Archive for Dezember 2009


Der Betrug mit der „beeindruckenden“ Eigenfinanzierungskraft der FBS!

Dezember 21st, 2009 — 1:33pm



Schon wieder ein Betrugsmanöver? Ist denn alles nur getürkt bei der FBS?

 Die FBS berichtet voller stolz und Freude, dass die sogenannte Eigenfinanzierungskraft für den BBI mit 90 Millionen Euro bei einem Plus von 15 Prozent liegt. So sind von den vereinbarten 440 Millionen Euro, die der Flughafen für den BBI selbst aufbringen muss, seit 2005 bereits 335 Millionen Euro erwirtschaftet worden. “Damit haben wir unser wirtschaftlich gestecktes Ziel gut erreicht”, so Schwarz weiter. Seit 2005 habe man die Produktivität nahezu verdoppeln können. Es sei nur plausibel, dass die restlichen gut 100 Millionen Euro für den BBI in den kommenden zwei Jahren zu erwirtschaften seien (Berliner Morgenpost vom 21.12.2009).

 Wie plausibel es um die Erwirtschaftung dieser Mittel steht, zeigte bereits der Geschäftsbericht von 2008! Demnach hatten sich die damaligen Veränderungen beim Eigenkapital „zum einen aus Bareinzahlungen von Gesellschaftern (TEUR 63.215) für Investitionen für den BBI, die den Rücklagen zugeführt wurden (ergeben). Zum anderen erfolgte die Umwandlung der Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital (TEUR 224.522)“ (FBS-Geschäftsbericht von 2008 auf S. 48).

 Erwirtschaftet? Diese Summe von 297.787 € hat demnach niemals die FBS erwirtschaftet, sondern sie wurde von den Gesellschaftern wieder einmal in den Moloch BBI gepumpt. Es ist schlicht nur Steuerzahlergeld, was wieder einmal z.B. den Bezirken entzogen wird. Es ist somit wieder schlicht Betrug am Steuerzahler, wenn auch die erneute Transferierung bzw. Umverteilung von Steuermitteln als eigenwirtschaftliche Leistung der FBS dargestellt wird. Denn auf diese Weise müssen ja nun auch wieder diese 37 Mio. € ( als Differenz zu den nun erwirtschafteten 335 Mio. €} dem Steuerzahler abhanden gekommen sein, was dann der neue Geschäftsbericht von 2009 wohl auch ausweisen wird. Es liegt ja auch auf der Hand, dass die FBS-Ertragskraft mit seinen subventionierten und dominierenden Billigfliegern ohnehin äußerst gering sein muss.

Bis dahin wird für den künftigen Staats- und Subventionsflughafen BBI munter weiter gelogen bis sich die Balken biegen! 

 

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Auf der Suche nach den künftigen BBI-Kunden – Teil 3: Rettet nun Non-Aviation den BBI?

Dezember 19th, 2009 — 12:07pm


Bisher war die Suche nach dem BBI-adäquaten Kunden für den neuen internationalen Großflughafen vergeblich. Offensichtlich rettet also das Aviationgeschäft den BBI nicht, jedenfalls nicht so wie die wirtschaftliche Realität in dieser Region ist, während sich an der ökonomischen Realität erst Recht unter Krisenbedingungen bis zur Eröffnung des BBI nicht allzu viel verbessern dürfte: eher verschlechtern!

Da machen dann natürlich die Ankündigungen der FBS „Hoffnung“, dass der Non-Aviationumsatz extrem steigen soll, weshalb die Gastronomie- und Handelsflächen für den BBI expansiv erweitert werden. Immerhin haben sich nach Aussage der FBS schon die ersten Interessenten eingemietet.

Und die Aussichten sind entsprechend des Optimismus der FBS ausgesprochen gut.

So stieg der Anteil dieses Bereichs am Gesamtergebnis der Berliner Flughäfen nach Angaben der FBS von knapp 20 % im Jahr 2000 auf aktuell 33 % (30.08.2009).

 

Bis 2012 wollen die Berliner Flughäfen nach Aussage von FBS-Chef Schwarz diesen Anteil auf 46 % steigern während in „Airport Aktuell“ in der Berliner Zeitung vom 28.11.2009 der Pressesprecher Kunkel verlautbaren lässt, dass sogar ein Anteil von 50 % angestrebt wird! Mit 50 % hätte der BBI einen ähnlich hohen Anteil wie Fraport, allerdings wäre auch das wieder sehr relativ, da der gegenwärtige Gesamtumsatz pro Passagier im Vergleich zu Fraport nicht einmal 30 % beträgt.

 

Aber leider sind auch die dargestellten Erfolge bezüglich des prognostizierten hohen Non-Aviationanteils bestenfalls nur Wunschvorstellungen! Warum?  Der Non-Aviationumsatz betrug laut FBS-Geschäftsbericht von 2008 nur 46 Mio. €, während der Gesamtumsatz  252 Mio. € umfasste. Damit betrug der Anteil des Non-Aviationumsatzes in Wirklichkeit nur 18,2 %. Durch welche FBS-Tricksereien kommen nun wieder die 33 % zustande? Das lässt sich nach etwas Überlegung schnell nachvollziehen:

 

Die Umsätze setzen sich laut FBS-Geschäftsbericht aus Aviation und Non-Aviation zusammen, während sich Non-Aviation wiederum aus Non-Aviation, Real Estate, Bauleistungen/Flächen, Service und sonstige Umsatzerlöse speisen (Geschäftsbericht S. 45). Werden alle Positionen außer Aviation zum Umsatz ins Verhältnis gesetzt ergeben sich tatsächlich 33 %!

Aber was haben Real Estate oder Bauleistungen mit Non-Aviation zu tun und seit wann ist das alles Non-Aviation, was nicht Aviation ist? Besteht die Logik dieser unlogischen Unterteilung des Non-Aviation, der sich ja wiederum u.a. aus Non-Aviation zusammensetzt, darin, dessen geringe Erträge zu kaschieren? Wieder ein Rätsel was uns die FBS aufgibt, denn beim Flughafen Düsseldorf setzten sich die Non-Aviationumsätze transparent aus Verpachtung und Versorgung mit Dienstleistungen zusammen, während sich die Umsätze wiederum aus Aviation, Non-Aviation und Sonstigem etablieren. Hier erfolgt also eine klar definierte Abgrenzung.

 

Der Vergleich zum Flughafen Düsseldorf bietet sich regelrecht an, weil der Passagieranteil in etwa gleich ist wie in Berlin.

In 2008 wurden dort 18,1 Mio. Passagiere gezählt (Luftfracht übrigens 90.000 t, also fast das Dreifache im Vergleich zu Berlin) bei einem Umsatz von 417 Mio. €. Davon betrug der Umsatz bei Aviation 277 Mio. €, also weitaus mehr als der Gesamtumsatz von Berlin. Allerdings mit ca. 3 Mio. Passagieren weniger!  Der Non-Aviationumsatz, der sich einerseits aus Verwertungs- und Verpachtung mit 108 Mio. € und andererseits aus Versorgungsleistungen mit 9 Mio. € konstituiert und damit insgesamt 117 Mio. umfasst, hat damit einen Anteil von  ca. 28 %.

Der Non-Aviationumsatz hat sich auf dem Flughafen Düsseldorf in den letzten 5 Jahren verdoppelt und es werden dabei pro Passagier  6,46 € verdient während im Gesamtumsatz pro Passagier doppelt so viel verdient wird wie bei der FBS: nämlich 23 €. Der Umsatz bei Non-Aviation betrug in Berlin gerade mal 2,2 € je Passagier, also ca. 1/3 von Düsseldorf. Die Berliner Tricksereien sind insofern lediglich Ausdruck der Hilflosigkeit  und FBS-Schwäche.

Dieses rasante Umsatzwachstum konnte in Düsseldorf vor allem deshalb erzielt werden, weil die Umsteiger  bzw. die Transferpassagiere von 33,3 % im Jahr 2007 auf 46,3 % im Jahr 2008 anwuchsen. Durch diesen zunehmenden Drehkreuzverkehr konnte wiederum ein Wachstum des Langstreckenflugverkehrs um 16,7 % generiert werden. Das wurde erst durch die in Deutschland einmalige Wettbewerbssituation möglich, dass sich die beiden größten deutschen Airlines, die Lufthansa und Air Berlin 2/3 des hart umkämpften Marktes teilen und wohl kaum beabsichtigen dürften, dann zum BBI abzuwandern! Hiervon träumt Berlin wieder einmal nur und versucht durch diese Zahlenspielchen stattdessen den Steuerzahler zu beruhigen und weiszumachen,  wie toll doch alles bei der FBS ist.

Der 33 %-Trick soll die Lücke zwischen 18 % und 46 % schließbar erscheinen lassen und die kommende Rentabilitätskatastrophe kaschieren! Und eine weitere Frage drängt sich auf:

Woher weiß Schwarz eigentlich, dass er 46 % Non-Aviation einfliegen wird? Er müsste demnach wissen, dass er 54 % über das Aviationgeschäft einfliegt. Kann er aber nicht, weil sich ja die Flughafenentgelte und Gebühren für den BBI drastisch erhöhen sollen, die Airlines dagegen protestieren und die Entgeltordnung in 2010 nochmals verändert, bzw. erhöht  wird.

 

Insofern ist die Suche nach dem BBI-adäquaten Hauptkunden gescheitert: es ist keiner auffindbar, durch den der BBI rentabel arbeiten könnte.

Die gegenwärtigen Berliner Hauptkunden gehören als Billigflieger entweder nicht auf diesen Großflughafen und für potente BBI-Kunden bzw. Airlines existiert in dieser äußerst industrieschwachen Region kein Markt. Weder werden Lufthansa oder Air Berlin Düsseldorf verlassen, um in Berlin Langstreckenflüge und Umsteigeverkehre anzubieten, noch wird die Fracht oder die Industrie wegen dem verkorksten „Willy Brandt“ nach Berlin abwandern.

Damit es nicht ganz so düster aussieht sind gute Pressemitteilungen und Statements gefragt, um das ganze Dilemma nicht ganz so düster aussehen zu lassen. Denn Schönefeld ist halt der am schnellsten wachsende Flughafen Deutschlands und die FBS trotzt laut Presseberichten der Krise. Na dann ist ja alles bestens!

 

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Der BBI nun ohne International!

Dezember 15th, 2009 — 12:36pm


Hat das Willy Brandt verdient? Aber es ist wenigstens ehrlich, denn dem BBI wurde nun das „I“ weggespart, welches für „International“ stand. Man sollte auch gleich das „J“ vor der Jobmaschine  wegrationalisieren, da immer so getan wird als „Ob“ der BBI eine Jobmaschine wäre. Oder man hätte den BB Willy Brandt doch gleich „Berliner Billigflugzentrum“ nennen sollen. Werbeträchtig wäre auch “Knut-der-Eisbär-Flughafen”. Ebenso plausibel wäre auch die Abkürzung “LI”, die für “Landowsky-International” stehen würde und einen guten Bezug zum Berliner Bankenskandal herstellt: sogar zur internationalen Bankenkrise!

Aber die Entscheidung, das „I“ von BBI weg zu sparen, steht im krassen Gegensatz zur Schuldenmetropole Berlin, wo nun wieder 5 Mrd. € Schulden aufgenommen werden, nach dem Motto „Lieber Schulden statt Schulen“. Man spart also nicht nur Buchstaben,  sondern fügt den Schulen ein „d“ zu. Komisch auch, dass mit Eröffnung des BBI die Flughafengebühren drastisch steigen sollen, obwohl mit dem Berliner Billigflugzentrum die Gebühren durch die Schießung von 2 Flughäfen infolge von immensen Kosteneinsparungen eigentlich sinken oder zumindest konstant bleiben müssten. Immerhin werden mit dem BB Willy Brandt zwangsläufig viele Mitarbeiterder 3 Berliner Flughäfen freigesetzt.

In der Stadt wurde erst gespart bis es knirschte (Sarrazin), jetzt werden wieder Schulden gemacht bis es kracht. Bis dann Berlin nicht mehr regierbar ist…. Oder vielleicht ist dieser Zustand bereits eingetreten?

Denn nun gibt es auch für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg eine Haushaltssperre, der damit den Bezirken Charlottenburg-Schöneberg und Marzahn-Hellersdorf folgt. Damit nicht genug: „Vom Senat unter vorläufige Haushaltswirtschaft gestellt werden 2010 Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow-Köpenick“ (Berliner Zeitung vom 11.12.2009, Seite 18). Das sind dann schon die Hälfte der Bezirke in der Schuldenmetropole!

Da hilft es auch nicht, dass Wowereit jedes Jahr  einen neuen Touristen- und Besucherrekord Berlins bejubelt. Eigenartig  ist aber auch hier dabei, dass trotz dieser phantastischen Erfolge wieder nur Schulden entstehen.

Wo ein guter Teil der Steuergelder geblieben sind und weiter versickern werden, können Sie auch gerne in meinem Buch „BBI – ein neuer Berliner Bankenskandal? nachvollziehen.


 

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Eine weitere Rezension zum Buch und ein interessanter Link zu Tempelhof!

Dezember 14th, 2009 — 5:36pm


http://www.der-tempelhof-irrtum.de/index.php?id=9

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Eine Buchrezension in der Dezemberausgabe der Fliegerrevue!

Dezember 12th, 2009 — 9:59am






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Wieder eine neue Rezension zum Buch!

Dezember 11th, 2009 — 8:18am



Lesen Sie auf Seite 23 des Raben Ralf, der Umweltzeitung der GRÜNEN LIGA Berlin unter dem Link!




http://www.grueneliga-berlin.de/wp-content/plugins/downloads-manager/upload/2009_12_raberalf.pdf

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Auf der Suche nach den künftigen BBI-Kunden: Teil 2 der Passagierverkehr!

Dezember 8th, 2009 — 2:30pm


Nachdem nun im Teil 1 dieser Reihe festgestellt wurde, dass die Fracht mit einem gegenwärtigen Anteil von 1 % der Berliner Flugbewegungen und der minimale Frachtumschlag auf dem künftigen BBI keine bzw. keine nennenswerte Rolle spielen wird, stellt sich umso drängender die Frage nach den gewichtigen Kunden  für den BBI. Denn bei der Fracht sind die Claims durch die Entscheidung von DHL für Leipzig und durch die dauerhafte und ausgeprägte Industrieschwäche dieser Region irreparabel abgesteckt. Demzufolge müsste der Ausfall der Fracht auf einen derartigen Großflughafen mit dieser enormen Kapazität durch andere Kunden auf dem künftigen Großflughafen Berlin-Brandenburg-International zumindest kompensiert werden.

Welche Trümpfe haben also die FBS und ihre Gesellschafter diesbezüglich in den Händen?

Es ist natürlich mehr als naheliegend, dass das auf diesem hochmodernen internationalen Großflughafen dann in erster Linie nur der interkontinentale Flugverkehr sein kann.

Allerdings, und hier geht es mit den Problemen weiter, klafft ebenfalls eine enorme Lücke zwischen Soll und Ist, worüber sich die FBS jedoch ausgiebig ausschweigt. Sie verrät uns nämlich nicht, wie hoch der Passageanteil des Interkontinentalverkehrs ist. Bei den Flugbewegungen ist das jedoch recht einfach zu recherchieren, indem man den Flugplan für dieses Segment analysiert und dann ins Verhältnis setzt zu den gesamten  Passagierflugbewegungen, die im Flugplan aufgeführt sind. Das Ergebnis ist allerdings schockierend: Im Sommerflugplan von 2008 betrug dieser Anteil nicht einmal  3 %! Auch von den immer wiederkehrenden Ankündigungen, wie voriges Jahr, dass ein Flug nach Indien ganz sicher in Aussicht sei oder dass diese indische Airline am BBI sogar ein Drehkreuz für Asien plane ist nicht mehr die Rede.

Auch spricht die kürzliche Ablehnung der Lufthansa Bände, vom BBI einen Flug nach Asien einzurichten.

Wenn dieser Status des BBI lediglich als Zubringer- und Flughafen für Ferienflieger so bliebe, werden auch keine Umsteiger generiert werden, die laut Geschäftsbericht der FBS im Jahr 2008 nur einen Anteil von 0,15 % an den Gesamtpassagieren hatten. Der Frankfurter Flughafen, der im gegenwärtigen Ausbauzustand die gleiche Kapazität hat wie demnächst der BBI weist einen Anteil von über 50 % Transit- bzw. Transferpassagieren an den Gesamtpassagieren auf: Fraport ist also tatsächlich ein internationaler Drehkreuzflughafen, von dem die hiesigen Provinzpolitiker seit fast 20 Jahren träumen!

Demnach wäre es allerdings fatal, wenn der Anteil der eigentlichen BBI-Kunden nicht einmal die 5%-Hürde übersteigt. Und dafür wird ein riesiger Flughafen gebaut?

Indessen argumentiert die FBS mit Recht, dass sie für die Privat- und Geschäftsflieger „marktkonforme Gebühren“ erheben müsse, die für dieses Segment jedoch unerschwinglich sind. Die Folge wäre, dass die Kleinflugzeuge mit einem ungefähren Anteil der Flugbewegungen von 15 bis 20 % dann wiederum abwandern müssen, nachdem sie bereits von Tempelhof nach Schönefeld umziehen mussten.

Wenn die FBS mit diesem Argument „marktkonformer Gebühren“ bzw. kostendeckender Preise richtig liegt, dann erst recht bei den Billigairlines, die zur Eröffnung des BBI einen Anteil von ca. 70 % haben werden. Auf die kürzliche Ankündigung der FBS, dass die Gebühren auf dem BBI drastisch steigen werden, haben die Billigairlines auch prompt reagiert. Sie würden in dem Fall den BBI ebenfalls verlassen, weil sie ja in der Krise erst recht das bleiben wollen was sie sind: nämlich Billigairlines! Billigairlines haben also auf einem internationalen Großflughafen bzw. immer noch namenlosen BBI ebenso wenig etwas zu suchen wie die Kleinflugzeuge.

Unklar bleiben indes drei Dinge:

 

Erstens wer hat dann überhaupt etwas auf diesem offensichtlichen wahnwitzigen Großflughafen zu suchen, wenn die adäquaten BBI-Kunden nicht einmal einen Anteil von 5 % haben?

Für den in Berlin vertretenen kontinentalen Flugverkehr hätte der BBI jedenfalls nicht gebaut werden brauchen, erst recht nicht die von Berlin und Brandenburg subventionierten Billigairlines. Und das überproportionale Wachstum des Frachtverkehrs, mit dem ja ganz maßgeblich der BBI begründet wurde, gibt es auch nicht. Es ist wie in Teil 1 bereits dargestellt schlicht vernachlässigbar.

 

Zweitens wie ist es zu erklären, dass die Gebühren für den BBI wie angekündigt drastisch steigen sollen, obwohl ja durch die Verschmelzung von 3 auf einen Flughafen die Kosten eigentlich sinken müssten?

Es hängt wohl damit zusammen, dass der opulente Luxus-BBI für die Hauptkunden des BBI – den Billigairlines – infolge der überdimensionierten Planung einige Nummern zu groß geworden ist. Welche andere Erklärung könnte es sonst geben, da durch die Schließung der beiden anderen Flughäfen die FBS-Betriebskosten durch Rationalisierungs- und Einspareffekte eigentlich drastisch sinken müssten.

 

Drittens was meint die FBS eigentlich damit, dass die Entgeltordnung für den BBI noch nicht bzw. erst 2010 endgültig sei, was durchaus den Schluss nahe legt, dass bei diesem sich anbahnenden BBI-Skandal die Gebühren dann noch mehr steigen werden?

 

Und die generelle Frage bleibt, wann sich endlich die Hauptkunden des BBI enttarnen oder bleibt das auf Dauer ein streng gehütetes Geheimnis von Wowereit und Platzeck?

 

Das Aviationgeschäft rettet den BBI jedenfalls nach dieser kurzen und unmissverständlichen Analyse ebenso wenig wie die absurden Nachtfluggelüste der Gesellschafter der FBS, die trotz eines vom Bundesverwaltungsgerichts auferlegten weit gehenden Nachtflugverbotes durch die Brandenburgische Planfeststellungsbehörde bis zu über 100 Nachtflüge (für die Spitzenzeit) genehmigt bekommen haben!

Vielleicht rettet aber das Non-Aviationgeschäft den BBI! Das wäre aber eine skurrile Weltneuheit, wenn auf einem Billigflughafen die Haupteinnahmen durch das Non-Aviationgeschäft generiert werden würden. Und das vielleicht dann auch noch nachts? 

Natürlich erfahren Sie in meinem Buch weitaus mehr zu diesem Dilemma, aber lesen  

Sie demnächst in Teil 3 dieser kleinen Reihe mehr dazu!

 

Bis dahin wünscht Ihnen alles Gute

Frank Welskop

 

 

 

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Kundenrezension zum Buch auf Amazon.de!

Dezember 2nd, 2009 — 9:44am



Skandal des BBI vor der Pleite!

Von Nentwich”Kritik aber ehrlich” (Berlin)


http://www.amazon.de/product-reviews/3897068354

Comment » | Das Buch

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