenden „Politikelite“

Weil der BBI noch nicht 2000 eröffnet worden war und dessen Eröffnung ständig verschoben wurde, rechnete man für das Planfeststellungsverfahren alles emsig kleiner und machte den Standort Schönefeld so für die Rechtsprechung salonfähig, nachdem Sperenberg politisch ausgeklammert wurde. Also wurde aus planungsrechtlichen Gründen alles zurück geschraubt, weil man sehr deutlich sah, dass man sonst den Planfeststellungsbeschluss spätestens vom Bundesverwaltungsgericht um die Ohren gehauen bekommen hätte: Es war also ganz bewusst keine Rede mehr von einem Großflughafen, sondern die politische Sprachregelung schrieb einen „harmlosen“  Ausbau von Schönefeld vor, natürlich ohne Drehkreuz mehr. Hauptaufkommensgebiet wurde für diesen Zweck  plötzlich zu 80 % Berlin, die Kurzstreckenfliegerei sollte im erheblichen Maße auf die Schiene gehen und Umsteiger sollte es max. 10 % geben (ich verweise hierbei  auf 2 meiner Blogtexte zu den landesplanerischen Grundlagen LEP FS und LEPro des Planfeststellungsbeschlusses). Damit ist die Hauptbegründung für den BBI für das Bundesverwaltungsgericht aufgeschrieben worden, dass der BBI am Standort Schönefeld weitaus weniger Menschen verlärmt als das bisherige Flughafensystem.

Ach so, beinahe vergessen: Dem Bürger und dem Bundesverwaltungsgericht wurden dauerhaft die divergierenden Flugrouten verheimlicht. Perfekte Choreographie im so genannten Rechtsstaat, den man frei nach seinen Zielen umgestalten kann, wie man im Folgenden erkennen kann. 

3  Politische Synthese mit der Täuschungs- und Manipulationschoreographie

Plötzlich werden im Dezember 2010 die bisher verheimlichten, tatsächlichen Flugrouten im unabhängigen Parallelbahnbetrieb bekannt, die zu einem enormen Protest führ(t)en. Diese Flugrouten sind in Wirklichkeit breite Korridore und es entsteht durch diesen sehr stadtnahen, intraurbanen Standort ein riesiger Fluglärmteppich über dicht besiedeltem Gebiet. Durch die kürzliche Planungsoffenbarung der FBS soll plötzlich auch noch ein gigantisches Drehkreuz mit einer Verzehnfachung der Umsteiger (50 % der Passagiere) aus dem Boden gestampft werden. Nebenbei jagt der Kurzstreckenflugverkehr der Bahn durch seine Subventionierung  im erheblich Maße weiterhin Kunden ab und es werden plötzlich weitaus mehr Menschen verlärmt als vorher, während FBS-Chef Schwarz plötzlich eingeschnappt ist, wenn er an diesem ungeeigneten Standort nachts nicht durchgängig fliegen darf. Alles perfekt inszeniert!

 

Der planfestgestellte „Ausbauflughafen“ mit einem LCC-Anteil (Low Cost Carrier) von ca. 70 % ist natürlich ein wirtschaftliches Desaster. Selbst der auf Billigfliegerei spezialisierte Billigflughafen Hahn fliegt seit seiner Eröffnung nur Verluste im zweistelligen Millionenbereich ein. Den gibt es ja nur deshalb, weil Fraport seine unrentablen LCC-Slotfresser loswerden wollte. Erst recht wird diese Situation auf dem für die LCC viel zu teuren BBI  eintreten, ganz zu schweigen von der Schuldentilgung für die horrenden BBI-Kredite. Das hat FBS-Chef Schwarz natürlich im Unterschied zur Politik begriffen. Deshalb habe ich die Schwarzsche Bewegung mit den heuschreckenartigen Umsteigerschwärmen mitgemacht, um auf diese Idiotie des rechtswidrigen BBI zu verweisen, der dann natürlich nach Möglichkeit auch rundum nachts beflogen werden soll. Ich musste also dieses Szenario mitrechnen, weil Herr Schwarz der Chef der FBS ist und dessen Chef ist der Wowereit und die FBS gehört mit ihren ca. 70 %igen Billigfliegeranteil zu 74 % mehrheitlich Berlin und Brandenburg. Aus den folgenden kurzen 5 Ableitungen kann man sich nun schnell erschließen, dass der BBI im deutschen Rechtsstaat die Quadratur des Kreises ist. Oder umgekehrt:

  1. Wenn wir noch in einem Rechtsstaat leben sollten, würden die Tricksereien und Manipulationen unserer Regierenden gegenüber dem Rechtssystem natürlich nicht durchgehen. Die Konsequenz wäre Baustopp sofort und ein neues Planfeststellungsverfahren für den BBI inklusive neue Standortsuche. Falls überhaupt.
  2. Wenn wir allerdings nur noch einen rudimentären  Rechtsstaat haben sollten, dann wäre der BBI mit 360.000 Flugbewegungen entsprechend des Planfeststellungsbeschlusses festgeschrieben und davon gäbe es ca. 10 % Umsteiger entsprechend LEP FS und LEPro und ein weitgehendes Nachtflugverbot. Damit würde der BBI aber auch nicht rentabel, wirtschaftlich arbeiten, wie ich es immer auf meinem Blog oder Buch nachgewiesen habe, weil er nach wie vor diesen viel zu großen Anteil von ca. 70 % Billigfliegern und über 50 % Kurzstreckenflüge hätte. Damit kann man diese sehr teure Investition keinesfalls refinanzieren. Wer etwas anderes behauptet hat davon keine Ahnung oder weiß, dass er etwas Falsches behauptet. Wenn die Billigflieger vom BBI verdrängt werden oder abwandern, wird Fliegen ohnehin teurer und die zahlungsfähige Nachfrage dürfte sinken. Im Übrigen sind diese 360.000 Flugbewegungen ohne unabhängigen Parallelbahnbetrieb gar nicht umsetzbar, der auf der verheimlichten ICAO-Regel basiert. Der BBI wäre wirtschaftlich nicht zu betreiben, würde in diesem Kontext in jedem Fall dauerhaft Verluste einfliegen und würde auch seinen Schuldendienst nicht leisten können. Mit rechtswidrigen Beihilfen wäre er im laufenden Betrieb ebenfalls nicht subventionierbar. Dagegen braucht nur ein Flughafen zu klagen, der sich diskriminiert fühlt, weil ihm der „expandierende“ BBI Kunden abjagt. Deshalb hat das BBI-Projekt auch keinen sonst üblichen Businessplan bzw. er darf auf keinen Fall das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Wer zu ihm Zugang hat kann den Link dazu in meinem Blog stellen. Kennt ihn jemand?   
  3. Nehmen wir die Drehkreuz- und Umsteigerpläne der FBS ernst, dann muss ganz nüchtern folgendes konstatiert werden: Angenommen es gäbe tatsächlich 50 % Umsteiger bei den planungsrechtlich fixierten 360.000 Flugbewegungen, dann hätten wir bei ca. 30 Mio. Pax. ca. 15 Mio. Umsteiger. Dann müsste das Fliegen für die Berliner kontingentiert werden, weil bereits heute ca. 20 Mio. Pax. d
    urch das Hauptaufkommengebiet Berlin und durch das Einzugsgebiet des gegenwärtigen polaren Flughafensystems generiert werden. Weil der BBI per Landesplanung als Solitärflughafen ein künstliches Monopol erhalten hat, müssten die hiesigen Passagiere andere Flughäfen in anderen Bundesländern nutzen (um dann paradoxerweise vielleicht in Berlin auf dem Drehkreuz umzusteigen). Jedenfalls würde dieses Drehkreuz mit 15 Mio. Umsteigern auf keinen Fall den anderen europäischen oder deutschen Drehkreuzen Konkurrenz machen oder gar das Licht ausblasen. Auf alle Fälle müssten die Billig- und Kurzstreckenfliegern dem Drehkreuz weichen, die sich durch die bisherige Subventionierung in Berlin breit gemacht haben. Dann steigen jedoch die Ticketpreise dramatisch, weil die Billigflieger abwandern und die zahlungsfähige Nachfrage einbricht. Und die dominierenden  Billigflieger haben auf einem derartigen Großflughafen in Wirklichkeit ohnehin nichts zu suchen. Das schließt sich semantisch und wirtschaftlich aus. Wäre auch weltweit einmalig, weil diese kleine, periphere Flughäfen oder/und Billigbauterminals nutzen.
  4. Wenn das Gericht letztendlich alles akzeptieren sollte, was die Lobby der Politik aufschreibt und einfordert, dann ist das Rechtssystem rein willkürlich und hat nichts mehr mit einem „Rechtsstaat“ zu tun. Dann wird man versuchen in Schönefeld ein rechtswidriges Drehkreuz mit 50 % Umsteigern durchzudrücken, um den BBI betriebswirtschaftlich zu retten.
  5. Dazu wird es aus verschiedenen Gründen nicht kommen (darauf werde ich in kommenden Texten ausführlich eingehen).

Fazit Es wird sich also bei dem beklagten größten Infrastrukturprojekt Deutschlands zeigen als was sich der Rechtsstaat entpuppt oder nicht. Die plötzliche Wiederentdeckung des gigantischen Drehkreuzes soll der Befreiungsschlag für einen unrentablen BBI werden, wie er planungsrechtlich festgeschrieben ist (10 % Umsteiger und 360.000 Flugbewegungen pro Jahr). Mit diesem festgeschriebenen BBI ist jedenfalls kein Staat zu machen und die Einführung eines Megahubs ist auch eine Bestätigung meiner Basisthese von der Unwirtschaftlichkeit des BBI mit einem dominierenden Kurzstrecken- und Billigfliegeranteil. Denn wenn der BBI rentabel arbeiten würde bräuchte man dieses Drehkreuz nicht. Die Frage ist, was macht der Rechtsstaat mit diesem BBI-Betrug durch Tricksereien und Manipulation am völlig ungeeigneten Standort Schönefeld? 

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