Archive for Oktober 2010


Alles gut verkauft, oder was? (Schlagzeilen zur politischen Schlagseite vom 30.10.2010)

Oktober 30th, 2010 — 9:01am


Kommt Platzeck (SPD) zum Regierungs-H-N-O-Arzt und trifft dort Wowereit (SPD) im fast leeren Wartezimmer. Sie sind alleine:

„Mensch Klaus, was machst du denn hier?“, fragt er ihn während er sich neben ihn setzt. „Hörst du neuerdings auch so schlecht, seit dem es so einen Krach um die Flugrouten gibt?“

(Graphik von der Web-site des BVBB)

„Quatsch“ entgegnet Wowereit barsch. „Ich kann die nicht mehr riechen: Mir passen seit einiger Zeit einfach die Nasen meiner Wähler nicht mehr.“

„Ja, aber du hast dich doch ganz gut verkauft“ entgegnet Platzeck kurz.

„Na klar, aber nicht nur mich, sondern vor allem mein ahnungsloses Volk habe ich verkauft- äh für dumm.“

„Aber ist doch alles gut gelaufen und dein Haus in Lichtenrade hast du ja im Jahr 2004 noch sehr gut verkauft, als ich dir meine Insiderinfos zu den Flugrouten über Lichtenrade steckte. Deshalb habe wir doch das ganze inszeniert“

Hier der wichtige Link dazu: 

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/1218/lokales/0302/index.html

Wowereit arrogant: „Hab ich doch alles selbst gewusst. Ach ja, das war ja übrigens in dem Jahr als ich dem Ulbricht einen Maulkorb verpasste“.

„Walter?“

„Quatsch, ich glaube du hast mehr als einen Hörschaden. Ich meine natürlich den Bürgermeister von Köpenick, der seine Fresse nicht halten wollte und bei den Rechtsverdrehern vom Bundesverwaltungsgericht wegen dem Fluglärm klagen wollte. Waren doch nur Ossis, hat er nicht kapiert.“ Seufzend: „Ach, damals hat alles noch so gut geklappt, aber heute, da krieg ich gleich immer  so einen Hals, wenn jemand auch nur das Wort “Flugrouten” ausspricht.“

„Du meinst, das Wasser steht dir wohl bis zum Hals, Klaus: jetzt noch das mit den Wasserbetrieben….“

Das Gespräch wird abrupt beendet, als die Schwester in das Wartezimmer hineinkrächzt. „Der nächste bitte…“


Da kann man nur sagen, hoffentlich und so schnell wie möglich! Rücktritt und sofortiger BBI-Baustopp bis auf weiteres! Lesen sie demnächst dazu weiter! 

Ein schönes Wochenende wünscht 

Ihr Frank Welskop 

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Nasenfassen angesagt!(Schlagzeilen zur politischen Schlagseite vom 29.10.10

Oktober 29th, 2010 — 7:23am


Der Beginn der Diskussion über die künftigen Flugrouten in der Region war von “kommunikativen Fehlstarts” geprägt, sagte der Brandenburger Staatssekretär für Infrastruktur am Freitag. “Da müssen sich alle Beteiligten an die Nase fassen” – die Deutsche Flugsicherung (DFS), aber auch die beteiligten Ministerien, inklusive seines eigenen.  Er versprach den Bürgern und Kommunalpolitikern, die ihm im Potsdamer Friedenssaal zuhörten, eine bessere und zügigere Information“.(Berliner Zeitung vom 23.10.2010). 

Toll dieses Angebot mit den versprochenen Informationen im Jahr 2010. 

Beim “konstruktiven Vorschlag” des politischen Nasenfassens in der närrischen Endzeit brauchen manche gar nicht mal mehr ihre Hände zu heben.

Und die Moral von der Geschichte: 

Je höher der politischen “Elite” das Wasser steht, 

desto arroganter recken sie ihre Nasen in die Höhe

(Graphik von der Web-site des BVBB). 

P.S.: Das ganze ist weit mehr als nur ein kommunikativer Fehlstart: Während Wowereit nun anscheinend völlig verwirrt gegen den von ihm entscheidend verursachten Flugroutenskandal protestiert, schaltet sich in diesem offensichtlichen Irrenhaus auch noch Verkehrsminister Ramsauer ein: Für ihn ist der PlaWow-Flugroutenskandal eine Steilvorlage, wenn er fordert, zu den planfestgestellten Flugrouten, die die Lärmschutzzonen definieren, zurückzukehren.

Hintergrund: Er ist der Auffassung, dass Interkontinentalflüge der Lufthansa vom BBI den Luftverkehrsstandort Deutschland schwächen (ich berichtete in meinem Blog ausführlich und mehrfach).

Wenn das umgesetzt werden würde, besteht die Jobmaschine “BBI” letztendlich darin, dass aus 6 SLB für zig Mrd. Euro de facto (funktional) nur noch eine SLB wird, da der Parallelbetrieb am BBI wegen verbindlicher Sicherheitsstandarts der ICAO damit ausgeschlossen ist.

Der BBI-Skandal wird immer offensichtlicher und ist nicht mehr abzuwenden. Wann beginnt die Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Steuergeldvernichtung und Betrug zu ermitteln?

Wenn in dieser Situation bis zur Klärung dieses Dilemmas kein Baustopp verfügt wird ist das auch kriminell!

 

    


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Schlagzeilen vom 28.10.2010: Ryanair dünnt aus (Schlagzeilen zur politischen Schlagseite)

Oktober 28th, 2010 — 12:14pm



Ryanair will nicht nur die Toiletten drastisch aus seinen Flugzeugen ausbauen, sondern schrumpft nun auch seinen deutschen Flugplan um 30 % wegen der Luftverkehrsabgabe zusammen. Auch davon betroffen ist Berlin (http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:weniger-fluege-von-hahn-ryanair-schrumpft-deutschen-flugplan/50187619.html).

Die deutsche Luftverkehrsabgabe gibt damit auch einen schönen Vorgeschmack zur Eröffnung des BBI als unbezahlbaren Flughafen mit dessen zusätzlichen extrem hohen Flughafengebühren infolge permanenten politischen Missmanagements. Wenn der BBI eröffnet, könnte diese BBI-Schrumpfungsquote für die Billigairlines auch zutreffen: um Minus 30 % Plus X!

Kein Problem für den wie immer gelassenen FBS-Chef Schwarz: Er hat den Ausweg wie immer schon in der Schublade seines Schreibtischs parat: Er wird den Non-Aviation-Umsatz von den geplanten 47 % zur BBI-Eröffnung nun ganz einfach auf 77 % mit dem neuen innovativen Boutiquen-Bodegas-Ikea-Vermarktungskonzept (kurz: BBI plus 77 %) ausweiten. Mit diesem Konzept sollen auch gezielt Hartz-IV-Empfänger angesprochen werden.

Ich berichtete im Blogtext vom 24.10.2010, dass der Non-Aviation-Umsatz in Berlin in Wirklichkeit nur bei 17 % liegt! Eine Steigerung des Non-Aviation-Umsatzes um 60 % bis 2012 dürfte für Schwarz mit diesem Konzept in der Schulden- und Armutsmetropole daher kein Problem sein…..

Comment » | Satirische Schlagzeilen

In eigener Sache zu meinem Web-Blog!

Oktober 28th, 2010 — 12:06pm



Das Gesicht meines inzwischen sehr stark frequentierten Web-Blogs wird sich allmählich etwas ändern. Natürlich wird alles noch besser! Nun gibt es noch eine neue Rubrik „Schlagzeilen zur politischen Schlagseite“ mit satirisch-humoresken Tendenzen, die besonders die heutige dekadente Politikelite aufs Korn nimmt.

Der Hintergrund ist auch, dass ich inzwischen so viele Themen habe, um den Web-Blog zu füllen, dass ich nicht mehr hinterherkomme, während alle meine Vorhersagen in meinem Buch zum BBI-Skandal eintreten. In der Bandbreite von mindestens einen Text in der Woche bis maximal einen pro Tag werden deshalb neben den bisherigen (längereren) fachlichen Texten kurze satirische Statements angeboten.

Wie bei jeder Satire ist immer ein Körnchen Wahrheit – oder sogar ganz viele und bittere Erkenntnisse – über das systematische Politikversagen darin enthalten. Man sollte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, aber in der Kürze liegt die Würze und das spricht Bände über die hiesige Politik.

Viel Spaß beim Lesen!

Herzlichst Frank Welskop

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Proteste und Skandale zu Lande, zu Wasser und in der Luft!

Oktober 27th, 2010 — 10:12am



Gestern berichtete ich über das Wasservolksbegehren, was aller Voraussicht nach erfolgreich sein wird. Es wurden weit über 200.000 Unterschriften gesammelt! Damit gibt es für den Wowereit und seinen staatsbürokratischen Apparat, den er auch noch um einen Senat erweitern will, mindestens einen 3-Frontenkrieg: zu Lande (A 100-Bau), zu Wasser (das Wasser-Volksbegehren, wo ja Wowereit neuerdings plötzlich bei derartigen Abstimmungen mehr auf den Willen des Volkes hören möchte und diese sogar unterstützen will) und in der Luft (das BBI-Flugroutendesaster, den der “ahnungslose” und “überraschte” Wowereit plötzlich und neuerdings auch als Skandal empfindet und seinen Protest artikuliert). Da kann man ihm nur viel Spaß beim Regieren bzw. ReAgieren sowie  beim Wahlkampf bzw. WahlkRampf wünschen: Vielleicht gibt es ja noch einige SPD-Anhänger, die ihn dabei unterstützen möchten.


Gestern fand auch eine sehr gut besuchte Stuttgart-21-Demonstration in Berlin auf dem Potsdamer Platz statt, auf der sich auch viele BBI- und Flugroutengegner befanden. Während die angereisten Stuttgarter S 21- Gegner “Oben bleiben” skandierten (der Bahnhof soll ja oben bleiben und nicht unterirdisch werden), hatten die BBI-Gegner z.B. ein “BBI 21″ auf ihren Plakaten. Bei diesen Protesten kann man sich immer weniger des Eindrucks verwehren, dass da was zusammenwächst, was zusammen gehört! 

Auch wenn es natürlich viele regionale und thematische Unterschiede gibt: Der Anlass ist immer der Gleiche, dass immer mehr Steuergelder für die Betonlobby und deren “rentablen” Projekte  verbuddelt werden, die einerseits immer teurer als geplant werden und deren Nutzen sich andererseits als immer sinnloser entpuppt.

Beim BBI-Protest könnte das Motto lauten z.B. “UNTEN BLEIBEN (gemeint sind damit natürlich die Airlines, die durch den viel zu teuren BBI per Flughafengebührdiktatur von Wowereit und seiner FBS abgezockt werden sollen).  Auch hier unterstützt Wowereit die Flughafengegner auf seine ihm eigentümliche Art und Weise, weil so ein Flughafen mit der von ihm im dunklen betriebenen Champigonzucht gar nicht funktionieren kann. (Gemeint ist hier natürlich die von ihm eingerührte und rechtswidrige Billigfliegersubventionshochkultur). 

Auch bei den Verhandlungen mit den Airlines zu den Flughafengebühren wünschen wir ihm viel Erfolg, während er vor der Wahl unbedingt noch mal von den 30 BI`s geführte Begehungen der Flugrouten des politisch gewebten Lärmteppichs durch Berlin und Brandenburg mitmachen sollte! Auf diesen unergründlichen Wegen durch die deutsche Armutsmetropole würde er noch sehr viel Wissenswertes über Berlin und Brandenburg erfahren. Insofern meint “UNTEN BLEIBEN” den Baustopp für den BBI bis ein privater Investor für die Baustelle in der Schuldenmetropole gefunden wurde!

Natürlich kann Wowereit das auch alles Aussitzen, weil der BBI durch die USA-Anbindungen bzw. dann durch die geplanten USA-Flüge von Air Berlin die Hauptstadt angeblich zu einer richtigen Metropole macht. 

Fraglich ist nur, wer und wie viel da noch hin wollen, weil sich durch die unermüdliche Gelddruckerei der FED dort eine gigantische Blase aufbaut. Während ich in der Vergangenheit einige Male z.B. auf Einladung des American Council on Germany in den USA dienstlich weilte habe ich jedenfalls keinen Bedarf mehr. Im Gegensatz zu Spitzenpolitikern habe ich auch nichts auszusitzen. Jedenfalls ist das Aufstehen in USA-Flügen ab sofort verboten: man muss sitzen bleiben! Wer es nicht glaubt sollte den folgenden Link anklicken.

Soweit mein knapper Blogtext, mit dem ich unter Beweis stelle, dass es bei mir textlich auch kurz gehen kann!  


http://dmm.travel/news/artikel/lesen///aufstehen-auf-usa-fluegen-ab-sofort-verboten-32072/

Comment » | Das Flugroutendesaster

Proteste und Skandale zu Lande, zu Wasser und in der Luft! (Das Flugroutendesaster Teil 6)

Oktober 27th, 2010 — 10:12am



Gestern berichtete ich über das Wasservolksbegehren, was aller Voraussicht nach erfolgreich sein wird. Es wurden weit über 200.000 Unterschriften gesammelt! Damit gibt es für den Wowereit und seinen staatsbürokratischen Apparat, den er auch noch um einen Senat erweitern will, mindestens einen 3-Frontenkrieg: zu Lande (A 100-Bau), zu Wasser (das Wasser-Volksbegehren, wo ja Wowereit neuerdings plötzlich bei derartigen Abstimmungen mehr auf den Willen des Volkes hören möchte und diese sogar unterstützen will) und in der Luft (das BBI-Flugroutendesaster, den der “ahnungslose” und “überraschte” Wowereit plötzlich und neuerdings auch als Skandal empfindet und seinen Protest artikuliert). Da kann man ihm nur viel Spaß beim Regieren bzw. ReAgieren sowie  beim Wahlkampf bzw. WahlkRampf wünschen: Vielleicht gibt es ja noch einige SPD-Anhänger, die ihn dabei unterstützen möchten.


Gestern fand auch eine sehr gut besuchte Stuttgart-21-Demonstration in Berlin auf dem Potsdamer Platz statt, auf der sich auch viele BBI- und Flugroutengegner befanden. Während die angereisten Stuttgarter S 21- Gegner “Oben bleiben” skandierten (der Bahnhof soll ja oben bleiben und nicht unterirdisch werden), hatten die BBI-Gegner z.B. ein “BBI 21″ auf ihren Plakaten. Bei diesen Protesten kann man sich immer weniger des Eindrucks verwehren, dass da was zusammenwächst, was zusammen gehört! 

Auch wenn es natürlich viele regionale und thematische Unterschiede gibt: Der Anlass ist immer der Gleiche, dass immer mehr Steuergelder für die Betonlobby und deren “rentablen” Projekte  verbuddelt werden, die einerseits immer teurer als geplant werden und deren Nutzen sich andererseits als immer sinnloser entpuppt.

Beim BBI-Protest könnte das Motto lauten z.B. “UNTEN BLEIBEN (gemeint sind damit natürlich die Airlines, die durch den viel zu teuren BBI per Flughafengebührdiktatur von Wowereit und seiner FBS abgezockt werden sollen).  Auch hier unterstützt Wowereit die Flughafengegner auf seine ihm eigentümliche Art und Weise, weil so ein Flughafen mit der von ihm im dunklen betriebenen Champigonzucht gar nicht funktionieren kann. (Gemeint ist hier natürlich die von ihm eingerührte und rechtswidrige Billigfliegersubventionshochkultur). 

Auch bei den Verhandlungen mit den Airlines zu den Flughafengebühren wünschen wir ihm viel Erfolg, während er vor der Wahl unbedingt noch mal von den 30 BI`s geführte Begehungen der Flugrouten des politisch gewebten Lärmteppichs durch Berlin und Brandenburg mitmachen sollte! Auf diesen unergründlichen Wegen durch die deutsche Armutsmetropole würde er noch sehr viel Wissenswertes über Berlin und Brandenburg erfahren. Insofern meint “UNTEN BLEIBEN” den Baustopp für den BBI bis ein privater Investor für die Baustelle in der Schuldenmetropole gefunden wurde!

Natürlich kann Wowereit das auch alles Aussitzen, weil der BBI durch die USA-Anbindungen bzw. dann durch die geplanten USA-Flüge von Air Berlin die Hauptstadt angeblich zu einer richtigen Metropole macht. 

Fraglich ist nur, wer und wie viel da noch hin wollen, weil sich durch die unermüdliche Gelddruckerei der FED dort eine gigantische Blase aufbaut. Während ich in der Vergangenheit einige Male z.B. auf Einladung des American Council on Germany in den USA dienstlich weilte habe ich jedenfalls keinen Bedarf mehr. Im Gegensatz zu Spitzenpolitikern habe ich auch nichts auszusitzen. Jedenfalls ist das Aufstehen in USA-Flügen ab sofort verboten: man muss sitzen bleiben! Wer es nicht glaubt sollte den folgenden Link anklicken.

Soweit mein knapper Blogtext, mit dem ich unter Beweis stelle, dass es bei mir textlich auch kurz gehen kann!  


http://dmm.travel/news/artikel/lesen///aufstehen-auf-usa-fluegen-ab-sofort-verboten-32072/

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Ganz wichtig für die Berliner: Wasser-Volksbegehren kann noch bis spätestens Mittwoch unterschrieben werden!

Oktober 25th, 2010 — 11:25am



GRÜNE LIGA Berlin e.V.

 

PRESSEMITTEILUNG 45-10:

 

Berlin, 24. Oktober 2010

 

Wasser-Volksbegehren zur Offenlegung der Geheimverträge bei den teilprivatisierten Berliner Wasserbetrieben:

Die Spannung wächst!

 

Bis zum Samstag konnten bereits über 172.000 Unterschriften für das Volksbegehren gewonnen werden. Doch da nach Erfahrungen anderer Volksbegehren mit einem hohen Anteil ungültiger Unterschriften zu rechnen ist, werden weiterhin Unterschriften gesammelt. „Wenn bis Mittwoch deutlich über 200.000 Unterschriften zusammenkommen, ist das Wasser-Volksbegehren im sicheren Hafen“, so Michel Tschuschke, der den Sammel-Marathon organisiert. Für ein Volksbegehren sind 172.000 GÜLTIGE Unterschriften erforderlich!

 

Unterschriftsbögen sind in den Bürgerämtern, bei der GRÜNEN LIGA Berlin, den Sammelstellen oder im Internet unter www.berliner-wassertisch.net erhältlich. Thomas Rudek, Sprecher des Volksbegehrens, verweist darauf, dass „das Büro der GRÜNEN LIGA Berlin in der Prenzlauer Allee 8 (Nähe Alexanderplatz) am Montag und Dienstag von 9 bis 23 Uhr geöffnet ist. Wir freuen uns über alle Menschen, die vorbei kommen, um ihre Unterschrift noch abzugeben!“

 

Die Unterschriften werden am Mittwoch, d. 27. Okt., um 13 Uhr, der Landeswahlleiterin Frau Dr. Michaelis-Merzbach vor der Senatsverwaltung für Inneres (Klosterstr. 47 / 10179 Berlin) öffentlich übergeben. Die Anwesenheit von Presse und Pressefotografen ist ausdrücklich erwünscht.

 

Wem es bis Dienstag nicht möglich ist, seine Unterschrift für das Volksbegehren abzugeben, der kann allerspätestens am Mittwoch, bis 24 Uhr, den Bogen oder die Unterschriftslisten in die Briefkästen bei den Bürgerämtern bzw. Rathäusern werfen.

 

Thomas Rudek

Sprecher des Volksbegehren

Tel.: 030 / 261 33 89 o. 44 33 91 44 / mobil: 0176 / 25 21 37 26

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FBS-Chef Schwarz rechnet seine künftigen roten BBI-Zahlen schwarz und täuscht wieder mal die Öffentlichkeit und Steuerzahler!

Oktober 24th, 2010 — 10:15am


Wenn sich FBS-Chef Schwarz mal freut, nicht nur zu den Flugrouten Rede und Antwort stehen zu müssen, so geht mir das auch so: Endlich wieder mal ein anderes Thema, das sich allerdings auch wieder den Täuschungen zum BBI widmen muss. Aber dieses Mal geht es um die Äußerungen von FBS-Chef Schwarz, welcher der Presse am 21.10. bei der Verkündung des Vermietungserfolgs der Gewerbeflächen für das Non-Aviation-Geschäft auf dem BBI etwas suggerierte, was nicht der Realität entspricht.

Die MAZ und das ND berichteten am 22.10, dass Schwarz u.a. stolz verkündete, dass bereits  33 % des Umsatzes der Berliner Flughäfen aus dem Non-Aviation-Geschäft generiert wird. Hierzu dazu das ND, das Herrn Schwarz mit seiner euphorischen Ankündigung wiedergibt:

„Mit BBI wolle man auch im Non-Aviation-Segment, wie das Einkaufen und Konsumieren in Flughäfen genannt wird, in die Top Ten der europäischen Airports aufsteigen“

Die MAZ lässt Schwarz in das gleiche Horn  blasen:

„Ziel der Betreiber ist es, bei der Eröffnung im Jahr 2012 fast jeden zweiten Euro (47 Prozent) des Gesamtumsatzes mit dem so genannten „Non-Aviation“- Angebot einzufahren – auch, um auf diese Weise die Gebühren für die Fluggesellschaften möglichst niedrig zu halten.* Das Ziel ist ambitioniert: Bislang liegt der Anteil von Gastronomie und Verkauf am Umsatz an den beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld bei 33 Prozent“.

Fast jeden zweiten Euro im Jahr 2012? Zur Zeit liegt der Wert bei 33 % ? Zur Richtigstellung: Schwarz täuscht die Öffentlichkeit  bei diesem Thema unentwegt (schon öfters verwies ich in meinem Blog und in meinem Buch darauf), worauf ich in diesem Blogtext wieder aufmerksam möchte:

Wenn im Geschäftsbericht der FBS (in der Tabelle auf Seite 65 in der 2. Zeile) nachzulesen ist, dass die Umsätze aus Non-Aviation im Jahr 2009 bei 41,6 Mio. € und die mickrigen Gesamtumsätze der FBS lediglich bei 243,9 Mio. € lagen, dann ist es relativ einfach den ersten Wert durch den zweiten Wert zu dividieren, um den oben definierten Anteil des Non-Aviation-Umsatzes zu ermitteln. Was Herr Schwarz offensichtlich noch nicht weiß,  vorausgesetzt er kennt seinen Geschäftsbericht nicht, ist, dass dann ein Wert in Höhe von 17 % herauskommt. Im Übrigen sanken die Non-Aviation-Umsätze gegenüber dem Vorjahr von 46 Mio. € auf diese 41,6 Mio. €: Damit sank dieser Wert auf 90 % des Vorjahres. Aber darum geht es hier nicht.

Hier geht es  um gleich mehrere Schlussfolgerungen, die sich aus dem Zahlensalat von Schwarz ergeben:

 Erstens: Schwarz täuscht die Öffentlichkeit in ähnlicher Manier wie es bei den Flugrouten getan wurde: also gezielt und vorsätzlich.  Oder er kennt seine Geschäftsberichte nicht. Letzteres ist unwahrscheinlich.

Zweitens: Die Schwarzsche Ankündigung, dass  knapp 50 % der BBI-Umsätze aus dem Non-Aviation-Geschäft entstehen sollen, wird natürlich bei weitem und definitiv nicht realisiert werden, weil in Berlin die Billigairlines dominieren. Dieses Ziel wird erst recht nicht im übernächsten Jahr, also im (neuen) BBI-Eröffnungsjahr erreicht. Der BBI wird diesbezüglich nicht international, sondern eher provinziell sein. Hier bietet sich ein schöner Vergleich mit dem Flughafen Düsseldorf International an. Der Flughafen Düsseldorf realisierte im Jahr 2009 einen Non-Aviation-Umsatz in Höhe von 101,1 Mio. €. Und das geschah mit deutlich weniger Passagieren, also mit nur 17,8 Mio. Passagieren, mit denen ein mehr als doppelt so hoher Non-Aviation-Umsatz realisiert wurde: Die Konsequenz im Vergleich zu Berlin: In Düsseldorf werden 5,6 € pro Passagier umgesetzt, in Berlin sind es gerade einmal 1,98 € pro Passagier. Hierzu zählt auch die Benutzung der Berliner Flughafenpachttoilette dazu, ich glaube in Höhe von 50 Cent.

Machen wir die Probe: Während die Berliner Flughäfen im Jahr 2009 mit 21 Mio. Passagieren 243 Mio. € umsetzten, realisierte der Flughafen Düsseldorf mit seinen 17,8 Mio. Passagieren 393 Mio. €! Wenn ich immer von mickrigen Umsätzen in Berlin rede, dann ist das hier ablesbar: In Düsseldorf werden insgesamt 22 € pro Passagier umgesetzt! In Berlin sind es nach wie vor fast nur die Hälfte: nämlich 11,57 € ! Dieser Wert ist infolge der rechtswidrigen Subventioniererei der Billigairlines entstanden. Berlin hat sein permanent stolz propagiertes Passagierwachstum sehr teuer erkauft, während der Umsatz pro Passagier dagegen seit 2002 von 15 € pro Passagier auf dieses dramatisch-lächerliches Niveau sank und seit einigen Jahren auf diesem Niveau stagniert. (Hier der Link zum Vergleich mit Düsseldorf für Herrn Schwarz, dort auf Seite 48 http://www.duesseldorf-international.de/_uploads/uploads/download_center/20_Geschaeftsbericht/dus_gb2009_web.pdf).

Auch die sonstigen Umsätze, also weder Aviation noch Non-Aviation, reißen dieses Berliner Defizit heraus: Im Gegenteil, denn in Berlin umfassen diese sonstigen Umsätze 15 %, die NOCH mit dem Bau des BBI und den Erlösen aus Grundstücksgeschäften für den BBI entstehen, während diese in Düsseldorf bei 10 % liegen.  

Drittens: In dieser Konstellation sind auch nicht die Flughafengebühren für die am BBI dominierenden Billigairlines zu reduzieren, wie sich die MAZ widerspruchlos von Herrn Schwarz in den Notizblock diktieren ließ, da der Non-Aviation-Umsatz gegenwärtig nicht 33 %, sondern lediglich 17 % aufweist. Selbst die propagierten 33 % wären eine unrealistische Verdopplung  des gegenwärtigen Non-Aviation-Umsatzes. Eine Verdopplung mit Eröffnung des BBI? Wie soll das gehen? Durch wen, wenn dann auch noch die Flughafengebühren dramatisch steigen sollen?

Davon kann also nichts übrig bleiben, um die angekündigt hohen Flughafengebühren mit den kläglichen Non-Aviation-Umsätzen zu dämpfen. Da ist nur eine enorme Lücke bei den Gesamtumsätzen, die eigentlich doppelt so hoch sein müssten. Viel Spaß also beim Non-Aviation-Geschäft, wenn sich die Flughafengebühren erheblich erhöhen, weil eben der BBI-Betrieb viel zu teuer sein wird. Und die sollen sich auf durchschnittlich 26 € pro Passagier auf dem BBI erhöhen, während der gegenwärtige Umsatz pro Passagier bei diesen 11,59 € liegt! Die Lücke zeigt damit auch die Zwickmühle, in welcher der BBI ab dem ersten Tag seiner Eröffnung stecken wird!

Viertens: Die Pressevertreter sollten sich mal regelmäßig die aktuellen Geschäftsberichte von den netten Damen der FBS zu schicken lassen und diese auch lesen, falls sie diese nicht bereits von der FBS in einem schicken Pressemäppchen geschickt bekommen haben oder falls sie diese verbummelt haben. Man kann sie auch bei der Pressestelle der FBS unter der Nummer 030 6091 2055 bestellen.

Es ist letztendlich peinlich, wenn ein Herr Schwarz so ein Zeug daherredet und diese vertuschenden Verzerrungen der Realität in den Zeitungen so abgedruckt werden.

In Analogie zur aktuellen Diskussion prophezeie ich ebenfalls einen Eklat wie bei dem Flugroutendesaster zu den fehlenden Umsätzen/Erlösen auf dem BBI, falls er irgendwann in Betrieb gehen sollte. Die entsprechenden Untersuchungsausschüsse sollten jetzt schon mal vorsorglich vorbereitet werden.

Fünftens: Wenn die Brandenburgische IHK nun ihrer Enttäuschung Ausdruck verleiht, dass die Brandenburger Unternehmen bei dem Zuschlag für das Non-Aviation-Geschäft bei der Vermietung von Ladenflächen etc. so gut wie leer ausgegangen sind, dann wundert es eben denjenigen nicht, der das Ammenmärchen von der „Jobmaschine“ noch nie geglaubt hat.

Hierbei ist aber die entstandene Relation sehr interessant: Nur ein Drittel der Zuschläge geht in die Region Berlin/Brandenburg, aber alleine die beiden Gesellschafter Berlin und Brandenburg halten jeweils einen Anteil von 37%, also insgesamt 74 % an der FBS. Immerhin
darf der Berliner und Brandenburger Steuerzahler damit Dreiviertel für die Kosten der Flopmaschine namens BBI aufkommen, während die Westdeutschen Unternehmen nach dem Einsatz der hiesigen Steuerzahler  auf dem BBI den Reihbach machen wollen. Wenn es schief geht muss natürlich auch wieder der Steuerzahler von hier einspringen….

Aber während die BBI-Gläubigen weiter auf die „Jobmaschine“ warten gibt es ja doch ein Brandenburger Unternehmen aus dem Spreewald, um die Sauregurkenzeit im Brandenburgischen Schönefeld zu überbrücken: Gemeint ist, dass es sogar ein  Ostprodukt, nämlich Spreewaldgurken auf dem BBI geben wird. Man kann sich nicht des Eindrucks entziehen, dass hier etwas mit den Ausschreibungen oder bei der Vergabe schief gelaufen ist: Weil nur Anfangsindizien vorliegen, möchte ich jetzt und hier noch nicht behaupten, dass dabei wieder etwas rechtswidriges, kriminelles  abgelaufen ist: Aber einiges deutet darauf hin und es wäre auch nicht das erste Mal. Es wird sich zeigen….

Fast ausschließlich sollten also nicht zu letzt die Steuerzahler Brandenburgs dann auch noch den Fluglärm der Berliner abbekommen, die ja gegenwärtig zu fast 80 % die Flughäfen Tegel und Schönefeld nutzen (Brandenburger nur 12 %). Aber ganz plötzlich stellte sich „völlig unvermutet“ heraus, dass nun auch die Berliner im großen Stil verlärmt werden sollen. Das frei erfundene Märchen von der Jobmaschine BBI wird also immer mehr penetriert von einer ernüchternden, unendlichen Pleiten-Pech- und Pannengeschichte, die um ein weiteres Kapitel namens Flugroutendesaster „reicher“ geworden ist. 

2 comments » | BBI-Fälschungen und -Betrug

Das BBI-Flugroutendesaster wird nicht das Einzige sein, was uns die Politiker bisher verschwiegen haben (Das Flugroutendesaster Teil 5)

Oktober 20th, 2010 — 8:58am



Der BBI-Standort Schönefeld wurde offenbar auch durch Täuschungen und Tricksereien erschlichen. Nun ist kurz vor der geplanten Eröffnung des BBI die Situation entstanden, dass der immer offensichtlicher werdende BBI-Skandal nicht mehr durch Täuschungen und Tricksereien reparabel sein wird. Nicht nur das Flugroutendesaster, sondern auch das weitgehende Nachtflugverbot und die künftig horrenden Flughafengebühren sind nun unumkehrbar mit dem BBI an dessen völlig irrationalen Standort verknüpft. Die Flugroutendiskussion ist nur ein Moment, Folge  dieses Debakels, die nicht mehr aus dem Gesamtkontext herausgelöst werden kann.

 Die Diskussion um die „faire“ Festlegung der Flugrouten eines Flughafens, der an dem Standort Schönefeld eine Totgeburt ist, wird immer skurriler: Erst wollten die entschieden falsch entscheidenden Politiker über Jahre hinweg immer besser als die Experten wissen, wie toll der Standort Schönefeld für den BBI ist: Nun spielt die verantwortliche Politikelite  in nahezu  perfekter Manier den Ahnungslosen und Überraschten: Es ist wie ein grenzenloser Wettbewerb um die größte Ahnungslosigkeit, die auf permanenter Inkompetenz basiert! Dabei ist nicht zu vergessen, dass die ausschließliche Diskussion um die Flugrouten das Problem nicht lösen, sondern sogar noch verschärfen wird. Denn keine Bürgerinitiative wird die Flugrouten wesentlich ändern können, geschweige wird es eine Bürgerbeteiligung bei der Festlegung der Flugrouten mit der DFS geben. Das ist ausgeschlossen! Ausschließlich die elitären Regierenden sind für den entstandenen Schaden verantwortlich, da sie die Flugrouten vorsätzlich verschwiegen haben und das verbindliche Flugroutenverfahren der ICAO im Planfeststellungsbeschluss ausgeblendet haben. In Teil 4 meiner Reihe zum Flugroutendesaster wies ich nach, dass im Rahmen der Erstellung des Planfeststellungsbeschlusses eine diesbezügliche Nachfrage bei der Deutschen Flugsicherung stattgefunden hatte. Ebenso wurden andere Regeln der ICAO ignoriert, bei deren Berücksichtigung das Flugroutendesaster niemals stattgefunden hätte (siehe hierzu „Das Flugroutendesaster“ von Teil 1 bis Teil 3).

Wenn Platzeck meint, dass ein Baustopp für den BBI nicht realistisch sei, dann ist es wohl auch dem Umstand geschuldet, dass die hiesige Politik unter extremen Realitätsverlust leidet. Zwar ist der Standort Schönefeld real geworden, aber der beantragte und geplante BBI an diesem Standort ist völlig unrealistisch. In einiger Zeit wird diese Flugroutendiskussion von einer neuen Welle der Flughafengebührenddebatte überlagert werden, vor der sich die Regierenden jetzt schon grausen dürften! Das wird die Zeit schon bald sehr deutlich zeigen, vorausgesetzt der BBI eröffnet dieses Mal zu dem x-ten Eröffnungstermin im Juni  2012…..

Wenn Platzeck weiterhin meint, dass das Flugroutendesaster nicht mit Stuttgart vergleichbar sei, verstehen die realitätsfernen und ahnungslosen Politiker immer noch nicht, dass sie damit Recht haben! In der Tat: Es ist nicht vergleichbar, weil es infolge der Betroffenheit durch die irreparabel gewordenen Kollateralschäden  ohne Baustopp und Nichteröffnung des BBI an diesem Standort kein Entrinnen mehr aus diesem Labyrinth divergierender Interesse gibt. Diese massenhafte, persönliche Betroffenheit macht den Unterschied zu Stuttgart definitiv aus.  Bis jetzt ging die politische Choreographie für die BBI-Show auf, die Flugrouten zu verheimlichen, um den BBI am Standort Schönefeld salonfähig zu machen. Es ist also nicht nur die Betroffenheit, sondern es sind auch offensichtlich die betrügerischen Absichten bei der Durchsetzung eines Stadtflughafens, der nur durch das Verschweigen und Verheimlichen seiner tatsächlichen Folgen durchsetzbar war. Und das ist ein weiterer Unterscheid zu Stuttgart.

Schon fordern einige offensichtlich verwirrte Politiker, die Pläne für eine 3. SLB aus den Schubladen der FBS zu holen, um das Problem der Flugrouten mit neuen Kapazitäten zu entzerren. Was auf dem ersten Blick tatsächlich nach Kompensation aussieht ist aber eine kaum zu toppende Absurdität. Es ist ungefähr damit vergleichbar, die  Inflation durch das Anwerfen der Notenpresse bekämpfen zu wollen, wie es gegenwärtig in den USA durch die FED exzessiv praktiziert wird. Auch dabei werden in nicht so ferner Zeit die Folgen unabsehbar sein….

Hat denn noch kein Politiker begriffen was auf den viel zu teuren BBI zukommen wird, wenn er eröffnet wird und dessen Hauptkunden, die Billigairlines, abwandern werden. Besser gesagt müssen, weil sie bei diesen horrenden Gebühren nicht bleiben können! Denn nun kann Wowereit als FBS-Aufsichtsratsvorsitzender seine Billigairlines gegenüber den in der Vergangenheit anderen diskriminierten Airlines nicht mehr bevorzugen/subventionieren, weil dann alle Airlines unter dem BBI-Dach operieren. Alle Airlines sind gebührenseitig, bis auf ein paar geringe Abweichungen, gleich zu behandeln. Hier gibt es genauso viel oder wenig Spielraum wie bei der Festlegung der Flugrouten. Und die Flughafengebühren werden so hoch sein, dass sie durch die Billigairlines nicht mehr zu beherrschen sind. Wenn sie dann wegen des durch die Politik verursachten Flugroutendesasters auch noch Umwege fliegen müssten…..Aber so weit wird es nicht kommen!

Während für den Flughafen Wien ein Baustopp stattfand, weil er plötzlich 400 Mio. EURO mehr kosten würde, wollen einige der hier traumatisierten Politiker nun eine 3. SLB fordern, um die unlösbaren Probleme noch unlösbarer zu machen, da der BBI schon jetzt weitaus mehr als geplant kostet. Würde dieses Ansinnen tatsächlich durchgesetzt werden ist dies nichts als vorsätzliche Steuergeldvernichtung und damit ein Straftatbestand! Nun droht dem Land Berlin auch noch eine Haushaltnotlage http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/blauer-brief-vier-bundeslaendern-droht-haushalts-notlage;2673309, nachdem bereits für die Hälfte der Berliner Bezirke Haushaltssperren durch das hoch verschuldete Berlin verhängt wurden. Da ist dann der Wunsch nach einer neuen SLB fast ebenso selbst erklärend wie die Eröffnung eines unwirtschaftlichen und nicht konkurrenzfähigen Flughafens!

Wenn Wowereit kürzlich schon fast anklagend meinte, dass „jeder fliegen möchte, aber keiner möchte betroffen sein“ ist das von dem ehemaligen Einwohner Lichtenrades wieder einmal anmaßend:

Erstens will nicht jeder Fliegen und zweitens sind wir alle vor allem von der ruinösen Berliner  Politik betroffen. Nicht zu letzt durch die Folgen des BBI-Dauerskandals!

Nun will die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus – Berlin

 „Klarheit schaffen  – über Flugrouten offen und transparent verhandeln – Betroffene beteiligen!“ Das klingt für den ersten Moment recht nachvollziehbar und plausibel. 

Aber wenn  in der Pressemitteilung vom 18. Oktober 2010 weiterhin zu lesen ist, dass „Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert, dass die künftigen Flugrouten so gewählt werden, dass die mit dem Planfeststellungsbeschluss gemachten Zusagen eingehalten werden und nur ein festgelegter, kleinstmöglicher Personenkreis unter den unvermeidlichen Auswirkungen des Flugverkehrs leiden muss“, klingt das schon wieder ganz anders:

Hier geht es weiter und wieder um das uralte Muster des Sankt Florians-Prinzips, solange das eigentliche Problem des BBI-Skandals nicht erkannt wurde: Gemeint ist der Brandenburger Personenkreis, der den Lärm und Dreck eines fehlgeleiteten Flughafens „planfestgestellt“ bekommen hat, obwohl der zu 80 % von Berlinern genutzt wird.  Und zweitens wird wieder einmal die DFS zum Buhmann gemacht, wenn sie international verbindliche Regeln einhalten will und muss. Die Ursache für dieses Desaster liegt viel tiefer und ist durch die Berliner und Brandenburger „Politkelite“ langwieri
g und systematisch verursacht worden.

Im Kern wird durch die trennende Flugroutendiskussion wieder abgelenkt von den Verursachern dieses Dilemmas, die seit vielen Jahren gleich mehrere Vorgaben der ICAO verheimlichend ignorierten und lieber Schulden durch ihre fatale (Flughafen)Politik anhäufen, die der Steuerzahler durch den „BBI 2000“ in Analogie zu „Stuttgart 2100“ zu begleichen hat. Denn einer der ersten Eröffnungstermine des BBI war das Jahr 2000 zur grandios gescheiterten Olympiabewerbung (Berlin bewarb sich für 2000 für Olympia), der zugleich an das schön gerechnete Megaprojekt „Transrapid“ angebunden werden sollte….Das war in dem Jahr, als die Berliner Schulden noch bei ca. der Hälfte des heutigen Schuldenberges, also „nur“ bei 34,7 Mrd. Euro lagen. Wer sich heute intensiv mit dem beantragten BBI im Planfeststellungsantrag befasst, kommt zwangsläufig zu dem Schluss, dass der beantragte BBI, nach dem erheute gebaut wird, schon lange gescheitert ist: Denn  die gegenwärtigen Hauptkunden sind kurz vor der geplanten Eröffnung des BBI  die Billigairlines. Es lässt sich deshalb nach dem Motto „Wer billig fliegt, baut teuer“, schon lange nicht mehr verheimlichen wer maßgeblich schuld an den hiesigen Schulden hat!

Comment » | Das Flugroutendesaster

Der Flugroutenschwindel und die BBI-Täuschungen (Flugroutendesaster Teil 4)

Oktober 14th, 2010 — 7:19am


Nach dem immensen Interesse an meinen drei letzten Blogtexten möchte ich nun aus gegebenen Anlass diese Reihe zum Flugroutendesaster und zu dessen Ursachen vertiefend fortsetzen, um den Flugrouten-Berlin&Brandenburg-Skandal („F-B-S“) noch offensichtlicher und öffentlicher zu machen.

In meinem letzten Blogtext verwies ich als Nichtjurist wiederholt auf den unumstößlichen Zusammenhang, dass bei Einhaltung elementarer Normen und Richtlinien der ICAO das Flugroutendesaster gar nicht zustande gekommen wäre. Insofern wird der BBI nicht nur am falschen Standort gebaut, sondern ihm haftet an dem Standort Schönefeld auch noch eine verlärmungsintensive Konfiguration der Start- und Landebahnen im Parallelbahnsystem an. Wäre die in 2004 auf Basis eines seriösen fachlichen Gutachtens (Konzeptstudie zur Überprüfung der Konfigurationsanalyse für den Bau des Flughafens Berlin Schönefeld unter fachplanerischen Gesichtspunkten von fcd Airport Consulting & Partners im Auftrag der Schutzgemeinschaft Umlandgemeinden Flughafen Schönefeld e.V. vom 15.10.2004) intensiv diskutierte T-Variante beim Bau des BBI ins Rennen gegangen, hätte es jedenfalls kein „F-B-S“ gegeben. Denn in Analogie zum Ausbau des Frankfurter Flughafens wäre die 2. SLB in einem rechten Winkel zur jetzigen Südbahn (alt) nach Süden in Richtung weit gehend unbewohnter Gebiete angeordnet worden. Die Effekte wären immens: Alle Flugzeuge würden entsprechend des jetzigen Planfeststellungsbeschlusses nicht nur geradeaus fliegen, wie es in den Lärmgutachten/Lärmschutzzonen niedergelegt ist, sondern es wären durch diese um 90 % verschwenkte neue SLB nur 1/10 der Einwohner verlärmt worden: Ganz abgesehen davon, dass dadurch die zusätzlichen Flughafenflächen und -einrichtungen um die Hälfte reduziert worden wären! Das hätte dann auch die Investitionskosten stark reduziert und damit die nun offensichtlich extrem hohe BBI-Flughafengebühr ausgeschlossen.

Im Gegensatz zur Flughafen Berlin Schönefeld GmbH unterstellt der weltweit tätige Gutachter Faulenbach da Costa, dass diese Konfiguration zu 100 % der ICAO, Annex 14 entspricht! Und das ist schon alleine und besonders deshalb nachvollziehbar, weil sie die vorrangige Planungsnorm berücksichtigt, dass nämlichStart- und Landebahnen nicht auf Siedlungen und Städte gerichtet sein sollen.

Die Planfeststellungsbehörde des Landes Brandenburg argumentiert im Planfeststellungsbeschluss allerdings, dass die „Planfeststellungsbehörde…bei ihren Entscheidungen den Standards- und Empfehlungen des ICAO-Anhangs 14 (folgt)“ (siehe Seite 408, Teil C, Entscheidungsgründe, Planfeststellungsbeschluss Ausbau Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld 44/-6441/1/101).

Auf der nächsten Seite ist dort bezüglich der T-Variante jedoch folgendes nachlesbar: „Nach den Anforderungen des Anhangs 14 zum Abkommen über die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO sind unter Normalbedingungen Starts und Landungen ausgeschlossen, wenn die Querwindkomponente mehr als 20 Knoten beträgt“ (Seite 409).

Es soll an dieser Stelle nicht nur gezeigt werden, dass Faulenbach da Costa eine völlig konträre Auffassung hierzu hat, wonach der BBI mit der T-Konfiguration einen Benutzbarkeitsfaktor von 99 % aufweisen würde, was viele internationale Großflughäfen mit einer T-Konfiguration belegen. Nein, es soll an dieser Stelle transparent werden, wie sich die angeblich an die ICAO-Regeln haltende Planfeststellungsbehörde mit ihrem durchgesetzten Parallelbahnsystem das eben nicht tut: Die Planfeststellungsbehörde wollte nicht minimale Kosten und so wenig Lärm wie möglich durch diese T-Variante realisieren, sondern wünschte offensichtlich maximale Kosten und eine maximale Verlärmung der Brandenburger und Berliner Bevölkerung infolge des nun gebauten Parallelbahnsystems. Anders ist die nun eingetretene Situation hier nicht zu erklären!

Zu diesem Parallelbahnsystem führt die Planfeststellungsbehörde auf den Seiten 409/410 aus: „Die Anforderungen der ICAO sehen für zwei unabhängig voneinander betriebene Start- und Landebahnen mit Instrumentenflugbetrieb einen Mindestabstand von 1.035 m vor. Dieser Abstand darf somit keinesfalls unterschritten werden. Der dem beantragten Ausbauvorhaben zugrunde liegende Achsabstand von 1.900 m ermöglicht einen sicheren unabhängigen Flugbetrieb nach Instrumentenflugregeln auf den beiden Start- und Landebahnen.“

Bei dieser „großzügigen“ Überschreitung dieses Mindestabstandes dürfte es auch keine Probleme bei der Abwicklung des Flugverkehrs im Parallelbetrieb ohne Abknickung der Flugrouten geben, könnte der geneigte Leser schlussfolgern. Zumindest ist es aber nun mit Sicherheit dadurch gelungen, gigantische und teure Baumassen zwischen die beiden SLB für die Baulobby zu platzieren. Das Ziel einer maximalen Lärmvermeidung musste offensichtlich dem Renditeinteresse der Baulobby geopfert werden, ebenso wie der völlig ungeeignete Standort Schönefeld durch den Baufeld-Ost-Skandal infolge des Konsensbeschlusses (inkludierte Verwertung der Skandalflächen durch den Standort Schönefeld im Konsensbeschluss) plötzlich als raumordnerisch schlechtester Standort wieder von hinten durch die kalte Küche kam. Fragt sich nur noch, ob etwa auch wieder aus Unwissenheit und ganz „aus Versehen“ die Baufeld-Ost-Flächen angekauft wurden, die zu diesem Baufeld-Ost-Skandal geführt hatten? In meinem Buch „BBI – ein neuer Berliner Bankenskandal?“, was ich an dieser Stelle nur wärmstens empfehlen darf, gehe ich auch auf diese dubiosen Ungereimtheiten umfassend ein. Aber zurück zum hier diskutierten Planfeststellungsbeschluss!

Um diesen mehr als fragwürdigen Parallelbahnbetrieb am Rande der Baufeld-Ost-Flächen inmitten von Siedlungen und Städten für den BBI am Standort Schönefeld fachlich zu untermauern, wird im Planfeststellungsbeschluss auf Seite 410 mit folgenden vermeintlichen Autoritätsbeweis die Katze aus dem Sack gelassen:

„Auch seitens des Flugsicherungsunternehmens wurden keine Bedenken gegen die Konfiguration des beantragten Start- und Landebahnsystems geäußert.“

Wie bitte? Und an dieser Stelle wird es nun ganz interessant und brisant!

  1. Der Planfeststellungsbehörde muss schon zum damaligen Zeitpunkt die verbindliche ICAO-Regelung der abknickenden Flugrouten bekannt gewesen sein, die Faulenbach da Costa im Auftrag des BVBB im September 2010 vorgetragen hatte (erst kurz danach stellte die DFS (Deutsche Flugsicherung) eine fast identische Version vor).
  2. Selbst wenn der Planfeststellungsbehörde diese Regelung zum damaligen Zeitpunkt aus welchen Gründen auch immer nicht bekannt war, hätte die DFS die anfragende Planfeststellungsbehörde über diese verbindliche Regelung aufgeklärt.
  3. Wenn die FBS und die Planfeststellungsbehörde behaupten, sie hätten davon nichts gewusst, kann es wegen Punkt 1 und/oder Punkt 2 nicht der Wahrheit entsprechen.
  4. Dass die Deutsche Flugsicherung gelogen haben könnte ist unwahrscheinlich, zumal sie davon ausgehen musste, dass die FBS oder/und die Planfeststellungsbehörde ohnehin von den bekannt gemachten ICAO-Regeln wussten.
  5. Es entspricht nicht der Wahrheit wenn behauptet wird, die T-Variante könne wegen der ICAO-Regeln nicht umgesetzt werden, was ganz offensichtlich den üblichen T-Konfigurationen großer Internationaler Großflughäfen weltweit widerspricht. Genau das Gegenteil wäre der Fall, wenn die T-Variante realisiert worden wäre.
  6. Denn es ist eine gezielte und trickreiche Täuschung der Bürger, wenn behauptet wird, der BBI entspräche den Regelungen der ICAO, wenn gleichzeitig das ausdrücklich als vorrangig eingestufte Kriterium ignoriert wird, wonach die Neuanlage von Start- und Landebahnen nicht so angeordnet werden soll, dass Flugzeuge Siedlungen und Städte überfliegen (ich berichtete hierzu ausführlich in den vorigen Blogtexten).

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Fazit

Ohne die „erfolgreichen“ und wahrscheinlich vorsätzlichen Täuschungen gäbe es nicht den „F-B-S“ (Flugrouten-Berlin&Brandenburg-Skandal), wofür angeblich weder die Planfeststellungsbehörde mit ihrem Dienstherren Platzeck noch die FBS mit ihrem Aufsichtsratschef Wowereit verantwortlich sein wollen. Es liegt vor dem Hintergrund der hier dargelegten Planfeststellungsrecherche der Schluss nahe, dass der Planfeststellungsbeschluss (in sogar betrügerischer Absicht?) manipuliert wurde, in dessen Folge ganz plötzlich über Nacht tausende Menschen vom Fluglärm in ihren Rechten betroffen werden, ohne in einem Anhörungsverfahren ihre Betroffenheiten in einem Planfeststellungsverfahren artikulieren zu können. Der Zynismus dieses Vorgangs besteht auch darin, dass die Regierungen Berlins und Brandenburgs davon gewusst haben mussten und dies zumindest billigend in Kauf nahmen, um den ungünstigsten Standort mit der teuersten und lautesten Konfiguration durchzusetzen!

Der Flächenbrand in Stuttgart ist ein Indiz dafür, wie politikverdrossen die Menschen geworden sind. Der Unterschied zu Stuttgart ist jedoch enorm, da die Bürger hier nicht nur betrogen werden und ihrer Rechte beraubt werden, sondern sogar auch noch enteignet werden sollen, wenn sie durch den Fluglärm aus ihrer Immobilie nicht mehr ausziehen können, weil diese unverkäuflich geworden ist.

Wenn die Berliner Abgeordnete Claudia Hämmerling (Grüne) in der Morgenpost vom 13.10.2010 fordert, dass „Sicherheit und körperliche Unversehrtheit der Bewohner…Vorrang haben (sollten)“, dann ist das auch das vorrangige, aber durch Brandenburg missachtete Ziel der ICAO, auf das ich in meinen letzten 3 Blogtexten verwies. Ohne Not wurde der BBI entgegen aller fachlichen Vernunft am völlig ungeeigneten Standort Schönefeld durchgepeitscht! Und ohne Not wurde eine kostengünstigere und lärmärmere Konfigurationsalternative entgegen internationaler Regeln an diesem schlechtesten aller Standorte verworfen.

3 comments » | Das Flugroutendesaster

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